Cover-Bild Aufstieg und Fall großer Mächte
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21,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 01.10.2014
  • ISBN: 9783423280358
Tom Rachman

Aufstieg und Fall großer Mächte

Roman
Bernhard Robben (Übersetzer)

Freundschaft, Liebe und Mut sind die wahren Koordinaten des Lebens


Tooly Zylberberg liebt Tee, lange Spaziergänge und den Buchladen ›World’s End‹ in einem kleinen walisischen Städtchen, dessen stolze, wenn auch nicht gewinnbringende Besitzerin sie ist. Tooly hütet nicht nur tausende Bücher, sondern auch eine Fülle von Geheimnissen, ihre eigene Vergangenheit betreffend, die sie selbst nicht alle kennt. Als sie klein war, hatte ihr Vater sie entführt und war mit ihr durch die Welt gezogen, während ihre Mutter Chaos verbreitete, wo immer sie auftauchte.

Doch waren da noch Humphrey, der griesgrämige Russe, der Bücher über alles liebte, und Venn, Sarahs Liebhaber, ebenso charismatisch wie egozentrisch, dessen Weltsicht Tooly für immer prägen sollte. Ein Dreieck, in dem Tooly versuchte, Grund unter die Füße zu bekommen, während das Leben sie durch die Luft wirbelte. Tooly fiel durch alle Netze und Raster – und doch wird sie am Ende ankommen in einem Leben, das das ihre ist. Ein großartig verdichteter Roman, in dem der Mut, sich seiner Vergangenheit zu stellen, leuchtet wie ein helles Licht.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2017

Bücher sind wie Pilze

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"Bücher", sagte er, "sind wie Pilze. Sieht man nicht hin, vermehren sie sich. Ihre Zahl wächst nach Regeln von Zinseszins: Ein Interesse führt zu nächstes Interesse, und das verbindet sich mit drittes ...

"Bücher", sagte er, "sind wie Pilze. Sieht man nicht hin, vermehren sie sich. Ihre Zahl wächst nach Regeln von Zinseszins: Ein Interesse führt zu nächstes Interesse, und das verbindet sich mit drittes Interesse. Und schwups, hast du nicht gesehen, hat man mehr Interesse als Platz im Schrank." - S. 407

Ich starte diese Rezension mit einem Zitat aus dem Buch, das glaub ich jedem Büchersammler aus dem Herzen spricht. So auch mir. Diese Zeilen gehören zu meinen Lieblingsstellen im Buch. Und es gibt so einige schöne Stellen, die das Buch für mich so wertvoll machen, dass ich es, ganz untypisch für mich, ein zweites Mal lesen werde! Rachmann versteht es nämlich, mit seinen Worten und seinen detaillierten Beschreibungen, seiner detaillierten Sprache und dem Aufmerksammachen auf kleine Merkmale, eine geheimnisvolle Atmosphäre aufzubauen. Normalerweise finde ich es sehr mühsam, wenn bis aufs Kleinste alles beschrieben wird und normalerweise mag ich es, wenn ich mir selbst Sachen dazu denken kann und mir nicht alles vorgegeben wird, wie etwas aussieht, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört.

Das Buch ist in drei Zeitebenen eingeteilt, mit jeweils zehn Jahren Unterschied. Man lernt Tooly kennen als sie zehn, Anfang 20 und in ihrer Gegenwart, als sie Anfang 30 ist, kennen. In einer nicht nachvollziehbaren Reihenfolge wird zwischen den Zeitebenen gewechselt und man bekommt immer nur kleine, aber auch bedeutende Ausschnitte aus Tooly's Leben präsentiert, die dem Leser zu verstehen geben sollen, wie Tooly tickt und warum sie so ist, wie sie ist. Es ist ein bisschen frustrierend, nur mit so kurzen Ausschnitten von Toolys Leben konfrontiert zu werden, ohne viel Erklärungen und mit neuen Charakteren, um dann wieder in eine ander Zeit und andere Ausschnitte und mit neuen Personen zu wechseln. Es hat trotzdem, oder gerade deswegen, seinen Reiz und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen, damit sich alles zu einem großen Ganzen zusammenfügt.

"Tooly wünschte sich, sie würde nicht länger existieren, würde ausgelöscht werden, gefangen, wie sie sich in diesem ungeliebten Ramschhaufen eines kleinen Mädchenleibs fühlte, ermattet von der Beständigkeit des eigenen Ichs." - S. 252

Tooly hat einen sehr außergewöhnlichen Charakter, was kein Wunder ist, da sie von Kind auf mit Menschen zusammen war, die nie ein normales Leben in unserem Sinn geführt haben. Tooly mochte ich in der ersten und der letzten Zeitebene am liebsten. Man merkt aber wirklich sehr schön, wie sie sich mit den Jahren entwickelt hat, auch wenn wir als Leser diese Entwicklung nicht miterlebt haben. Auch die Nebencharaktere waren alles andere als langweilig! Nachdem ich schon viele Buchcharaktere kennengelernt habe, waren die Figuren in diesem Buch eine so angenehme Überraschung. Auch wenn ich durch ihre Lebensstile und mit ihren Charaktern vielleicht im richtigen Leben nichts zu tun haben möchte, war es sehr interessant von ihnen zu lesen.

