Cover-Bild The Passengers
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15,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 09.06.2020
  • ISBN: 9783453320727
John Marrs

The Passengers

Roman
Felix Mayer (Übersetzer)

»Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle befindet. Ab sofort bestimme ich, wohin Ihre Fahrt geht. Im Augenblick gibt es nur eines, das Sie wissen sollten: In zwei Stunden und dreißig Minuten sind Sie höchstwahrscheinlich tot.« Als die hochschwangere Claire Arden diese Worte aus dem Lautsprecher ihres nagelneuen selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sie tatsächlich in ihrem Wagen gefangen ist. Und sie ist nicht die Einzige – noch sieben weitere Passagiere sind in derselben Situation: Die Systeme ihrer Autos wurden geknackt, und nun befinden sie sich auf einem fatalen Kollisionskurs. Doch damit nicht genug: Der Hacker streamt das ganze live im Internet, und die Zuschauer entscheiden über Leben und Tod der acht Passagiere …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2020

Ein absolutes Highlight

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Seitenzahl: 496

Verlag: Heyne

Preis: 14,99€

Autorin: John Marrs

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Klappentext:

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»Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle ...

Seitenzahl: 496

Verlag: Heyne

Preis: 14,99€

Autorin: John Marrs

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Klappentext:

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»Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle befindet. Ab sofort bestimme ich, wohin Ihre Fahrt geht. Im Augenblick gibt es nur eines, das Sie wissen sollten: In zwei Stunden und dreißig Minuten sind Sie höchstwahrscheinlich tot.« Als die hochschwangere Claire Arden diese Worte aus dem Lautsprecher ihres nagelneuen selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sie tatsächlich in ihrem Wagen gefangen ist. Und sie ist nicht die Einzige – noch sieben weitere Passagiere sind in derselben Situation: Die Systeme ihrer Autos wurden geknackt, und nun befinden sie sich auf einem fatalen Kollisionskurs. Doch damit nicht genug: Der Hacker streamt das ganze live im Internet, und die Zuschauer entscheiden über Leben und Tod der acht Passagiere …
Quelle: www.lesejury.de

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Meine Meinung:

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Ich fange diese Rezension mal anders an als die Anderen. Und zwar, falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt, dann lest nicht weiter, sondern kauft das Buch und lest es!!!!! In dieser Rezension sind keine Spoiler enthalten, aber ich will einfach, dass jeder dieses Buch liest. Es ist grandios!

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Zu dem Cover kann man ja nicht viel sagen, da es schwarz mit schwarzer Schrift ist, aber trotzdem gefällt es mir sehr gut. Was ich aber noch viel besser finde, ist der knallblaue Buchschnitt. Wow. Ich hatte noch nie ein Buch mit farbigem Buchschnitt.

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Ich habe mich am Anfang hauptsächlich für das Buch interessiert, weil mich der Klappentext und die Thematik des Buches sehr angesprochen. Autonome Autos sind durchaus realistisch und es wird ja auch schon mit Erfolg daran geforscht. Dadurch wirkt alle einfach noch realistischer.

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Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen und ich bin trotz der Länge des Buches nur so durch die Seiten geflogen. Ich war immer mitten im Geschehen und habe mir immer alles sehr gut vorstellen können und auch mit den Charakteren mitgefühlt.

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Kommen wir als nächstes auch gleich zu den Charakteren, die mir in diesem Buch einfach mega gefallen haben. Jeder einzelne hatte seine eigene Geschichte und seine eigenen Geheimnisse. Alle Charaktere waren wirklich gut ausgearbeitet und obwohl es viele Protagonisten sind, hatte ich keine Probleme sie auseinander zu halten. Man hat mit jedem Charakter mitgefühlt, auch wenn man mache eigentlich nicht so mochte. Aber ich glaube genau darum ging es auch, dass man Manche mehr mag und Andere weniger.

