Cover-Bild Sieben Lügen
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 28.02.2020
  • ISBN: 9783785726693
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Elizabeth Kay

Sieben Lügen

Psychothriller
Rainer Schumacher (Übersetzer)

Mit einer kleinen Notlüge fängt alles an. »Natürlich passt ihr gut zusammen, du und Charles«, versichert Jane ihrer besten Freundin Marnie, auch wenn sie deren Verlobtem gegenüber insgeheim größtes Misstrauen hegt. Doch eine Lüge zieht bekanntlich weitere nach sich, und schon bald ist das Verhältnis der drei unwiederbringlich vergiftet. Stück für Stück gerät die Situation außer Kontrolle. Aus Unbehagen wird Verdacht, aus Verdacht Gewissheit - und aus Freundschaft eine tödliche Falle ...

Das atemberaubende Thriller-Debüt einer faszinierenden neuen Erzählstimme aus England

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2020

Leise, subtil, schaurig

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Darum geht's
Jane ist glücklich mit Jonathan verheiratet. Als das Schicksal gnadenlos zuschlägt, zählt Jane auf ihre beste Freundin Marnie. Diese hat jedoch in der Zwischenzeit Charles kennengelernt und ...

Darum geht's
Jane ist glücklich mit Jonathan verheiratet. Als das Schicksal gnadenlos zuschlägt, zählt Jane auf ihre beste Freundin Marnie. Diese hat jedoch in der Zwischenzeit Charles kennengelernt und nicht mehr so viel Zeit für anderes. Jane mag Charles von Anfang an nicht und findet, dass ihre Freundin einen besseren Mann verdient hätte. Aber was antwortet man auf die Frage „Wir passen doch gut zusammen, oder“, ohne die Freundin zu verletzen? Und so verlässt die erste Lüge Janes Lippen. Es folgen weitere Unwahrheiten, die mit der Zeit regelrecht ausufern und sogar zu einem Todesfall führen.

So fand ich's
In diesem Falle ist es für mich nicht einfach, das Buch zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten. Ich will es dennoch versuchen….

Jane erzählt die Geschichte in der Ich-Form. Zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass die Protagonistin mich als Leser direkt anspricht. Mit der Zeit änderte sich dieser Eindruck. Aber wem erzählt Jane dann ihre Geschichte? Das ist eine der Kernfragen in diesem Buch, deren Antwort man sich als Leser mit der Zeit immer mehr nähert. Janes Gedanken sind etwas sprunghaft und sie wechselt oft die Zeitebene. Dennoch hat die Autorin es gut hin bekommen, dass die verschiedenen Begebenheiten ineinander übergreifen und man als Leser den Faden nie verliert und allem gut folgen kann. Man taucht immer mehr in Janes Psyche ein und lernt sie immer besser kennen.

Das Cover der Originalversion zeigt eine steile Wendeltreppe. Ich finde, dass das meine Gefühle, die ich beim Lesen hatte, sehr gut widerspiegelt. Die Handlung empfand ich als Sog in einer Abwärtsspirale und obwohl es keine Action oder Knalleffekte gab, erhöhte sich der Spannungsbogen immer weiter – leise und subtil, dafür umso intensiver.

Das Ende des Buches hielt dann noch eine Überraschung bereit, die für mich das Tüpfelchen auf dem –i ist und eine sehr spannende Lektüre in sich stimmig abschließt. Lediglich ein, zwei lose Fäden, die offen blieben, haben mich etwas konsterniert.

Elisabeth Kays Erzählstil ist leicht und flüssig zu lesen. Gleichzeitig schafft sie es, eine schaurige Atmosphäre zwischen der Protagonistin und dem Leser zu schaffen, die ich so noch nicht oft erlebt habe. Es ist ein leiser Psychothriller ohne Blutfließen und Gewaltdarstellungen – für mich ein etwas anderes, aber besonderes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

toller Schreibstil

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In dem Psychothriller "Sieben Lügen" wird der Leser direkt angesprochen und erfährt so Janes Geschichte. Sie lügt und verstrickt sich immer mehr, warum?

Den Einstieg in das Buch fand ich super und es ...