Die Geschichte an sich lebt von den Geheimnissen und den kuriosen Menschen, die Tooly's Leben bestimmen. Die kurzen Abschnitte sorgen für einiges an Verwirrung und nach jedem Abschnitt hat man weitere tausend Fragen im Kopf, bei denen man auf eine Antwort hofft. Die Geschichte ist fröhlich und traurig zugleich. Jede fröhliche Szene hat etwas Trauriges an sich und Rachmann erzählt das mit einer Leichtigkeit, bei der mir als Leser ein drückendes und hilfloses Gefühl zurück geblieben ist. Am Ende finden viele lose Fäden ein Ende. Die Auflösung schleicht sich langsam ein und ließ mich aufgewühlt zurück.

Fazit
Aufstieg und Fall großer Mächte ist ein leises Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, damit sich seine großartige Sprachgewalt und Erzählkunst zur Gänze entfalten kann! Interessante Charaktere und wunderschön geschrieben!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Aufstieg und Fall großer Mächte

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Inhalt:
Tooly Zylberberg ist eine junge Frau, die eine schlecht laufende Buchhandlung führt und ihre Freizeit größtenteils mit dem Kopf zwischen Buchrücken verbringt.

Als diese dann die Mitteilung ihres ...

Inhalt:
Tooly Zylberberg ist eine junge Frau, die eine schlecht laufende Buchhandlung führt und ihre Freizeit größtenteils mit dem Kopf zwischen Buchrücken verbringt.

Als diese dann die Mitteilung ihres Exfreundes, vom dem sie schon Jahre nichts mehr gehört hat, bekommt, dass ihr "Vater" Humphrey schwer krank ist, macht sich die Protagonistin auf eine Reise zu diesem und vor allem in ihre eigene Vergangenheit, die sie bisher nicht aufgearbeitet hat. Nachdem sie es eher vorgezogen hat wegzulaufen, anstatt sich ihren Problemen zu stellen bzw. auch teilweise von ihrem Gedächtnis getäuscht wird, bringt ihr Roadtrip jede Menge Irrungen und Wirrungen sowie vor allem die Wahrheit ans Licht.

Schreibstil / Layout:
Der Roman ist in mittellangen Kapiteln geschrieben und nach jedem Kapitel springt man in eine neue von 3 Zeitzonen. In der einen ist Tooly ein Kind, in der zweiten eine Jugendliche und die dritte Zeitzone stellt die Gegenwart dar. Somit baut sich die Geschichte Stück für Stück auf.

Mir gefällt das Cover sehr gut, wobei dieses keinen Aufschluss auf den Inhalt des Romans gibt.

Fazit:
Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich das Buch mag. Der Klappentext führt den Leser fast auf die falsche Spur, da ich nach diesem etwas ganz anderes erwartet hätte. Der wahre Inhalt der Geschichte baut sich auch relativ langsam auf, was sicherlich anfangs auch schwierig war!

Umso weiter ich mit dem Roman war, umso spannender, komplexer und durchdachter wird die Geschichte. Sie ist tragisch wie ein Drama, beinhaltet eine ausgeklügelte Familiengeschichte, ist spannend wie ein Krimi, beschäftigt sich auch teilweise mit dem Thema Schuld und Verbrechen und hat so verdammt viel Herz! Ich hätte das Buch ab der Hälfte am liebsten gar nicht mehr weggelegt - doch dafür ist es leider zu dick :)

Wäre der etwas zähe Start nicht gewesen, wäre es auf alle Fälle ein 5 Sterne Buch! Somit gibt dann 4!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Aufstieg und Fall großer Mächte

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Tooly Zylberberg ist Anfang 30 und führt ein recht beschauliches Leben. In einem kleinen walisischen Städtchen hat sie das Buchantiquariat World’s End aufgekauft und verbringt nun ihre Tage – mangels Kundschaft ...

