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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein fantastischer Science Fiction Roman

Lyneham
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Im Roman „Lyneham“ begleiten wir den 12-jährigen Henry Meadows auf den fernen Mond Perm. Mit an Board des Raumschiffs sind auch seine Geschwister und sein Vater. Denn die Erde ist unbewohnbar. Nur seine ...

Im Roman „Lyneham“ begleiten wir den 12-jährigen Henry Meadows auf den fernen Mond Perm. Mit an Board des Raumschiffs sind auch seine Geschwister und sein Vater. Denn die Erde ist unbewohnbar. Nur seine Mutter ist nicht im gleichen Raumschiff. Als Henry auf Perm ankommt ist aber alles anders als geplant. Die Atmosphäre ist nicht umgewandelt worden und die Menschen müssen in Biomen wohnen. Diesen Beschränkungen wollten sie aber unbedingt entfliehen. Darüber hinaus erweisen sich die Lebewesen des Mondes als fremdartig und verursachen weitere Probleme.
„Lyneham“ ist ein fantastischer Science Fiction Roman. Die fremdartige Welt des Mondes Perm ist enorm gut ausgearbeitet. Wir erfahren zusammen mit den Charakteren, welchen Bedingungen Perm unterliegt und wie sich diese auf die fremden Lebewesen und die Menschen auswirken. Alles ist detailliert und faszinierend beschrieben.
Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen nicht zu kurz. Vor allem das Thema Elternschaft hat einen großen Stellenwert. Henrys Mutter stellt sich die Frage, wie sie am besten für ihre Kinder sorgen kann. Und wählt dabei einen Weg, der nicht der klassischen Mutterschaft entspricht. Damit werden durchaus auch gesellschaftskritische Fragestellungen angesprochen.
Der Schreibstil von Nils Westerboer hat mich direkt angesprochen. Wir erleben den Mond Perm direkt durch die Augen von Henry und seiner Mutter. Dadurch wird die Geschichte im Kopf lebendig. Ich bin durch den Roman auch auf die anderen Werke des Autors neugierig geworden.
Die Hörbuchfassung hat mich auch überzeugt. Die beiden Sprecher bringen die Geschichte gut rüber und haben sehr angenehme Stimmen.
Insgesamt kann ich „Lyneham“ allen Science Fiction Fans sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein modernes und spannendes Pferdebuch

Royal Horses (1). Kronenherz
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Greta will aus ihrem Leben fliehen. Zum Glück sind gerade Sommerferien und sie hat die Chance, ein Praktikum auf dem Gestüt der Royals zu machen. Bisher hatte sie zwar keine Berührungspunkte mit Pferden, ...

Greta will aus ihrem Leben fliehen. Zum Glück sind gerade Sommerferien und sie hat die Chance, ein Praktikum auf dem Gestüt der Royals zu machen. Bisher hatte sie zwar keine Berührungspunkte mit Pferden, lernt die empfindsamen Tiere aber bald zu schätzen. Auch die Bewohner des Gestüts wachsen ihr schnell ans Herz. Nur Edward scheint sie nicht zu mögen und gibt ihr einige Rätsel auf.
Jana Hoch hat hier wirklich ein tolles Buch für alle jungen Pferdeliebhaber geschrieben. Ich konnte mich zusammen mit Greta in die Tiere verlieben und in den Mitarbeitern des Gestüts echte Freunde finden. Der Schreibstil sorgt einfach dafür, dass das Gefühl entsteht, alles live mitzuerleben. Auch die Pferdeliebe wird mehr als deutlich. Die Geschichte ist spannend erzählt und es kommen einige Geheimnisse zu Tage.
Auch äußerlich kann das Buch mit einem wunderschön gestalteten Cover überzeugen. Die Ausgabe, die ich gelesen habe, hatte darüber hinaus noch einen passenden, eleganten Farbschnitt.
Wer ein modernes und spannendes Pferdebuch lesen möchte, ist bei Jana Hochs Kronenherz gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein lockerleichter Ausflug auf die Insel Amrum

Das Inselhaus
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Anne hat ihre Eltern durch einen Autounfall verloren. Zu ihrem Erbe gehört auch ein Haus auf der Insel Amrum. Sie erfährt aber auch, dass in dort eine Frau namens Emma Onken ein lebenslanges Wohnrecht ...

