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Veröffentlicht am 31.12.2017

Carmen und Tamme

Gemeinsamer Ausritt
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Carmen Hanken hörte über ihre Mutter von Tamme Hanken. Diese hatte ihn bei Johannes B. Kerner im Fernsehen gesehen. Da Carmens Pferd Grand Cru seit einer bösen Fehlbehandlung durch eine Osteopathin arge ...

Carmen Hanken hörte über ihre Mutter von Tamme Hanken. Diese hatte ihn bei Johannes B. Kerner im Fernsehen gesehen. Da Carmens Pferd Grand Cru seit einer bösen Fehlbehandlung durch eine Osteopathin arge Probleme hatte und niemand sie in den Griff bekam, wagte Carmen die Reise zum sanften Riesen nach Ostfriesland. Was aus dieser ersten Fahrt wurde, hätte sie sich niemals träumen lassen. Sechzehn Jahre verbrachte Carmen mit Tamme – und erlebte Höhen und Tiefen, viele Wunder und vor allem unbeschreiblich viel Liebe. Von dieser Zeit erzählt sie in diesem Buch.

Gespickt ist das Buch mit unzähligen Fotos aus Carmens Zeit vor Tamme, aus der Zeit mit ihm und auch aus der Zeit nach ihm. Die Fotos alleine erzählen schon sehr viel, vor allem von der engen Verbundenheit dieser beiden außergewöhnlichen Menschen. Carmen jammert nicht, sie erzählt. An manchen Stellen vielleicht sogar zu wenig – man fühlt sich ihr sehr schnell sehr nahestehend und möchte für sie da sein, ihr zuhören, Tamme durch ihre Erzählungen lebendig und anwesend sein lassen.

Nicht nur Pferdeliebhaber oder Pferdebesitzer werden Freude an diesem Buch haben. Es geht ums so viel mehr. Carmen erzählt von einem außergewöhnlichen Menschen, der jeden, mit dem er zu tun hatte, verzaubern konnte. Ihre eigene Liebe zu Tieren, besonders zu Pferden, hat sie zu ihm geführt, aber auch das Danach ist wichtig – und hat nicht nur mit Pferden zu tun.

Das Buch ist ein wenig wie eins dieser Fotobücher, die man sich machen lassen kann – so viel Privates steckt darin. Carmen bringt allen Tamme so nahe wie möglich, versteckt sich nicht, versteckt gar nichts. Das ist sehr mutig und herzlich von ihr.

Man fühlt sich beim Lesen einfach wohl. Und man hofft, dass man bald noch mehr von Carmen lesen wird. Immer wieder blättert man vor und zurück, vertieft sich in die Bilder, liest Abschnitte noch einmal. Ein zauberhaftes, wunderbar und sorgfältig gestaltetes Buch – ich gebe aus ganzem Herzen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 31.12.2017

Ein Bildband der Superlative

Die Weltköche zu Gast im Ikarus
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Handlich ist dieses Buch auf keinen Fall. Das möchte es ja auch gar nicht sein. Es ist groß und schwer und mächtig – ganz wie sein Inhalt.

Die besten Köche der Welt wollen ihren Monat im Ikarus und die ...

Handlich ist dieses Buch auf keinen Fall. Das möchte es ja auch gar nicht sein. Es ist groß und schwer und mächtig – ganz wie sein Inhalt.

Die besten Köche der Welt wollen ihren Monat im Ikarus und die Liste der Köche, die ihren Monat schon haben, ist eindrucksvoll und imposant. Jeder der zwölf Köche dieses vierten Bandes wird hier vorgestellt. Sowohl sein Menü wird von ihm selbst erklärt, als auch sein „Heimatrestaurant“ vorgestellt und sein Werdegang erzählt. Deshalb ist dieses Buch auch ein grandioser Bildband, in dem die Speisen nahezu in Originalgröße zu sehen sind – in jedem kleinsten Detail! Dazu viele Fotos der jeweiligen Küchen und den Menschen darin, die im Hintergrund hart daran arbeiten, dass die Menüs so grandios aussehen, wie sie dann auf dem Teller und beim Gast landen.

Natürlich bringt dies auch mit sich, dass kein einziges Menü mit Zutaten zubereitet wird, die man mal eben so zu Hause hat. Es werden extrem ausgefallene Produkte verarbeitet. Das ist kaum verwunderlich, sind es doch auch sehr ausgefallene, ganz spezielle Menüs, die man nicht jeden Tag isst. Ich vermute sogar, dass ganz wenige der Menüs (sogar der einzeln genommenen Gerichte) überhaupt nachgekocht werden vom Leser. Müssen sie auch nicht – dieses Buch ist eine Hommage an die gehobene Küche, an „one in a lifetime“ Erlebnisse, an die Kunst der Edelköche. Entsprechend sind die Anleitungen zu den Zubereitungen recht spartanisch und nicht zu allen Komponenten gibt es ein Rezept. Wie gesagt, ich erwarte das auch weniger, denn in meinen Augen geht es in diesem Buch (bzw. den Büchern, es ist ja schon der vierte Band) ebenso wie in der Fernsehserie mehr um den Hangar (das Restaurant Ikarus) und die Weltköche. Deren Profile stehen im Mittelpunkt. Mir gefällt es!

