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Veröffentlicht am 11.05.2025

Solide Liebesgeschichte

Great Big Beautiful Life
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Ich habe schon viele Emily Henry Romane gelesen und fand ein paar humorvoll. Daher habe ich mich auf den neuen Roman gefreut. Leider ist er etwas lang geraten. Es geht um Alice Scott, eine Journalistin, ...

Ich habe schon viele Emily Henry Romane gelesen und fand ein paar humorvoll. Daher habe ich mich auf den neuen Roman gefreut. Leider ist er etwas lang geraten. Es geht um Alice Scott, eine Journalistin, die endlich ihren großen Druchbruch schaffen will und so die Anerkennung ihrer Mutter sucht, die mit ihrer Berufswahl nicht sonderlich viel anfangen kann. Ihr Rivale in ihrem möglichen neuen, großen Projekt ist der Pulitzerpreisträger Hayden Anderson. Beide buhlen darum die Biographie Margarets schreiben zu dürfen. Diese wohnt in Georgia und will ihre Wahl erst nach einem Monat Kennenlernen treffen. In diesem Monat bekommen beide die Chance mit ihr alle zwei Tage zu sprechen und sie von sich zu überzeugen. Dabei lernen sich auch Alice und Hayden besser kennen... Aber sie schließen einen Pakt, der besagt, dass nichts außer Freundschaft zwischen ihnen laufen darf.

Die Geschichte wird abwechslend erzählt. In Echtzeit wierden die Erlebnisse zwischen den dreien erzählt, welches von der Erzählung der Vergangenheit Margarets durchbrochen wird. Da sie von ihren Ahnen berichtet, die in meinen Augen jetzt nicht so spektaukär wichtig und interessant waren, waren mir diese Passagen am Anfang bis zur Mitte des Romans etwas zu ausführlich und irrrelevant. Kürze hätte dem Roman hier geholfen. Stattdessen hätte ich gerne mehr über die beiden Protagonisten erfahren, mehr witzige Erlebnisse zwischen den beiden gelesen.

Insgesamt empfehle ich den Roman gerne Leserinnen und Fans von Emily Henry, aber mich haben andere Liebesromane von ihr und anderen Autoren mehr überzeugen können. Dieser verschwindet wohl bald gänzlich aus meinem Gedächtnis.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Solide Liebesgeschichte

Passion Project
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Mit Lübbe Liebesromanen hat man immer einen guten Roman erwischt. Hier geht es um Henry, der nett, sehr vorsichtig und aufmerksam gegenüber Bennett ist. Sie dagegen ist wirklich gut porträtiert mit ihrer ...

Mit Lübbe Liebesromanen hat man immer einen guten Roman erwischt. Hier geht es um Henry, der nett, sehr vorsichtig und aufmerksam gegenüber Bennett ist. Sie dagegen ist wirklich gut porträtiert mit ihrer Diagnose Depression. Ihr Auftreten wirkte stets realistisch. Leider waren die Dates, also die Passion Projects in meinen Augen nicht sehr interessant. Nach einem fulminanten Kennenlernen erfährt Henry, dass sie keine Leidenschaft hat und bietet ihr an, diese gemeinsam mit ihr zu erkunden. So treffen sie sich wöchentlich einmal, um gemeinsam etwas zu unternehmen und ein Hobby für Bennett zu finden. Die Unternehmungen waren nicht unbedingt spektakulär, bei wenig Budget kann ich das auch nachvollziehen, aber Humor hätte auf jeden Fall geholfen, dem Leser bessere Unterhaltung zu bieten. Da bietet gerade New York viel mehr Potenzial. Beide waren mir ein bisschen zu langweilig. Mehr Situationskomik und spritzigen Humor hätte mir gefallen. Insbesondere bei einem depressiven Charakter wäre schwarzer Humor leicht zu schreiben gewesen, denke ich. Ein weiterer Punkt, der mir zudem negativ aufgestoßen ist, ist, dass es unbedingt lesbische Charaktere als best friends geben musste. Das wirkt für mich meist zu gewollt woke.

Insgesamt habe ich einfach mehr Humor, Magie und Funken erwartet. Henry erzählte, dass Bennett so witzig wäre, aber ich habe kein einziges Mal gelacht. Das Ende hat mir jedoch gefallen. Es war eine runde Rahmenhandlung. So etwas mag ich sehr. Mir hätte nur statt der ausführlichen Bettszene mehr ein ausgiebigerer Epilog gefallen, indem wir nicht nur in wenigen Sätzen lesen, was sie alles noch so erlebt haben, sondern es detaillierter erleben. Man kann den Roman daher gerne lesen, wenn man eine süße Liebesgeschichte lesen will, die mit einer interessanten Wendung am Ende kommt, aber es ist kein Buch, das lange im Kopf verweilt.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Überraschend

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Der Roman Middletide ist spektakulär, aber erst mit der Zeit. Ich habe erst ab dem ersten Drittel in die Geschichte hineingefunden und habe es dann aber rasant zu Ende gelesen. Eine kürzere Einleitung ...

Der Roman Middletide ist spektakulär, aber erst mit der Zeit. Ich habe erst ab dem ersten Drittel in die Geschichte hineingefunden und habe es dann aber rasant zu Ende gelesen. Eine kürzere Einleitung ohne Chitto eventuell hätte es insgesamt spannender gemacht.

