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Veröffentlicht am 22.05.2025

Ein neuer spannender Fall für Tierärztin Enola!

Enola & die fantastischen Tiere
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Mitten in einem Naturkundemuseum befindet sich die Praxis von Enola – einer ganz besonderen Tierärztin mit einem großen Herz für alle Fabelwesen. Egal ob Trolle, Wasserspeier oder Einhörner – Enola ist ...

Mitten in einem Naturkundemuseum befindet sich die Praxis von Enola – einer ganz besonderen Tierärztin mit einem großen Herz für alle Fabelwesen. Egal ob Trolle, Wasserspeier oder Einhörner – Enola ist stets sofort zur Stelle und nimmt sich all den Sorgen, Leiden und Problemen ihrer Patienten an. Unterstützt wird sie dabei tatkräftig von ihrem treuen Begleiter Kater Maneki sowie den genialen Erfindungen von Professor Archibald. Ihr neuer Fall führt sie an die Küste von Pendelton, wo ein riesiger Krake die Fischer terrorisiert und die Masten ihrer Boote zerstört. Im Hafen angekommen trifft Enola auf den unfreundlichen Kapitän Spitzbart, der Jagd auf den Riesenkraken machen möchte, um die Belohnung einzuheimsen. Das kommt für Enola überhaupt nicht infrage! Ausgerüstet mit einem U-Boot und Taucheranzug taucht sie in die Tiefsee hinab und versucht das Geheimnis des Riesenkraken zu lüften. Ob sie es wohl rechtzeitig schaffen wird? Und was fehlt dem achtarmigen Meerestier nur?

Endlich geht es mit Tierärztin Enola weiter! Auch wenn es sich hierbei um den dritten Band von „Enola und die fantastischen Tiere“ handelt, werden keine Vorkenntnisse benötigt. Alle Bände sind in sich abgeschlossen, sodass ein Einstieg in die Reihe jederzeit möglich ist.
Mir haben bereits Enolas erste beiden Abenteuer sehr viel Spaß gemacht. Ihre neue Mission konnte ich daher kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht! Schon das tiefblaue Cover zieht einen wieder direkt in den Bann und weckt die Lust auf die Geschichte dahinter.

Nachdem es Enola zuletzt mit einem Wasserspeier und Einhörnern zu tun hatte, gilt es dieses Mal das Rätsel um einen Riesenkrake zu lösen. Unsere junge Tierärztin ist natürlich gleich zur Stelle und setzt alles daran, um ihren neuen mythischen Patienten zu helfen. Enola ist und bleibt eine überaus sympathische Protagonistin, die man mit ihrer mutigen, cleveren und tierlieben Art (und ihren coolen lila Haaren) sofort ins Herz schließt. Ihr treuer sprechender (und ziemlich wasserscheuer) Kater Maneki ist jedoch nicht minder liebenswert und wie gewohnt ein Garant für breite Schmunzler. Auch dieser Band hat einfach alles, was es für eine gute Geschichte braucht: Spannung, Humor, charmante Charaktere, überraschende Wendungen und eine gekonnte Verbindung aus realer und magischer Welt. Man kann wieder richtig schön beim Lesen mitfiebern und würde sich danach am liebsten sofort ins nächste Abenteuer stürzen.
Einziger minimaler Wermutstropfen ist die Kürze des Comics – die Erzählung könnte liebend gerne noch ein bisschen länger sein als 32 Seiten. Für Leseanfänger und Lesefaule ist dies aber natürlich eine feine Sache. Mit seinen wenigen Seiten, der leseleichten Schrift und spannenden Handlung bietet diese Reihe eine Extraportion Lesemotivation und weckt die Freude am Lesenlernen. Hier verwandelt sich gerade jeder Lesemuffel in eine Leseratte!

Neben Joris Chamblains Geschichte sind auch die Illustrationen von Lucile Thibaudier wieder zauberhaft gelungen. Ausdrucksstark, bunt und voller Detailliebe setzen sie das Erzählte perfekt in Szene und schaffen eine magisch schöne Atmosphäre zum Eintauchen.