Tooly Zylberberg ist Anfang 30 und führt ein recht beschauliches Leben. In einem kleinen walisischen Städtchen hat sie das Buchantiquariat World’s End aufgekauft und verbringt nun ihre Tage – mangels Kundschaft – damit, sich durch den Bestand zu lesen. Doch hinter dieser ruhigen Fassade verbirgt sich ein rastloser Geist mit einer wirklich unglaublichen Lebensgeschichte. Die Tooly jetzt einzuholen scheint…

In drei miteinander verwobenen Handlungssträngen, die im Abstand von jeweils circa elf Jahren spielen, erzählt Tom Rachman Toolys Lebensgeschichte. Für den Leser ergibt sich so das Gesamtbild des wahrhaft turbulenten, bunten und manchmal auch traurigen Lebens von Tooly. Diese ist eine grundsympathische Figur, man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen, egal ob es ihr 10jähriges oder das 30jährige Ich ist. Obwohl sie schon überall auf dem Globus gelebt zu haben scheint, bleibt ihr Freundeskreis doch ziemlich konstant, sodass man auch diese – einige sofort, andere erst mit der Zeit – lieb gewinnt. Alle Figuren sind von Rachman sehr vielschichtig und komplex angelegt, so mancher Charakter weiß sein ganz persönliches Geheimnis lange zu bewahren und noch auf der letzten Seite zu überraschen. Gerade diese Figurenentwicklung ist auch eine der großen Stärken dieses Buches, denn es macht einfach Spaß diesen zuzusehen.

Im Gegensatz zur komplexen Handlung des Buches ist der Stil recht einfach gehalten, sodass sich das Buch ziemlich flüssig lesen lässt. Trotzdem hält man als Leser immer mal wieder inne, um die eine oder andere Nachricht zu verdauen, denn Rachman versteht es meisterhaft falsche Fährten zu legen und den Leser dann mit unerwarteten Wendungen zu überraschen. Kleine Cliffhanger tragen ebenfalls dazu bei, den Leser förmlich an die Seiten zu fesseln. Toolys Geschichte erzeugt einen regelrechten Sog, auch wenn manchmal das Tempo etwas gedrosselt und einfach nur vor sich hin erzählt wird.

Mir hat Aufstieg und Fall großer Mächte sehr gut gefallen, auch wenn am Ende ein wenig das Gefühl zurückbleibt, nicht alles erfahren zu haben.

Fazit: ein geschickt konzipierter, tiefgründiger Roman mit absolutem Wohlfühlcharakter.

Veröffentlicht am 03.05.2020

Doch kein Zauberwürfel

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Welche Geschichten sind es wert, aufgeschrieben zu werden und damit fast 500 Seiten zu füllen? Auf diese Frage gibt es vielleicht ebenso viele Antworten wie Leser. Glaubt man den hymnischen Beschreibungen ...