In dem Psychothriller "Sieben Lügen" wird der Leser direkt angesprochen und erfährt so Janes Geschichte. Sie lügt und verstrickt sich immer mehr, warum?

Den Einstieg in das Buch fand ich super und es lässt sich auch gut lesen. Die direkte Ansprache ist etwas gewöhnungsbedürftig - manchmal hätte ich mir eine neutrale Erzählweise zu bestimmten Situationen gewünscht. Aber genau diese Erzählweise ist es, die das Buch ausmacht. Im Mittelteil viel für mich der Spannungsbogen etwas ab und das Ende war viel zu abrupt. Zudem wurde ein Handlungsstrang gar nicht weiterverfolgt und einiges bleibt der Fantasie überlassen, das hat mich etwas gestört. Aufgrund der wunderbaren Schreibweise fand ich es trotzdem gut. In vielen Abschnitt habe ich richtige Satzperlen und Gedankengänge gefunden, die mich verzaubert haben und sich mir eingeprägt haben.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Eine perfekte Freundschaft?

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18 Jahre sind Jane Black und Marnie Gregory nun schon enge Freundinnen. Seit der gemeinsamen Schulzeit verbringen die Engländerinnen regelmäßig Zeit zusammen und nehmen rege am Leben der jeweils anderen ...

18 Jahre sind Jane Black und Marnie Gregory nun schon enge Freundinnen. Seit der gemeinsamen Schulzeit verbringen die Engländerinnen regelmäßig Zeit zusammen und nehmen rege am Leben der jeweils anderen teil. In der schweren Zeit, als Jane ihren Mann Jonathan bereits kurz nach der Hochzeit verlor, war Marnie ihr eine Stütze. Nun ist es die beste Freundin, die glücklich liiert ist. Doch anstatt sich für Marnie zu freuen, beginnt Jane eine Kette von Unwahrheiten. Mit einer Notlüge fängt alles an: „Natürlich passen du und Charles gut zusammen", versichert Jane Marnie. Aber je mehr Jane sich in den Lügen verstrickt, desto mehr läuft aus dem Ruder – und zwar gewaltig…

„Sieben Lügen“ ist ein Thriller von Elizabeth Kay.

Meine Meinung:
Das Buch besteht aus 46 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Zudem ist es in neun Teile gegliedert: die sieben Lügen, „Die Wahrheit“ und „Vier Jahre später“. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jane – mit Ausnahme des letzten Teils. Sie wendet sich immer wieder an eine dem Leser unbekannte Person, die sie direkt anredet. Neben dem aktuellen Geschehen gibt es Rückblenden. Dieser Aufbau ist kreativ und sehr gut durchdacht.

Der Schreibstil ist anschaulich, schnörkellos und – dank viel wörtlicher Rede – lebhaft. Der Einstieg in die Geschichte ist ziemlich direkt und fiel mir leicht.

Echte Sympathieträger gibt es bei den Protagonisten für mich nicht. Im Mittelpunkt des Thrillers stehen die beiden Frauen. Es sind zwei interessante Charaktere, die mit ihren menschlichen Schwächen realitätsnah wirken. Schon nach wenigen Kapiteln verfestigt sich der Eindruck, dass mit Jane etwas nicht stimmt und sie wahrscheinlich seelisch instabil ist. Ihr psychischer Zustand lässt sich aber nicht so recht fassen. Auch bei Marnie kommen allmählich Zweifel auf, ob sie so perfekt ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Charles wird gar als arrogant, überheblich und egoistisch dargestellt.

Thematisch deckt der Thriller so einiges ab. Es geht um Freundschaft und Liebe, aber auch um Demenz, sonstige physische, aber auch psychische Krankheiten, Unglücksfälle, Verlust, Trauer und andere dramatische Ereignisse. Dies macht das Buch tiefgründiger und abwechslungsreicher als erwartet.