Anne hat ihre Eltern durch einen Autounfall verloren. Zu ihrem Erbe gehört auch ein Haus auf der Insel Amrum. Sie erfährt aber auch, dass in dort eine Frau namens Emma Onken ein lebenslanges Wohnrecht hat. Weder von dem Haus noch von Emma wusste Anne vor dem Tod ihrer Eltern. Um dieses Geheimnis aufzuklären, reist sie auf die Insel. Dort trifft sie auch auf den charmanten Ben, der ihr bereitwillig die Insel zeigt und sie damit für sich gewinnt.
Jette Hansen hat die kleine Insel auf eine wunderbare Art beschrieben. Das macht Lust, die Insel zu besuchen und die frische Meeresbrise in der Realität zu erleben. Der Schreibstil ist locker und wunderschön.
Anne und die Inselbewohner sind gut beschrieben und ihre Motive und Handlungen machen Sinn. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind interessant und sorgen für viel Spannung. Da dieses Buch der erste Band einer Trilogie ist, werden nicht alle Probleme gelöst. Das macht Lust auf die weitere Entwicklung der Geschichte.
„Das Inselhaus“ ist ein schöner und lockerleichter Liebesroman, der einen wunderschönen gedanklichen Ausflug auf die Insel Amrum bietet.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Eine realistische Liebesgeschichte ohne Happy End

Warum willst du jetzt schon gehen?
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„Warum willst du jetzt schon gehen?“ wirkt auf den ersten Blick wie viele Liebesromane für Jugendliche. Das Buch hat einen schönen hellblauen Einband mit kleinen Zeichnungen unserer Hauptprotagonisten. ...

„Warum willst du jetzt schon gehen?“ wirkt auf den ersten Blick wie viele Liebesromane für Jugendliche. Das Buch hat einen schönen hellblauen Einband mit kleinen Zeichnungen unserer Hauptprotagonisten. Aber schon der zweite Blick auf die Zeichnungen deutet an, dass es hier nicht um ein Happy-Ever-After geht. Wir treffen die Protagonistin Leni (kurz für Helene) daher auch in einer verzweifelten Situation. Sie denkt darüber nach, wie ihre Beziehung gescheitert ist.
Gestartet ist die Liebesgeschichte an Lenis ersten Tag im Künstlerinternat Schloss Sankt Zander. Sie liebt das Schreiben und möchte in der Zukunft eine Autorin für Liebesromane werden. Im Internat trifft sie den draufgängerischen Sänger Arthur. Aber die Liebesgeschichte zwischen Art und Leni ist kein Märchen. Sie ist nicht einfach nur schön. Aber sie ist auch nicht nur schrecklich. Gabriella Santos de Lima schafft es, eine Beziehung mit Höhen und Tiefen zu schaffen. Dadurch wird die Erzählung sehr realistisch.
Und gerade das realistische macht für mich den Charme dieses Buches aus. Im Laufe der Geschichte erkennt Leni, an welchen Stellen Art sie nicht gut behandelt. Und auch wenn sie auf ein Happy End wie in ihren Lieblingsbüchern hofft, schafft sie es doch, sich selbst an die erste Stelle zu setzen. Sie lernt ihre eigenen Grenzen zu spüren und zu verteidigen.
Neben dieser wunderbaren Botschaft gefiel mir auch der Schreibstil der Autorin. Dieser ist einfach zu lesen und gleichzeitig interessant. Dadurch konnte mich die Geschichte um Leni schnell in den Bann ziehen.
Eine besonders tolle Figur ist Lenis Schwester Mila. Sie ist ein interessanter Charakter und vertritt feministische Ideen. Dabei kommt sie persönlich gar nicht oft in der Geschichte vor. Aber man lernt sie als Lenis „innere Mila“ sehr gut kennen.
„Warum willst du jetzt schon gehen?“ kann ich nur allen Mädchen und jungen Frauen empfehlen. Leni zeigt, wie man in einer Beziehung für sich einstehen kann.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Eine gute Zusammenfassung der wichtigsten Probleme in der aktuellen Schullandschaft

Zehn Dinge, die ich an der Schule hasse
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Über das heutige Schulsystem wurden schon viele Dinge gesagt. Bob Blume fügt mit seinem Buch eine wichtige Insiderstimme hinzu. Der Lehrer beschreibt die aus seiner Sicht wichtigsten Probleme, die im aktuellen ...

Über das heutige Schulsystem wurden schon viele Dinge gesagt. Bob Blume fügt mit seinem Buch eine wichtige Insiderstimme hinzu. Der Lehrer beschreibt die aus seiner Sicht wichtigsten Probleme, die im aktuellen System auftreten. Dabei zeigt er auf, wie sie sichtbar werden, wie sie entstehen und wie sie sich auf alle beteiligten Personen auswirken.
Aber Bob Blume bleibt nicht bei einer reinen Beschreibung der Probleme. Er zeigt auch mögliche Lösungen auf. Diese Lösungen beziehen zum einen die Beteiligten innerhalb des Schulsystems mit ein. Aber auch die Gesellschaft wird in diesem Buch zum Handeln aufgefordert. Es sollte für uns alle wichtig sein, jungen Menschen eine gute und moderne Schulbildung zu gewährleisten.
Ich finde die Gedanken sehr treffend. Bob Blume schreibt verständlich und sinnvoll. Insgesamt kann ich das Buch allen empfehlen, die mehr über Möglichkeiten zur Verbesserung der Schule wissen wollen.

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