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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein ganz zauberhaftes Buch, das Mut macht, inspiriert und Lust auf Eis macht

Der alte Eiswagen will zurück zur azurblauen Küste
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Der alte Eiswagen denkt gerne an früher zurück, als er noch leuchtend und farbenfroh in Nizza an einer Promenade am Mittelmeer stand und die Menschen bis zum Sonnenuntergang bei ihm Schlange standen, um ...

Der alte Eiswagen denkt gerne an früher zurück, als er noch leuchtend und farbenfroh in Nizza an einer Promenade am Mittelmeer stand und die Menschen bis zum Sonnenuntergang bei ihm Schlange standen, um sein leckeres Eis zu kaufen. Doch diese schönen Zeiten sind längst vorbei. Heute steht der Glacé-Wagen ungenutzt, verstaubt und ramponiert in einem Restaurant, in der hintersten Ecke, wo ihn niemand beachtet – außer dem Kellner, weil er ständig fluchend gegen in stößt. Als er eines Tages besonders stark gegen ihn rempelt, macht sich der kleine Eiswagen kurzerhand selbstständig und rollt geschwind zur Tür hinaus. Immer schneller saust er die Straße hinunter, bis er schließlich ziemlich demoliert in einer Garage eines freundlichen Mannes landet. Hier wird er wieder flott gemacht und kann sein Leben endlich wieder genießen.

Eine Geschichte, erzählt aus der Sicht eines Eiswagens war mir bislang noch nicht begegnet. Eine wundervolle Idee, auf deren Umsetzung ich äußert gespannt war. Dieses Bilderbuch musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut! Schon das niedliche Cover zaubert einem direkt ein Lächeln ins Gesicht und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Na ja, okay, zuzugeben, zunächst kommt die Erzählung etwas traurig daher. Völlig verstaubt, rostig und allein steht der alte Eiswagen in der Ecke herum und sehnt sich nach den alten Zeiten und danach, wieder gebraucht zu werden. Eva Treml hat hier einen überaus liebenswerten und besonderen Protagonisten erschaffen, der sich mit seiner direkten Leseransprache und seinem knuffigen Aussehen sofort in das Leserherz schleicht. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass es sich um einen Eiswagen handelt. Denn wer verbindet mit Eisessen nicht schöne Erinnerungen? Man fühlt daher richtig mit dem kleinen Gefährt mit und wünscht ihm nur das Beste. Umso größer ist dann am Ende die Freude, als er mit einer großen Portion Mut in ein neues erfülltes Leben rollt.

„Der alte Eiswagen will zurück zur azurblauen Küste“ ist viel mehr als nur ein Bilderbuch, das Lust auf Eis und Sommer macht – es lässt uns den Zauber des Upcyclings entdecken und erinnert uns daran, dass es nie zu spät ist, seine Träume verfolgen. Darüber hinaus zeigt es, dass das Glück manchmal ganz unverhofft kommt und dass nach schlechten Zeiten auch wieder gute folgen. Eva Tremi beschreibt das Ganze mit so viel Herz und humorvoller Leichtigkeit, dass durchweg eine Atmosphäre zum Wohlfühlen herrscht. Verstärkt wird dies durch die farbenfrohen und ausdrucksstarken Illustrationen von Christoph Frei, die die kurzen Textpassagen gekonnt untermalen und einen tief in die Geschichte eintauchen lassen. Man spürt die Wärme der Sommersonne förmlich, schmeckt das erfrischende Eis und meint, das fröhliche Klingeln des Eiswagens zu hören.

