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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2025

Letzte Chance

Die unsichtbare Hand
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Olivia Dumont hat ihre vielversprechende Karriere als begehrte Ghostwriter gründlich in den Sand gesetzt, als sie einen selbstgefälligen Kollegen in aller Öffentlichkeit bloßstellt. Er hat genug Einfluss ...

Olivia Dumont hat ihre vielversprechende Karriere als begehrte Ghostwriter gründlich in den Sand gesetzt, als sie einen selbstgefälligen Kollegen in aller Öffentlichkeit bloßstellt. Er hat genug Einfluss im Verlagswesen, dass keine Agentur mehr ihre Dienste für einen Promi engagieren möchte.
Schnell steckt Olivia in finanziellen Schwierigkeiten. Sie hat nur noch die eine, einzige Chance, das Angebot ihres Vaters, eines bekannten Autors, anzunehmen. Nur mit größtem Widerwillen lässt sie sich auf diesen Job ein, seine Biografie zu schreiben, denn seit Jahrzehnten ist das Vater-Tochter-Verhältnis zerrüttet. Die Recherchen sind schwierig, da der Vater zunehmend dement und aggressiv wird. Doch andererseits winkt auch die Möglichkeit eines neuen Bestsellers, weil die Geschwister des Vaters als Teenager ermordet wurden und der Täter nicht gefasst wurde. Insgeheim lastet der Verdacht der Täterschaft immer noch auf dem Vater. Mit Rückblenden in das Jahr 1975 und wechselnden Erzählperspektiven wird das Geschehen von damals aufgerollt. Leider geht dabei die Spannung etwas verloren, vor allem in der zweiten Buchhälfte geht die Handlung nur zäh voran. Ausnahmslos alle Protagonisten sind wenig sympathisch, sodass man auch nicht einer Aufklärung entgegenfiebert. Das Buch ist mehr ein psychologischer Roman über verkorkste Familienbeziehungen als ein Thriller.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Samstag bis Samstag

Mörderney: Der tote Wattführer
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Auf einer Insel kennt man sich. Umso größer ist das Rätselraten, warum ein 102-jähriger frommer Bewohner brutal getötet wird.
Tilla Flock, eine verkrachte Existenz, die sich als Handlangerin für das Inselblättchen ...

Auf einer Insel kennt man sich. Umso größer ist das Rätselraten, warum ein 102-jähriger frommer Bewohner brutal getötet wird.
Tilla Flock, eine verkrachte Existenz, die sich als Handlangerin für das Inselblättchen über Wasser hält,
und Hark Herforth, der hypochondrische Tourist vom Festland, seines Zeichens Pfarrer mit Burn-out,
finden ungewollt zueinander und ergänzen sich zu einem erstaunlich fähigen Team, das ehrgeizig die Aufklärung des Verbrechens betreibt, auch wenn alle Welt sie daran hindern will.
Der Krimi liest sich gut. Natürlich sollte man keinen Tiefgang erwarten, aber dennoch ist der Plot interessant, auch wenn Tilla und Hark für mich persönlich eine Spur zu schräg sind.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Jäger und Gejagte

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Rune ist eine Hexe, doch das darf keiner wissen, denn Hexen werden gnadenlos gejagt und brutal hingerichtet. Nach außen hin spielt sie die oberflächliche Ahnungslose, doch insgeheim verhilft sie anderen ...

Rune ist eine Hexe, doch das darf keiner wissen, denn Hexen werden gnadenlos gejagt und brutal hingerichtet. Nach außen hin spielt sie die oberflächliche Ahnungslose, doch insgeheim verhilft sie anderen Hexen zur Flucht. Sie glaubt, ein Techtelmechtel mit dem schlimmsten Hexenjäger wäre in kluger Schachzug, doch sie hat nicht nur die Gerissenheit dieses Gideon unterschätzt, sondern auch ihr Herz, das sich stark zu ihm hingezogen fühlt.
Für den Leser ist es spannend, wie hier Magie praktiziert wird. Genauso spannend ist es, wie Rune sich immer wieder geschickt dem Zugriff entziehen kann. Natürlich bietet das Ende neben einem großen Knalleffekt auch noch einen heftigen Cliffhanger, der wahrscheinlich viele Leser den Folgeband herbeisehnen lässt. Die Autorin schafft nämlich schnell eine sympathische Verbindung zu ihren beiden Hauptfiguren, die permanent einem Wechselbad ihrer Gefühle unterworfen sind. Man weiß selbst nicht, soll man sich wünschen, dass sie zusammenkommen oder möchte man die Verbindung verhindern, weil sie so extrem gefährlich ist. Diese Frage ist in meinen Augen das Hauptthema des Romans, die sich nur im nächsten Buch beantworten lässt. Hoffentlich sind wieder die beiden Sprecher, Henriette Schreurs und Moritz Frinberg, mit dabei, denn sie machen wirklich einen guten Job.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Kraut gegen den Tod

Magical Fries – Der Geschmack des Lebens
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Das Cover ist schon mal sehr sehenswert und passt auch gut zum Inhalt dieses Buches.
Ein Milliardär hat den Tod seiner Frau nie verwunden, doch er weiß einen Weg, sie wieder zum Leben zu erwecken. Dafür ...

Das Cover ist schon mal sehr sehenswert und passt auch gut zum Inhalt dieses Buches.
Ein Milliardär hat den Tod seiner Frau nie verwunden, doch er weiß einen Weg, sie wieder zum Leben zu erwecken. Dafür müssen in einem bestimmten Zeitraum Pflanzen gesammelt werden. Die Ernte ist lebensgefährlich und viele Teams, die er auf die Suche schickte, bezahlten mit dem Leben. Sein neuestes Team besteht aus seinem Adoptivsohn, einer Göttererbin mit bemerkenswerten magischen Fähigkeiten und einem Ex-Elitesoldaten. Obwohl die drei gut ausgebildet sind, entkommen sie bei der Ernte nur knapp einem Massaker.
Der Roman hat zwar einige interessante Fantasy-Elemente, aber der Schwerpunkt liegt in spannenden Kampfszenen voller Überraschungsmomente. Nun, man muss es mögen. Bei mir trifft es nicht so genau den Geschmack. Es ist der vierte Band einer Reihe, dem ich auch ohne Vorkenntnisse problemlos folgen konnte. Er liest sich gut, macht aber bei mir nicht Lust auf mehr.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Berliner Sniper

Lügen haben schnelle Beine
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Ich habe dem Kommissar Peer Pedes noch eine zweite Chance gegeben mit seinem neuesten Fall. Ein Sniper treibt sein Unwesen in Berlin, und ausgerechnet eine Kollegin muss Peer unauffällig überprüfen. Dabei ...

Ich habe dem Kommissar Peer Pedes noch eine zweite Chance gegeben mit seinem neuesten Fall. Ein Sniper treibt sein Unwesen in Berlin, und ausgerechnet eine Kollegin muss Peer unauffällig überprüfen. Dabei erfährt er Neues über sich und seinen verstorbenen Vater, und natürlich auch über die verdächtige Kollegin.
Diesmal gefällt mir der Kommissar bedeutend besser, weil er sich nicht allzu sehr in sportliche Details verliert, obwohl er als Triathlet Neuland betritt. Seinen schnoddrigen Umgangston hat er beibehalten, aber so fokussiert wie jetzt, kommt das gut an.
Der Sprecher, wenn ich es richtig verstehe, ist es der Autor persönlich, verkörpert diese Schnoddrigkeit, ja überhaupt Peers ganzen Charakter, perfekt.

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