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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2017

3 Sterne

Alles voller Himmel
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Fia begleitet Antony seit einigen Jahren. Er ist krank und für ihn ist es wichtig täglich mit Fia zu telefonieren. Als sie eine Zeitungsannonce entdeckt in der nach einen Menschen mit Mut gesucht wird, ...

Fia begleitet Antony seit einigen Jahren. Er ist krank und für ihn ist es wichtig täglich mit Fia zu telefonieren. Als sie eine Zeitungsannonce entdeckt in der nach einen Menschen mit Mut gesucht wird, antwortet sie voller Groll - und lernt Jono kennen.
Der um einige Jahre ältere Mann zeigt Fina, wie schön das Leben sein kann und wie zerbrechlich es doch ist.
Die beiden wagen es, und heiraten um das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen gemeinsam zu meistern.
Meine Meinung:
Hier tue ich mich wieder ein bisschen schwer mit der Bewertung.
Ich fand viele Passagen sehr schön geschrieben. Der Mut von Fia und Jono habe ich oft bewundert.
So fand ich die Szenen, in der Jono im Rollstuhl sitzt und einen Drachen steigen lässt sehr bewegend.
Einerseits fand ich es gut und wichtig, dass ein behinderter Mensch eigene Entscheidungen treffen kann und diese auch anerkannt und
akzeptiert werden.
Allerdings fand ich es oft ein bisschen so, dass er Fia Entscheidungen abnahmm, die meine Meinung nach beide Partner gleichzeitig treffen sollten.
Fia erlebte ich hier, dass sie (gedankenlos!?) alles annahm was man ihr als Entscheidungen vorgesetzt wurde.
Ich fand ihren Mut sehr bewundernswert. Ihr Leben hat nun viele Einschränkungen und sie kämpfen sich durchs Leben.
Jono hingegen ist sehr willensstark.
Es werden viele Situationen geschildert, wie zum Beispiel das Problem zu hoher Kanten an Bürgersteigen, ignorante Mitmenschen, die Last des Heben-lassen. ALs Schwester einer im Rollstuhl sitzenden Person ist mir dies bekannt, aber ich denke, das können auch andere Menschen sehr gut nachvollziehen.
Allerdings sind mir auch hier Wiedersprüche aufgefallen. Hier wird mindestens zweimal eine Szene im Schwimmbad als erster Kuss im Stehen bezeichnet.
Letzendlich konnte ich viele Gedanken und Einschränkungen nachvollziehen, bekam aber leider nicht den Zugang zu dem Buch, den ich mir gewünscht habe. Ich habe die Sehnsucht und die Träume trotz der schönen Sprache nicht gespürt.
Ich fand es weder direkt spannend, unterhaltsam noch informativ.
Fazit: Bestimmt ein gutes Buch, mich hat es aber innerlich leider nicht ganz erreicht

Veröffentlicht am 30.12.2017

3 Sterne

Traumsammler
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Meine Erwartungen wurden hier leider nicht erfüllt.
Dies war mein erstes (Hör)Buch von Hosseini.
Nachdem ich den Klapptext gelesen habe, habe ich doch etwas anderes erwartet.
Form: Das Cover ist sehr ...

Meine Erwartungen wurden hier leider nicht erfüllt.
Dies war mein erstes (Hör)Buch von Hosseini.
Nachdem ich den Klapptext gelesen habe, habe ich doch etwas anderes erwartet.
Form: Das Cover ist sehr schön. Den Titel fand ich in Ordnung. Es waren 12 CDs zu hören. Eine kleines Heftchen mit der Übersicht der handelnden Personen war auch dabei und sehr sinnvoll und für mich auch notwendig.
Inhalt: Ich fand die Stimmen der Sprecher sehr angenehm: Sie sprachen klar und gut verständlich und man konnte gut folgen.
Leider hatte ich andere Vorstellungen.  Ich war sehr überrascht und ein bisschen traurig, dass es doch so wenig um Pari und Abdullah ging.
Mir ist klar, dass zu einer Lebensgeschichte auch viele weitere Personen gehören, jedoch waren deren Geschichten viel zu ausschweifend. Durch die Menge an Personen und Ereignissen musste ich auch sehr konzentriert hinhören, damit ich nichts verwechsele.
Einige dieser Personen fand ich interessant und habe deren Geschichte auch gerne verfolgt - auf andere hätte ich gut verzichten können bzw. deren Leben viel kürzer zusammenfassen.
Dementsprechend litt manchmal auch die Spannung/Unterhaltung.
Deshalb kann ich leider nur 3 Sterne geben

Veröffentlicht am 30.12.2017

3 Sterne

Der Gaukler
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Form: Titel und Cover sind passend. Besonders die blaue Farbe gefällt mir gut.
Inhalt: Susanna ist die Tochter von Schneidern und wächst behütet auf.
Schon als kleines Kind weiß sie, Hannes der Mann ist, ...

Form: Titel und Cover sind passend. Besonders die blaue Farbe gefällt mir gut.
Inhalt: Susanna ist die Tochter von Schneidern und wächst behütet auf.
Schon als kleines Kind weiß sie, Hannes der Mann ist, den sie einmal heiraten wird.
David hingegen wird als Säugling von seiner verfolgten Mutter in die Oput eines Gauklers gegeben, in dessen Familie er nun aufwächst und mit der er herumreist.
Es stehen harte Zeiten voller Krieg und Angst bevor und das Schicksal lässt die Wege der drei sich kreuzen.
 
