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Veröffentlicht am 03.06.2025

Ungemütlicher Protagonist im schönen Dresden

Der Kryptologe
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Der Roman "Der Kryptologe" ist der erste Band einer Krimireihe, der in der Stadt Dresden spielt. Der Plot und der Handlungsort haben mich auf den Roman neugierig gemacht.
Der Roman ist in kurzen Kapiteln ...

Der Roman "Der Kryptologe" ist der erste Band einer Krimireihe, der in der Stadt Dresden spielt. Der Plot und der Handlungsort haben mich auf den Roman neugierig gemacht.
Der Roman ist in kurzen Kapiteln aufgebaut, wobei die Sichtweise immer wieder wechselt. Zum einen wird aus der Sicht des Ermittlers, zum anderen aus Sicht des Täters die Geschichte vorangetrieben. Dadurch und dass die Geschichte straff erzählt wird, die Geschichte spielt an nur wenigen Tagen, ist der Spannungsbogen sehr hoch.
Der Protagonist, ein begnadeter Kryptologe, ist zwar fachlich brillant, aber menschlich eher unsympathisch, eine interessante Mischung, die mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits bewundere ich seine Fähigkeiten, andererseits fällt es mir schwer, eine emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen.
Die Handlung ist gut durchdacht und hält die Spannung aufrecht, auch wenn der Täter nicht sonderlich überraschend ist. Die Stärke des Buches liegt für mich weniger in der Auflösung des Falls, sondern vielmehr in der atmosphärischen Beschreibung Dresdens und der detaillierten Darstellung der kryptologischen Arbeit.
Insgesamt für mich ein guter Auftakt einer Reihe, die neugierig macht, wie sich der Protagonist weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Hintergründe zu den Orten der Weltliteratur

Schauplätze der Weltliteratur
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"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein beeindruckendes Werk, das die bedeutendsten literarischen Orte und deren Einfluss auf die Literaturgeschichte erkundet. John Sutherland führt den Leser auf eine ...

"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein beeindruckendes Werk, das die bedeutendsten literarischen Orte und deren Einfluss auf die Literaturgeschichte erkundet. John Sutherland führt den Leser auf eine spannende Reise durch verschiedene Schauplätze, die in der Weltliteratur eine zentrale Rolle spielen. Dabei verbindet er historische Hintergründe, kulturelle Kontexte und literarische Analysen, um die Bedeutung dieser Orte zu verdeutlichen.
Die einzelnen Texte sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Während manche Kapitel besonders spannend und mitreißend sind, wirken andere etwas langatmiger. Das macht das Buch zu einer vielseitigen Lektüre, die sowohl kurze, inspirierende Einblicke als auch ausführlichere Überlegungen bietet.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Vielfalt der behandelten Orte, von bekannten Metropolen wie Paris, London oder New York bis hin zu weniger bekannten, aber ebenso faszinierenden Schauplätzen. Der Autor zeigt, wie diese Orte die Handlung, die Charakterentwicklung und die Themen der jeweiligen Werke beeinflusst haben.
Besonders hervorzuheben sind die wunderschönen Illustrationen, die das Buch schmücken. Sie verleihen den Texten eine lebendige Atmosphäre.
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die bereits klassische Literatur kennen und lieben, aber auch neugierig sind, sich neu inspirieren zu lassen. Es ist eine tolle Möglichkeit, bekannte Werke aus einer neuen Perspektive zu entdecken und die faszinierenden Schauplätze hinter den Geschichten zu erkunden.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Ein Wintermärchen aus einer anderen Kultur

Die Winterschwestern
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Bei diesem Buch hat mich das Cover schon sehr angesprochen und versprach mir ein Wintermärchen. Das Buch wird für Selbstleser ab 9 Jahre oder zum Vorlesen empfohlen. Da ich selbst neugierig war, habe ich ...

Bei diesem Buch hat mich das Cover schon sehr angesprochen und versprach mir ein Wintermärchen. Das Buch wird für Selbstleser ab 9 Jahre oder zum Vorlesen empfohlen. Da ich selbst neugierig war, habe ich es meinen Kinder 7 Jahre und 11 Jahre vorgelesen. Das ist durchzogen von farbigen Illustrationen, die uns allen drei gut gefallen haben.
Das Buch spielt in hohen Norden bei den Wikingern. Die Menschen in der Siedlung und auch das Dorfleben wird aus Sicht des Jungen Alfred erzählt. Ich konnte mir das Leben dort sehr gut vorstellen. Alfred hat kein einfaches Leben, seine Eltern leben nicht mehr und er lebt ein wenig als Außenseiter bei seiner Oma und seinem Onkel. Grundthema ist die Sage von der großen und kleinen Winterschwester, diese bestimmen die Winter im Wikingerland. Die kleine Schwester ist verschwunden und die große Schwester wütend, was die Menschen spüren. Alfred will sich beweisen und die kleine Schwester finden und begibt sich auf ein Abenteuer.
Es ist ein Abenteuer-Märchenbuch für mich, mit einem Märchen welches mir völlig unbekannt war. Durch das Setting ist es für die kalte Jahreszeit perfekt. Meine Kinder und ich sind sehr gut in die Geschichte reingekommen, aber in der Mitte des Buches wurde es gerade für meine zwei Zuhörer etwas langatmig und meinen kleinen Zuhörer habe ich leider komplett verloren. Für ihn wurde manches zu kompliziert und auch zu mystisch. Die Handlung ging nur langsam voran, was zum Teil den langen Dialogen geschuldet war.
Ich fand die Geschichte sehr interessant, da es mal eine ganz andere Welt für mich war. Mein Sohn hat mehr Action erwartet und meiner Tochter wurde es zu fantastisch. Dennoch ist es ein schönes Märchenbuch, dass eine andere vergangene Welt zeigt und trotzdem auch sehr modern ist, es gibt z.B. eine Transperson. Das Buch ist einfach schön gestaltet und liest sich auch gut. Ich kann es als Familienbuch empfehlen, denn auch Erwachsene werde ihre Freude an der Geschichte haben.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Viele überraschende Wendungen

