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Veröffentlicht am 01.06.2025

Das Geheimnis der toten Wale

Das kalte Schweigen der See
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Die Polizistin Lottie wird nach einem schrecklichen Vorfall im Dienst von schlimmen Angststörungen geplagt. Sie lässt sich in ihre Heimat auf Spitzbergen zurückversetzen. Hier in der Nähe ihrer Eltern ...

Die Polizistin Lottie wird nach einem schrecklichen Vorfall im Dienst von schlimmen Angststörungen geplagt. Sie lässt sich in ihre Heimat auf Spitzbergen zurückversetzen. Hier in der Nähe ihrer Eltern glaubt sie sich sicher.
Der grauenvolle als Eisbärattacke getarnte Mord an einer jungen Meeresbiologin wühlt all die verdrängten Ängste wieder auf, doch sie muss eisern durchhalten und ermitteln.
Fast zeitgleich findet eine junge Journalistin auf dem Festland den Tod, der sich auch auf den zweiten Blick erst als Mord darstellt. Ein Ex-Freund verfolgt hartnäckig alle Spuren und findet den gemeinsamen Nenner hinter beiden Verbrechen.
Spitzbergen als Ort des Geschehens hat schon ein ganz besonderes Flair, das der Autor gut wiederzugeben weiß, vor allem wenn man Freude an eigenwilligen Charakteren hat. Doch die Handlung an sich wird leider etwas fade erzählt, sodass man als Leser nicht der Auflösung entgegenfiebert. Ich denke, dass das Buch vor allem für Leute interessant ist, die Longyearbyen und Umgebung bereits kennen.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Schicksalshafte Worte

Vorsehung
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Man kann sich direkt vorstellen, wie gruselig es ist, wenn während eines Fluges plötzlich eine der Passagierinnen aufsteht und jedem Mitreisenden den Todeszeitpunkt und die Todesursache weissagt.
Man ...


Man kann sich direkt vorstellen, wie gruselig es ist, wenn während eines Fluges plötzlich eine der Passagierinnen aufsteht und jedem Mitreisenden den Todeszeitpunkt und die Todesursache weissagt.
Man hat die Personen schon vorher etwas besser kennengelernt, denn die Autorin hat mit punktgenauen Beobachtungen den Charakter skizziert.
Im Anschluss an diesen mysteriösen Flug wird in wechselnden Erzählperspektiven geschildert, wie das Leben der Menschen nach diesem Schockmoment weitergeht. Wie sie sich arrangieren, wie sie das Vergessen suchen oder wie sie anhand der Prophezeiung ihr Leben ändern. Das führt zu durchweg gemischten Ergebnissen.
Vor allem aber nimmt man deutlich Anteil an den unterschiedlichsten Lebenswegen. Leider lässt die Spannung in der zweiten Buchhälfte etwas nach. Dennoch kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn man legt diesen Roman wahrscheinlich nicht hinterher einfach so aus der Hand. Vielmehr beschäftigt man sich mit der Frage, wie man selbst mit solchen Informationen, die die eigene Zukunft betreffen, umgehen würde. Wie würde man selbst handeln?
Heike Warmuth als Sprecherin der Hörbuchversion hat mir gut gefallen.


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Veröffentlicht am 21.05.2025

Letzte Chance

Die unsichtbare Hand
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Olivia Dumont hat ihre vielversprechende Karriere als begehrte Ghostwriter gründlich in den Sand gesetzt, als sie einen selbstgefälligen Kollegen in aller Öffentlichkeit bloßstellt. Er hat genug Einfluss ...

