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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

Nicht so emotional wie erwartet

Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung
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Oft habe ich von diesem Buch noch nicht gehört, doch was ich gehört habe, war nur Gutes. Deshalb bin ich auch wirklich traurig, dass es mich nicht so sehr begeistern konnte, wie ich es erhofft hatte.

Die ...

Oft habe ich von diesem Buch noch nicht gehört, doch was ich gehört habe, war nur Gutes. Deshalb bin ich auch wirklich traurig, dass es mich nicht so sehr begeistern konnte, wie ich es erhofft hatte.

Die Geschichte an sich ist im Grunde echt interessant und hätte viel Potenzial gehabt, um emotional von der Freundschaft zwischen Bea und Alfredo zu erzählen. Auch das heruntergekommene und trostlose Setting hat dafür wirklich viel hergegeben. Doch leider konnte mich weder der Schreibstil noch die Geschichte selbst richtig packen. Die Autorin erzählt hier nämlich recht sachlich und ohne viel emotionalem Tiefgang von Beatrice und Alfredo, die in einer Art Ghetto im Italien der siebziger und achtziger Jahre groß werden und eigentlich von vornherein keine Chance im Leben haben. Dabei entwickelt sich zwischen den beiden erst eine tiefe Freundschaft und später auch Liebe, wobei beides aber nicht so richtig rüberkam. Vielmehr wirkt alles eher toxisch und der Umgang der beiden miteinander schwankt zwischen besitzergreifend, genervt voneinander und bösartig. Genauso gab es nicht wirklich viel Interaktion zwischen den beiden. Zwar verstehe ich, dass dies alles, ebenso der rotzige Umgangston von Bea und Alfredo, ihr ebenso unwirtliches, trostloses Leben widerspiegeln soll, doch dadurch gingen eben die Emotionen fast komplett verloren. Selbst das Ende, welches wirklich dramatisch war und sehr traurig, konnte mich genau deshalb nicht mehr schocken oder gar mitnehmen.

Die Charaktere konnte ich in Teilen leider auch nicht richtig greifen. Gerade Alfredo konnte mein Herz so gar nicht berühren. Für mich blieb er sehr oberflächlich und nicht wirklich sympathisch. Ebenso lernt man auch die meisten anderen Nebencharaktere nie richtig kennen, außer vielleicht Beas beste Freundin Arianna. Zudem fand ich schön, dass man zumindest erfährt, wie Beas Eltern, welche diese schon in sehr jungen Jahren bekommen haben, in La Fortezza gelandet sind. Am besten lernt man Beatrice kennen, ihre Gedanken und Gefühle, womit sie am besten greifbar ist, aber dennoch nicht die sympathischste Protagonistin. Das ist allerdings auch kein Wunder, da die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird.

Alles in allem war das Buch nicht wirklich schlecht, aber eben enttäuschenderweise auch nicht gut. Es konnte mich nicht packen und emotional auch nicht berühren. Dennoch war die Geschichte interessant und wirkte sehr lebensnah. Überzeugt bin ich aber trotzdem nicht.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Nazivampire, ein Dampyr und eine rothaarige Hexe

DARK DARK DARK
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Selten hat mich ein Buch so sehr zwiegespalten zurückgelassen, wie dieses hier und dabei wollte ich es einfach nur mögen, denn eigentlich liebe ich gut gemachte Vampirromane. Doch leider war dieser hier ...

Selten hat mich ein Buch so sehr zwiegespalten zurückgelassen, wie dieses hier und dabei wollte ich es einfach nur mögen, denn eigentlich liebe ich gut gemachte Vampirromane. Doch leider war dieser hier nicht ganz so gut gemacht und es gab einige Dinge, die mich echt genervt haben.