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Man wurde als Leser richtig in das Buch integriert und ich hatte das Gefühl, als wäre ich vor Ort und würde alles miterleben. Man wird als Leser dadurch, dass man manche Passagiere mehr mag und Andere weniger, quasi dazu gezwungen auch eine Entscheidung zu treffen wer leben darf und wer nicht. Und das fand ich sehr erschreckend, weil ich selber auch zu einer Entscheidung gekommen bin und ich mir auch sicher bin das alle anderen das auch sind, auch wenn Manche es sich nicht eingestehen wollen.

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Dadurch das, autonomes Fahren ein sehr aktuelles und realistisches Thema ist, wirkt das ganze Buch noch erschreckender und ich habe mir persönlich auch viele Gedanken gemacht.

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Was mir auch besonders gut gefallen hat war, dass auch noch viele andere sehr aktuelle Themen eingebaut wurden, wie Verhalten in Gruppen, Rassismus, Vorurteile, Depressionen, KI, Flüchtlinge und Anonymität im Internet, um nur mal ein paar zu nennen. Das Buch hat es wirklich in sich und es hat mich oft zum Nachdenken angeregt.

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Den Plottwist in diesem Buch hatte ich wirklich nicht erwartet und war echt überrascht, wie sich am Ende alles aufgelöst hat. Allgemein hat mir das Ende sehr gut gefallen, da es kein 0815 Ende ist und noch Raum für eigene Gedanken lässt.

Die einzige mini Kleinigkeit, die ich nicht so ganz gut fand ist, dass man die letzten 100 Seiten etwas hätte kürzen können aber das ist meckern auf hohem Niveau.

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Fazit:

Für mich war das Buch ein absolutes Highlight und ich habe vor auch die anderen Bücher von John Marrs zu lesen. Ich würde das Buch absolut jedem empfehlen! Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne.

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Hier könnt ihr es kaufen:

https://www.randomhouse.de/Paperback/The-Passengers/John-Marrs/Heyne/e562241.rhd

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Veröffentlicht am 27.07.2020

Grandios!!

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Selbstfahrende Autos sind in England schon Standard, die meisten dieser Autos sind aus der Klasse 5, man muss sich nur mehr hineinversetzen sein Ziel bekanntgeben und das Auto bringt einem komplett sicher ...

Selbstfahrende Autos sind in England schon Standard, die meisten dieser Autos sind aus der Klasse 5, man muss sich nur mehr hineinversetzen sein Ziel bekanntgeben und das Auto bringt einem komplett sicher von A nach B. Es gibt weit weniger Unfälle und somit auch sehr wenige Verkehrsunfallopfer. Doch ganz so sicher sind die Autos doch nicht, denn ein Hacker übernimmt die Kontrolle über acht Autos und deren Passagiere sind ihm vollkommen ausgeliefert. In zwei Stunden und 30 Minuten werden sieben der acht tot sein und das Verkehrskomittee und die Bevölkerung soll entscheiden wer überleben darf.
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Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das neue Buch von John Marrs und ich wurde nicht enttäuscht!! Der Schreibstil war wieder fantastisch. Obwohl das Buch wieder etwas dicker ist kommt man super schnell voran. Was natürlich auch wieder an der genialen Handlung liegt! Ja ich bin ehrlich auch diese Geschichte macht mir wieder etwas Angst, genauso wie in The One. John Marrs beschreibt einfach Szenarien die gar nicht mehr so weit in der Zukunft liegen und das setzt er auch noch großartig um. Es war spannend von der ersten bis zur letzten Seite und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. The Passengers bekommt von mir 5 von 5 Sternen und ist ein ganz toller Nachfolger nach The One - Finde dein perfektes Match. Auch The Passengers finde ich ist für sehr viele Leser ein tolles Buch, den jeder wied darin etwas finden was ihm packen kann. Das Ende habe ich so nicht kommen sehen und hat mich auch voll überzeugen können. Was mir auch sehr gefallen hat ist, das es im Verlauf der Geschichte immer wieder ganz kurz Anspielungen an The One gibt. Also alles in allem: Ganz große Klasse,

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Veröffentlicht am 24.07.2020

Erschreckend realitätsnah, moralisch herausfordernd und spannend bis zur letzten Seite

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"Wir haben zugelassen, dass unserer Leben Tag für Tag von Entscheidungen bestimmt wird, die Systeme mit künstlicher Intelligenz für uns treffen […]"

Das Cover:

Die Gestaltung des Buches ist schlicht ...