Kurz und knapp: Dies ist kein Kochbuch der üblichen Art. Es ist ein Album großartiger Köche, ein Bildband, ein schwergewichtiges Juwel. Alle, die vom Kochen fasziniert sind und sich von den Großen inspirieren lassen, werden daran unbändige Freude haben. Wer jedoch ein Kochbuch sucht, das Vielgängemenüs dieser Klasse für jeden ganz einfach erklärt und nachkochbar macht, liegt komplett falsch. Von mir: fünf Sterne! Auch wenn ich viele der Gänge gar nicht essen wollen würde, allein der Anblick ist umwerfend!

Veröffentlicht am 30.12.2017

Die Macht einer ganzen Generation

Ab 50 ist man alt … genug, um zu wissen, was man will und kann
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Die Menschen leben immer länger und sind, verglichen mit der Generation davor, enorm viel moderner. Wenn ich beispielsweise an meine Großmütter denke, wie die mit 50 waren, dann an meine Eltern und jetzt ...

Die Menschen leben immer länger und sind, verglichen mit der Generation davor, enorm viel moderner. Wenn ich beispielsweise an meine Großmütter denke, wie die mit 50 waren, dann an meine Eltern und jetzt an mich – das sind drei völlig unterschiedliche Ergebnisse! Ich empfinde da jeweils mindestens 10 Jahre, die man von Generation zu Generation „jünger“ ist im jeweiligen Alter. Witziger Weise hat mir der 50. Geburtstag auch keinerlei Ängste gemacht. Im Gegenteil: Ich habe mich sogar sehr darauf gefreut!

Ich bin sehr gerne 50 – genieße ich doch „die Früchte meiner Arbeit“, hab meinen Platz im Leben und mache vorwiegend nur noch Dinge, die ich machen möchte, nicht muss! Das Leben genießen – das geht mit 50+ super gut, während man mit 20+ noch heftig um seinen Platz im Leben kämpft.

Da passt dieses Buch super: Es beleuchtet eben dieses Phänomen, dass wir heute mit 50 noch so viel jünger sind, als es alle vor uns waren. Es zeigt, wie wichtig unsere Generation ist, auch wenn die Werbung sich auf die Generation mit Mitte 20 eingeschossen hat. Auch als Mitarbeiter gewinnen die Älteren immer mehr Bedeutung, statt als Belastung zu gelten. Es kommt alles auf die Einstellung an – und unsere Einstellung ist eben positiv!

Fakten und Unterhaltung in einem Mix, der sich gut lesen lässt. Und das nicht nur für diejenigen, die genau in diese Generation fallen, sondern auch und vor allem für jene, die jünger sind und sich nicht im Klaren sind, dass jedes Alter seine schönen Seiten und Vorzüge hat – und die 50+ Menschen als alt und unmodern sehen wollen. Denen werden die Augen geöffnet. Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten, will aber verstanden werden: von Unternehmen, von Mitmenschen, von allen.

Nach jedem Kapitel ist Platz zum Eintragen für das eigene Fazit. Das gefällt mir! Auch wenn für mich neu ist, in ein Buch zu schreiben – es ist dennoch eine gute, passende Idee und man kann jederzeit auch seine eigenen Gedanken wieder nachlesen. Klasse!

Von mir deshalb auch die vollen fünf Sterne für dieses informative, aufklärende und motivierende Buch. Ich bin 50+, ich darf das!

Veröffentlicht am 27.12.2017

Mein neues Lieblingsbuch für Brot & Co!

Bühne frei für Brot, Croissant, Baguette, Tarte, Quiche und Macarons
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Auch wenn ein Cover nicht immer für die Qualität des Inhaltes eines Buches steht, muss ich es hier erwähnen. Es ist wunderschön gestaltet mit dem schlichten Foto eines Brotes, in das man am liebsten beißen ...

Auch wenn ein Cover nicht immer für die Qualität des Inhaltes eines Buches steht, muss ich es hier erwähnen. Es ist wunderschön gestaltet mit dem schlichten Foto eines Brotes, in das man am liebsten beißen möchte. Das Wort „Brot“ ist ausgestanzt und mit dem goldfarbenen Deckblatt wirkt das dann einfach umwerfend. Und hier bekommt man dann tatsächlich das, was das Cover verspricht! Ein Buch, das nicht nur tolle Rezepte bietet, die sehr gut erklärt sind, sondern auch noch gut nachzuarbeiten sind und fast schon geling-sicher zu nennen sind.