Zwar bin ich gleich in die Geschichte hineingekommen, dennoch hat sich das Buch gerade bis etwa zur Hälfte extrem gezogen und auch danach gab es, bis auf zwischendrin vielleicht um die einhundert Seiten, nicht allzu viel Spannung. Dabei fand ich zwar schön, dass man erst einmal Damien und Agnetha ausführlich vorgestellt bekommt, aber das Ganze hätte auch viel spannender gestaltet werden können. Außerdem fühlte sich die Geschichte für mich recht zusammengewürfelt an, als hätte die Autorin sich das aus ihrer Sicht Beste aus allen möglichen Vampirgeschichten herausgesucht und zu einer eigenen Geschichte verwoben, wodurch es zu einigen Klischees kam, die manchmal schon etwas zu offensichtlich waren. Dazu kam das ganze politische Thema, welches ebenfalls manchmal schon sehr plakativ wirkte. Vampirnazis? Nazivampire? Wirklich? Und dann war da noch die Liebesgeschichte zwischen Agnetha und Damien, die an sich gut geschrieben war, aber warum bitte haben die beiden selbst in den gefährlichsten Situation nur das Eine im Kopf? Nichts gegen die prickelnden Sexszenen, denn die waren wirklich gut geschrieben, aber zwischendurch, wenn sich einfach mal wieder etwas zusammenzog, wirkte das dann doch etwas lächerlich. Überhaupt wirkte die Geschichte auf mich schon teilweise sehr satirisch und dennoch hat sie mich, obwohl ich oftmals nur mit dem Kopf schütteln konnte, auch irgendwie unterhalten.

Auch die Charaktere haben mich etwas ratlos zurückgelassen. Damien ist ein ganz normaler Kerl, der einer der Guten ist und sich erst einmal an sein neues Dasein gewöhnen muss, aber bis er es endlich mal kapiert hatte, ist gefühlt bereits das halbe Buch zu Ende gewesen. Ebenfalls hat mich sein ewiges Gejammer und Selbstmitleid echt genervt. Und dennoch mochte ich ihn eigentlich ganz gern. Genauso ging es mir mit der toughen Agnetha, die eine große Klappe hat, für mich persönlich aber zu gewollt feministisch geschrieben wurde. Wieso ich die beiden dann aber doch ins Herz geschlossen habe, weiß ich auch nicht so recht. Bei den Wildlingen hingegen ging es mir anders, denn diese fand ich klasse, ebenso die echt bösartigen von Baros, die recht überzeugend geschrieben waren. Lennart hingegen ist der typische, nerdige beste Freund, der etwas hyperaktive Durchblicker, den ich am liebsten mochte, auch, wenn er ein laufendes Klischee ist.

Alles in allem bekommt man hier einen romantischen, teilweise spicy Urban Fantasy Roman mit fast siebenhundert Seiten, dem sicherlich zweihundert Seiten weniger und dafür eine straffere und ernstzunehmendere Geschichte wirklich gutgetan hätte. Genauso muss ich das wirklich schlechte Lektorat beanstanden, denn es gibt einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, die man nicht so leicht überliest. Dafür muss ich der Autorin aber zugutehalten, dass sie einen wirklich bildlichen und flüssigen Schreibstil hat, der sich gut lesen ließ. Außerdem gab es einige echt coole Dialoge, blöde, aber lustige Sprüche und viel Sarkasmus, wenn auch nicht unbedingt immer im richtigen Moment. Und auch die Innengestaltung des Buches, mit den vielen Bildern, fand ich toll, ebenso die Übersicht über die verschiedenen Charaktere und eine Playlist ist immer gut. Dafür ist die Qualität des Buches selbst nicht so toll, denn dieses knickt wirklich schnell und die Folie löst sich vom Cover, aber das liegt, denke ich mal, an der Druckerei. Bleibt mir also nur noch zu sagen, dass ich mir etwas mehr von diesem Buch erwartet habe, aber dennoch gut unterhalten wurde, wenn auch nicht so, wie ich es erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Kindheitserinnerungen, aber nur zum Teil

Die unendliche Geschichte
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Als Film gehörte diese Geschichte bereits zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen und ich kann nicht sagen, wie oft ich diesen schon angesehen habe. Als Buch konnte sie mich dann leider nicht ganz so ...

