Cover-Bild Sternenscherben
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Drachenmond Verlag GmbH
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy & Science Fiction
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 12.10.2017
  • ISBN: 9783959911542
Teresa Kuba

Sternenscherben

Mein Name ist Nora Stars und ich gehöre zur Elite des perfekten Systems. Unter meiner Haut sitzt ein Chip, der verhindert, dass ich eine der letzten Städte der Erde verlasse, denn außerhalb leben die Outsider. Wertlose Menschen, die ohne den Schutz der Stadt wahnsinnig wurden.
Ausgebildet zur Kämpferin, werde ich alles für das System tun. Aber ich bin anders, denn mein Haar ist nicht blond wie das der meisten Privilegierten, es ist pechschwarz. Und obwohl alle meine Erinnerungen vor meinem 18. Lebensjahr gelöscht wurden, erscheinen in meinen Träumen Bilder aus einem längst vergangenen Leben – einem Leben außerhalb der Stadt.
„Bist du ein Wertloser, Darian?“, versuche ich ein letztes Mal, eine Antwort aus ihm herauszubekommen.
„Das entscheidet nicht das System, das entscheidest ganz alleine du, ob ich dir etwas wert bin.“

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2018

Dystopie?

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Nachdem ich Dystopien in letzter Zeit immer mehr kennen und lieben lerne, habe ich mich wahnsinnig darauf gefreut, eine weitere Dystopie aus dem Drachenmond Verlag zu lesen.
Die Protagonistin Nora lebt ...

Nachdem ich Dystopien in letzter Zeit immer mehr kennen und lieben lerne, habe ich mich wahnsinnig darauf gefreut, eine weitere Dystopie aus dem Drachenmond Verlag zu lesen.
Die Protagonistin Nora lebt in einem System, in dem die Menschen nach ihrer Leistung und dem Nutzen für dieses System eingeteilt werden. Es gibt die Privilegierten, Minderwertige und Wertlose "Outsider".

Die Privilegierten leben unter einem Netz, welches sie vor starken Strahlungen der Außenwelt schützen soll. Die Minderwertigen und Wertlosen leben außerhalb dieses Netzes, weshalb sie nach und nach von den Strahlen krank werden und damit kaum überlebensfähig sind. Es gibt einen Gebieter, der das Staatsoberhaupt darstellt. Er macht den Privilegierten stets bewusst, wie froh sie sein können, dazuzugehören und etwas zu der "Mission zur Rettung der Menschheit" beitragen können. Nun, das wars dann quasi auch schon. Die Idee war hier für mich etwas zu klischeehaft und auch eher mager in der Umsetzung - was auf 240 Seiten absolut verständlich ist. Hier habe ich mir wieder selber bestätigt, dass Dystopien in so "kurzen" Büchern einfach keinen Platz finden. Trotzdem war es nicht schlecht - es war für meinen Geschmack nur alles ein wenig zu oberflächlich.

Dazu kommt jedoch, dass Sternenscherben keine reine Dystopie ist, sondern Science-Ficton bzw. Fantasy-Anteile hat. Diese haben mir hier von der Grundidee her total gefallen und auch die Umsetzung fand ich schön. Mehr lässt sich dazu leider nicht sagen, ohne zu spoilern.

Nora fällt aus dem Schema des Systems etwas raus. Während die meisten Privilegierten blond sind, hat sie schwarze Haare. Außerdem erinnert sie sich zwischendurch an ihr Leben außerhalb des Systems, indem sie davon träumt - obwohl ihre Erinnerungen, wie die aller anderen, gelöscht sein sollten. Trotzdem steht sie hinter dem System und versucht, die Unterschiede zu verdrängen und es weiter nach oben zu schaffen. Ich mag Nora als Charakter ganz gerne, sie ist intelligent und sehr fleißig, damit sie ihre Ziele erreichen kann.
Auch Darian hat mir ganz gut gefallen. Seine Neckereien haben ihn für mich sympathisch gemacht und seine Skepsis gegenüber des Systems waren wirklich schön ausgedrückt. Ein kleines Beispiel: "Das System sagt, ein Einzelner ist nicht wichtig. Blöd nur, wenn du gerade der Einzelne bist, der Hunger hat. Denk mal darüber nach." (Pos. 693)
Die Dialoge zwischen Nora und Darian waren oft ganz lustig, da sie sich ihre Sympathie beide nicht eingestehen wollten und ziemlich stur sind. Dadurch fehlten mir aber teilweise die Emotionen und so ganz konnte ich nicht nachvollziehen, weshalb sie sich so zueinander hingezogen fühlten.