Ein kleines Manko ist für mich die Spannungskurve. Schon am Ende des ersten Kapitels, also sehr früh, erfährt der Leser, dass Charles sein Leben lassen musste. Damit wird die Neugier geweckt, wie es dazu gekommen ist. Die genauen Umstände sind jedoch bereits zur Mitte des Buches geklärt, wodurch das Tempo des Thrillers leider zwischenzeitlich spürbar nachlässt. Erst gegen Ende hin nimmt die Geschichte wieder deutlich mehr Fahrt auf. Im letzten Drittel gibt es noch Überraschungen und Wendungen, allerdings auch ein oder zwei Ungereimtheiten. Das Ende ist ein wenig offen gehalten, was mir gut gefallen hat, weil es zur Geschichte passt.

Das geheimnisvolle Cover trifft meinen Geschmack. Erfreulich finde ich auch, dass sich der deutsche Titel so stark an der englischen Originalausgabe („Seven Lies“) orientiert.

Mein Fazit:
„Sieben Lügen“ von Elizabeth Kay ist ein lesenswerter Psychothriller. Beim Spannungsaufbau schöpft die Geschichte zwar nicht ihr gesamtes Potenzial aus. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 08.05.2020

Ein ruhiger, tiefgründiger Psycho-Thriller über Freundschaft, Abhängigkeit, Lügen und die Abgründe der menschlichen Seele.

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Inhalt:

Marnie und Jane sind seit ihrer Schulzeit die engsten Freundinnen und nur im Doppelpack zu haben.

Selbst Familientragödien und Schicksalsschläge scheinen der Freundschaft nichts anhaben zu können.

Bis ...

Inhalt:

Marnie und Jane sind seit ihrer Schulzeit die engsten Freundinnen und nur im Doppelpack zu haben.

Selbst Familientragödien und Schicksalsschläge scheinen der Freundschaft nichts anhaben zu können.

Bis Traumprinz Charles in Marnies Leben tritt und die Freundschaft der jungen Frauen bröckelt.

Eine kleine und harmlose Notlüge "Natürlich, ihr passt gut zusammen!" zieht die nächste nach sich bis sich Jane vor lauter Eifersucht in einem Geflecht aus Lügen verstrickt und die Situation nicht mehr kontrollieren kann.

Ein gefährlicher Strudel aus Lügen und Misstrauen mit tödlichen Folgen.


Mein Eindruck:

Dem Buchtitel entsprechend ist die Geschichte in sieben Abschnitte unterteilt. In jedem von ihnen wird eine von Janes Lügen offenbart und der neugierige Leser so immer tiefer in die Abgründe hineingezogen.

Aber die Story funktioniert nicht nur durch diese Aufteilung sondern besonders durch Janes Art zu erzählen: aus ihrer Perspektive in der Ich-Erzählung immer wieder per Du an eine unbekannte Personen gerichtet. Warum und an wen erfährt der Leser erst zum Schluss.

Janes Freundschaft zu Marnie ist geprägt von Einseitigkeit und Abhängigkeit. Ihre Einsamkeit, Eifersucht, die Lügen und ihr Wahn, der mit jedem Abschnitt immer konkreter wird, vergiftet die Freundschaft immer weiter.

Die Autorin gibt der Gestaltung der Charaktere viel Raum und lässt dadurch auch Vergangenheit, Vergleiche und Entwicklung der Personen zu. Hierdurch leidet hin und wieder die Spannungskurve, aber ihr Vorgehen ist wichtig, um die Hintergründe und Janes Besessenheit zu verstehen.

Auch die Tatsache, dass keiner der Charaktere sonderlich sympathisch ist, ist ungewöhnlich, passt aber perfekt zur Handlung. Jane ist ebenso wie Marnie manipulativ und regelrecht besessen. Auch Charles ist ein wahres Eckelpaket.

Wer einen blutigen und schockierenden Thriller mit durchgehender Spannung erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein.

Aufgrund der Leseprobe hatte auch ich mir zumindest mehr Spannung erhofft.

Wer sich jedoch auf den psychologischen Aspekt und die vielschichtigen Nebenschauplätze (Alzheimer, Magersucht, Verlust und Tod) einlässt, den erwartet ein tiefgründiger und leiser Einblick in die Abgründe der menschlichen Psyche.


Fazit:

Ein faszinierender psychologischer Thriller, der stellenweise unter die Haut geht und schockiert - selbst wenn einige Wendungen vorherzusehen sind und die Spannung nicht durchgehend gehalten wird.

