Cover-Bild Wie man Wunder wachsen lässt
15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER KJB
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 22.02.2018
  • ISBN: 9783737340960
  • Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Tae Keller

Wie man Wunder wachsen lässt

Susanne Hornfeck (Übersetzer)

Jeder Tag kann ein Wunder in sich bergen

Die elfjährige Natalie sehnt sich zurück nach der Zeit, als in ihrer Familie noch alles gut war. Als ihre Mutter noch fröhlich war und sich nicht im verdunkelten Schlafzimmer verkroch. Eigentlich braucht es ein richtiges Wunder. Zum Glück hat Natalie ihre beste Freundin Twig, die es immer wieder schafft, einen grauen Tag in Sonnenschein zu tauchen. Als in der Schule ein Forschungswettbewerb stattfindet, haben die beiden Mädchen eine Idee: Von dem Preisgeld möchte Natalie eine Reise mit ihrer Mutter unternehmen. Wenn sie ihr nur zeigen könnte, welche Wunder es auf der Welt gibt, würde ihre Mutter wieder wie früher. Voller Hoffnung, Tatendrang und verrückter Ideen hecken die beiden Freundinnen einen Plan aus.

Ein warmherziger Roman über Hoffnung, Freundschaft und die kleinen und großen Wunder des Lebens, der noch lange nachklingt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2018

eine liebevolle Geschichte über ein ernstes Thema, das mehr Gehör verdient

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Zitate:

"Wie kann ich die Antwort kennen, wenn ich nicht mal die Frage weiß?" Seite 17

"Es ist das Schlimmste, wenn man mit ansehen muss, wie ein Lächeln verblasst." Seite 35

"Manchmal erweist sich ...

Zitate:

"Wie kann ich die Antwort kennen, wenn ich nicht mal die Frage weiß?" Seite 17

"Es ist das Schlimmste, wenn man mit ansehen muss, wie ein Lächeln verblasst." Seite 35

"Manchmal erweist sich das Wissen, dass eines Tages alles gut wird, als die wahre Stärke, man braucht dann nur noch zu warten, bis es soweit ist und die Sonne wieder scheint." Seite 99


Meinung:

Auf den ersten Blick könnte Natalie eigentlich eine schöne Kindheit haben. Sie hat ihre beste Freundin Twig, die ihr in allen Lebenslagen zur Seite steht und einen Vater, der sich liebevoll um sie kümmert.
Doch leider ist da auch noch ihre Mutter, die sich seit einiger Zeit in ihrem Zimmer einsperrt und niemanden an sich ran lässt. Das ist natürlich nicht einfach für Natalie und so reift in ihr nach und nach ein Plan, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten.
Aber kann ein 11-jähriges Mädchen es wirklich mit einer Depression aufnehmen? Und wie wird gleich nochmal aus einer "Operation Ei", eine "Operation Orchedie"? Ihr wisst es nicht? Tja, dann hilft nur "Lesen" :)

Gegliedert wie ein Tagebuch, wird die Geschichte aus Natalies Perspektive erzählt. Die Autorin nutzt dafür einen jungen Schreibstil, der flüssig, witzig, sehr liebevoll - und somit sehr angenehm zu lesen ist.
Dieser Stil ist es es auch, der Natalie für uns Leser perfekt zum Leben erweckt, ich empfinde sie jedenfalls sehr authentisch. Durch den Kontrast ihrer sympathischen und witzigen Schlagfertigkeit im Umgang mit ihren Freunden gegenüber der Trauer um ihre Mutter und der damit verbundenen Hilflosig- und Einsamkeit, kann man als Leser eigentlich gar nicht anders, als sie bedenkenlos ins Herz zu schließen. Ok, ab und an ist sie natürlich auch mal etwas trotzig, aber welcher Elfjährige wäre das -zumal unter diesen Umständen- nicht? ;)
Dafür würde ich ihren Vater gerne ab und an schütteln, denn seinem Kind immer nur zu sagen, dass es Geduld haben und Mama in Ruhe lassen soll, ist für mich dann auch nicht der bevorzugte Weg.
Und genau diese Art von Kontrast ist es auch, der den Charme des kompletten Buches bestimmt. Wir erleben die unbedarfte, fröhliche Natalie, wie sie sein sollte, schmunzeln über die tollen Szenen mit Twig, nur um dann von der Depression der Mutter ausgebremst zu werden. Ich finde das sehr gut gelungen. So ist man weder ZU sehr mit Mitleid oder Spaß beschäftigt und verliert keine der beiden wichtigen Stränge aus den Augen.

