Green Flag-Alarm!
Passion ProjectPASSION PROJECT ist einerseits eine typische Romance, andererseits aber auch wieder nicht. Die Autorin London Sperry geht in ihrer berührenden Geschichte doch ein paar Dinge ein bisschen anders an.
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Darum ...
PASSION PROJECT ist einerseits eine typische Romance, andererseits aber auch wieder nicht. Die Autorin London Sperry geht in ihrer berührenden Geschichte doch ein paar Dinge ein bisschen anders an.
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Darum geht’s: Bennet ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer ersten Liebe hinwegzukommen. Sie lässt sich auf ein Date ein, dass aber gnadenlos schiefgeht. Henry lässt aber nicht locker. Auf freundschaftlicher Basis startet er das Passion Project und lässt sich allerhand einfallen, damit Bennet eine neue Leidenschaft findet…
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Ich liebe ja den Grumpy-meets-Sunshine-Trope. Mürrischer Typ trifft gutgelauntes Mädel. London Sperry ändert dieses Motiv in PASSION PROJECT ab. Hier haben wir mit Henry einen umwerfend optimistischen männlichen Protagonisten, der auf Sad Girl Emilia trifft. Und ganz schnell folgt die Erkenntnis: Jeder braucht einen Henry in seinem Leben! Henry ist der Inbegriff des einfühlsamen und verständnisvollen besten Freundes, der immer für einen da ist. Er ist die grünste Green Flag, die man sich vorstellen kann. Ein Typ zum Pferdestehlen, Knuddeln und Ausheulen. Aber auch zum lieben? Fast erscheint er ein bisschen zu buddymäßig perfekt, um als Love Interest in Frage zu kommen. Er ist ein absolut süßer und verlässlicher Character, hätte für meinen Geschmack aber auch gerne ein paar mehr Ecken und Kanten haben und auch mal den Bad Boy geben dürfen. Er hätte Bennet vielleicht öfter mal die Meinung geigen sollen. Aber er ist immer lieb und verständnisvoll und lässt sich nahezu alles gefallen. Das ist niedlich und irgendwie ein Traum und ich mochte Henry auch wirklich total gerne. Trotzdem wird so ein Rundum-Good Guy nie einer meiner Lieblingscharaktere werden. Aber die Chemie zwischen den Protagonisten stimmt eben. Henry und Emilia ergänzen sich auf wundervolle Art und Weise und London Sperry hat es geschafft mir die emotionalen Vibes zwischen den beiden gut zu vermitteln – auch wenn für mich bis zum Schluss ein freundschaftlicher Überhang vorhanden war.
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Wie das Passion Project endet, wird keinen wundern, muss also hier auch gar nicht weiter thematisiert werden. Der Roman ist zuckersüß und hält eine gute Balance zwischen Heiterkeit und Tiefgründigkeit. Die Geschichte ist alltäglich und authentisch. Und das ist mal eine angenehme Abwechslung zu anderen Romance-Storys, die ja doch oft etwas überdramatisch daherkommen. PASSION PROJECT setzt dagegen auf freundschaftliche Slow Burn-Vibes, über die sich eine umarmende Wärme ausbreitet. Für das Wohlgefühl bräuchte es die Lovestory fast gar nicht. Aber dann wäre es ja keine Romance. Ich mochte diese etwas andere Art der Geschichte jedenfalls und würde mich freuen, mehr von London Sperry zu lesen.