Als Film gehörte diese Geschichte bereits zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen und ich kann nicht sagen, wie oft ich diesen schon angesehen habe. Als Buch konnte sie mich dann leider nicht ganz so sehr begeistern, auch, wenn die Buchausgabe, welche ich habe, schon ein Schmuckstück im Regal ist.

Ungefähr die erste Hälfte des Buches konnte mich auch absolut überzeugen. Ob es nun daran liegt, dass diese auch im Film viel Spielraum bekommt, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall erweckte diese die richtigen, nostalgischen Gefühle und war, obwohl ich die Handlung schon kannte, sehr spannend. Doch dann kam Bastian nach Phantásien und plötzlich zog sich die Handlung ziemlich in die Länge, während er mir, beeinflusst durch die Macht des Aurýn, immer unsympathischer wurde. Ebenso fand ich die vielen sehr ausgefallener die Kreativität und Fantasie in dieser Geschichte wirklich begeistert hat. Und auch das Ende fand ich wieder richtig schön.

Was die Charaktere angeht, so steht natürlich Bastian im Mittelpunkt, aber er war, wie man sich bereits denken kann, bei weitem nicht mein Lieblingscharakter. Trotzdem fand ich seine Entwicklung am Schluss super. Meine Lieblinge waren aber Atréju und Fuchur, denn die beiden sind für mich noch immer die wahren Hauptcharaktere dieser Geschichte, sehr mutig und liebenswert.

Alles in allem fand ich das Buch okay, allerdings gefällt mir der Film dann doch besser. Andererseits könnte es vielleicht auch anders aussehen, hätte ich das Buch zuerst gelesen und dann den Film gesehen. Vielleicht bin ich aber auch zu alt dafür. Ich weiß es nicht.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

War okay, aber mehr nicht

We Conquer the Dark
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Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch eigentlich nur gelesen habe, weil es von Emma Scott geschrieben wurde, denn ich konnte bereits mit der Beschreibung nicht zu einhundert Prozent etwas anstellen und ...

Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch eigentlich nur gelesen habe, weil es von Emma Scott geschrieben wurde, denn ich konnte bereits mit der Beschreibung nicht zu einhundert Prozent etwas anstellen und so hat sich am Ende auch herausgestellt, dass das Buch zwar ganz okay war, aber mich nicht vom Hocker reißen konnte.

Schon allein, dass der Love Interest hier ein Dämon ist, war nicht ganz mein Ding, aber hey, eigentlich ist es doch auch schön, wenn sich jemand Böses, und was kann schon böser als ein Dämon sein, in jemanden Guten verwandelt? Na ja, nur war Casziel von Anfang an nicht wirklich böse, wenn auch etwas sarkastisch und sehr selbstbewusst, was aber auch für einige Schmunzler bei mir gesorgt hat. Schließlich gab es gerade auf den ersten Seiten des Buches, als Lucy und Cas aufeinandertreffen und ebenfalls noch danach, einige ganz witzige Momente. Allerdings fand ich, wie Lucy auf ihn reagiert, als er nackig und mit riesigen Flügeln in ihrem Hinterhof liegt, etwas unrealistisch, als würde jeden Tag ein Dämon vom Himmel fallen. Auch ansonsten gab es einige Sachen an dem Buch, die ich etwas seltsam fand, so zum Beispiel diese Verknalltheit in Guy, die ich nicht nachvollziehbar fand oder auch das Verhältnis zwischen Lucy und ihren Arbeitskolleginnen, welches sehr konstruiert wirkte.

