Cover-Bild Das namenlose Mädchen
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Detektive
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 18.01.2019
  • ISBN: 9783746634647
Jacqueline Sheehan

Das namenlose Mädchen

Roman
Christiane Winkler (Übersetzer)

Was hast du gesehen?

An einer abgelegenen Straße in Maine wird ein fünfjähriges Mädchen gefunden. Ihre Kleidung ist mit Blut bespritzt, das nicht von ihr stammt, und niemand weiß, zu wem sie gehört. Als in einem Haus in der Nähe drei Leichen gefunden werden, vermuten die Ermittler darunter auch die Mutter – doch keiner der Toten war mit dem Kind verwandt. Dalia Lamont, die in einer Einrichtung für Pflegekinder arbeitet, nimmt sich des Mädchens an. Was hat es beobachtet, worüber es nicht sprechen kann?

Spannend und hochemotional – die verzweifelte Suche nach einer Mutter.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2019

Familienschicksale

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„Alles, was sie sagte, hörte sich irgendwie banal an und wurde dem emotionalen Moment nicht gerecht.“ (S. 378) – dieser im Roman geäußerte Satz könnte auch für diesen gesamten Spannungsroman gelten, der ...

„Alles, was sie sagte, hörte sich irgendwie banal an und wurde dem emotionalen Moment nicht gerecht.“ (S. 378) – dieser im Roman geäußerte Satz könnte auch für diesen gesamten Spannungsroman gelten, der im Januar 2019 als Aufbau-Taschenbuch erschienen ist und 412 Seiten umfasst.
Delia Lamont arbeitet in einer Einrichtung für Pflegekinder und hat ihren Job gekündigt, um gemeinsam mit ihrer Schwester ein Café zu eröffnen. Doch noch hat sie einen letzten Auftrag zu erfüllen: Auf einer Landstraße in Maine wird ein verwirrtes, mit Blut bespritztes fünfjähriges Mädchen gefunden. Fast zeitgleich werden in einem nahegelegenen Haus drei Leichen entdeckt. Nachdem sich herausstellt, dass das Blut am Mädchen von einer dieser Leichen stammt, machen die Ermittler sich auf die Suche nach Zusammenhängen – und Delia versucht, dem Mädchen seine Familie zurückzugeben.
Der Roman beginnt spannend mit dem Auffinden des Mädchens und der Leichen. Auch die Ermittlungsarbeiten der Polizei halten den Spannungsbogen auf einem angemessenen Level und lassen den „Fall Hayley“, wie das Mädchen heißt, als roten Faden das Geschehen durchziehen. Am Ende wird der Fall logisch nachvollziehbar aufgeklärt.
Einen zweiten Handlungsstrang stellt die Geschichte der Schwestern Delia und Juniper Lamont dar. Beide haben aufgrund der Krankheit ihres Vaters und des Verlustes ihrer Eltern ein mitleiderregendes Schicksal hinter sich. Wie nicht anders zu erwarten, begleitet der Schicksalsschlag die Frauen bis in die Gegenwart und sorgt auch in diesem Roman noch für einige Überraschungen. Insofern ist die Story an sich durchaus interessant und spannend zu lesen.
Allerdings ist es der Autorin leider nicht gelungen, das Potenzial des Plots vollends auszuschöpfen: Der Mittelteil des Romans ist stellenweise recht langatmig zu lesen, und – und das ist das wohl größte Manko des Buches – die Charaktere bleiben beim Lesen sehr distanziert, ja sogar fremd. Mir jedenfalls fiel es beim Lesen sehr schwer, mich mit den Handelnden zu identifizieren oder mich in sie hineinzuversetzen, was es wiederum erschwerte, mit ihnen mitzufühlen und mitzufiebern. Der Roman ist und war zweifelsohne interessant zu lesen, in seinen Bann ziehen konnte er mich indes nicht.
Sheehans Sprache ist leicht, gleichmäßig und schnörkellos zu lesen, allerdings versäumt es die Verfasserin, durch mehr Abwechslung im Sprachgebrauch den Spannungsbogen zu unterstützen und dem Lesen Tempo zu verleihen.
Integriert in die beiden Handlungsstränge sind noch Drogen- und Medikamentenmissbrauch bzw. –kriminalität sowie, anhand der Erkrankung des Vaters der Lamont-Schwestern, das Leben mit psychisch erkrankten Familienmitgliedern, was ebenfalls wichtige und ernste Themen sind.
Aufgefallen ist mir zudem, dass im Klappentext von „Dalia Lamont“ die Rede ist, im Inneren aber von Delia.
Alles in allem handelt es sich bei „Das namenlose Mädchen“ um einen Spannungsroman, der flüssig zu lesen ist, der es allerdings aufgrund der oben angeführten Minuspunkte nicht geschafft hat, seine guten Ansätze vollends zur Geltung zu bringen und beim Lesen wirklich mitzureißen: ein Vertreter aus der Kategorie „Spannungsroman“, dem es an Authentizität und Rasanz fehlt, den man gut lesen kann, aber nicht muss.

