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Veröffentlicht am 17.05.2025

Der beste Freund

Das Teufelshorn
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Die ehemalige Kommissarin Isabel Flores hilft ihrer Mutter in der Ferienhausvermietung. Nachdem ihr Vater vor zwei Jahren zu früh verstorben ist, lebt Isabel auf Mallorca. Ihr neuer Job ist zwar auch etwas ...

Die ehemalige Kommissarin Isabel Flores hilft ihrer Mutter in der Ferienhausvermietung. Nachdem ihr Vater vor zwei Jahren zu früh verstorben ist, lebt Isabel auf Mallorca. Ihr neuer Job ist zwar auch etwas aufreibend, denn die Touristen können anspruchsvoll sein, aber ein wenig vermisst sie die Arbeit bei der Polizei doch. Und dann passiert in dem beschaulichen Ort das Unglaubliche. Ein achtjähriges britisches Mädchen ist spurlos verschwunden. Ihre Mutter hat ihr nur kurz den Rücken gekehrt, um zu bezahlen. Und die Kleine ward nicht mehr gesehen. Kurz darauf wird in einer Villa ein älterer Herr ermordet aufgefunden, der im Ort wohl angesehen war.

Mit diesem Reihenstart kann man Mallorca noch einmal neu kennenlernen. Isabel Flores erweckt den Eindruck, dass sie in sich ruht, meistens jedenfalls. Ihre neue Arbeit macht ihr Spaß und ihr zahmes Frettchen erdet sie, ist manchmal ihr bester Freund. Natürlich pflegt sie auch Umgang mit menschlichen Freunden. Sie genießt aber auch die Ruhe. Wegen der beiden Vorfälle, die sich natürlich nicht gut auf den Tourismus auswirken, wenn sie nicht schnell gelöst werden, bittet die Polizei sie um ihre Mithilfe. Sie war schließlich mal die jüngste Kommissarin und dafür bekannt, dass sie auch verzwickte Fälle gelöst hat.

Aus einem zwar grausamen, aber auf den ersten Blick eher unscheinbaren Mord, entwickelt sich ein Fall, der es wirklich in sich hat. Gemeinsam mit Isabel Flores kommt man zwar erst nach und nach dahinter, aber je weiter man kommt, desto spannender wird es. Beim Lesen stellt man sich bald die Frage, ob die beiden Fälle sogar zusammenhängen können. Selbst als neue Vermieterin von Ferienhäusern beweist Isabel, dass sie es als Kommissarin echt drauf hatte. Sie scheint der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein. Vielleicht hilft es auch, dass Isabel sich in ihrem Ort auskennt und in der Gemeinschaft drin ist. So fallen ihr ungewöhnliche Verhaltensweisen eher auf als Außenstehenden. Und einen Parkplatz bekommt sie auch immer. Isabel Flores ist sympathisch und gewitzt. Im Wissen um einige ihrer persönlichen Hintergründe, versteht man gut, was ihre Beweggründe sind, was sie antreibt. Dazu schildert die Autorin noch die Inselidylle auf freundliche Art und Weise, so dass man denkt, es dürfte gerne mal wieder ein Urlaub auf Mallorca sein.

Veröffentlicht am 14.05.2025

Die Suche

Kornblumenblau
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Über den Großvater der Autorin wurde immer die seltsame Geschichte seines Todes erzählt. Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges starb er. Die Familie erhielt die Mitteilung erst Monate später. Die Mutter ...

Über den Großvater der Autorin wurde immer die seltsame Geschichte seines Todes erzählt. Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges starb er. Die Familie erhielt die Mitteilung erst Monate später. Die Mutter der Autorin war erst etwas über drei Jahre alt. Sie vermisste ihren Vater immer. Achtzig Jahre nach seinem Tod beginnt seine Enkelin sich Gedanken zu machen. Kann die Erzählung überhaupt so stimmen? Und spielte der Großvater bei den Nazis oder für diese eine Rolle? So viel ist nicht bekannt. Nur ein Lebenslauf bietet der Autorin erste Hinweise.

Es ist mehr als nur einen Gedanken wert. Wie erlebten die Vorfahren die Nazizeit. Die Autorin macht sich auf einen spannenden, aber auch beschwerlichen Weg. Sie versucht jeden kleinen Hinweis zu ergreifen und jeder Spur nachzugehen. Dabei stößt sie auf überraschende Informationen, die ein anderes Bild ihres Großvaters zeichnen, aber doch eines, welches zu den Informationen passt. Und dennoch, hat er sich in der Nazizeit schuldig gemacht? Die Autorin will sich dem Ergebnis stellen und sie merkt, dass es sie mehr anfasst als sie am Anfang ihrer Recherche gedacht hat.

