Cover-Bild Die Kathedrale des Lichts
(9)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 26.01.2018
  • ISBN: 9783732549900
  • Empfohlenes Alter: bis 99 Jahre
Ruben Laurin

Die Kathedrale des Lichts

Historischer Roman
Eine Kathedrale, die zum Himmel wächst. Ein Steinmetz, der seiner Bestimmung folgt. Und eine Liebe, die nicht sein darf.

Anno 1215. Dem Waisenjungen Moritz widerfährt großes Leid. Nur, wenn er Skulpturen aus dem Stein haut, vergisst er alle Schmerzen. Jahre später erkennt ein reisender Baumeister Moritz' Talent und nimmt ihn mit nach Magdeburg, wo eine Kathedrale gebaut wird. Rasch macht sich Moritz einen Namen unter den Steinmetzen. Doch nicht jeder auf der riesigen Baustelle bewundert den jungen Künstler. Vor allem Gotthart, ein bekannter Bildhauer, neidet Moritz den Erfolg. Als Moritz sich ausgerechnet in die Frau verliebt, um die auch Gotthart wirbt, verfolgt dieser nur noch ein Ziel: die Vernichtung seines Rivalen, um jeden Preis.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2018

spannend und informativ

0

„Die Kathedrale des Lichts“ spielt im 13.ten Jahrhundert. Den Hauptdarsteller Moritz begleitet der Leser auf seinem teils steinigen Weg angefangen vom kleinen Waisenjungen über eine harte Zeit der Sklaverei ...

„Die Kathedrale des Lichts“ spielt im 13.ten Jahrhundert. Den Hauptdarsteller Moritz begleitet der Leser auf seinem teils steinigen Weg angefangen vom kleinen Waisenjungen über eine harte Zeit der Sklaverei bis hin nach seinen Anfängen in Magdeburg wo er beim Bau der Kathedrale seine berufliche Bestimmung findet und die Liebe seines Lebens.

Gefallen hat mir, dass ich immer das Gefühl hatte, hier wurde tatsächlich recherchiert und versucht, das Leben und die Historie der damaligen Zeit so gut wie möglich abzubilden, wobei natürlich vieles für uns im Dunkeln bleibt und gerade die Sprache und die Denkweise der Leute auch der Phantasie des Autors entspringen und für den Leser der Gegenwart lesbar sein muss. Außerdem sind seine Protagonisten facettenreich und nicht einfach schwarz oder weiß.

Weniger gefallen haben mir teilweise die schwülstigen Beschreibungen. Dies sind zum einen körperliche Merkmale, aber auch Handlungen und Gedanken der Darsteller, die manches Mal deftig ausfallen oder mit Adjektiven und Metaphern gleichgesetzt werden, die ich unpassend oder sprachlich anstrengend fand. So etwas ist natürlich immer Geschmackssache und im Großen und Ganzen ließ sich das Buch einfach lesen und entwickelt eine große Spannung.

Als Fan historischer Romane dachte ich bei Kathedralenbau natürlich an große Vorbilder wie Ken Follett. Da gibt es durchaus Ähnlichkeiten in Dramaturgie und Ablauf. An meine Lieblinge wie Rebecca Gablé kommt Ruben Laurin nicht ganz heran. Dennoch 4 Sterne für diesen historischen Roman

Veröffentlicht am 30.04.2022

Spannung lässt lange auf sich warten

0

Im Jahre 1215 wird der Waisenjunge Moritz mit nach Magdeburg genommen, als talentierter Steinmetz macht er sich schnell bekannt.
Doch nicht jeder gönnt ihm dem Erfolg und er macht sich nicht nur wichtige ...

Im Jahre 1215 wird der Waisenjunge Moritz mit nach Magdeburg genommen, als talentierter Steinmetz macht er sich schnell bekannt.
Doch nicht jeder gönnt ihm dem Erfolg und er macht sich nicht nur wichtige kirchliche Persönlichkeiten zur Freunden, sondern trifft auch auf Feinde die ihm um jeden Preis vernichten wollen.

Der Bau einer Kathedrale als Mittelpunkt in einem
historischen Roman mag einigen Lesern bekannt sein.
Der Magdeburger Dom steht auch heute noch.

Ich lese gerne historische Romane, aber dieser hier konnte mich nicht wirklich fesseln. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, aber der Roman wird hat mich erst ab der Hälfte des Buches gepackt. Da wurde die Geschichte von Moritz und Helena doch spannend. Für mich waren das zu viele Seiten ohne Spannung. Auch der Wechsel der Erzählperspektiven konnte da nicht helfen.
Mit den Charakteren wurde ich einfach nicht warm.

Der Roman wirkt gut recherchiert, der Bau wirkt stimmig und man bekommt tiefe Einblicke in die damalige Arbeitsweise.

Kein Buch für mich.

Ich habe das Buch im Rahmen von NetGalley bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2020

Etwas seichte Liebelei vor schöner historischer Kulisse - trotzdem gute Unterhaltung

0

Einen kurzen Blick auf das Geschehen kann der interessierte Leser hier auf der Buchseite werfen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

Zeitlich gesehen umfasst das Buch eine große Zeitspanne ...

Einen kurzen Blick auf das Geschehen kann der interessierte Leser hier auf der Buchseite werfen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

Zeitlich gesehen umfasst das Buch eine große Zeitspanne - nämlich das 3. Jahrhundert bis zum 13. Jahrhundert. Im dritten Jahrhundert spielen aber nur wenige Kapitel und bilden damit eine gekonnte Basis für Ereignisse in späterer Zeit.

