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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2025

Spannend durch viele Handlungsebenen

Mittsommer
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Die ist mein erster Roman der Autorin und sicherlich auch nicht mein letzter. Die Geschichte spielt an der Küste Englands, wo ein exklusives Luxushotel eröffnet werden soll. Doch aus der festlichen Stimmung ...

Die ist mein erster Roman der Autorin und sicherlich auch nicht mein letzter. Die Geschichte spielt an der Küste Englands, wo ein exklusives Luxushotel eröffnet werden soll. Doch aus der festlichen Stimmung wird bald eine düstere, klaustrophobische Atmosphäre. Alte Legenden der Dorfbewohner spielen da mit rein und ein Verbrechen aus der Vergangenheit.
Die Handlung wird aus der Perspektive mehrerer Protagonist:innen erzählt, deren Geschichten sich in verschiedenen Zeitebenen entfalten. Genau hierin liegt die große Stärke und gleichzeitig die größte Schwäche des Hörbuchs: Die vielschichtige Erzählweise sorgt für Spannung, überraschende Wendungen und ein allmählich wachsendes Gesamtbild. Allerdings kann gerade im Hörbuchformat der ständige Wechsel zwischen Figuren und Zeitsträngen verwirrend sein, vor allem zu Beginn. Es erfordert erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration, die Zuordnung der Perspektiven und Zeitebenen korrekt nachzuvollziehen.
Die Sprecher:innen des Hörbuchs machen ihre Sache sehr gut und geben den Figuren eigene Klangfarben, was die Orientierung erleichtert, dennoch blieb es für mich ohne visuelle Ankerpunkte (wie Kapitelüberschriften auf der Seite) eine Herausforderung.
Fazit: Mittsommer ist ein spannender, psychologisch raffinierter Thriller, der sich langsam entfaltet und mit einem intensiven Finale belohnt. Wer beim Hören komplexer Erzählstrukturen am Ball bleibt, wird mit einer packenden Geschichte belohnt, Neulinge oder eher nebenbei Hörende könnten allerdings schnell den Überblick verlieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2025

Für Leseanfänger, die die Eldrador Welt kennen und lieben

Eldrador Creatures: Lava gegen Eis
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"Lava gegen Eis" von Thilo ist ein Buch, das sich vorrangig an Leseanfänger richtet und genau das merkt man sofort: Die Seiten sind dominiert von großformatigen, actionreichen Illustrationen, während der ...

"Lava gegen Eis" von Thilo ist ein Buch, das sich vorrangig an Leseanfänger richtet und genau das merkt man sofort: Die Seiten sind dominiert von großformatigen, actionreichen Illustrationen, während der Textanteil sehr gering ist. Für Kinder, die gerade erst mit dem Lesen beginnen, ist das grundsätzlich eine gelungene Mischung, die motiviert und nicht überfordert.
Inhaltlich ist die Geschichte recht simpel: Zwei rivalisierende Welten Lava und Eis stehen sich gegenüber, doch am Ende siegt die Freundschaft und das Miteinander. Diese positive Botschaft ist kindgerecht und zeitlos. Dass es schwer ist, mit so wenigen Worten eine tiefere Handlung zu erzählen, wird hier deutlich. Die Erzählung bleibt sehr oberflächlich, was aber dem Zielpublikum geschuldet ist.
Ein Kritikpunkt ist die Wortwahl: Manche Begriffe sind für Leseanfänger unnötig kompliziert und wirken deplatziert im sonst einfachen Sprachstil. Eine durchgängig klare, einfache Sprache hätte das Buch noch zugänglicher gemacht.
Die Illustrationen sind ohne Frage das Highlight des Buches: farbenfroh, dynamisch und detailreich sie ziehen die jungen Leserinnen sofort in die fantastische Welt von Eldrador. Allerdings richtet sich das Buch damit fast ausschließlich an Fans der Schleich-Serie. Ohne Vorkenntnisse oder Interesse an dieser Spielwelt bleibt der Inhalt etwas blass.
Fazit:
Ein ansprechend gestaltetes Buch für sehr junge Leser
innen, ideal als Einstieg ins selbstständige Lesen. Die Geschichte ist einfach, aber mit einer positiven Botschaft. Wer jedoch keine Verbindung zur Eldrador-Spielwelt hat, wird vermutlich keinen bleibenden Eindruck mitnehmen. Für Schleich-Fans dagegen ein gelungener Einstieg ins Lesen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Ungemütlicher Protagonist im schönen Dresden

Der Kryptologe
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Der Roman "Der Kryptologe" ist der erste Band einer Krimireihe, der in der Stadt Dresden spielt. Der Plot und der Handlungsort haben mich auf den Roman neugierig gemacht.
Der Roman ist in kurzen Kapiteln ...

