Cover-Bild Schattenfreundin
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7,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 14.03.2013
  • ISBN: 9783838724430
  • Empfohlenes Alter: bis 99 Jahre
Christine Drews

Schattenfreundin

Roman
Wo ist Leo? Charlotte Schneidmann, Kommissarin in Münster, setzt alles daran, den kleinen Jungen zu finden, bevor es zu spät ist. Denn nicht nur die Sorgen der verzweifelten Mutter lassen sie fieberhaft ermitteln, auch die Erinnerungen an die eigene traumatische Kindheit machen diesen Fall für die engagierte Kommissarin zur ganz besonderen Bewährungsprobe.

Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Cora in einem Regal.
  • Cora hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2017

Kann man seiner Freundin wirklich vertrauen?

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Katrin kehrt zusammen mit Mann Thomas und Sohn Leo zurück in ihren Heimatort Münster. Ihr Mann ist beruflich sehr eingespannt und viel unterwegs. Da trifft es sich gut, dass sie durch den Kindergarten ...

Katrin kehrt zusammen mit Mann Thomas und Sohn Leo zurück in ihren Heimatort Münster. Ihr Mann ist beruflich sehr eingespannt und viel unterwegs. Da trifft es sich gut, dass sie durch den Kindergarten in Tanja eine neue Freundin findet. Tanja ist gerne bereit auf Leo aufzupassen, so auch bei der Beerdigung von Katrins plötzlich verstorbenem Vater. Doch dann sind Leo und Tanja wie vom Erdboden verschwunden.

Das Buch startet mit wörtlicher Rede und ist in der auktorialen Erzählperspektive geschrieben. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Unterbrochen wird die Geschichte von kursiv gedruckten Einschüben, die mit dem Prolog und der Auflösung in Zusammenhang stehen. Der Plot beginnt mit dem Umzug nach Münster. Katrin muss Haushalt und Kind ständig allein bewältigen, weil ihr Mann sich ganz seinem neuen Job widmet. Man hat auch den Eindruck, als ob ihm dieser Zustand ganz recht ist. Glücklicherweise lernt Katrin durch den Kindergarten in den ihr Sohn geht, eine andere Mutter kennen und freundet sich direkt mit ihr an. Dass sie von ihrer neuen Freundin eigentlich nicht wirklich etwas weiß, merkt sie erst, nachdem Tanja und Leo nach der Beerdigung verschwunden sind. Es beginnt eine große Suchaktion. Die Autorin flicht hierbei geschickt immer neue Geschehnisse ein, welchen den Leser rätseln lassen, ob es sich hier tatsächlich um Kindesentführung handelt oder die eigenen Eltern ihre Finger im Spiel haben.

Auch wird in kurzen Erzählphasen das Privatleben der Kommissarin Charlotte Schneidmann abgehandelt. Charlotte hat in ihrer Kindheit eine traumatische Erfahrung gemacht, die ihr bei der Falllösung manchmal im Weg steht.

Das Buch endet in einer teils ab- und erschreckenden jedoch ebenso nachvollziehbaren Lösung.

Fazit: Christine Drews hat hier meiner Meinung nach einen spannenden Krimi mit gut gezeichneten Charakteren und einem kritischen Thema konstruiert. Der Spannungsbogen steigt stetig an und hält den Leser dadurch in Atem und Fassungslosigkeit gefangen. Krimi-Fans von kurzen knackigen Handlungen dürften hiermit gut bedient sein.

Veröffentlicht am 09.11.2023

Spannende Lesestunden garantiert!

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Inhalt:
Katrin ist gerade mit ihrer Familie nach Münster gezogen und macht im Umzugsstress die Bekanntschaft mit Tanja. Die beiden kommen sich schnell näher, sodass Katrin nicht zweimal überlegen muss ...