Dafür fand ich Cas' Hintergrundgeschichte recht interessant und wie er eigentlich zum Dämon geworden ist, genauso die Liebesgeschichte zwischen Lucy und ihm, die mehr ist, als man anfangs denken könnte. Am besten an diesem Buch fand ich jedoch das Ende, welches wirklich schön, sehr romantisch und passend für die Geschichte ist.

Was die Charaktere angeht, so fand ich sie ebenfalls ganz okay. Lucy ist zwar eine schüchterne, introvertierte, junge Frau, hat es hier und da aber auch dick hinter den Ohren. Sie mochte ich ganz gern, ebenso Casziel, obwohl er ein Dämon, aber eben nicht wirklich böse ist. Trotzdem waren beide keine wahnsinnig besonderen Figuren. Und mit den anderen Figuren im Buch konnte ich nicht allzu viel anstellen und hätte hier etwas mehr Tiefgang erwartet.

Alles in allem ist dieses Buch ganz in Ordnung, aber hätte ich es nicht gelesen, beziehungsweise gehört, glaube ich, hätte ich auch nichts vermisst. Für mich ist Emma Scott halt eine der Queens of Romance und darin gefällt sie mir auch insgesamt besser als im Romantasy Bereich.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Nicht ganz, was ich erwartet hatte

Der Vertraute
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Ja, dieses Buch war wohl okay, aber vom Hocker hat es mich leider nicht gerissen, vor allem auch deshalb, weil ich mir unter der Geschichte etwas anderes vorgestellt habe.

Zwar fand ich das Setting sehr ...

Ja, dieses Buch war wohl okay, aber vom Hocker hat es mich leider nicht gerissen, vor allem auch deshalb, weil ich mir unter der Geschichte etwas anderes vorgestellt habe.

Zwar fand ich das Setting sehr interessant, sowohl örtlich als auch zeitlich, aber damit kamen auch viele verschiedene Bezeichnungen und Namen daher, die gar nicht so leicht auseinanderzuhalten waren. Dennoch war der Schreibstil recht bildhaft, aber das teilweise Hin- und Herspringen zwischen den Perspektiven hat mich echt gestört und verwirrt. Dabei ging es hier natürlich vor allem um Luzia, die in einer Zeit lebt, in der sie als Waise keine Chance hat, in höhere Kreise aufzusteigen und deshalb ihre Chance ergreift, als sie merkt, dass sie mit ihrer Magie vielleicht mehr erreichen kann. Allerdings immer mit der Inquisition im Nacken, zwischen Lug, Trug und Intrigen. Zudem entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Santángel, die aber nicht so ganz bei mir angekommen ist und die auch nicht wirklich prickelnd wurde. Dennoch fand ich die Geschichte relativ unterhaltsam und zum Ende hin auch echt spannend. Das Ende hat mir ebenfalls richtig gut gefallen.

Ein paar Probleme hatte ich in diesem Roman allerdings auch mit den Charakteren, denn gerade Luzia als Protagonistin fand ich teilweise wirklich nervig. Einerseits konnte ich ihren Drang nach Freiheit verstehen und fand es auch stark, dass sie dafür kämpfen wollte, dennoch wirkte sie auf mich auch recht kühl und unnahbar. Ebenso fand ich ihre Arbeitgeberin Valentina Ordono recht unsympathisch, genauso wie ihre Tante Hualit, die sehr egoistisch wirkt. Dafür fand ich hingegen Guillén Santángel und seine Vergangenheit sehr interessant und ihn selbst auch als Figur recht mysteriös und geheimnisvoll.

Alles in allem war dieses Buch für mich mal etwas Neues, mit einem tollen Setting und eigentlich auch einer interessanten Geschichte. Leider ging es mir persönlich aber etwas zu viel um Magie und auch insgesamt konnte ich mich nicht so richtig mit der Geschichte anfreunden. Außerdem waren mir die meisten der Charaktere zu unsympathisch. Als Hörbuch ließ es sich aber ganz gut weghören.

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