Über die anderen Charaktere erfährt man nicht sonderlich viel, sie erfüllen aber ihren Zweck in der ganzen Geschichte und bringen den Standpunkt, der ihnen zugeteilt ist, sehr gut rüber.
Teresa Kuba hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der einen ohne Probleme durch das Buch führt und es sich in einem Rutsch durchlesen lässt. Das hat mir auch in ihrem Buch "Turion" schon sehr gefallen. Insgesamt ist so für mich eine schöne Geschichte entstanden, die ich sehr gerne gelesen habe - jedoch hat die ganze Story noch viel mehr Potential, dass hier nicht genutzt wurde.


Sternenscherben ist für mich weniger eine Dystopie, jedoch als Sci-Fi/Fantasyroman wirklich schön. An vielen Punkten fehlte mir der Tiefgang und man hätte es besser ausarbeiten können, jedoch hätte das ganze dann wesentlich mehr als 240 Seiten gebraucht. Trotzdem war es spannend und einfach angenehm zu lesen. Ich denke, wahrhaftige Dystopiefans wären von dem Buch ziemlich enttäuscht, wer aber auch mit einer eher simplen Geschichte zufrieden ist, wird mit Sternenscherben schöne Lesestunden haben. Auch wenn ich eine etwas tiefgründigere Dystopie erwartet hatte, hat mir das Buch so wie es ist sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Gute Grundidee

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Der Klappentext sprach mich sofort an. Da ich Dystopien sehr mag, musste das Buch bei mir einziehen und auch sogleich gelesen werden.

Ein gefährliche Strahlung zertörte die Erde. Um sich vor dieser Strahlung ...

Der Klappentext sprach mich sofort an. Da ich Dystopien sehr mag, musste das Buch bei mir einziehen und auch sogleich gelesen werden.

Ein gefährliche Strahlung zertörte die Erde. Um sich vor dieser Strahlung zu schützen, leben die Menschen unter einem Netz im perfekten System. Aber nicht jedem ist der Zutritt im perfekten System gewährt. Nur wer privilegiert und dem System treu ergeben ist, genießt den Schutz unter dem Netz. Die Menschen, die es nicht in den inneren Ring des Systems schaffen, leben als Outsider.

Aber auch im perfekten System ist nicht alles perfekt. Die Privilegierten müssen eine harte Ausbildung durchleben und zudem werden ihr Erinnerungen an ein früheres Leben gelöscht. Aber warum kommen bei Nora dennoch Erinnerungen zutage?

Die Autorin beschreibt die Härte des Systems genau. Denn auch Träume und jegliche Gefühle sind verboten. Die Sicherstellung des perfekten System hat oberste Priorität. Die Menschen sollen nur für diese Sache kämpfen.
Dadurch waren für mich die Charaktere nicht immer greifbar und die Emotionen und Regungen blieben auf der Strecke.
Nora ist ziemlich starr und kalt, aber auch ehrgeizig. Sie glaubt stark an das System, was ihre Entscheidungen bzgl. ihrer Zweifel nicht immer einfach macht.
Darian ist dagegen geheimnisvoll. Man findet schnell heraus, dass er etwas verbirgt und anders ist. Auch kommt er Nora immer wieder unerwartet zur Hilfe.
Aber gerade das macht den Geschichtsverlauf spannend. Man möchte gerne herausfinden, wer Darian wirklich ist.

Dennoch war mir manches einfach zu viel. Die Autorin hat sich zu vieler Elemente bedient, u.a. dachte ich an einer Stelle, dass ich in der Arena von Panem bin oder dann in einem Sciene-Fiction-Setting. Am Ende ging es mir auch zu hektisch zu. Alles wurde auf einmal zu schnell abgehandelt. Hier wäre es schöner gewesen, noch mehr auf die Auflösung einzugehen. Nach dem Klappentext hatte ich mir irgendwie etwas anderes erhofft oder gewünscht.

Der Schreibstil war wiederum flüssig und einfallsreich.