Olivia Dumont hat ihre vielversprechende Karriere als begehrte Ghostwriter gründlich in den Sand gesetzt, als sie einen selbstgefälligen Kollegen in aller Öffentlichkeit bloßstellt. Er hat genug Einfluss im Verlagswesen, dass keine Agentur mehr ihre Dienste für einen Promi engagieren möchte.
Schnell steckt Olivia in finanziellen Schwierigkeiten. Sie hat nur noch die eine, einzige Chance, das Angebot ihres Vaters, eines bekannten Autors, anzunehmen. Nur mit größtem Widerwillen lässt sie sich auf diesen Job ein, seine Biografie zu schreiben, denn seit Jahrzehnten ist das Vater-Tochter-Verhältnis zerrüttet. Die Recherchen sind schwierig, da der Vater zunehmend dement und aggressiv wird. Doch andererseits winkt auch die Möglichkeit eines neuen Bestsellers, weil die Geschwister des Vaters als Teenager ermordet wurden und der Täter nicht gefasst wurde. Insgeheim lastet der Verdacht der Täterschaft immer noch auf dem Vater. Mit Rückblenden in das Jahr 1975 und wechselnden Erzählperspektiven wird das Geschehen von damals aufgerollt. Leider geht dabei die Spannung etwas verloren, vor allem in der zweiten Buchhälfte geht die Handlung nur zäh voran. Ausnahmslos alle Protagonisten sind wenig sympathisch, sodass man auch nicht einer Aufklärung entgegenfiebert. Das Buch ist mehr ein psychologischer Roman über verkorkste Familienbeziehungen als ein Thriller.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Samstag bis Samstag

Mörderney: Der tote Wattführer
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Auf einer Insel kennt man sich. Umso größer ist das Rätselraten, warum ein 102-jähriger frommer Bewohner brutal getötet wird.
Tilla Flock, eine verkrachte Existenz, die sich als Handlangerin für das Inselblättchen ...

Auf einer Insel kennt man sich. Umso größer ist das Rätselraten, warum ein 102-jähriger frommer Bewohner brutal getötet wird.
Tilla Flock, eine verkrachte Existenz, die sich als Handlangerin für das Inselblättchen über Wasser hält,
und Hark Herforth, der hypochondrische Tourist vom Festland, seines Zeichens Pfarrer mit Burn-out,
finden ungewollt zueinander und ergänzen sich zu einem erstaunlich fähigen Team, das ehrgeizig die Aufklärung des Verbrechens betreibt, auch wenn alle Welt sie daran hindern will.
Der Krimi liest sich gut. Natürlich sollte man keinen Tiefgang erwarten, aber dennoch ist der Plot interessant, auch wenn Tilla und Hark für mich persönlich eine Spur zu schräg sind.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Jäger und Gejagte

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Rune ist eine Hexe, doch das darf keiner wissen, denn Hexen werden gnadenlos gejagt und brutal hingerichtet. Nach außen hin spielt sie die oberflächliche Ahnungslose, doch insgeheim verhilft sie anderen ...

Rune ist eine Hexe, doch das darf keiner wissen, denn Hexen werden gnadenlos gejagt und brutal hingerichtet. Nach außen hin spielt sie die oberflächliche Ahnungslose, doch insgeheim verhilft sie anderen Hexen zur Flucht. Sie glaubt, ein Techtelmechtel mit dem schlimmsten Hexenjäger wäre in kluger Schachzug, doch sie hat nicht nur die Gerissenheit dieses Gideon unterschätzt, sondern auch ihr Herz, das sich stark zu ihm hingezogen fühlt.
Für den Leser ist es spannend, wie hier Magie praktiziert wird. Genauso spannend ist es, wie Rune sich immer wieder geschickt dem Zugriff entziehen kann. Natürlich bietet das Ende neben einem großen Knalleffekt auch noch einen heftigen Cliffhanger, der wahrscheinlich viele Leser den Folgeband herbeisehnen lässt. Die Autorin schafft nämlich schnell eine sympathische Verbindung zu ihren beiden Hauptfiguren, die permanent einem Wechselbad ihrer Gefühle unterworfen sind. Man weiß selbst nicht, soll man sich wünschen, dass sie zusammenkommen oder möchte man die Verbindung verhindern, weil sie so extrem gefährlich ist. Diese Frage ist in meinen Augen das Hauptthema des Romans, die sich nur im nächsten Buch beantworten lässt. Hoffentlich sind wieder die beiden Sprecher, Henriette Schreurs und Moritz Frinberg, mit dabei, denn sie machen wirklich einen guten Job.

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