Der Roman "Der Kryptologe" ist der erste Band einer Krimireihe, der in der Stadt Dresden spielt. Der Plot und der Handlungsort haben mich auf den Roman neugierig gemacht.
Der Roman ist in kurzen Kapiteln aufgebaut, wobei die Sichtweise immer wieder wechselt. Zum einen wird aus der Sicht des Ermittlers, zum anderen aus Sicht des Täters die Geschichte vorangetrieben. Dadurch und dass die Geschichte straff erzählt wird, die Geschichte spielt an nur wenigen Tagen, ist der Spannungsbogen sehr hoch.
Der Protagonist, ein begnadeter Kryptologe, ist zwar fachlich brillant, aber menschlich eher unsympathisch, eine interessante Mischung, die mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits bewundere ich seine Fähigkeiten, andererseits fällt es mir schwer, eine emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen.
Die Handlung ist gut durchdacht und hält die Spannung aufrecht, auch wenn der Täter nicht sonderlich überraschend ist. Die Stärke des Buches liegt für mich weniger in der Auflösung des Falls, sondern vielmehr in der atmosphärischen Beschreibung Dresdens und der detaillierten Darstellung der kryptologischen Arbeit.
Insgesamt für mich ein guter Auftakt einer Reihe, die neugierig macht, wie sich der Protagonist weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Hintergründe zu den Orten der Weltliteratur

Schauplätze der Weltliteratur
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"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein beeindruckendes Werk, das die bedeutendsten literarischen Orte und deren Einfluss auf die Literaturgeschichte erkundet. John Sutherland führt den Leser auf eine ...

"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein beeindruckendes Werk, das die bedeutendsten literarischen Orte und deren Einfluss auf die Literaturgeschichte erkundet. John Sutherland führt den Leser auf eine spannende Reise durch verschiedene Schauplätze, die in der Weltliteratur eine zentrale Rolle spielen. Dabei verbindet er historische Hintergründe, kulturelle Kontexte und literarische Analysen, um die Bedeutung dieser Orte zu verdeutlichen.
Die einzelnen Texte sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Während manche Kapitel besonders spannend und mitreißend sind, wirken andere etwas langatmiger. Das macht das Buch zu einer vielseitigen Lektüre, die sowohl kurze, inspirierende Einblicke als auch ausführlichere Überlegungen bietet.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Vielfalt der behandelten Orte, von bekannten Metropolen wie Paris, London oder New York bis hin zu weniger bekannten, aber ebenso faszinierenden Schauplätzen. Der Autor zeigt, wie diese Orte die Handlung, die Charakterentwicklung und die Themen der jeweiligen Werke beeinflusst haben.
Besonders hervorzuheben sind die wunderschönen Illustrationen, die das Buch schmücken. Sie verleihen den Texten eine lebendige Atmosphäre.
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die bereits klassische Literatur kennen und lieben, aber auch neugierig sind, sich neu inspirieren zu lassen. Es ist eine tolle Möglichkeit, bekannte Werke aus einer neuen Perspektive zu entdecken und die faszinierenden Schauplätze hinter den Geschichten zu erkunden.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 29.11.2024

Ein Wintermärchen aus einer anderen Kultur

Die Winterschwestern
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Bei diesem Buch hat mich das Cover schon sehr angesprochen und versprach mir ein Wintermärchen. Das Buch wird für Selbstleser ab 9 Jahre oder zum Vorlesen empfohlen. Da ich selbst neugierig war, habe ich ...

Bei diesem Buch hat mich das Cover schon sehr angesprochen und versprach mir ein Wintermärchen. Das Buch wird für Selbstleser ab 9 Jahre oder zum Vorlesen empfohlen. Da ich selbst neugierig war, habe ich es meinen Kinder 7 Jahre und 11 Jahre vorgelesen. Das ist durchzogen von farbigen Illustrationen, die uns allen drei gut gefallen haben.
Das Buch spielt in hohen Norden bei den Wikingern. Die Menschen in der Siedlung und auch das Dorfleben wird aus Sicht des Jungen Alfred erzählt. Ich konnte mir das Leben dort sehr gut vorstellen. Alfred hat kein einfaches Leben, seine Eltern leben nicht mehr und er lebt ein wenig als Außenseiter bei seiner Oma und seinem Onkel. Grundthema ist die Sage von der großen und kleinen Winterschwester, diese bestimmen die Winter im Wikingerland. Die kleine Schwester ist verschwunden und die große Schwester wütend, was die Menschen spüren. Alfred will sich beweisen und die kleine Schwester finden und begibt sich auf ein Abenteuer.
Es ist ein Abenteuer-Märchenbuch für mich, mit einem Märchen welches mir völlig unbekannt war. Durch das Setting ist es für die kalte Jahreszeit perfekt. Meine Kinder und ich sind sehr gut in die Geschichte reingekommen, aber in der Mitte des Buches wurde es gerade für meine zwei Zuhörer etwas langatmig und meinen kleinen Zuhörer habe ich leider komplett verloren. Für ihn wurde manches zu kompliziert und auch zu mystisch. Die Handlung ging nur langsam voran, was zum Teil den langen Dialogen geschuldet war.
Ich fand die Geschichte sehr interessant, da es mal eine ganz andere Welt für mich war. Mein Sohn hat mehr Action erwartet und meiner Tochter wurde es zu fantastisch. Dennoch ist es ein schönes Märchenbuch, dass eine andere vergangene Welt zeigt und trotzdem auch sehr modern ist, es gibt z.B. eine Transperson. Das Buch ist einfach schön gestaltet und liest sich auch gut. Ich kann es als Familienbuch empfehlen, denn auch Erwachsene werde ihre Freude an der Geschichte haben.

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