"Wie man Wunder wachsen lässt" ist für mich eine Geschichte über ein durchaus ernstes Thema und dem Versuch eines kleinen Mädchens, diesem mithilfe von Freundschaft, Hoffnung und einer Prise Glück zuleibe zu rücken.
Ok, vermutlich wird das im echten Leben nicht immer ganz ausreichen, dennoch ist dies ein sehr warmherziges, lebensfrohes und liebevolles Abenteuer, das ich nur empfehlen kann! Zumal das Thema "Depressionen" viel mehr Gehör verdient.

Veröffentlicht am 22.02.2018

Keine leichte Kost

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Wie man Wunder wachsen lässt von Tae Keller
erschienen bei Fischer KJB

Zum Inhalt

Jeder Tag kann ein Wunder in sich bergen

Die elfjährige Natalie sehnt sich zurück nach der Zeit, als in ihrer Familie ...

Wie man Wunder wachsen lässt von Tae Keller
erschienen bei Fischer KJB

Zum Inhalt

Jeder Tag kann ein Wunder in sich bergen

Die elfjährige Natalie sehnt sich zurück nach der Zeit, als in ihrer Familie noch alles gut war. Als ihre Mutter noch fröhlich war und sich nicht im verdunkelten Schlafzimmer verkroch. Eigentlich braucht es ein richtiges Wunder. Zum Glück hat Natalie ihre beste Freundin Twig, die es immer wieder schafft, einen grauen Tag in Sonnenschein zu tauchen. Als in der Schule ein Forschungswettbewerb stattfindet, haben die beiden Mädchen eine Idee: Von dem Preisgeld möchte Natalie eine Reise mit ihrer Mutter unternehmen. Wenn sie ihr nur zeigen könnte, welche Wunder es auf der Welt gibt, würde ihre Mutter wieder wie früher. Voller Hoffnung, Tatendrang und verrückter Ideen hecken die beiden Freundinnen einen Plan aus.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

In diesem Buch bin ich auf ein junges Mädchen gestoßen, das versucht, sich der neuen Situation anzupassen. Sie bringt ihren Schulalltag wie immer hinter sich und beschäftigt sich intensiv mit den wissenschaftlichen Arbeitsaufträgen ihres Lehrers. In Fußnoten werden oft noch verschiedene Dinge ausführlicher beschrieben. Da ich kein Freund von diesen Anmerkungen bin, hat mich dies etwas gestört.

Die elfjährige Natalie ist innerlich zerrissen. Sie kann nicht verstehen, was mit ihrer Mutter quasi über Nacht passiert ist. Natalie fühlt sich unverstanden und allein, keiner beantwortet ihre Fragen. Es wird einfach in der Familie zu wenig geredet. Mir tat das Mädchen richtig leid, da ich mich sehr gut in ihre Situation hineinversetzen konnte. Natalies Mutter leidet an Depressionen, einer Krankheit, die zwar in unserer Gesellschaft wahnsinnig oft vorkommt, aber immer noch nicht genügend Aufmerksamkeit erhält. Ich denke, dass viele Menschen Depressionen immer noch abtun und keine Ahnung haben, was in diesen kranken Menschen vorgeht. Ganz wird es sowieso kein Außenstehender können, aber einen Versuch wäre es wert!

Es geht in diesem Buch um Freundschaften, um das Zusammenfinden und Funktionieren eines Teams, Depressionen und um zerbrochene Freundschaften. All dies wurde dem Alter entsprechend als gut kreierte Story präsentiert, so dass der junge Leser sicherlich nicht all zu deprimiert nach dem Lesen zurückbleibt. Ich persönlich hätte mir an mancher Stelle mehr emotionale Momente gewünscht, aber für die anvisierte Zielgruppe hat die Autorin wahrscheinlich auf diese Art den besseren Weg gefunden.