Veröffentlicht am 04.03.2019

Ein "Kriminal"roman für zwischendurch

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Der Roman „Das namenlose Mädchen“ von Jacqueline Sheehan ist als Taschenbuch im Aufbau Verlag erschienen.
An einer abgelegenen Straße wird ein fünfjähriges Mädchen mit blutbespritzter Kleidung gefunden, ...

Der Roman „Das namenlose Mädchen“ von Jacqueline Sheehan ist als Taschenbuch im Aufbau Verlag erschienen.
An einer abgelegenen Straße wird ein fünfjähriges Mädchen mit blutbespritzter Kleidung gefunden, von den Eltern des Mädchens fehlt jede Spur. Kurz darauf werden in einem Haus in der Nähe drei Leichen entdeckt, doch kein Toter ist mit dem Mädchen verwandt gewesen. Die Sozialarbeiterin Delia Lamont ist kurz davor ihren Job an den Nagel zu hängen, als das kleine Mädchen in ihre Obhut kommt.
Anders als der Klappentext vermuten lässt, handelt es sich bei „Das namenlose Mädchen“ nicht um einen spannungsgeladenen Kriminalroman, der die Suche nach der Mutter des Mädchens im Vordergrund hat. Viel mehr erzählt der Roman die Geschichte der Sozialarbeiterin Delia, die Pflegestellen für Kinder vermittelt. Doch am Ende des Buches wird es dann doch richtig spannend und die Ereignisse scheinen sich beinahe zu überschneiden.

Veröffentlicht am 01.03.2019

kein Thriller

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Delia bekommt ein kleines Mädchen in ihre Obhut, welches verlassen auf der Straße gefunden wurde. Wenn ihre Mutter nicht gefunden wird, müssen Pflegeeltern für sie gefunden werden. Da sie bald den Job ...

Delia bekommt ein kleines Mädchen in ihre Obhut, welches verlassen auf der Straße gefunden wurde. Wenn ihre Mutter nicht gefunden wird, müssen Pflegeeltern für sie gefunden werden. Da sie bald den Job an den Nagel hängen will, möchte sie unbedingt diesen letzten Fall noch mit einem positiven Ergebnis für sich und das namenlose Kind abschließen. Das gestaltet sich schwierig, denn das Mädchen spricht kaum etwas und privat ist Delia bereits sehr mit der Eröffnung eines Cafès eingespannt.
Ich hatte mir, ehrlich gesagt, etwas mehr Thriller erwartet. Es geht in weiten Strecken aber nicht wirklich um die Ermittlungen, sondern mehr um Delia, ihre Vergangenheit, ihre Probleme. Das ist schön erzählt aber nur mäßig spannend. Erst zum Ende kommt wieder etwas Tempo in die Geschichte. Da hätte man noch mehr draus machen können, denke ich.