Fazit: Endlich ist Tierärztin Enola wieder da und das Warten hat sich gelohnt! „Der Krake, der Mundgeruch hatte“ ist ein fesselnder, unterhaltsamer und farbenfroher Kindercomic ab 6 Jahren mit viel Herz, Witz und Überraschungen und einer pfiffigen Heldin zum Gernhaben. Ein wunderbarer Einstieg ins Selberlesen und das Comic-Universum. Ich bin auch von diesem Band begeistert und hoffe sehr, dass auch noch die weiteren Bände ins Deutsche übersetzt werden. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein ganz wundervolles und wichtiges Bilderbuch!

Männer weinen
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Levi kommt an eine neue Schule und hat ziemlichen Bammel vor seinem ersten Schultag. Auch sein Papa hat Angst, doch im Gegensatz zu seinem Sohn traut er sich nicht, es zu zeigen. In seiner Hilflosigkeit ...

Levi kommt an eine neue Schule und hat ziemlichen Bammel vor seinem ersten Schultag. Auch sein Papa hat Angst, doch im Gegensatz zu seinem Sohn traut er sich nicht, es zu zeigen. In seiner Hilflosigkeit gibt er Levi den Satz „Männer weinen nicht“ mit auf dem Weg. So läuft alleine Levi los und weint nicht. Doch unterwegs begegnen ihm überall Männer, die aus den unterschiedlichsten Gründen weinen: Ein Fischer, der sich mit Tränen in den Augen von seinen Kindern verabschiedet: einen schluchzenden Harfenisten; Poeten, die ergriffen ihre Gedichte üben... Da erkennt Levi: Männer weinen doch! Als er nachmittags wieder nach Hause kommt, hat auch Papa Tränen in den Augen. Er gesteht seinem Sohn, dass ihm ebenfalls recht mulmig zumute war und er sehr erleichtert ist, dass Levi seinen ersten Schultag so gut überstanden hat. Beide sind sich einig: Männer weinen und das ist absolut okay!

Obwohl dieses Buch bereits vor über fünf Jahren im Zuckersüß Verlag erschienen ist, bin ich erst vor kurzem darauf aufmerksam geworden. Keine Ahnung, wie es bislang an mir vorbeigehen konnte, schließlich ist allein schon das Cover einfach nur zum Verlieben. Aber wie heißt es so schön: Besser spät als nie! Ich bin auf jeden Fall unheimlich froh, dass ich noch auf dieses Schätzchen gestoßen bin – was wäre mir da sonst Wundervolles entgangen.

Bereits der Titel „Männer weinen“ macht deutlich, wie die Kernbotschaft des Buches lautet. Jonty Howley hat mit seinem Debüt ein ganz zauberhaftes und wichtiges Bilderbuch geschaffen, das auf eine sanfte und kindgerechte Weise wichtige Themen wie Gefühle, Ehrlichkeit, Empathie und Geschlechterrollen behandelt. Seine Gefühle offen zu zeigen, wird leider von vielen Menschen immer noch als Schwäche angesehen, vor allem bei Jungs und Männern. „Männer weinen nicht!“, „Heul nicht, du bist doch kein Mädchen!“, „Jungs müssen stark sein!“ – solche Sprüche müssen sich Jungen auch heute noch oft anhören. Genau damit räumt dieses Bilderbuch auf. Natürlich dürfen Männer weinen! Jeder darf weinen, egal aus welchem Grund. Ob aus Trauer, Schmerz, Wut, Freude, Liebe oder Rührung – jedes Gefühl ist richtig und wichtig. Wahre Stärke liegt nicht darin, seine Gefühle zu verstecken, sondern darin, sie mit anderen zu teilen!