Der Nachtschattenmann: Thriller
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Das ist bereits der 9. Band der Reihe um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Da die Fälle abgeschlossen sind, muss man nicht unbedingt alle Bücher in der Reihenfolge lesen, aber da die Hauptcharaktere ...

Das ist bereits der 9. Band der Reihe um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Da die Fälle abgeschlossen sind, muss man nicht unbedingt alle Bücher in der Reihenfolge lesen, aber da die Hauptcharaktere auch eine private Entwicklung durchmachen, ist es empfehlenswert, jetzt nicht unbedingt mit diesem Band anzufangen.
Julia Schwarz ist die Leiterin des Rechtmedizinischen Instituts. Sie hasst Büroarbeit und geht lieber mit ihrer Kollegin Lenja auf Verbrecherjagd. Was auch kein Problem ist, da ihr Freund und Vater ihres Kindes, Florian Kessler, Kriminalkommissar ist und sie direkt zu den Tatorten bestellt. So auch diesmal, eine junge Frau wird tot vor einer Tanzschule gefunden. Sie kann erst nicht identifiziert werden, bis es zu einer unglaublichen Entdeckung kommt.
Der Plot ist sehr gut gelungen, vor allem mit dem Einstieg aus der Sicht eines Opfers. Das Opfer begleitet man im Roman immer wieder, was den Spannungsbogen steigern lässt. Schnell gibt es Verdächtige, aber wer war es? Die Vielzahl an Verdächtigen und die immer wieder überraschenden Wendungen machen den Roman für mich zu einem sehr spannenden Thriller, bei dem ich die ganze Zeit miträtseln konnte. Der Schreibstil liest sich gut und schnell. Die Handlungsorte werden gut beschrieben und auch die Charaktere, so dass ich mich gut in den Roman versetzen konnte.
Eine kleine Kritik zur Weiterentwicklung der Hauptcharaktere. Florian tritt bei diesem Roman sehr in den Hintergrund. Das Florian und Julia ein Kind zusammen haben, merkt man kaum, weder was ihre Beziehung zueinander angeht, noch beruflich gibt es Veränderungen. Sie parken das Kind einfach 24/7 bei den Großeltern. Das ist doch bei den meisten berufstätigen Eltern eher unrealistisch. Ich frage mich dann einfach, warum wurde das Kind in die eingeführt, wenn es doch keine Rolle spielt. Vielleicht im nächsten Teil.
Insgesamt hat mich der Roman insbesondere bei der Kriminalgeschichte sehr gut unterhalten. Der Fall war sehr spannend und abwechslungsreich. Die Charakterentwicklung der Protagonisten fand ich etwas wenig.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Zwei spannende gegensätzliche Welten

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
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Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Aaron und Alex, diese werden als 13-Jährige aufgeteilt in "Gewollte", "Notwendige" und "Ungewollte". Diese Einteilung bestimmt ihren zukünftigen Lebensweg. Die Zwillinge ...

Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Aaron und Alex, diese werden als 13-Jährige aufgeteilt in "Gewollte", "Notwendige" und "Ungewollte". Diese Einteilung bestimmt ihren zukünftigen Lebensweg. Die Zwillinge werden getrennt, denn Aaron ist ein „Gewollter“ und Alex ein „Ungewollter“. „Ungewollte“ müssen ihre Welt Quill verlassen. Alex glaubt sein Leben ist damit vorbei, aber nein er kommt nach Artimé, eine geheime Welt wo seine Kreativität ausleben kann. Denn Kunst und Kreativität erzeugt dort Magie.
Die Autorin hat also zwei völlig unterschiedliche Welten erschaffen. Die Diktatur Quill und die geheime magische Welt Artimé. Durch die Zwillinge bekommt man einen guten Einblick in beide Welten, obwohl natürlich Artimé dabei viel mehr punkten kann, schon allein durch die wunderbaren Beschreibungen der Magie. Quill dagegen ist sehr hart, die Angst und der Tod durch Fehlverhalten ist zum Teil drastisch beschrieben für ein Kinderbuch.
Das Buch ist der Band einer Reihe. Als Einstieg ist die Geschichte sehr gut gelungen. Ich hoffe, dass es insgesamt mehr Hintergrundinformationen in den Folgebänden vor allem zu der Gesellschaft der Quill gibt, da ich da gerne mehr Informationen hätte, wie es eigentlich so weit kommen konnte.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen, ich mochte die 2 Teilung der Welt und auch die Schule der Magie ist sehr gut beschrieben. Der Autorin gelingt es sehr gut, die Handlungsorte so gut zu beschreiben, dass ich mir die Welten gut vorstellen konnte. Quill rückt dabei insgesamt aber ein wenig in den Hintergrund. Junge Leser werden sich gut unterhalten fühlen, da es einige Abenteuer zu bestehen gibt und es keine wirklich langatmigen Passagen gibt. Für mich als ältere Leserin war mir die gut/böse Zeichnung etwas zu einfach.

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