Fazit: „Der alte Eiswagen will zurück zur azurblauen Küste“ ist eine warmherzige und inspirierende Geschichte ab 4 Jahren, die Mut macht, an sich selbst und seine Träume zu glauben und dazu anregt, alten Dingen neues Leben einzuhauchen. Ein liebevoll erzähltes und wunderschön illustriertes Bilderbuch, das einfach glücklich macht – und Appetit auf Eis. Ich bin ganz verzaubert von diesem Büchlein, mein Herz hat der kleine Eiswagen im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein wundervolles & traumhaft illustriertes Buch! Berührend, traurig-schön & voller Hoffnung

Die Windmacherin
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Der 11-jährige Tobias und seine Eltern haben den Krieg in ihrem Land überstanden, aber ihr Zuhause wurde zerstört und das Essen ist immer noch knapp. Zusammen mit vielen anderen Kindern wird Tobias zur ...

Der 11-jährige Tobias und seine Eltern haben den Krieg in ihrem Land überstanden, aber ihr Zuhause wurde zerstört und das Essen ist immer noch knapp. Zusammen mit vielen anderen Kindern wird Tobias zur Erholung auf die abgelegene Insel Wetterland geschickt, wo er einen unbeschwerten Sommer verbringen soll. Doch statt bei einer netten Familie unterzukommen, landet der Junge bei der mürrischen und in sich gekehrten Fischerin Lothe, die keinen Hehl daraus macht, dass Kinder bei ihr nicht erwünscht sind. Auch Tobias ist alles andere als begeistert, den Sommer bei dieser grimmigen Frau verbringen zu müssen, die ganz allein in einem dunklen Haus auf einer Klippe wohnt. Von Bauernhofidylle ist hier keine Spur! Tobias fügt sich jedoch seinem Schicksal und beginnt in seiner neuen Bleibe herumzustöbern. In einem verschlossenen Zimmer entdeckt er geheimnisvolle Kinderzeichnungen, die seine Neugier wecken. Er kommt dem Rätsel der Windermacherin auf die Spur und als er herausfindet, was hinter Lothes verschlossenem Verhalten steckt, möchte er ihr unbedingt helfen. Ein unvergesslicher Sommer beginnt...

Was habe ich mich gefreut als ich hörte, dass die vierbändige Jahreszeiten-Reihe von Maja Lunde und Lisa Aisato dieses Jahr endlich in die dritte Runde geht. Die ersten beiden Bände („Die Schneeschwester“ und „Die Sonnenwächterin“) habe ich geliebt – wer sie noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen, es lohnt sich! Die chronologische Reihenfolge ist jedoch nicht erforderlich. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und völlig unabhängig voneinander lesbar.

Nach Winter und Frühling beschert uns das norwegische Erfolgsduo nun ein Sommerabenteuer. Schon das Cover ist wieder ein Traum (unter dem Schutzumschlag übrigens auch) und schürt die Vorfreude auf das Erlebnis dahinter. Was jedoch optisch wie ein sommerlich-leichter Wohlfühlroman daherkommt, entpuppt sich kurz darauf als eine überaus tiefgründige und herzergreifende Geschichte.

Auch dieser Band ist zunächst ziemlich traurig und erinnert trotz der kindlichen Erzählperspektive nur wenig an ein fröhliches Kinderbuch. Gleich zu Beginn lernen wir unseren elfjährigen Ich-Erzähler Tobias kennen, dem der Schrecken des Krieges noch tief in den Knochen steckt. Das Thema Krieg kommt hier immer wieder zur Sprache. Auf eine sehr kindgerechte Weise zwar, aber Maja Lunde macht schon deutlich, was Tobias in der Kriegszeit Traumatisches erlebt hat. Bereits die Abschiedsszene am Bahnhof (die einen leichten Narnia-Touch hat), lässt einen schwer schlucken und richtig mitfühlen. Im weiteren Verlauf spürt man ebenfalls immer wieder einen Kloß im Hals. Denn neben Kriegstraumata und Hunger behandelt das Buch noch einige weitere ernste Themen wie Heimweh, Streit, Verlust und Trauer. Aber keine Sorge, die Geschichte erzählt auch von schönen Dingen. Von wunderbaren Marmeladenglasmomenten, alten Freundschaften, die wieder aufblühen, Versöhnung, Zusammenhalt, der Kraft der Fantasie und Schönheit der Natur. Sie erinnert uns daran, das Leben mit allem, was man hat, zu schätzen und wie wichtig es ist, miteinander zu reden, seine Vergangenheit loszulassen und mit Zuversicht nach zu schauen.