Die Geschichte des sympathischen Levi zeigt Kindern, dass fühlen und weinen völlig okay und normal ist und ermutigt sie dazu, ihre Emotionen auszudrücken und darüber zu sprechen. Darüber hinaus lernen sie auch, dass es sich immer lohnt, Dinge zu hinterfragen – denn auch Eltern können sich mal irren.

Für Kinder ab 3 Jahren ist „Männer weinen“ ideal geeignet. Die Texte sind sehr kurz und prägnant, die Bilder großflächig und ausdrucksstark. Visuell ist dieses Buch ein echtes Highlight. Jonty Howleys Illustrationen sind kunterbunt und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Mit ihren vielen Einzelheiten laden sie zum Verweilen und Entdecken ein und schaffen eine warme maritime Wohlfühlatmosphäre.

Fazit: „Männer weinen“ ist eine herzerwärmende und einfühlsame Vater-Sohn-Geschichte ab 3 Jahren, die Kindern Mut macht, ihren Emotionen und Tränen freien Lauf zu lassen und über ihre Gefühle zu reden. Ein wunderschönes Plädoyer für mehr emotionale Offenheit und klischeefreies Denken! Ich bin total verliebt in dieses Bilderbuch, aus meinem Regal ist es nicht mehr wegzudenken. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein ganz zauberhaftes Buch, das Mut macht, inspiriert und Lust auf Eis macht

Der alte Eiswagen will zurück zur azurblauen Küste
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Der alte Eiswagen denkt gerne an früher zurück, als er noch leuchtend und farbenfroh in Nizza an einer Promenade am Mittelmeer stand und die Menschen bis zum Sonnenuntergang bei ihm Schlange standen, um ...

Der alte Eiswagen denkt gerne an früher zurück, als er noch leuchtend und farbenfroh in Nizza an einer Promenade am Mittelmeer stand und die Menschen bis zum Sonnenuntergang bei ihm Schlange standen, um sein leckeres Eis zu kaufen. Doch diese schönen Zeiten sind längst vorbei. Heute steht der Glacé-Wagen ungenutzt, verstaubt und ramponiert in einem Restaurant, in der hintersten Ecke, wo ihn niemand beachtet – außer dem Kellner, weil er ständig fluchend gegen in stößt. Als er eines Tages besonders stark gegen ihn rempelt, macht sich der kleine Eiswagen kurzerhand selbstständig und rollt geschwind zur Tür hinaus. Immer schneller saust er die Straße hinunter, bis er schließlich ziemlich demoliert in einer Garage eines freundlichen Mannes landet. Hier wird er wieder flott gemacht und kann sein Leben endlich wieder genießen.

Eine Geschichte, erzählt aus der Sicht eines Eiswagens war mir bislang noch nicht begegnet. Eine wundervolle Idee, auf deren Umsetzung ich äußert gespannt war. Dieses Bilderbuch musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut! Schon das niedliche Cover zaubert einem direkt ein Lächeln ins Gesicht und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Na ja, okay, zuzugeben, zunächst kommt die Erzählung etwas traurig daher. Völlig verstaubt, rostig und allein steht der alte Eiswagen in der Ecke herum und sehnt sich nach den alten Zeiten und danach, wieder gebraucht zu werden. Eva Treml hat hier einen überaus liebenswerten und besonderen Protagonisten erschaffen, der sich mit seiner direkten Leseransprache und seinem knuffigen Aussehen sofort in das Leserherz schleicht. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass es sich um einen Eiswagen handelt. Denn wer verbindet mit Eisessen nicht schöne Erinnerungen? Man fühlt daher richtig mit dem kleinen Gefährt mit und wünscht ihm nur das Beste. Umso größer ist dann am Ende die Freude, als er mit einer großen Portion Mut in ein neues erfülltes Leben rollt.