Es geht in drei verschiedenen Zeitepochen um Elijah, der nach seiner Schulzeit einen großen Fehler begeht und 17 Jahre später die Chance sieht, alles wiedergutzumachen. Nikita ist inzwischen verwitwet und kommt aber über den Tod ihres Mannes nicht hinweg. Erin, die ihre Tochter bei einem Autounfall verloren hat, sieht ihre Chance bei Elijah...

Durch die ganzen verschiedenen Zeitebenen muss man sich gerade am Anfang sehr beim Lesen konzentrieren und alles korrekt einordnen und speichern. Das ist mir am Anfang mühselig erschienen. Ich konnte den Roman nicht einfach entspannt runterlesen, sondern habe mir ein paar Notizen bereitgelegt. Später hat sich das gelegt.

Es entpuppte sich letztlich als interessanter Krimi. Wer daher einen Krimi lesen mag, der Ende des 20. Jahrhunderts inmitten der USA mit indigenem Volk spielt, dem empfehle ich Ausdauer und gerne den Roman.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Wer hat hier was geplant?

Die Yacht
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Ich habe letztes Jahr schon Goodwins Das Resort gelesen und war bis zur Hälfte absolut begeistert. Daher wollte ich ihr mit ihrem neuen Roman Dir Yacht eine neue Chance geben, mich diesmal komplett zu ...

Ich habe letztes Jahr schon Goodwins Das Resort gelesen und war bis zur Hälfte absolut begeistert. Daher wollte ich ihr mit ihrem neuen Roman Dir Yacht eine neue Chance geben, mich diesmal komplett zu überzeugen.

Hannah, eine junge Frau, die sich bisher im Leben immer durchkämpfen musste, ist mit sehr wohlhabenden Menschen befreundet, die entweder schon reich zu Welt kamen oder sich nach dem Uniabschluss ein Vermögen verdient haben. Nur ihr will der Schritt in die Kunstszene nicht gelingen.

An Silvester plant ihre beste Freundin Libby wie jedes Jahr eine Party, die zeigt, wie sie in Geld schwimmt. Diesmal fällt die Gästeliste aber Recht klein aus. Nur Hannah, Libby, ihr Ehemann Olly, die zweite beste Freundin Maggie und ihr Verlobter Leon und der beste Freund Harry sind von der Truppe.

Sie feiern feuchtfröhlich, wobei Hannah zunehmend bemerkt, wie sehr sich die anderen durch ihr Vermögen von ihr unterscheiden. Daher geht sie recht früh ins Bett, um am Neujahrstag direkt mit ihrem Auto wieder von Italiens Küste nach Großbritannien zurückzufahren. Am nächsten Tag jedoch bemerken sie, dass jemand die Leinen losgerissen hat und sie nun mitten im Meer schwimmen. Nach und nach kommt heraus, wie viel Schein ihre besten Freunde vor ihr verbergen. Denn die Yacht kann niemand steuern, es ist auch kein Sprit vorhanden und die Rettungsboote mussten den Partyutensilien weichen... Bald fehlt von der ersten Person jegliche Spur und es bleibt nicht dabei... Wie wollen sie mit ein paar Hors d’œuvre und ohne Kontakt zur Zivilisation überleben?

Der Roman ist so viel besser und spannender als ihr voriges Werk. Ich war von Anfang an als Hannah die Yacht betrat absolut gepackt und fieberte mit. Ich konnte gar nicht ausmachen, wer der Täter und was sein Motiv sein könnte. Ich schwankte zwischen mehreren, die es dann aber doch nicht sein konnten. Ich hätte liebend gerne 5 Sterne gegeben, wenn es kein finales Kapitel mit einem unwichtigen Ende gegeben hätte. Daher eine absolute Empfehlung für den Roman (und Skip vom letzten Kapitel).

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  • Spannung
Veröffentlicht am 17.02.2025

Aberglauben

Something Old, Someone New
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Ich bin absolut nicht abergläubisch, aber der Roman klang richtig süß und interessant. Bei der Nennung von New York und Italien ist es bei mir meist zudem direkt gekauft, wobei mich das Titelbild zunächst ...

Ich bin absolut nicht abergläubisch, aber der Roman klang richtig süß und interessant. Bei der Nennung von New York und Italien ist es bei mir meist zudem direkt gekauft, wobei mich das Titelbild zunächst etwas abgeschreckt hat, da es mir zu bunt war und ich vor LGBT Charakteren nicht erschlagen werden wollte.

Shea, Halbitalienerin, ist durch ihre Großmutter sehr abergläubisch. Daher schreckt sie vor der Verlobung mit einem alten Ring erst einmal zurück und zögert. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und beschließt, sich auf die Suche nach der Vorbesitzerin zu machen, um herauszufinden, ob die Ehe erfolgreich verlaufen ist oder schlechtes Karma in ihrer eigenen Ehe durch diesen Ring prophezeit wird. Auf ihrer Italienreise taucht Graham, ein Journalist, auf, der aus ihrer Geschichte unbedingt einen Artikel verfassen will...

Persönlich habe ich einfach insgesamt mehr erwartet. Mehr Erleben, mehr Knistern, mehr Leidenschaft, mehr Drama und Euphorie. Das große Feuerwerk blieb es. Es hatte alles mehr von einem lauwarmen Lagerfeuer als heißes Temperament.

Nach der zweiten großen Suche war bei mir auch schon die Luft raus und ich zweifelte an der Intelligenz von Menschen, die abergläubisch sind.

Kann man gerne lesen, wenn man ein langweiliges Wochenende vor sich hat, aber bis zum nächsten langweiligen Wochenende hat man es auch schon inhaltlich komplett vergessen.

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