Während die Stimmung anfangs von viel Melancholie geprägt ist, wird sie im Verlauf immer heiterer und freundlicher und mutet manchmal sogar ein bisschen magisch an. Bereits mittendrin gibt es einen herrlich unbeschwerten Augenblick, der einem so richtig das Herz erwärmt. Dieses Buch ist eine unvergessliche emotionale Reise, deren besonderen Zauber man sich kaum mehr entziehen kann. Die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz, angefangen bei Tobias mit seiner fantasievollen und neugierigen Art bis hin zu der griesgrämigen, aber eigentlich doch recht lieben Lothe (bei der ich unweigerlich an Alm-Öhi aus „Heidi“ denken musste). Jeder einzelne Moment mit ihnen allen ist ein Genuss, was nicht nur an Maja Lundes wundervollen Worten liegt (übersetzt von Ina Kronenberger), sondern auch an den herausragend schönen Illustrationen von Lisa Aisato.

Lisa Aisatos Bilder sind einfach nur mal wieder atemberaubend! Unglaublich berührend und detailverliebt, mal grau und düster, mal hoffnungsvoll und farbenfroh und so voller Kraft, Magie und Leben, dass man sich stundenlang in ihnen verlieren kann.

Fazit: Maja Lunde und Lisa Aisato haben ein weiteres sprach- und bildgewaltiges Meisterwerk geschaffen, das den Vorgängern in nichts nachsteht! „Die Windmacherin“ ist eine bewegende und traurig-schöne Sommergeschichte, die Mut und Hoffnung schenkt und lange nachhallt. Ein zeitlos schöner Lesegenuss für Jung und Alt. Für mich ist auch dieser Band ein absolutes Highlight und Herzensbuch. Die Jahreszeiten-Quartett-Reihe ist wirklich außergewöhnlich und sollte in keinem Bücherregal fehlen. Ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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Veröffentlicht am 17.05.2025

Ein tierisch schöner Vorlesespaß für die ganze Familie!

Konrad – Ein Koala mit Karacho
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Als der achtjährige Juri mitten in der Nacht aufwacht und einen merkwürdig minzig-scharfen Geruch in der Nase hat, denkt er sich zunächst nicht groß was dabei. Dies ändert sich jedoch am nächsten Morgen. ...

Als der achtjährige Juri mitten in der Nacht aufwacht und einen merkwürdig minzig-scharfen Geruch in der Nase hat, denkt er sich zunächst nicht groß was dabei. Dies ändert sich jedoch am nächsten Morgen. Irgendjemand hat überall im Bad Mamas teure neue (und absolut ekelhafte) Eukalyptus-Zahnpasta verschmiert! Mamas Verdacht fällt natürlich sofort auf Juri und seine jüngere Schwester Luzie. Total unfair! Die beiden haben mit dieser Saurerei nichts zu tun und müssen sie nun trotzdem wegwischen. Juri ist ziemlich sauer und fest entschlossen, den wahren Übeltäter zu finden. Er legt sich abends auf die Lauer...und traut seinen Augen kaum, als wenig später ein kleiner flauschiger Koala durch das Badezimmerfenster hineinhüpft. Juri und Luzie taufen ihn Konrad und würden ihn liebend gerne behalten. Leider sind größere Haustiere in ihrem Mietshaus aber nicht erlaubt. Die Geschwister versuchen daher, Konrad vor ihren Eltern geheimzuhalten, allerdings stellt sich schnell heraus, dass das gar nicht so einfach ist...