„Der alte Eiswagen will zurück zur azurblauen Küste“ ist viel mehr als nur ein Bilderbuch, das Lust auf Eis und Sommer macht – es lässt uns den Zauber des Upcyclings entdecken und erinnert uns daran, dass es nie zu spät ist, seine Träume verfolgen. Darüber hinaus zeigt es, dass das Glück manchmal ganz unverhofft kommt und dass nach schlechten Zeiten auch wieder gute folgen. Eva Tremi beschreibt das Ganze mit so viel Herz und humorvoller Leichtigkeit, dass durchweg eine Atmosphäre zum Wohlfühlen herrscht. Verstärkt wird dies durch die farbenfrohen und ausdrucksstarken Illustrationen von Christoph Frei, die die kurzen Textpassagen gekonnt untermalen und einen tief in die Geschichte eintauchen lassen. Man spürt die Wärme der Sommersonne förmlich, schmeckt das erfrischende Eis und meint, das fröhliche Klingeln des Eiswagens zu hören.

Fazit: „Der alte Eiswagen will zurück zur azurblauen Küste“ ist eine warmherzige und inspirierende Geschichte ab 4 Jahren, die Mut macht, an sich selbst und seine Träume zu glauben und dazu anregt, alten Dingen neues Leben einzuhauchen. Ein liebevoll erzähltes und wunderschön illustriertes Bilderbuch, das einfach glücklich macht – und Appetit auf Eis. Ich bin ganz verzaubert von diesem Büchlein, mein Herz hat der kleine Eiswagen im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein wundervolles & traumhaft illustriertes Buch! Berührend, traurig-schön & voller Hoffnung

Die Windmacherin
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Der 11-jährige Tobias und seine Eltern haben den Krieg in ihrem Land überstanden, aber ihr Zuhause wurde zerstört und das Essen ist immer noch knapp. Zusammen mit vielen anderen Kindern wird Tobias zur ...

Der 11-jährige Tobias und seine Eltern haben den Krieg in ihrem Land überstanden, aber ihr Zuhause wurde zerstört und das Essen ist immer noch knapp. Zusammen mit vielen anderen Kindern wird Tobias zur Erholung auf die abgelegene Insel Wetterland geschickt, wo er einen unbeschwerten Sommer verbringen soll. Doch statt bei einer netten Familie unterzukommen, landet der Junge bei der mürrischen und in sich gekehrten Fischerin Lothe, die keinen Hehl daraus macht, dass Kinder bei ihr nicht erwünscht sind. Auch Tobias ist alles andere als begeistert, den Sommer bei dieser grimmigen Frau verbringen zu müssen, die ganz allein in einem dunklen Haus auf einer Klippe wohnt. Von Bauernhofidylle ist hier keine Spur! Tobias fügt sich jedoch seinem Schicksal und beginnt in seiner neuen Bleibe herumzustöbern. In einem verschlossenen Zimmer entdeckt er geheimnisvolle Kinderzeichnungen, die seine Neugier wecken. Er kommt dem Rätsel der Windermacherin auf die Spur und als er herausfindet, was hinter Lothes verschlossenem Verhalten steckt, möchte er ihr unbedingt helfen. Ein unvergesslicher Sommer beginnt...

Was habe ich mich gefreut als ich hörte, dass die vierbändige Jahreszeiten-Reihe von Maja Lunde und Lisa Aisato dieses Jahr endlich in die dritte Runde geht. Die ersten beiden Bände („Die Schneeschwester“ und „Die Sonnenwächterin“) habe ich geliebt – wer sie noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen, es lohnt sich! Die chronologische Reihenfolge ist jedoch nicht erforderlich. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und völlig unabhängig voneinander lesbar.

Nach Winter und Frühling beschert uns das norwegische Erfolgsduo nun ein Sommerabenteuer. Schon das Cover ist wieder ein Traum (unter dem Schutzumschlag übrigens auch) und schürt die Vorfreude auf das Erlebnis dahinter. Was jedoch optisch wie ein sommerlich-leichter Wohlfühlroman daherkommt, entpuppt sich kurz darauf als eine überaus tiefgründige und herzergreifende Geschichte.