Welche Geschichten sind es wert, aufgeschrieben zu werden und damit fast 500 Seiten zu füllen? Auf diese Frage gibt es vielleicht ebenso viele Antworten wie Leser. Glaubt man den hymnischen Beschreibungen auf dem Buchumschlag, handelt es sich bei "Aufstieg und Fall großer Mächte" um eine solche Geschichte. Da wünscht sich The Telegraph, der Roman möge niemals enden. The Guardian nennt ihn "einfach betörend", und in The New York Times Book Review sagt der Rezensent, das Buch sei so gut, dass er es habe zweimal lesen müssen, es sei konstruiert wie ein Zauberwürfel.
Und ich frage mich, habe ich einen anderen Roman gelesen?
Oja, Tom Rachmann kann schreiben. Er kann eine Geschichte erzählen. Aber warum gerade diese? Da ist Tooly, die eigentlich Matilda heißt, und einen Buchladen in Wales besitzt. Wie gern hätte ich auch einfach nur einen Roman über ein liebenswertes walisisches Antiquariat gelesen. Der Roman ist zwar ungleich tiefgründiger und intellektueller als es solch eine reine Unterhaltungsliteratur gewesen wäre, doch ich fühlte mich durch das Kennenlernen dieser Geschichte einfach nicht bereichert. Sie springt von Kapitel zu Kapitel zwischen 2011, 1999 und 1988, und erst nach und nach erschließt sich kaleidoskopartig Tooleys Geschichte. Zufallsprodukt der Beziehung von Paul und Sarah, reist Paul mit seiner kleinen Tochter durch die Welt, um sie vor ihrer lieblosen Mutter in Sicherheit zu bringen. Dabei ist er selbst ein Gefühlsanalphabet, für den es schon das höchste der Gefühle ist, seiner Tochter die Hand zu schütteln. Sarah spürt Tooley schließlich in Bangkok auf und entführt sie, mitten hinein in einen Kreis aus Schmarotzern und Tagedieben. Seltsamerweise erliegt Tooley dem absolut zweifelhaften Charme dieser Leute und bleibt freiwillig, lässt sich nach und nach in ein Leben hineinziehen, das davon zehrt, andere auszunehmen. Wohl deshalb konnte ich nicht allzuviel Sympathie aufbringen für Tooleys Heimatlosigkeit, auch wenn ich letztere selbst nur zu gut nachempfinden kann. Wärme und Halt findet sie in dieser Entourage über all die Jahre nur bei Humphrey Ostropoler, der als ihr Ziehvater gelten muss, obwohl an ihm das Meiste ebenso Schein ist wie sein Name. Während sie annimmt, dass das Geld, das man ihr die ganze Zeit zukommenlässt, von Venn, dem Anführer dieser Bande kommt, ist es im Stillen vielmehr Humphrey, der ihr dadurch letztendlich auch den Kauf der Buchhandlung ermöglicht. Das Charisma, das alle, Männer wie Frauen, bei diesem Venn zu spüren glauben, ist mir ein völliges Rätsel und nicht nachvollziehbar geblieben. Er ist kälter als ein Fisch und lebt insgeheim von den Unterhaltszahlungen, die Sarah von Paul für Tooley all die Jahre kassiert hat, und von denen Tooley erst als Erwachsene überhaupt erfährt.
Tooly mäandert ziellos durch ihr Leben. Schließlich meldet sich Duncan bei ihr, ein früherer Freund, bei dem sich Tooley damals ursprünglich auch nur in der Hoffnung auf Gewinn eingeschlichen hat. Er hält Humphrey für ihren tatsächlichen Vater und hat sich im Alter um ihn gekümmert. Nun verfällt Humphrey immer mehr, vor allem geistig. Tooley reist zu Humphrey nach New York, erkennt endlich seinen wahren Stellenwert in ihrem Leben und Venns falsches Spiel, und begleitet Humphrey bis zum Tode. Zurückgekehrt nach Wales deutet sich an, dass sie sich vielleicht erstmals auf eine aufrichtige Beziehung zu einem Mann einlassen wird, aber das Ende bleibt offen, was manch einen Leser verärgern könnte.
Mir selbst ist Tooley einfach nicht nahe genug gekommen, dass mir der Ausgang wirklich wichtig gewesen wäre. Die Zeitsprungkonstrunktion mag es nicht in jedem Roman geben, doch ich fand sie nun nicht so brilliant, dass ich sie als besonders originell empfunden hätte. Unter einem Zauberwürfel verstehe ich etwas ganz ganz anderes. Wirklich schade. Ich hätte dieses Buch von einem guten Autor gern viel besser gefunden. Und ich war anders als The Telegraph eigentlich zufrieden, als es dann zu Ende war.

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Veröffentlicht am 03.05.2017

Vom Leben der Anderen.

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Tooly Zylberberg hütet in ihrem Buchlanden in Wales nicht nur tausende Bücher, sondern auch eine Fülle von Geheimnissen, ihre eigene Vergangenheit betreffend, die sie selbst nicht alle kennt.

Sich in ...

Tooly Zylberberg hütet in ihrem Buchlanden in Wales nicht nur tausende Bücher, sondern auch eine Fülle von Geheimnissen, ihre eigene Vergangenheit betreffend, die sie selbst nicht alle kennt.

Sich in dieses Buch einzufinden wird einigen Lesern nicht ganz leicht fallen. Zwar verfolgt es Toolys Leben aber es folgt ihm nicht der Reihe nach, sondern springt von Kapitel zu Kapitel zwischen den Zeiten. Man bekommt immer wieder Ausschnitte aus ihrer Kindheit mit ihnem Vater, der Jugend in New York und ihrem Leben als junge Frau in Wales und auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Dabei beginnt sich Toolys Leben vor ihr selbst dem Leser zu entwirren.

Sprachlich ist an diesem Werk nichts auszusetzen. Man kann den einzelnen Kapiteln flüssig folgen. Da sie sehr belesen ist, bedient Tooly sich teilweise einer etwas veralteten Ausdrucksweise. Das wirkt bei ihr aber niemals deplaziert.

Neben Toolys Leben bekommt der Leser auch einen Eindruck vom Wandel unserer Gesellschaft und unserer Welt im Laufe ihres Lebens. Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg verbinden sich mit 9/11 und der heutigen Technisierung. Gleichgültigkeit und Pessimismus treffen aufeinander und schaffen so ein spannendes Konfliktfeld.

Nach dem Klappentext hatte ich eher etwas anderes erwartet, etwas in der Art eines Thrillers. Aber es handelt sich eher um ein Drama, mit Teilen einer Gesellschaftskritik. Es lässt mich mit einem mulmigen, irgendwie traurigen Gefühl zurück. Tooly ist mir sympatisch, sie hat ihr chaotisches Leben recht gut gemeistert. Aber sie tut mir auch etwas leid, denn sie erfährt die Wahrheit über sich und ihre vermeindlichen Freunde erst, als es für einige Dinge schon zu spät ist. Man wünscht ihr am Ende, dass sie doch noch ihr Glück und den richtigen Weg findet.