Von Smilla Blau habe ich bereits ihr Kinderbuchdebüt gelesen, welches mir wahnsinnig viel Freude bereitet hat. An ihrem neuen Vorleseabenteuer konnte ich daher natürlich auf keinen Fall vorbeigehen. Nach einem niesenden Rentier ist es nun ein pfiffiger Koala, der für jede Trubel und gute Laune sorgt. Schon das fröhlich-gelbe Cover zaubert einem direkt ein Lächelns ins Gesicht und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Erneut beschert uns Smilla Blau ein tierisch schönes Kinderbuch, das beim Zuhören und (Vor-)Lesen gleichermaßen Spaß macht. Mit viel Herz und einem Augenzwinkern erzählt sie die Geschichte vom kleinen Koala Konrad, der das Leben einer Hausgemeinschaft gehörig auf den Kopf stellt. Da kann es schon mal passieren, dass der Papa das zottelige Koalafell mit dem Haar seiner Tochter verwechselt oder dass im Frühstücksmüsli statt Rosinen Koalakacke landet. Hier folgt wirklich einer lustigen und chaotischen Szene der nächsten, sodass Dauerschmunzeln garantiert ist.

Stellenweise kommt die Handlung auch noch spannend wie eine kleine Detektivgeschichte daher und vermittelt ganz nebenbei auf eine spielerische Weise interessantes Koala-Wissen. Smilla Blaus lebendige Erzählweise zieht einen mal wieder sofort in den Bann und macht das Vorlesen mit den vielen lautmalerischen Elementen zu einem echten Erlebnis. Großartig ist auch die natürliche und selbstverständliche Darstellung von Vielfalt, die den realen Alltag widerspiegelt. So gibt es im Mehrfamilienhaus eine Familie mit zwei Vätern und eine Mutter, die als Hausmeisterin arbeitet. Die Charaktere sind allesamt wunderbar getroffen und werden so authentisch und liebevoll beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss – allen voran natürlich den kleinen knuffigen, eukalyptusverrückten Konrad. Es ist richtig schön zu sehen, wie sich die Geschwister Juri und Luzie um ihren neuen flauschigen Mitbewohner kümmern und wie dabei ganz unverhofft neue Freundschaften entstehen. Eins ist sicher: Wer bisher noch nicht koalaverliebt war, wird es spätestens nach dieser Lektüre sein.
Die vielen farbenfrohen Illustrationen von Katja Gehrmann untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und runden das Ganze perfekt ab.

Fazit: Auch das zweite Kinderbuch von Smilla Blau überzeugt auf ganzer Linie und erobert mit Karacho das Leserherz. „Konrad – Ein Koala mit Karacho“ ist eine witzig-turbulente und warmherzige Geschichte ab 5 Jahren voller tierisch schöner Überraschungen, Eukalyptus und Zusammenhalt. Ein herrlicher Vorlesespaß für kleine und große Koala-Fans und die, die es noch werden wollen. Smilla Blau hat es erneut geschafft, mich zu begeistern! Auf ihr nächstes Werk freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Ein weiteres herrlich verhextes Abenteuer voller Fantasie & Überraschungen!

Malverina (Band 5) – Abenteuer in der Hexenschule
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Als Dorfhexe von Düstertal hat Malverina meist alle Hände voll zu tun. Vor allem die drei Drachen Paff, Zisch und Feurio halten sie gerade ordentlich auf Trab. Zum Glück kann sie noch rechtzeitig verhindern, ...

Als Dorfhexe von Düstertal hat Malverina meist alle Hände voll zu tun. Vor allem die drei Drachen Paff, Zisch und Feurio halten sie gerade ordentlich auf Trab. Zum Glück kann sie noch rechtzeitig verhindern, dass sie den Flamingokurier grillen, der eines Tages eine Zeitung vorbeibringt. Als Malverina beim Durchblättern der Zeitung die Ankündigung einer Hexenschule ins Auge springt, ist sie sofort Feuer und Flamme. Die große Okkulta sucht die besten Nachwuchshexen aller Zeiten und wer, wenn nicht sie, Malverina, wäre dafür besser geeignet? So macht sich die Junghexe auf den Weg, um an der schwierigen Aufnahmeprüfung teilzunehmen. Ihren Freundinnen Tristan, Lila und Maura hatte sie eigentlich streng verboten mitzukommen, doch kaum im Farblos-Palast angekommen, entdeckt sie, dass sich die drei als Grillen verzaubert heimlich eingeschmuggelt haben. Darüber ist sie wenig später auch ziemlich froh, denn es wird schnell klar, dass es in der Hexenschule nicht mit rechten Dingen zugeht. Während Malverina die Aufnahmetests meistert (auf ihre ganz eigene Art), gehen ihre Freundinnen den Geheimnissen auf den Grund.