Auch man selbst hat natürlich Vorfahren, die in der Nazizeit gelebt haben und auch jung waren. Eine Zeit, über in den meisten Familien nicht viel gesprochen wurde. Und als Nachkomme kann es schon in einem rumoren. Wie war das damals? Muss man sich damit befassen, dass Verwandte in der Nazizeit Schuld auf sich geladen haben? Irgendwie hat jeder einen aus dem Widerstand in der Familie.Doch, wenn es so viel Widerstand gab, wieso gab es diese Zeit dann überhaupt? Das kann irgendwie nicht sein. Und so nimmt man das Buch der Autorin mit großen Interesse in die.Hand. Wie ist sie vorgegangen? Was hat sie herausgefunden? Hat sie eine Antwort bekommen? Überraschend viel findet sie nach der langen Zeit noch über ihren Großvater heraus. Doch auch schwer wird ihr die Untersuchung. Ja, man muss auch mit dem Ergebnis leben. Vielleicht sollten noch mehr Menschen sich auf die Suche machen, damit so eine dunkle Zeit nie wieder heranbricht.

Veröffentlicht am 04.05.2025

Vixed

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Natalie ist die beste Verkäuferin einer Firma für Nahrungsergänzungsmittel, genannt Vixed. Seit eine paar Monaten hat sie eine neue Kollegin namens Dawn Schiff. Dawn ist etwas seltsam, sie hält immer exakt ...

Natalie ist die beste Verkäuferin einer Firma für Nahrungsergänzungsmittel, genannt Vixed. Seit eine paar Monaten hat sie eine neue Kollegin namens Dawn Schiff. Dawn ist etwas seltsam, sie hält immer exakt die Zeiten ein, sei ist korrekt, sie ist unscheinbar, sie mag Schildkröten. Sie ist eine ideale Buchhalterin. Wenn Natalie ehrlich ist, muss sie zugeben, dass sie sich schon mal über Dawn lustig macht. Doch als Dawn eines Morgens nicht zur Arbeit erscheint, macht sich Natalie schon Gedanken. Dawn ist immer so vorhersehbar, da kann es einfach nicht sein, dass sie mal eben später kommt. Tatsächlich taucht Dawn nicht auf.

Am Arbeitsplatz ist auch nicht immer alles wie es scheint. Dawn und Natalie arbeiten in einem Großraumbüro. Ihre Plätze liegen nebeneinander und so bekommt die eine einiges von der anderen mit. Ihr Umgang ist freundlich, aber distanziert. So sehen sie das jedenfalls. Doch als die ewig gleich handelnde Dawn nicht zur Arbeit erscheint, beginnt Natalie sofort sich Sorgen zu machen. Seth, ihr gemeinsamer Chef, ist da noch ganz entspannt. Dawn hat mit ihm einen Termin gemacht, da wird sie ihrer Art entsprechend pünktlich auftauchen. Aber, was, wenn nicht? Natalie wird es wirklich unbehaglich als Dawn auch nicht in ihrer Wohnung ist.

Es ist auch bei einem Thriller schön, wenn man die eine oder andere Person findet, die einem sympathisch ist. Bei der Anlage dieses Romans könnte man auf den Gedanken kommen, die eine oder andere böte sich dafür an. Doch ganz so einfach ist es nicht. Natalie ist nicht immer nett zu ihren Kolleginnen und Dawn ist einfach seltsam und kühl. Gerade Dawn gegenüber, die nicht immer gut behandelt wird, möchte man Sympathie empfinden, aber man wundert sich, dass es nicht richtig klappt. Erst im Verlauf bekommt man eine Ahnung, woran das liegen könnte. Genau darin liegt das Geschickt der Autorin. Ihr gelingt es, die Leser und Leserinnen zu lenken und zu einem überraschenden Finale zu führen. Aus einer etwas sperrigen entwickelt sich eine wirklich spannenden Geschichte. Ob man solche Storys immer mag, muss man sich überlegen, aber ab und zu sind sie eine willkommene Abwechslung.

Veröffentlicht am 01.05.2025

Hund und Katz

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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DI Wilkins und DI Wilkins bilden seit Neuestem ein Team. Das ist nicht ganz einfach, denn Ryan Wilkins wurde von seiner vorherigen Dienststelle eher mehr als weniger strafversetzt. Er hatte keine einfache ...

DI Wilkins und DI Wilkins bilden seit Neuestem ein Team. Das ist nicht ganz einfach, denn Ryan Wilkins wurde von seiner vorherigen Dienststelle eher mehr als weniger strafversetzt. Er hatte keine einfache Kindheit und Jugend. Obwohl er sich als guter Ermittler erweist, merkt man ihm seine schwierige Herkunft noch immer an. Raymond Wilkins dagegen ist behütet in der Oberschicht aufgewachsen. Er hat an einer renommierten Universität studiert. Nur wegen seiner Hautfarbe bekommt er manchmal nicht den nötigen Respekt. Bei ihrem ersten gemeinsamen Fall müssen sie gleich im universitären Umfeld ermitteln. Denn in einem Arbeitszimmer der Uni wird eine Leiche gefunden.

