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Veröffentlicht am 14.05.2026

Auf der Suche nach Antworten

Du musst mich vergessen
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Rosie Walsh nimmt uns in ihrem Roman “Du musst mich vergessen” mit nach Devon in England und lässt uns teilhaben am Leben von Carrie, einer Zwillingsmutter und Chirurgin, die nach der Verhaftung ihres ...

Rosie Walsh nimmt uns in ihrem Roman “Du musst mich vergessen” mit nach Devon in England und lässt uns teilhaben am Leben von Carrie, einer Zwillingsmutter und Chirurgin, die nach der Verhaftung ihres ersten Mannes in Thailand fast zerbrochen wäre. In zweiter Ehe hat sie Zwillinge, für die sie ihren Beruf aufgegeben hat und erlebt nun das ganz normale Chaos, das das Familienleben mit sich bringt. Durch Zufall erfährt sie, dass ihr erster Mann aus thailändischer Haft schon vor Jahren entlassen wurde, sich aber nicht bei ihr gemeldet hat. Diese Tatsache stürzt sie in einen Gewissenskonflikt, doch sie will Antworten.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Handlungen der Protagonistin sind für mich glaubhaft und nachvollziehbar. Die Gefühle und Emotionen hat die Autorin authentisch wiedergegeben, auch als es zu einer überraschenden Entwicklung kommt.
Carrie stellt sich ihrer Vergangenheit und weiß bald nicht mehr, wem sie glauben und vertrauen kann. Wer ist Gut und wer ist Böse. Alle Menschen in ihrem Umfeld wollen nur ihr Bestes, vergessen dabei aber, dass sie über ihren Kopf hinweg handeln und sie dadurch bevormunden und ihr die Möglichkeit nehmen, mit diesem Kapitel ihres Lebens abzuschließen. Ein Kapitel, das sie bisher nicht abschließend verarbeitet und ihre berufliche Tätigkeit beeinflusst hat.
Die Auflösung der Vorgänge in Thailand habe ich so nicht kommen sehen und hat der Geschichte eine unglaubliche Wendung gegeben; da ist der Autorin ein toller Twist gelungen.
Rosie Walsh hat mich mit diesem Roman von der ersten Seite an sehr gut unterhalten. Er ist sehr viel mehr als nur eine Liebesgeschichte, fast schon ein Krimi. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wollte ich doch wissen, wie die Geschichte endet.

Veröffentlicht am 27.10.2025

Toller Abschluss einer Familiensaga

Blankenese - Zwei Familien
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Michaele Grünig lässt uns im letzten Teil ihrer Blankenese-Trilogie – Zwei Familien – mit dem Titel “Zeitensturm” wieder teilhaben am Leben der Familien Casparius und Jacobsen. Die Geschichte beginnt im ...

Michaele Grünig lässt uns im letzten Teil ihrer Blankenese-Trilogie – Zwei Familien – mit dem Titel “Zeitensturm” wieder teilhaben am Leben der Familien Casparius und Jacobsen. Die Geschichte beginnt im Jahre 1968 und endet mit dem Epilog 1989.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Handlungen der Protagonisten sind stimmig und nachvollziehbar.

Der Autorin gelingt es vortrefflich, die drei Erzählstränge von Ulrike und Sabine Casparius einerseits und Kurt Jacobsen andererseits miteinander zu verbinden. Vor unseren Augen entstehen Bilder der sechziger und siebziger Jahre mit all ihren gesellschaftlichen Umbrüchen. Sehr gut herausgearbeitet sind die Konflikte zwischen den Generationen. Einerseits soll an der Tradition festgehalten werden, andererseits steht ein Aufbruch in die Moderne bevor, was zu inneren und äußeren Konflikten führt.

In diesem Roman wird die deutsche Gegenwartsgeschichte so unglaublich spannend geschildert, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Geschichte hat mich unglaublich berührt, wie in diesem Jahr keine andere.

Die Autorin zeichnet ein authentisches Bild der Gesellschaft. Die einen wollen Vergessen und wieder andere suchen Gerechtigkeit für geschehenes Unrecht. Das Erstarken der Studentenbewegung und die furchtbaren Geschehnisse um die RAF sind von der Autorin hervorragend recherchiert und wiedergegeben. Der Roman hat eine tolle Tiefe und ist absolut lesenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2025

Stella stellt sich ihrer Vergangenheit

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Beate Maly nimmt uns in ihrem Roman “Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung” mit nach Wien in das Jahr 1946 und lässt uns teilhaben am Leben der jüdischen Lehrerin Stella Herzig. Es handelt sich um den ...

