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Veröffentlicht am 13.06.2025

Familiengeschichte, aber

Der Junge aus dem Meer
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... mal anders. "Der Junge aus dem Meer" erzählt die Geschichte einer Familie und eines ganzen Dorfes, deren Dynamik durcheinandergebracht wird durch ein Findelkind - das buchstäblich aus dem Meer gefischt ...

... mal anders. "Der Junge aus dem Meer" erzählt die Geschichte einer Familie und eines ganzen Dorfes, deren Dynamik durcheinandergebracht wird durch ein Findelkind - das buchstäblich aus dem Meer gefischt wird.
Dabei hat man die angenehm ruhige, ja unaufgeregte, Erzählweise, die man oft bei irischen Romane findet und wo große Dramen zwischen den Zeilen stattfinden.
Wer z.B. gerne die Geschichten von Claire Keegan mag und sich schon öfter gewünscht hat, dass sie ein paar Seiten mehr schreibt, der findet hier einen passenden Roman.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es zwischendrin ein paar Längen gab, weil sich manche Konflikte regelrecht periodisch wiederholen. Allerdings ist das bei Kindern, später Teenagern, später jungen Erwachsenen ja auch irgendwie zu erwarten und passt zur Gesamterzählung.
Ich würde das Buch bei 4 von 5 Sternen sehen.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Ungewöhnlich in Thematik und Stil

Shark Heart
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"Shark Heart" ist sowohl vom Thema als auch von der Art, wie es geschrieben ist, ein absolut ungewöhnliches Buch.
Ich würde es schon fast als Dystopie klassifizieren, da es in dieser Welt anscheinend oft ...

"Shark Heart" ist sowohl vom Thema als auch von der Art, wie es geschrieben ist, ein absolut ungewöhnliches Buch.
Ich würde es schon fast als Dystopie klassifizieren, da es in dieser Welt anscheinend oft vorkommt, dass Menschen in die verschiedensten wilden Tiere mutieren. Ein grausames Schicksal sowohl für die Bedroffenen, als auch für alle, die ihnen nahestehen und sie ggf. dabei pflegen müssen; so wie es Wren ergeht, die ihren frisch angetrauten Ehemann Lewis an das Dasein als weißen Hai verliert. Hierbei kann man viele philosophische Gedanken der beiden nachverfolgen, was das Ganze noch tragischer macht. Man fühlt sich richtiggehend mitbetroffen.
Besonders interessant macht das Ganze der Schreibstil, der zwischen Theaterstück und Prosa schwankt und dabei das Beste beider Welten mischt.
Hier fand ich es nur schade, dass das Buch in einen ersten und zweiten Teil geteilt wurde, was für mich ein ziemlicher Bruch beim Lesen war. Der experimentelle Erzählstil hätte es für mich erlaubt, dass man die beiden Teile enger miteinander verknüpft und die Erzählstränge stärker durchmischt.
Aber sonst ein literarisches Vergnügen für alle, die sich auf das Besondere einlassen können.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Perfekt für den Sommerurlaub

The Island - Auf der Flucht
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"The Island" ist ein Thriller, der zu jedem Sommerurlaub passt. Der Handlungsort in einem Luxusresort auf einer Karibikinsel lädt sowohl auf Balkonien zum Träumen ein, wertet aber auch jede Strandtasche ...

"The Island" ist ein Thriller, der zu jedem Sommerurlaub passt. Der Handlungsort in einem Luxusresort auf einer Karibikinsel lädt sowohl auf Balkonien zum Träumen ein, wertet aber auch jede Strandtasche an jedem Ort auf.
Was ich besonders mochte, war das hintergründige Grauen, mit dem gearbeitet wurde. Es ist alles eigentlich viel zu schön, um wahr zu sein, aber es gibt Misstöne im Unterbewusstsein, die auf schlimme Dinge hindeuten. Man hechelt also nicht von einer Actionszene zur nächsten, sondern entspannt, aber in falscher Sicherheit mit Gänsehaut. Genauso wie es ja auch das sommerliche Cover verspricht, bei dem man erst später die dezenten Blutspritzer wahrnimmt.
Zum Wegträumen ist es also ein richtig gutes Buch, wobei man als klitzekleinen Kritikpunkt natürlich dazusagen muss, dass die Geschichte nicht sonderlich realitätsnahe ist. Aber da man Thriller in den seltensten Fällen wegen ihrer Wahrheitsliebe liest, ist das zu verschmerzen ;D

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Interessantes Konzept

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern
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"Muffin und Tört" feiern mit diesem Band ihren ersten Auftritt - und es werden hoffentlich weitere Bände folgen.
Selber bin ich kein Comicleser, finde es aber sehr interessant, wie in diesem Buch Lesetext ...

"Muffin und Tört" feiern mit diesem Band ihren ersten Auftritt - und es werden hoffentlich weitere Bände folgen.
Selber bin ich kein Comicleser, finde es aber sehr interessant, wie in diesem Buch Lesetext und Bilder gemischt werden. Es ist comicähnlich, aber nicht nur. Dadurch können vermutlich auch Lesemuffel langsam an "richtige" Bücher gewöhnt werden. Und schon deutlich früher, denn diese Reihe hier ist empfohlen ab 7, während als Vergleich z.B. Gregs Tagebuch, das auch Comicelemente enthält erst ab 10 Jahren empfohlen wird. Was dann vielleicht ein bisschen spät ist, um Kinder zum Lesen zu bringen.
Außerdem sind die Hauptfiguren ein Kater und ein lebendig gewordener Cupcake, der an ein Häschen erinnert, weswegen das Buch für Jungs und Mädchen interessant ist. Auch wenn das Wikingerthema vermutlich erstmal eher Jungs anspricht, aber das kann sich in Zukunft ja noch mehr mischen.
Kleiner Kritikpunkt ist, dass es halt ein Fantasybuch ist, in dem neben einem Zauberer auch Trolle vorkommen, was jetzt vielleicht nicht für jedes Kind interessant ist.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Komisches Cover, gutes Buch

Russische Spezialitäten
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Dieses Buch ist wahrscheinlich keins, das man sich wegen des Covers kaufen würde ... (obwohl es zum Inhalt passt, die Fische haben ihre eigene Rolle)

Allerdings ist die Geschichte nah am Puls der Zeit ...

Dieses Buch ist wahrscheinlich keins, das man sich wegen des Covers kaufen würde ... (obwohl es zum Inhalt passt, die Fische haben ihre eigene Rolle)

Allerdings ist die Geschichte nah am Puls der Zeit und aus einer sehr spannenden Perspektive geschrieben:
Der Erzähler ist ein junger Mann, der zwar in der Ukraine geboren wurde, aber in Deutschland aufgewachsen ist. Seine Mutter ist in Russland geboren, aber in der Ukraine aufgewachsen. Während des Krieges hält die Mutter zu Russland, der Sohn zur Ukraine - was macht das mit einer Familie?
Ein Thema mit viel Konfliktpotential, aber auch mit viel Fingerspitzengefühl und Humor erzählt. Wobei man sagen muss (und deswegen war es für mich kein 5 Sterne Buch), dass der Humor durchaus gewöhnungsbedürftig war. Hier kommen wieder die Fische ins Spiel: diese gehören nämlich zu den russischen Spezialitäten und dienen in der Kühltheke als Gesprächspartner für unseren Erzähler. Ein erzählerisches Mätzchen, das meinem Geschmack nicht entsprochen hat. Der Rest ist aber ein durchaus empfehlenswerter Denkanstoß für alle, die gerne gesellschaftskritische, zeitgenößische Romane mögen.

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