Der wesentliche Teil des Geschehens befasst sich mit dem Bau des Magdeburger Doms. Eingebettet in die Schilderung der Baufortschritte wurde eine schöne, aber etwas seichte Liebesgeschichte. Gelegentlich habe ich ein paar deutliche Längen bemerkt, insbesondere hat sich der Autor gelegentlich etwas zu sehr in Baudetails verlaufen.

Das Buch kann gut unterhalten und punktet mit diversen, gekonnt gesetzten Spannungsspitzen. Die Figuren sind recht gut gezeichnet, wenngleich nicht immer ohne Klischees zu bedienen. Historische Persönlichkeiten sind gut eingepasst und geben dem Buch seinen historischen Rahmen.

Vorbildlich: Das vorangestellte Personenverzeichnis mit Erläuterung der "historischen" Persönlichkeiten zur Unterscheidung der fiktiven Figuren und das Glossar am Schluss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2018

Rezension zu „Die Kathedrale des Lichts“ von Ruben Laurin

0

Ruben Laurin ist das Pseudonym von Thomas Ziebula. In „Die Kathedrale des Lichts“ entführt uns der Autor in die Zeit des Magdeburger Dombaus. Erschienen ist der Roman im Januar 2018 bei Bastei Lübbe.

Magdeburg, ...

Ruben Laurin ist das Pseudonym von Thomas Ziebula. In „Die Kathedrale des Lichts“ entführt uns der Autor in die Zeit des Magdeburger Dombaus. Erschienen ist der Roman im Januar 2018 bei Bastei Lübbe.

Magdeburg, 1215: Meister Bohnsack, ein bekannter Baumeister zu seiner Zeit, wird nach Magdeburg gerufen, um am neuen Magdeburger Dom mitzuarbeiten. Zusammen mit seiner Bauhütte macht er sich aus Maulbronn auf dem Weg. Hier begegnen sie dem Wenden Moritz, der in seiner Kindheit schon harte Schicksalsschläge ertragen musste. Meister Bohnsack erkennt sein Talent als Bildhauer und nimmt ihn kurzerhand mit. Beim Bau des Doms kann Moritz auch weitere wichtige kirchliche Persönlichkeiten für seine Bildhauerei begeistern. Doch nicht jedem gefällt der Erfolg des Wenden und so schafft er sich auch einige Feinde.

Wieder einmal ein historischer Roman, in dem es um den Bau einer Kathedrale geht. Manchen mag dieser Umstand noch aus „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett bekannt sein. Dieser historische Roman ist allerdings bei weitem nicht so lang geraten und es geht diesmal um eine echte Kathedrale, die auch heute noch steht – der Magdeburger Dom.
Der Schreibstil war weitestgehend gut und flüssig zu lesen. Dieser war nicht zu ausschweifend, aber dennoch konnte man sich alles gut vorstellen. Leider konnte mich die Geschichte an sich nicht so ganz fesseln. Teilweise habe ich mich dabei erwischt, wie ich quergelesen habe und es hat seine Zeit gedauert bis ich mit den Personen warm geworden bin. Etwa ab der Mitte des Buches hat mich das Schicksal von Moritz und Hannah aber doch gepackt und ich wollte unbedingt wissen, wie es für die beiden ausgeht.
Wie aus dem vorherigen Abschnitt schon deutlich wird, hatte ich lange Zeit eine gewisse Distanz zu den Personen im Buch. Ich konnte mich irgendwie nicht so wirklich mit Hannah und Moritz identifizieren. Der arme Wende mit dem schweren Schicksal, der bei Vollmond in Raserei verfällt, war mir ein bisschen zu viel des Guten und dann kommt noch eine Verrückte in Magdeburg dazu. Und Helena mit ihrem Nachdenken darüber, ob sie denn nun verliebt ist oder nicht und wen sie denn nun heiraten soll, ging mir auch lange Zeit auf die Nerven. Irgendwie haben die beiden es aber im Laufe des Buches doch noch geschafft, mich zumindest in gewisser Weise für sich einzunehmen.
In seinem Roman hat Ruben Laurin viele interessante Fakten zur Planung und zum Bau der Kathedrale eingearbeitet. Wir erfahren, wie es als Baumeister war, die Geldgeber von seinen Plänen zu überzeugen oder auch wie Skulpturen geplant und anschließend in Stein gehauen wurden. Der zeitliche Rahmen der verschiedenen Bauplanänderungen stimmt nicht immer mit den historischen Fakten überein, aber ich denke man erhält dennoch einen guten Einblick wie es auf so einer großen Baustelle zugegangen ist.
Wirklich viele gesicherte Fakten zu den historischen Personen im Buch gibt es leider nicht, so dass es sich hierbei eher um einen fiktiven Roman mit einem historischen Grundgerüst handelt. In seinem Nachwort geht der Autor auf Fiktion und Wahrheit ein und erzählt auch ein wenig davon, wie er auf die Idee zu dieser Geschichte gekommen ist. Leider gibt es bei dem wenigen das historisch bekannt ist auch noch Abweichungen von der zeitlichen Abfolge aus dramaturgischen Gründen. Wer mich kennt, weiß, dass ich davon nicht wirklich ein Fan bin. Hier fällt es nicht ganz so sehr ins Gewicht, da eh vieles eher fiktiv ist. Der Autor konnte darüber hinaus seine Spekulationen gut und schlüssig verpacken.

Fazit: Ein historischer Roman mit geschichtlichem Grundgerüst, das dem Autor viel Freiheit bei der Gestaltung lässt. Abzüge in der B-Note gibt es für zeitliche Abweichungen von historischen Fakten aus dramaturgischen Gründen. Empfehlenswert ist der Roman für Leser, die sich sehr für Baukunst interessieren. Auch Freunde von Liebesgeschichten in historischen Romanen kommen in diesem Buch auf ihre Kosten.