Beate Maly nimmt uns in ihrem Roman “Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung” mit nach Wien in das Jahr 1946 und lässt uns teilhaben am Leben der jüdischen Lehrerin Stella Herzig. Es handelt sich um den ersten Band einer auf zwei Bände angelegten Reihe.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Handlungen der Protagonistin sind stimmig und nachvollziehbar.
Die Autorin hat mich von Anfang an abgeholt und ich bin ohne Probleme in die Geschichte eingestiegen, die mich – wie lange keine – sehr berührt hat.
Stella Herzig kehrt nach Ende des zweiten Weltkrieges aus ihrem Exil in London in das zerstörte Wien zurück, um beim Wiederaufbau mitzuhelfen. Sehr am Herzen liegen ihr ihre Schüler, für die sie sich eine bessere Zukunft wünscht. Leider muss sie feststellen, dass das nationalsozialistische Gedankengut nicht mit dem Kriegsende einfach verschwunden ist. Einige ihrer älteren Kollegen zeigen ganz offen ihren Antisemitismus und können mit ihrer Reformpädagogik nichts anfangen. Gut, dass sie im Direktor der Schule einen Fürsprecher findet und sich auf ihre Freundin verlassen kann.
Die Autorin schildet authentisch das Leben in der zerstörten Stadt und alle damit einhergehenden Einschränkungen. Fast jeder hat etwas verloren: Sei es einen geliebten Menschen, sein Zuhause oder einfach nur das Vertrauen in die Zukunft. Viele Menschen sind traumatisiert, sei es nach ihrer Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft oder auch durch Dinge, die sie während des Krieges vor Ort erlebt haben.

Veröffentlicht am 03.04.2023

Blankenese - Eine bewegende Familiengeschichte

Blankenese - Zwei Familien
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Michaela Grünig nimmt uns mit nach Blankenese und lässt uns teilhaben am Leben und Leiden der Familien Casparius und Hansen in den Jahren 1919 bis 1939. Ihr Schreibstil ist flüssig und es ist mir schwergefallen, ...

Michaela Grünig nimmt uns mit nach Blankenese und lässt uns teilhaben am Leben und Leiden der Familien Casparius und Hansen in den Jahren 1919 bis 1939. Ihr Schreibstil ist flüssig und es ist mir schwergefallen, dieses Buch aus der Hand zu legen.
Das Cover ist sehr schön und soll wohl die Villa der Familie Casparius und die Hauptprotagonisten John und Leni zeigen.
So verschieden wie die beiden Protagonisten ist auch ihr Leben. John, der vom Krieg gezeichnete und mit seiner Zukunft hardernde Reederssohn und Leni, die vor Lebensfreude sprudelnde Tochter einer Kapitänswitwe mit Schankwirtschaft. Als sie sich verlieben und gegen den Widerstand der Familien heiraten treffen Welten aufeinander. Was beide nicht wissen, ihre Familien sind durch ein Geheimnis verbunden, das sich erst nach und nach lüftet.
Bewegend wird geschildert, wie sich die Familien durch die Nachkriegszeit und die Inflation kämpfen und welche politischen Entscheidungen dazu führen, sich den Nationalsozialisten anzuschließen und dabei die jüdischen Teile der Familie ausser Acht zu lassen. Dabei gibt es natürlich nicht nur "die Guten" und "die Bösen " und es bleibt abzuwarten , wer sein Gewissen entdeckt.
Die Charaktere sind gut getroffen, so dass die beschriebenen Handlungen gut nachvollziehbar sind.
Es handelt sich um einen gut recherchierten Roman, der den Zeitgeist, die Moral und die Befindlichkeiten gut wiedergibt.
Ich freue mich schon auf das Erscheinen der Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2025

Irrungen und Wirrungen im Palais Heiligendamm

Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
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Michaela Grünig nimmt uns im ersten Teil ihrer Heiligendamm-Trilogie mit dem Titel "Ein neuer Anfang" mit in das gleichnamige Palais in Doberan in das Jahr 1912 und lässt uns teilhaben am Leben der Hotelierfamilie ...

Michaela Grünig nimmt uns im ersten Teil ihrer Heiligendamm-Trilogie mit dem Titel "Ein neuer Anfang" mit in das gleichnamige Palais in Doberan in das Jahr 1912 und lässt uns teilhaben am Leben der Hotelierfamilie Kuhlmann und ihrer Angestellten.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Handlungen der Protagonisten sind stimmig und für die Zeit nachvollziehbar.
Besonders berührt haben mich die emotionalen Schilderungen über das Leben zu dieser Zeit. Frauen waren hauptsächlich schmückendes Beiwerk und wer etwas anderes wollte, hatte es nicht leicht und stieß auf Unverständnis und Ablehnung.. Das Festhalten an alten Konventionen führte dazu, dass das Leben von Menschen zerstört wurde. Auch die Schilderungen vom Leben während des ersten Weltkrieges sind der Autorin gut gelungen. Die Erlebnisse in den Schützengräben und das Leiden der Zivilbevölkerung in den Städten verleihen dem Roman eine gute Tiefe.
Der Autorin ist ein stimmiger historischer Familienroman gelungen der mich von der ersten. bis zur letzten Zeile gut unterhalten hat.
Das Cover ist schön gestaltet; es zeigt eine junge Frau in zeitgemäßer Kleidung auf der Seebrücke in Heiligendamm.

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