Inhalt:
Katrin ist gerade mit ihrer Familie nach Münster gezogen und macht im Umzugsstress die Bekanntschaft mit Tanja. Die beiden kommen sich schnell näher, sodass Katrin nicht zweimal überlegen muss als sie ganz plötzlich einen Babysitter braucht: Tanja soll auf den kleinen Leo aufpassen. Doch sie bringt den Kleinen am Abend nicht wie verabredet nach Hause und auf dem Handy ist sie nicht erreichbar. Schon bald ist klar, dass sie Leo entführt hat. Aber wieso? Warum ausgerechnet Leo? Hat Katrin Tanja etwa zu schnell ihr Vertrauen geschenkt?

Sprache:
Der Schreibstil hat mir sofort sehr gut gefallen - er war alltäglich, aber trotzdem auf besondere Weise erfrischend. Dadurch ließ sich das Buch super lesen und ich wurde nicht gelangweilt. Stattdessen hat mich der Schreibstil eher gefesselt, sodass auch die Handlung mit jeder Seite interessanter für mich wurde. Außerdem versteht sich die Autorin darauf schon mit bloßen Worten viel Spannung aufzubauen, was mir sehr gut gefallen hat. Das hat das Buch in meinen Augen echt lesenswert gemacht.

Charaktere:
Obwohl die meisten Charaktere mich etwas an Stereotypen erinnert haben, mochte ich die meisten dann doch nach einiger Zeit. Insbesondere Katrin kommt sehr gefühlsecht rüber, weswegen man als Leser ganz doll hofft, dass Leo endlich gefunden wird. Sehr gut gelungen finde ich aber auch, dass sich die Beziehungen zwischen einzelnen Charakteren so rapide verändern. Das hat mich sehr gefesselt und gleichzeitig war es interessant zu beobachten.
Außerdem hat es mir sehr gut gefallen, dass die Ermittler auch noch eigene Sorgen haben und nicht nur von einer Seite beleuchtet werden. Dadurch wird die Geschichte viel lebendiger.

Handlung:
Zu Beginn dachte ich, dass hier so eine typische Entführungsgeschichte vorliegt - aber es war dann doch etwas anders als gedacht. Das Buch hat viel mehr geboten, als man nach einigen Kapiteln erwartet, weil das Motiv von Tanja sehr verstrickt und ziemlich genial ausgetüftelt ist. Dementsprechend dauert es auch erstmal eine Weile bis es endlich richtig spannend wird, aber das Finale und die gefühlvolleren Szenen machen das wett.
Schön fand ich außerdem, dass durch E-Mails und SMS der Täterin immer mal wieder die Spannung angeheizt wurde und gleichzeitig ein bisschen Abwechslung in das Geschehen gebracht wurde. Schade finde ich allerdings, dass am Ende doch noch ein paar kleinere Fragen unbeantwortet bleiben.

Ein gut gelungener Krimi, der für einige spannende Lesestunden sorgt!

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Konnte mich nicht richtig fesseln

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„Schattenfreundin“ ist der 1. Fall für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer aus der Feder von Christine Drews. Die Inhaltsangabe las sich für mich spannend und interessant. Der Anfang mit der Geschichte ...

„Schattenfreundin“ ist der 1. Fall für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer aus der Feder von Christine Drews. Die Inhaltsangabe las sich für mich spannend und interessant. Der Anfang mit der Geschichte rund um die eigentliche Krimihandlung konnte mich durchaus überzeugen, aber die weitere Umsetzung fand ich dann nicht mehr so gelungen. Die Handlungen mancher Figuren konnte ich nicht so richtig nachvollziehen. Und auch Charlotte Schneidmann kommt anfänglich unsympathisch rüber. Das relativiert sich dann jedoch schnell, als man mehr über ihre persönliche Vergangenheit erfährt. Ihr Kollege Peter Käfer hingegen blieb mir zu blass, was ich schade fand. Aber vielleicht ändert sich das ja noch in den Folgebänden? Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Autorin einen durchaus gut gemachten Serienstart geschaffen hat. Durch eingebaute Wendungen schafft sie es etwas Spannung zu erzeugen. Aber im Ganzen betrachtet hat mich der Krimi nicht richtig fesseln können. Deshalb vergebe ich eine Leseempfehlung aber nur 3 von 5 Sterne.