Ich  fand die Charaktere der drei Hauptpersonen nachvollziehbar.
Susanna glaubt an ihre Liebe und will an ihr festhalten, sieht aber bald ein, dass sie sich der Zeit fügen muss.
Hannes will seine Familie und sich rächen. Das finde ich (zur heutigen Zeit) nicht gut, kann es aber durchaus nachvollziehen.
David fand ich oft sehr feinfühlig. Gerade als er und Susanna verheiratet sind gibt er ihr Zeit, bis sie bereit ist zur körperlichen Liebe. Das fand ich, gerade zu der Zeit, sehr feinfühlend von ihm. Wenig später musste ich bei dem Liebesakt der beiden Herzlich lachen.
Gut fand ich auch die Beschreibung des Gauklerlebens - allerdings hätte man hier das manchmal verkürzen können.
Der Schreibstil ist gut haben mir haben auch die örtlichen Beschreibungen gut gefallen.
Manchmal gelang es mir nicht ganz, die Lager und deren Kämpfer auseinander zu halten.
Allerdings fand ich die Geschichte außerhalb der drei eher schleppend und langatmig.
Zu der Richtigkeit der historischen Ereignisse kann ich nichts sagen, da ich hier nicht so bewandert bin.
Das Ende fand ich hingegen sehr gut

Veröffentlicht am 30.12.2017

3 Sterne

Im Dunkel der Schuld
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Ebba hat ihr Leben fest im Griff.
Nach einer schrecklichen Kindheit lebt sie selbstständig in ihrer Wohnung und hat sich voll unter Kontrolle. Anders als ihre Geschwister, die mehr  unter ihrer Vergangenheit ...

Ebba hat ihr Leben fest im Griff.
Nach einer schrecklichen Kindheit lebt sie selbstständig in ihrer Wohnung und hat sich voll unter Kontrolle. Anders als ihre Geschwister, die mehr  unter ihrer Vergangenheit leiden und heute noch heute mit den Auswirkungen zu kämpfen haben.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist gut. Die Kapitellängen sind super gewählt.
Sehr gut hat mir gefallen, dass wir als Leser die Ereignisse von damals nach und nach erfahren. Hier bleibt viel Platz für Vermutungen und ich als Leser wurde hier angenehm entsetzt.
Hier trat eine allgemeine Grundspannung ein.
Ich fand die Figuren recht gut entwickelt. Sehr sympathisch fand ich die einzelnen Marotten, die man schon zwanghaft nennen kann.
Diese kann ich nach der Kindheit gut verstehen. 
Gerade Ebba wird einem im Laufe des Leseflusses mit ihrer Zurückhaltung doch immer besser verständlich.
Aber auch mit ihren Geschwistern und der Mutter hat der Leser Mitleid, erlebt aber auch Entsetzen und Ungläubigkeit.
Das diese Ängste eine große Rolle spielen war klar und gefällt mir auch gut.
Allerdings war dieses Seelenleben manchmal so ausgeprägt, dass die Geschichte ein bisschen ins schwimmen geriet
Was ich sehr schade fand war dieser schon so lang vorhersehbare Schluss!
Wenn man Ebbas Ängste kenne, und schon rund 150 Seiten bestimmte Informationen bekommt, ist das soo klar gewesen, WO das enden wird.
Allein schon wie sie reagiert, als sie sich in Gefahr begibt finde ich nicht logisch nachvollziehbar.
Leider sehr schade, gerade da der Schreibstil so gut war uns Spannung gegeben war.
Deshalb leider nur 3 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2017

3 Sterne

Heilung
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Der Autor Carsten Schmelzer beschäftigt sich mit dem Thema Heilung, heutzutage und in vergangenen Zeiten.
Was können wir heute für Heilung erwarten? Was müssen wir dafür tun? Warum will/kann Gott nicht ...

Der Autor Carsten Schmelzer beschäftigt sich mit dem Thema Heilung, heutzutage und in vergangenen Zeiten.
Was können wir heute für Heilung erwarten? Was müssen wir dafür tun? Warum will/kann Gott nicht heilen?
Der Autor drückt sich sehr gewählt aus. Ich als Leser musste mich sehr konzentrieren um das Gelesene auch verstehen zu können.
Sehr gut hat mir gefallen, dass ich hier einigen Geschichten aus der Bibel begegnet bin, die mir vorher nicht bekannt waren. Da die angerissenen Texte auch immer mit dem jeweiligen Schreiber veröffentlicht waren, konnte man gut und schnell in der Bibel auch davor und die Stelle danach nachlesen und ein bisschen über den Tellerrand hinausschauen. Gut fand ich auch, dass am Schluss gesagt wird, dass es verschiedene Wege und Arten von Heilung gibt und das es kein Patentrezept gibt. Auch fand ich es sehr gut nachzulesen, dass wir alle die Heilung positiv beeinflussen können.
Allerdings konnte ich mit den kurzen Personenbeschreibung weniger anfangen. Ich fand es manchmal auch schwer  zu folgen.Nicht dass das Buch langweilig oder zäh wäre - das Sprachmuster sagte mir einfach nicht zu bzw. war mir zu ungewohnt. Allerdings habe ich mir von dem Buch viel mehr Beispiele und Anregungen für uns heute erhofft. 
Ich bin sehr offen für die Themen Religion und Heilung, bin aber, speziell in der katholischen Kirche nicht vollkommen bewandert, und tat mir deshalb vielleicht auch ein bisschen schwerer als jemand, der sich schon intensiver damit beschäftigt hat.
 
 
Bestimmt ein gutes Buch -  mich hat es leider nicht ganz erreicht.