Hierbei handelt es sich um den fünften Teil der Malverina-Reihe, ins Deutsche übertragen von Karin Will. Da es zu Beginn eine kurze Zusammenfassung und Figurenvorstellung gibt, kann man dem Geschehen auch ohne Vorkenntnisse folgen. Für den vollen Lesegenuss empfiehlt es sich jedoch, die Bände chronologisch zu lesen.
Ich liebe die Geschichten rund um Dorfhexe Malverina und ihre Freundinnen. Jeder Band war bisher ein kleines Highlight für mich – und der fünfte bildet da keine Ausnahme. Schon das Cover ist wieder unheimlich süß gestaltet und steigert die Vorfreude aufs Lesen.

Erneut ist es Malverina selbst, die uns die Geschichte erzählen darf. In ihrer unnachahmlichen pfiffig-charmanten Art berichtet sie von ihren Erlebnissen und spricht uns Leser
innen dabei immer wieder direkt an. Malverina ist und bleibt eine überaus entzückende Protagonistin, die sich mit ihrem großen Herzen und Selbstvertrauen und ihrer wunderbaren Gewitztheit sofort in das Leserherz schleicht. Ihre drei Freundinnen Tristan, Lila und Maura werden jedoch nicht minder liebevoll beschrieben, sodass es jedes Mal ein Riesenspaß ist, sie alle zu begleiten. Zum Glück müssen wir auch in diesem Band auf keinen von ihnen verzichten und es ist wieder richtig schön mitzuerleben, wie die vier gemeinsam durch dick und dünn gehen und einmal mehr zeigen, was wahre Freundschaft ausmacht.
Auch mit den neuen Gesichtern, die man hier kennenlernt, hat Autorin Susanna Isern einzigartige Charaktere erschaffen, die für viele spaßige Szenen sorgen. Langweilig wird es mal wieder zu keiner Zeit. Von verrückten Hexereien, unerwarteten Ereignissen und spannenden Herausforderungen ist wieder alles dabei. Sehr cool ist natürlich auch der Settingwechsel an die Zauberschule, der frischen Wind in die Reihe bringt und ihr noch mehr Hexen-Vibes verleiht. Wie auf einem wilden Besenritt fliegen die Seiten nur so dahin und das Ende lässt einen voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer zurück.

Fazit: Genauso zauberhaft und magisch wie die Vorgänger geht die Malverina-Reihe in die fünfte Runde und verzaubert kleine und große Leser
innen in gewohnter Manier. Auch „Abenteuer in der Hexenschule“ ist ein herrlich verhextes Abenteuer für alle ab 5 Jahren mit einer kleinen Prise Grusel und liebenswerten Charakteren zum Gernhaben. Lustig, herzig, turbulent und voller Fantasie und Überraschungen. Ich bin mal wieder begeistert und kann das nächste Wiedersehen mit Junghexe Malverina und ihre Freund*innen kaum erwarten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Ein märchenhaft magischer Lesespaß!

Plötzlich wach! 4: Mit Schneewittchen Zwerge zähmen
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Seit Annemie mit ihrer Mutter zu Oma Fritz gezogen ist, ist ihr Leben das reinste Abenteuer. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund Leo hat sie das große Familiengeheimnis der Wunderlichs herausgefunden: Mithilfe ...