Tae Keller hat mir mit diesem Buch wieder einmal die Ups und Downs der Krankheit Depression vor Augen geführt. Sie hat sehr gut die Gefühlswelt der Elfjährigen dargestellt, die nun nicht weiß, wie sie damit umgehen soll. Auf der einen Seite hat Natalie Angst um ihre Mutter, auf der anderen Seite schwelen Hassgefühle in ihr. Das Fragen stellen in der Schule hilft dem jungen Mädchen ungemein, so dass sie nicht verzweifelt. Allein fühlt sie sich trotzdem, aber der Schulalltag und ihre Freundin helfen ihr. Ich fühlte mich bei den ganzen Unterrichtspassagen selbst schon wieder wie eine Schülerin. Für die entsprechende Zielgruppe ist dies sicherlich der richtige Weg für die Story. Mir haben einige tiefschürfende Momente gefehlt, aber das war eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Auf jeden Fall zeigt Wie man Wunder wachsen lässt die Depression eines Menschen ganz deutlich. Ich hoffe sehr stark, dass in naher Zukunft diese tückische Krankheit mehr Anklang in der Gesellschaft findet und die Leute sie ernster nehmen. Denn treffen kann es jeden…



Zum Autor

Tae Keller, geboren 1993, ist in Honolulu, Hawaii, aufgewachsen, ihre Familie stammt jedoch ursprünglich aus Korea. Sie studierte Kreatives Schreiben und gewann bereits am College einen Preis für ihre Texte. Heute lebt sie in New York, USA, zusammen mit ihrem störrischen Yorkshire-Terrier und vielen Büchern.


ab 10 Jahren
272 Seiten
übersetzt von Susanne Hornfeck
ISBN 978-3-7373-4096-0
Preis: 15 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 30.04.2018

Leider nicht das, was ich erhofft hatte. Viele Experimente, ein paar kaputte Eier, aber dafür eine ganz wunderbare Freundschaft.

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Inhalt:
Natalie könnte eigentlich glücklich sein, denn ihre Eltern lieben sie. Ihr Vater ist Therapeut, ihre Mutter Botanikerin, doch seit geraumer Zeit kommt ihre Mutter nicht mehr aus dem Schlafzimmer. ...

Inhalt:
Natalie könnte eigentlich glücklich sein, denn ihre Eltern lieben sie. Ihr Vater ist Therapeut, ihre Mutter Botanikerin, doch seit geraumer Zeit kommt ihre Mutter nicht mehr aus dem Schlafzimmer. Sie lächelt nicht mehr, sie redet kaum noch und hört auch nicht mehr wirklich zu.
Natalie möchte den anstehenden Eierwettbewerb gewinnen, denn dann könnte sie mit ihrer Mutter zu den blauen Orchideen reisen und dieses Naturwunder, könnte ihre Mutter vielleicht wieder heilen - zumindest erhofft sie sich das.

Meine Meinung:
Normalerweise versuche ich meine Meinung immer mit etwas Positivem anzufangen, bevor ich zu den Punkten komme, die mir nicht gefallen haben, aber da es so wenige gibt, fange ich gleich mit den negativen Sachen an:
Obwohl Natalies Dad sich viel Mühe gibt die Mutterrolle mit zu übernehmen, scheint er rund um die Uhr der Therapeut zu sein. Sich einfach mal auskotzen, ohne das Gefühl zu haben in einer Therapiesitzung zu sein, geht nicht. Die Blicke des Vaters und das vorsichtige um sie herumtänzeln und dauernd reden wollen, wurden schnell nervig.
Mr Neely, der NaWi-Lehrer (Naturwissenschaften) scheint sehr sympathisch zu sein, bekommt im Buch aber eine seltsame Rolle. Er ist eigentlich nur der Hashtag-Freak und von ihm stammen auch die Arbeitsaufträge, die als Titelüberschriften dienen.
Es wird viel herum experimentiert, man liest also vom Sezieren, bis zum Magnete basteln einiges aus seinem Unterricht und das natürlich Seitenlang.
Wenn ich sagen sollte, was mir an dem Buch gefallen hat, dann wäre das die Freundschaft, die zwischen Natalie und ihrer Freundin Twig existiert (und später gesellt sich noch jemand dazu).
Twig scheint trotz ihrer verrückten Art die einzig Normale zu sein, zumindest hat sie mir als Charakter am besten gefallen. Sie ist spontan, lebenslustig und frech und diejenige, die die ganze Geschichte aufpeppt.
Leider war es das für mich auch schon mit den Gründen, wieso ich dieses Buch bis zum Ende gelesen habe.

Fazit:
Leider nicht das, was ich erhofft hatte. Viele Experimente, ein paar kaputte Eier, aber dafür eine ganz wunderbare Freundschaft.