Rezepte für Brotklassiker, besondere Brote, Kleingebäck & Kekse, Gourmet-Snacks und Patisserie finden sich in diesem genialen Buch. Ich liebe es, wenn ein gutes Foto des „Endproduktes“ beim Rezept zu finden ist (es schaden auch keine „Zwischenstufenbilder“, aber wichtig sind sie nicht). Das bekomme ich hier zunächst in der Rubriken-Vorschau/Übersicht und dann bei jedem Rezept. So schön werden meine Erstlinge selten, dennoch frustrieren die Fotos nicht, sondern spornen geradezu an, es so lange zu probieren, bis das Backwerk mindestens so toll aussieht!

Das Buch selbst ist fast schon ein Bildband, so hochwertig ist es gearbeitet. Die Rezepte starten immer mit einer kleinen Erklärung bzw. Geschichte zum Backwerk. Dann folgen Angaben zu Mengen/Zubereitungszeit/Kühlzeit/Backzeit/Gehzeit/Trockenzeit. Anschließend findet man die Liste für die Zutaten. Was mir hier besonders gefällt: es gibt sogar Angaben zur besten Wassertemperatur. Das kannte ich bisher noch nicht, fand es super interessant und stellte fest: es ist absolut effektiv! Die dann nötigen Schritte der Zubereitung sind jeweils klar getrennt gut beschrieben. Sehr schön auch die Profi-Tipps und der Experten-Rat, die sich immer mal wieder zu den Schritten finden.

Lange Gehzeiten bin ich bei vielen Hefegebäcken gewohnt. Auch meine bisherigen Brotteige gehen einen ganzen Tag. Die benötigten Zutaten für die Rezepte sind fast alle leicht zu bekommen. Wenige Ausnahmen kann man notfalls im Internet bestellen, wie beispielsweise das Mandelpulver. Erstaunlicherweise sind die Rezepte sehr viel einfacher zuzubereiten, wie die Namen der Backwaren und die wunderbaren Fotos vermuten lassen würden. Aber das ist natürlich sehr erfreulich!

Für mich, die super gern backt, aber nicht gern Teige knetet, ist perfekt, dass sie zumeist mit der Küchenmaschine geknetet werden. Sehr angenehm und kommt mir absolut entgegen. Die Ergebnisse machen überall Eindruck und mich fürchterlich stolz (auch wenn das eine Sünde ist). Auf die Kalorien sollte man tunlichst nicht achten – aber glücklicherweise sind sie auch gar nicht erst angegeben! Ja, ich bin total begeistert von diesem Buch und belohne es entsprechend mit den vollen fünf Sternen!

Veröffentlicht am 27.12.2017

Die Cartoons zum Energy-Drink aus Österreich

Wie der Bulle fliegen lernte
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Vor vielen Jahren schlug der „Energy-Drink“ Red Bull ein wie eine Bombe. Aus dem Ski-Urlaub brachten alle einige Dosen davon mit und der „Flieger“ wurde zum In-Getränk. Ist ja auch super lecker, pappsüß ...

Vor vielen Jahren schlug der „Energy-Drink“ Red Bull ein wie eine Bombe. Aus dem Ski-Urlaub brachten alle einige Dosen davon mit und der „Flieger“ wurde zum In-Getränk. Ist ja auch super lecker, pappsüß und fruchtig, gummibärig. Genauso eingeschlagen haben auch die Werbespots. Die Idee mit den Cartoons war und ist einfach toll im Zeitalter der animierten Zeichentrickfilme. Schlicht, einfach, effektiv!

In diesem Buch finden sich die Cartoons der von 1992 bis 2015. An viele erinnere ich mich noch lebhaft, einige sind mir völlig neu. Ob diese nur in Österreich ausgestrahlt wurden oder ich einfach nur zufällig nichts davon bemerkt habe, kann ich nicht sagen.

Wunderbar gemacht ist auch, dass von einigen Cartoons quasi einzelne Grundrisse gezeigt werden. Faszinierend, wie die Strips entstanden sind, aus welch einfachen Formen die typischen Figuren entstehen.

Dazu kommt der Red-Bull-typische Witz. Ob Rapunzel oder Leonardo, ob Petrus oder die Mafia – auf alles passt das beflügeln durch ein Getränk. Wunderbar, urkomisch und treffend zugleich. Mir machen die Cartoons auch im Buch irrsinnig viel Spaß, nicht nur als Spot! Schlichte Federzeichnung, wenige Farben, österreichischer Akzent – das ist typisch für die Cartoons von Red Bull.

In diesem Buch blättert man einfach gerne. Vor, zurück, durcheinander, chronologisch – und immer wieder zu den Lieblingsspots. Meiner ist „Rapunzel“. Welcher ist Ihrer? Ich gebe diesem „Bilderbuch“ von Herzen gerne die vollen fünf Sterne.