Auch dieser Band ist zunächst ziemlich traurig und erinnert trotz der kindlichen Erzählperspektive nur wenig an ein fröhliches Kinderbuch. Gleich zu Beginn lernen wir unseren elfjährigen Ich-Erzähler Tobias kennen, dem der Schrecken des Krieges noch tief in den Knochen steckt. Das Thema Krieg kommt hier immer wieder zur Sprache. Auf eine sehr kindgerechte Weise zwar, aber Maja Lunde macht schon deutlich, was Tobias in der Kriegszeit Traumatisches erlebt hat. Bereits die Abschiedsszene am Bahnhof (die einen leichten Narnia-Touch hat), lässt einen schwer schlucken und richtig mitfühlen. Im weiteren Verlauf spürt man ebenfalls immer wieder einen Kloß im Hals. Denn neben Kriegstraumata und Hunger behandelt das Buch noch einige weitere ernste Themen wie Heimweh, Streit, Verlust und Trauer. Aber keine Sorge, die Geschichte erzählt auch von schönen Dingen. Von wunderbaren Marmeladenglasmomenten, alten Freundschaften, die wieder aufblühen, Versöhnung, Zusammenhalt, der Kraft der Fantasie und Schönheit der Natur. Sie erinnert uns daran, das Leben mit allem, was man hat, zu schätzen und wie wichtig es ist, miteinander zu reden, seine Vergangenheit loszulassen und mit Zuversicht nach zu schauen.

Während die Stimmung anfangs von viel Melancholie geprägt ist, wird sie im Verlauf immer heiterer und freundlicher und mutet manchmal sogar ein bisschen magisch an. Bereits mittendrin gibt es einen herrlich unbeschwerten Augenblick, der einem so richtig das Herz erwärmt. Dieses Buch ist eine unvergessliche emotionale Reise, deren besonderen Zauber man sich kaum mehr entziehen kann. Die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz, angefangen bei Tobias mit seiner fantasievollen und neugierigen Art bis hin zu der griesgrämigen, aber eigentlich doch recht lieben Lothe (bei der ich unweigerlich an Alm-Öhi aus „Heidi“ denken musste). Jeder einzelne Moment mit ihnen allen ist ein Genuss, was nicht nur an Maja Lundes wundervollen Worten liegt (übersetzt von Ina Kronenberger), sondern auch an den herausragend schönen Illustrationen von Lisa Aisato.

Lisa Aisatos Bilder sind einfach nur mal wieder atemberaubend! Unglaublich berührend und detailverliebt, mal grau und düster, mal hoffnungsvoll und farbenfroh und so voller Kraft, Magie und Leben, dass man sich stundenlang in ihnen verlieren kann.

Fazit: Maja Lunde und Lisa Aisato haben ein weiteres sprach- und bildgewaltiges Meisterwerk geschaffen, das den Vorgängern in nichts nachsteht! „Die Windmacherin“ ist eine bewegende und traurig-schöne Sommergeschichte, die Mut und Hoffnung schenkt und lange nachhallt. Ein zeitlos schöner Lesegenuss für Jung und Alt. Für mich ist auch dieser Band ein absolutes Highlight und Herzensbuch. Die Jahreszeiten-Quartett-Reihe ist wirklich außergewöhnlich und sollte in keinem Bücherregal fehlen. Ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Ein tierisch schöner Vorlesespaß für die ganze Familie!

Konrad – Ein Koala mit Karacho
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Als der achtjährige Juri mitten in der Nacht aufwacht und einen merkwürdig minzig-scharfen Geruch in der Nase hat, denkt er sich zunächst nicht groß was dabei. Dies ändert sich jedoch am nächsten Morgen. ...