Fazit: Die Grundidee des perfekten Systems fand ich gut, aber nicht ganz ausgereift. Viele dystopische Elemente wurden bedient, aber nicht ausführlich beschrieben, was ich schade fand. Durch den Charakter Darian wird die Geschichte dennoch interessant gestaltet.

Veröffentlicht am 25.10.2017

...eine fantasievolle Geschichte...

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<3 Fazit: 3 / 5 Sterne <3

….fantasievolle spannende Geschichte ....

Ein System was viel zu viel fordert, aber auch je weiter man kommt desto einfach zu verändern scheint! Schafft man es in den inneren Kern!?
Was bleibt auf der Strecke!?

Das Cover ist wunderschön, sehr verspielt und zieht seine Aufmerksamkeit an sich.

Der Klapptext ist flüssig, macht neugierig auf die Geschichte.

Die Hauptprotagonisten bestehen aus Nora und Darian.

Darian ist geheimnisvoll, sexy und sehr schlau. In der Ausbildung kommt man sich näher, jedoch verbirgt Darian immer mehr vor den andern, begibt sich in Gefahr, ist aber auch beschützend und hilfsbereit wenn man (Nora) es nicht erwartet. Ein sehr einnehmender starker Charakter.

Nora ist sehr intelligent, ehrgeizig und stark. Sie will alles tun damit Sie in den inneren Kern hinein kann. Jedoch ist das System eine Glaube für sich, Ihr Glaube und Ihre Erinnerungen sind sich nicht immer einig was richtig zu sein scheinen mag...

Die Erzählweise ist flüssig, leicht, fantasievoll, spannend und unterhaltsam.

Die Autorin hat ein sehr fantasievolle Welt geschaffen! Die Geschichte sowie Charaktere ziehen einen in seinen Bann. Man versucht hinter die Fassade der Hauptprotagonisten zu sehen, dies ist aber durch die aktionistischen Begebenheiten schwierig machen.

Die Charaktere faszinieren und ergänzen sich gut, auch wenn dies nicht immer gewollt ist. Ins besonders ist auch die Anziehungskraft erstaunlich. Es zieht Nora immer wieder wie die Motte das Licht, zu Darian.
Dieser wird durch seine Geheimnisse für Nora sowie den Leser höchst fraglich, dies steigert jedoch den Lesefluss.

Die Autorin bietet nicht nur aktionistische, spannenden Handlungstrank sondern auch emotionelle Begebenheiten und eine fantasievolle Welt, die beeindruckt und den Leser in die Gefühlswelt involviert.

Das Buch hat mich gefesselt, amüsiert, berührt und gut unterhalten.

Fazit:

Im großen und ganzen war ich sehr angetan vom Buch. Schon das Cover macht darauf aufmerksam, es ist einfach ein Blickfang!
Leider wurde ich nicht die ganze Zeit gefesselt wie erwartet, trotz aktionistischen Teil waren mir manche Stellen zu seicht.
Besonders der emotionelle Teil zwischen Darian und Nora schien mit nicht ganz durchdacht.
Die Wortgefechte waren seht witzig und originell, doch toller Anziehungskraft, bekommen die beiden viel zu viele Stolpersteine in den Weg gelegt, die innerhalb der Geschichte stören und diese dann nicht positiver im Auge des Leser betrachten werden.
Das System und der Gedanke war toll, auch die Härte der Ausbildung wurde sehr gut deutlich gemacht.
Vielleicht lag es auch an Nora, die widersprüchliche Charakterzüge / Signale gesendet hat, jedoch kam meinerseits keine Bindung zu diesem Charakter zu standen.
Das Ende war für mich nicht ganz nachvollziehbar, eventuell waren auch die führenden Anzeichen für mich zu wenig dargestellt.
Trotz dessen bietet die Autorin eine spannende Geschichte mit unerwarteten Wendepunkten und einen Überraschungsmoment zum Ende.

Im schnitt wurde Ich gut unterhalten & habe mich gerne in die Welt & Struktur des System begeben und war erfreut über die Entwicklung der Charaktere.
Gute Mischung aus Fantasy, Spannung und Aktion.

Aktionistisch ! Fantasievoll! Überraschend !

<3

Vielen Dank für das Vorab Rezi Exemplar an die Autorin.