Komplexe multikulturelle Zusammenhänge und eine Legende aus Somalia – tiefgründig!
Der Kommandant des FlussesDie Szenarien spielen in Rom und London. Die zentrale Figur ist der junge Somalier Yabar, der frustriert seine Identität während seiner Suche nach Informationen über seinen Vater und die Familiengeschichte ...
Die Szenarien spielen in Rom und London. Die zentrale Figur ist der junge Somalier Yabar, der frustriert seine Identität während seiner Suche nach Informationen über seinen Vater und die Familiengeschichte findet. Passagen über sein Aufwachsen in Rom zusammen mit seiner alleinerziehenden Mutter und engen Freunden werden unterbrochen von Episoden aus der Legende über den Kommandanten des Flusses. Diese Erzählstränge greifen ohne großartige Kennzeichnung ineinander über, meist in Dialogform zwischen ihm, seiner Mutter und der Tante. Vielleicht soll dies als Metapher auch die politische Bürgerkriegssituation ab 1990 in Somalia beleuchten mit den korrupten Machtverhältnissen zwischen den sich rivalisierenden Clans. Thematisiert werden auch Rassismus, ehemalige italienische Kolonien, das Zugehörigkeitsgefühl im Land der Migration und starke Frauen. Diese komplexe Gegenwart- und Vergangenheitsbewältigung und das zunehmende Gefühl der Desorientierung von Yabar konzentriert sich sehr auf politische, familiäre Zusammenhänge in Somalia, vernachlässigt dabei das besondere italienische bzw. britische Ambiente in deren Alltag.