Als der achtjährige Juri mitten in der Nacht aufwacht und einen merkwürdig minzig-scharfen Geruch in der Nase hat, denkt er sich zunächst nicht groß was dabei. Dies ändert sich jedoch am nächsten Morgen. Irgendjemand hat überall im Bad Mamas teure neue (und absolut ekelhafte) Eukalyptus-Zahnpasta verschmiert! Mamas Verdacht fällt natürlich sofort auf Juri und seine jüngere Schwester Luzie. Total unfair! Die beiden haben mit dieser Saurerei nichts zu tun und müssen sie nun trotzdem wegwischen. Juri ist ziemlich sauer und fest entschlossen, den wahren Übeltäter zu finden. Er legt sich abends auf die Lauer...und traut seinen Augen kaum, als wenig später ein kleiner flauschiger Koala durch das Badezimmerfenster hineinhüpft. Juri und Luzie taufen ihn Konrad und würden ihn liebend gerne behalten. Leider sind größere Haustiere in ihrem Mietshaus aber nicht erlaubt. Die Geschwister versuchen daher, Konrad vor ihren Eltern geheimzuhalten, allerdings stellt sich schnell heraus, dass das gar nicht so einfach ist...

Von Smilla Blau habe ich bereits ihr Kinderbuchdebüt gelesen, welches mir wahnsinnig viel Freude bereitet hat. An ihrem neuen Vorleseabenteuer konnte ich daher natürlich auf keinen Fall vorbeigehen. Nach einem niesenden Rentier ist es nun ein pfiffiger Koala, der für jede Trubel und gute Laune sorgt. Schon das fröhlich-gelbe Cover zaubert einem direkt ein Lächelns ins Gesicht und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Erneut beschert uns Smilla Blau ein tierisch schönes Kinderbuch, das beim Zuhören und (Vor-)Lesen gleichermaßen Spaß macht. Mit viel Herz und einem Augenzwinkern erzählt sie die Geschichte vom kleinen Koala Konrad, der das Leben einer Hausgemeinschaft gehörig auf den Kopf stellt. Da kann es schon mal passieren, dass der Papa das zottelige Koalafell mit dem Haar seiner Tochter verwechselt oder dass im Frühstücksmüsli statt Rosinen Koalakacke landet. Hier folgt wirklich einer lustigen und chaotischen Szene der nächsten, sodass Dauerschmunzeln garantiert ist.

Stellenweise kommt die Handlung auch noch spannend wie eine kleine Detektivgeschichte daher und vermittelt ganz nebenbei auf eine spielerische Weise interessantes Koala-Wissen. Smilla Blaus lebendige Erzählweise zieht einen mal wieder sofort in den Bann und macht das Vorlesen mit den vielen lautmalerischen Elementen zu einem echten Erlebnis. Großartig ist auch die natürliche und selbstverständliche Darstellung von Vielfalt, die den realen Alltag widerspiegelt. So gibt es im Mehrfamilienhaus eine Familie mit zwei Vätern und eine Mutter, die als Hausmeisterin arbeitet. Die Charaktere sind allesamt wunderbar getroffen und werden so authentisch und liebevoll beschrieben, dass man sie einfach gernhaben muss – allen voran natürlich den kleinen knuffigen, eukalyptusverrückten Konrad. Es ist richtig schön zu sehen, wie sich die Geschwister Juri und Luzie um ihren neuen flauschigen Mitbewohner kümmern und wie dabei ganz unverhofft neue Freundschaften entstehen. Eins ist sicher: Wer bisher noch nicht koalaverliebt war, wird es spätestens nach dieser Lektüre sein.
Die vielen farbenfrohen Illustrationen von Katja Gehrmann untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und runden das Ganze perfekt ab.

Fazit: Auch das zweite Kinderbuch von Smilla Blau überzeugt auf ganzer Linie und erobert mit Karacho das Leserherz. „Konrad – Ein Koala mit Karacho“ ist eine witzig-turbulente und warmherzige Geschichte ab 5 Jahren voller tierisch schöner Überraschungen, Eukalyptus und Zusammenhalt. Ein herrlicher Vorlesespaß für kleine und große Koala-Fans und die, die es noch werden wollen. Smilla Blau hat es erneut geschafft, mich zu begeistern! Auf ihr nächstes Werk freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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