Zwei, die sich erstmal überhaupt nicht leiden können, sollen hier ein Team bilden. Und Ryan Wilkins eckt gleich wieder an, weil er sich mit dem Provost der Lehranstalt anlegt. Raymond bekommt ganz schön zu tun, um das wieder gerade zu biegen. Ryan dagegen hat sofort das nächste Disziplinarverfahren am Hals. Während Raymond anfangs etwas auf Ryan herabblickt, steht Ryan seinem Kollegen durchaus nicht negativ gegenüber. Doch es passiert schon mal, dass sie ihre Gedanken nicht richtig koordinieren, wodurch die Nachforschungen recht schwierig werden können. Sie müssen erst noch lernen, wie sie ticken.

Dieser Ansatz ist schon mal vielversprechend. Ermittler, die sich nicht abkönnen, die die gegenüberstehen wie Hund und Katz, das verspricht interessante Unterhaltung. Zwar kommt der Gedanke auf, wie aus diesem Start eine Reihe werden soll, da sich ein Team ja eigentlich zusammenraufen soll, aber es gibt im englischen Original schon weitere Bände. Dem Autor scheinen die Ideen nicht auszugehen. Geistesblitze von DI Wilkins und akribisches Arbeiten von DI Wilkins, das ergänzt sich gut und es führt auch zu Ergebnissen. Das ist spannend zu lesen. Und auch die persönlichen Lebensumstände der beiden Polizisten, berühren einen. Jeder hat seine eigenen Probleme, die lebensnah geschildert sind. Gerne möchte man wissen, wohin die Reihe geht für dieses ungewöhnliche Duo und ob es noch zu einem echten Team wird. Von der Altehrwürden Universität gibt das Cover einen guten Eindruck.

Veröffentlicht am 24.04.2025

Im Herzen

Ámbar
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Ihr Vater ist ein Verbrecher, der vieles mit den Fäusten regelt. Das führt dazu, dass es immer wieder heißt, neuer Name, neuer Pass. Ámbar und ihr Vater bleiben nirgends lange. Doch mit fünfzehn Jahren ...

Ihr Vater ist ein Verbrecher, der vieles mit den Fäusten regelt. Das führt dazu, dass es immer wieder heißt, neuer Name, neuer Pass. Ámbar und ihr Vater bleiben nirgends lange. Doch mit fünfzehn Jahren entwickelt Ámbar eigene Gedanken und Gefühle. Eines Tages kommt Victor Mondragón mal wieder mit einer Schussverletzung zurück, die Ámbar in dem billigen Motelzimmer versucht zu flicken. Das hat sie gelernt seitdem sie mit ihrem Vater durch die Gegend zieht. Manchmal wünscht sich Ámbar schon richtige Freunde. Doch wieder ist ihr Vater auf der Jagd nach irgend etwas oder möglicherweise sogar auf der Flucht.

Victor ist der einzige Vater, den Ámbar hat und den sie kennt. Er versucht ihr Geschichten von früher zu erzählen. Doch mit der Mutter ist er nicht zusammengeblieben und sie hat er nie gewollt. Und doch ist sie seine Tochter. Die Tochter, die ihn wieder zusammenflickt. Und doch mit fünfzehn möchte sie nicht mehr warten oder Wunden reinigen. Ámbar hat eigene Träume. Heimlich spart sie auf ein Tattoo. Sie will selbst entscheiden, wer sie ist, wie sie heißt und wie lange sie bleibt. Als sie erfährt, wieso sie Ámbar heißt, löst das etwas in ihr aus.

Durch Argentinien reisen Ámbar und ihr Vater. Eine richtige Flucht ist es nicht, doch irgendwie schon. Rastlos von einem Ort zum anderen. Ámbar, Victor und die abwesende Mutter, die doch fehlt. Man schaut Ámbar zu, wie sie sich langsam von ihrem Vater emanzipiert, wie sie ihren eigenen Weg sucht. Ihr Vater scheint seines unsteten Lebens nicht überdrüssig zu werden. In Ámbar manifestiert sich die Frage, wie lange das noch so weitergehen kann oder soll. Man kann sich gut in Ámbar hineinversetzen. Mitten in der Pubertät ist es kein Wunder, dass sie rebelliert. Doch ihre Umgebung, ihre seit Jahren fortdauernde Gewöhnung an die Gewalt, führen sie zu anderen, aber doch verständlichen Handlung. Eine ganz eigene Heldin, die einem schließlich richtig sympathisch wird. Das ausdrucksstarke Cover ist ein richtiger Blickfang.