Seit Annemie mit ihrer Mutter zu Oma Fritz gezogen ist, ist ihr Leben das reinste Abenteuer. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund Leo hat sie das große Familiengeheimnis der Wunderlichs herausgefunden: Mithilfe eines streng geheimen Rezepts können die 163 Wachsfiguren in „Wunderlichs Wachsfigurenkabinett“ lebendig werden! Für das Rezept braucht man die magisch-giftigen Pflanzen, die in Oma Fritz’ Gewächshaus wachsen. Als diese plötzlich eingehen, sind sich alle schnell einig, wer dahintersteckt. Es gibt nämlich eine fiese Person, die das Wachsfigurengeheimnis für ihre Zwecke benutzen will. Dass muss natürlich unbedingt verhindert werden! Als dann auch noch Caro, Annemies Vorfahrin und Gründerin von Wunderlichs Wachsfigurenkabinett, entführt wird, setzen Annemie und Leo sofort alles daran, sie zu retten. Allerdings nicht alleine: Begleitet werden sie von Giftexpertin und Schlossknackerin Schneewittchen sowie zwei Zwergen, die sich ständig in den Haaren liegen. Ob ihre Rettungsmission wohl gelingen wird?

Dies ist der vierte Teil der „Plötzlich wach!“ – Reihe. Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden sind nicht zwingend erforderlich, allerdings macht es sicherlich mehr Freude, wenn man mit dem ersten Band startet.
Nachdem mir die drei Vorgänger so gut gefallen haben, konnte ich das nächste Wachsabenteuer kaum erwarten. Schon rein optisch steht es seinen Vorgängern in nichts nach. Das fröhlich-bunte Cover mit seinem coolen Guckloch ist mal wieder ein echter Hingucker und verspricht auf den ersten Blick märchenhafte Unterhaltung. Im Inneren geht es genauso weiter, angefangen bei den Vorsatzpapieren über die Figurenvorstellung zu Beginn bis hin zu den zahlreichen liebevollen schwarz-weiß Illustrationen von Anne-Kahtrin Behl, die das Erzählte perfekt untermalen.

Auch inhaltlich begeistert dieser Band vom ersten Moment an. Die Geschichte wird gewohnt pfiffig und humorvoll aus der Sicht von Annemie erzählt und hält eine ganze Palette an charmanten Figuren bereit. Vor allem Schneewittchen und die zwei ständig zankenden Zwerge – drei neue Gesichter – werden herrlich dargestellt. Sehr fantasievoll und etwas verrückt, aber absolut zum Liebhaben. Autorin Maja von Vogel hat sich mal wieder lauter tolle Sachen einfallen lassen, die dieses Buch zu einem Riesenspaß machen. So begibt man sich nicht nur auf eine ziemlich abenteuerliche Rettungsmission, sondern erfährt auch ganz erstaunliche Dinge aus der Märchenwelt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Schneewittchen Karate kann oder Dornröschen Adele-Fan ist? Das Märchenreich scheint wohl moderner zu sein als gedacht – breite Schmunzler sind hier auf jeden Fall garantiert! Auch Freundschaft, Mut und Zusammenhalt werden mal wieder großgeschrieben. Seit ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer sind Annemie und Leo dicke Freunde und ein super Team. Sie können sich stets aufeinander verlassen, was richtig schön mitzuerleben ist.

Das Ende ist rund und zufriedenstellend, lässt zugleich aber auch Spielraum für weitere Fortsetzungen. Soweit ich jedoch richtig informiert bin, handelt es sich hierbei leider um den letzten Band der Reihe. Aber wer weiß, vielleicht wird es ja doch noch weitergehen, mich würde es auf jeden Fall sehr freuen!

Fazit: Mit „Mit Schneewittchen Zwerge zähmen“ geht die „Plötzlich wach!“ – Reihe in die vierte Runde und verzaubert uns Leser*innen in gewohnter Manier. Auch dieser Band ist ein spannendes, lustiges und magisches Abenteuer voller sprudelnder Ideen, liebenswerter Charaktere und Überraschungen. Ein märchenhaftes Lesevergnügen für alle 8 Jahren. Ich bin mal wieder begeistert und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit Annemie, Leo und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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