Veröffentlicht am 17.02.2019

Suche nach einer Mutter

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Das Cover hat mich angesprochen und mich neugierig gemacht auf das Buch von Jacqueline Sheehan. Auch der Klappentext konnte mein Interesse wecken und ich war gespannt auf diesen Roman.

Klappentext:
Was ...

Das Cover hat mich angesprochen und mich neugierig gemacht auf das Buch von Jacqueline Sheehan. Auch der Klappentext konnte mein Interesse wecken und ich war gespannt auf diesen Roman.

Klappentext:
Was hast du gesehen?

An einer abgelegenen Straße in Maine wird ein fünfjähriges Mädchen gefunden. Ihre Kleidung ist mit Blut bespritzt, das nicht von ihr stammt, und niemand weiß, zu wem sie gehört. Als in einem Haus in der Nähe drei Leichen gefunden werden, vermuten die Ermittler darunter auch die Mutter – doch keiner der Toten war mit dem Kind verwandt. Dalia Lamont, die in einer Einrichtung für Pflegekinder arbeitet, nimmt sich des Mädchens an. Was hat es beobachtet, worüber es nicht sprechen kann?

Spannend und hochemotional – die verzweifelte Suche nach einer Mutter.


Der Schreibstil ist flüssig und direkt von Beginn an ist eine gewisse Spannung im Buch vorhanden. Die handelnden Personen und auch die Handlungsorte konnte ich mir dank der detaillierten Beschreibungen gut vorstellen und hatte beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Jeder Charakter wird für sich gut dargestellt, so dass man sich beim Lesen ein gutes Bild machen kann. Leider gibt es im Buch einige langatmige Passagen in denen überhaupt nichts Neues passiert, aber im gesamten ist die Spannung noch okay. Zum Ende hin wird es dann wieder besser und der Spannungsbogen hält dann auch bis zum Schluss des Buches. Ich finde gut, dass das Buch dem Genre Roman zugeordnet wurde und nicht dem Bereich des Krimis, denn dafür fehlte wirklich über einige Seiten die Spannung, die es dafür benötigt hätte. Es ist eine Mischung aus spannenden Elementen, Emotionen und Einblicke in die Gefühlswelt der Hauptakteure.
Mich konnte das Buch insgesamt gut unterhalten, aber durch den etwas langatmigen Mittelteil des Buches sind es bei mir 3 Sterne die ich für diesen Roman von Jaqueline Sheehan vergebe.

Veröffentlicht am 08.02.2019

Wo ist die Mutter?

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Ein fünfjähriges Mädchen wird blutbespritzt an einer Straße aufgegriffen. Drei Menschen wurden ermordet, aber die sind nicht mit ihr verwandt. Die Sozialarbeiterin Dalia beginnt mit der Suche nach der ...

Ein fünfjähriges Mädchen wird blutbespritzt an einer Straße aufgegriffen. Drei Menschen wurden ermordet, aber die sind nicht mit ihr verwandt. Die Sozialarbeiterin Dalia beginnt mit der Suche nach der Mutter des Mädchens und kommt erstmal nicht weiter.
Nachdem der Roman mit dem Auffinden des Mädchens beginnt, wird sich dann erstmal aus-giebig mit der Vergangenheit und den familiären Verhältnissen von Dalia beschäftigt. Gut, mit ihrer Vergangenheit hat die Geschichte dann auch was zu tun, bzw. mit jemanden aus ihrer Vergangenheit. Das Ende ist dann nochmal ganz gut gelungen.
Mir ging es so, dass ich mir aufgrund des Klappentextes eine andere Geschichte vorgestellt habe, hier war es eine Mischung von ein wenig Kriminalroman, Familiengeschichte und et-was Liebesroman. Vielleicht mal eine gute Mischung, doch mich konnte der Roman nicht richtig packen. Für den Fortgang der Geschichte fällt mir die Aussage „langsam fließt der Fluss“ ein. Mir fehlte die Spannung, selbst beim mal sog. showdown. Wobei sich der Roman gut lesen ließ, doch mir fehlte das Packende.