Vielschichtig und tiefgründig ohne großes Blutvergießen liefert "Sieben Lügen" einen Blick in die menschlichen Abgründe.


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Rezensiertes Buch: "Sieben Lügen" aus dem Jahr 2020

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Veröffentlicht am 27.04.2020

Interessanter Psychothriller

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Inhalt:

Jane und Marnie sind beste Freundinnen - und unter Freunden kann man doch ehrlich sein, oder? Doch um ihre Freundschaft zu retten, fängt Jane an Lügen zu spinnen. Die eine zieht die andere nach ...

Inhalt:

Jane und Marnie sind beste Freundinnen - und unter Freunden kann man doch ehrlich sein, oder? Doch um ihre Freundschaft zu retten, fängt Jane an Lügen zu spinnen. Die eine zieht die andere nach sich und irgendwann wird es zu einem tödlichen Spinnennetz, aus dem es augenscheinlich kein Entkommen gibt…

Meinung:

Das Buch ist in sieben Abschnitte unterteilt. Jeder von ihnen beinhaltet die Geschichte, die zur jeweiligen Lüge führt. Diesen Aufbau finde ich sehr gelungen, da er meine Neugier steigern konnte. Auch die gewählte Erzählform hat mein Interesse geweckt. Die Handlung wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Jane erzählt, wobei diese sich immer wieder direkt an eine andere Person wendet. Somit wirkt es so, als würde sie die Geschichte jemanden mitteilen. Der Schreibstil hat diese besondere, eher unkonventionelle Erzählweise gut und fließend in die Geschichte eingebunden, so dass das Leseerlebnis dadurch nicht gestört wurde.

Die Handlung des Buches finde ich grundsätzlich sehr interessant. Jede Lüge hat eine Geschichte und zeigt durch diese die gefährlichen Abgründe der menschlichen Psyche auf - und dies so realistisch, dass mir manchmal die Luft weggeblieben ist. Die Geschichte entfaltet sich gezielt und besitzt durchweg einen roten Faden, der schlüssig konstruiert ist. Auch die Details der Handlung waren gut durchdacht und haben mich mehr als einmal zum Nachdenken gebracht. Letztere haben zusammen mit dem Konstrukt aus Nebenhandlungen überwiegend zu dem erschreckend realitätsnahen Leseerlebnis beigetragen.

Es ist also nachvollziehbar wenn ich sage, dass ich auf der einen Seite von der Handlung begeistert war. Auf der anderen Seite ist mir im Verlauf der Geschichte dann aber leider eine, für mich, große Schwäche ins Auge gefallen: Die fehlende Spannung. Zu Beginn des Buches gibt es einen kleinen Spannungsbogen. Danach scheint es so, als hätte die Autorin fast ganz auf die Spannung verzichtet. Nach ungefähr der Hälfte des Buches war meine Neugier auf das Ende der Geschichte fast nicht mehr vorhanden und ich musste mich teilweise dazu zwingen weiterzulesen. Das hat das Leseerlebnis in der ganzen zweiten Hälfte des Buches negativ beeinflusst.

Diese Enttäuschung wurde leider nur ein wenig durch die solide Ausarbeitung der Protagonisten gelindert. Vor allem Jane konnte mich da überzeugen. Ihr Gedankenfluss erscheint zwar manchmal simpel, ist dennoch bei genauerem Hinsehen komplex - genau wie ihr Charakter. Die Autorin hat sich an dieser Stelle bemerkbar viel Mühe gegeben, was sich in der Authentizität von Jane widerspiegelt. Die anderen Charaktere wurden meiner Meinung nach aber leider etwas vernachlässigt. Sie spielen zwar für die Handlung eine große Rolle, dennoch erscheinen sie eher blass. Dies kann natürlich aber auch gezielt von der Autorin gewollt sein, weil wir die Geschichte ja durch Janes Augen erleben.

Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch durch seine Einzigartigkeit und Realitätsnähe begeistern konnte. Dennoch besitzt es auch Schwächen, wie zum Beispiel die überwiegend fehlende Spannung, die schwer ins Gewicht fallen.
3,5/5

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