"Wir haben zugelassen, dass unserer Leben Tag für Tag von Entscheidungen bestimmt wird, die Systeme mit künstlicher Intelligenz für uns treffen […]"

Das Cover:

Die Gestaltung des Buches ist schlicht und einfach, aber ebenso beeindruckend gehalten. Der „Power – Button“ ist das einzige Detail, welches sich ein wenig optisch vom restlichen schwarz des Einbandes abhebt. Dier Buchschnitt strahlt in einem wundervollen Blauton und auch die Prägung der Buchstaben wirkt elegant und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Leider ist der Buchrücken sehr empfindlich. Leserillen ließen sich nicht vermeiden, auch wenn ich ein sehr vorsichtiger Leser bin. Alles in allem finde ich die Gestaltung jedoch sehr gelungen.

Meine Meinung:

Autonome Fahrzeuge, künstliche Intelligenz… das sind Begriffe, die auch heute schon zu unserem alltäglichen Leben gehören. Aber in wie weit sind solche Systeme in der Lage moralische Entscheidungen zu treffen? Nachdem Großbritannien im Rahmen einer Verkehrswende vollständig auf autonom fahrende Autos umgestiegen ist, kommt es hin und wieder trotzdem zu Unfällen, teilweise mit Todesopfern. Eine unabhängige Komission soll entscheiden, ob die Schuld dieser Unfälle bei den anderen Verkehrsteilnehmern oder der künstlichen Intelligenz des Autos liegt. Auch Protagonistin Libby wird als Representantin der Bevölkerung in dieses Gremium berufen und soll mithelfen die Schuldfrage spezifischer Unfallszenarien zu klären. Ehe es jedoch dazu kommt, werden sieben der Fahrzeuge gehackt und befinden sich nun auf Kollisionskurs. Der Hacker verlangt, dass das Gremium nun entscheidet, welcher der Fahrgäste überleben darf. Die übrigen Fahrgäste werden bei der Kollision ums Leben kommen. Der Hacker macht dabei unmissverständlich klar, dass es ihm ernst ist. Im Wettlauf mit der Zeit versuchen die Gremienmitglieder nun, eine Entscheidung zu treffen und müssen dabei mehrfach ihre eigenen Moralvorstellungen überdenken und teilweise über Bord werfen, denn jeder der Fahrgäste hat Leichen im Keller… oder im Kofferraum.

Nicht nur das Gremium, auch der Leser sieht sich mit seinen eigenen ethischen und moralischen Vorstellungen konfrontiert und sobald man glaubt eine eindeutige Entscheidung getroffen zu haben, reißt John Marrs das Ruder rum und lenkt die Geschichte erneut in eine andere Richtung. An mancher Stelle empfand ich die Plot-Twists ein wenig zu überladen, dafür hätte ich mir ein deutlicheres Charakterbuilding gewünscht, denn nicht jeder der Protagonisten wirkte für mich vollends ausgereift. Trotzdem ist und bleibt „The Passengers“ ein absoluter Pageturner, der spannend bis zur letzten Seite bleibt. Die deutliche Realitätsnähe wirkte teilweise beklemmend und beängstigend und besonders die Rolle der sozialen Medien war erschreckend. Denn während im Laufe der Geschichten immer mehr Geheimnisse und Lügen aufgedeckt werden, umso deutlicher zeigt sich, wie leicht sich die Menschen manipulieren und hinters Licht führen lassen.

" […] Wir schätzen unser Leben so gering, dass wir uns freiwillig der künstlichen Intelligenz unterwerfen, einer von Menschen geschaffenen Kraft, die weder Mitgefühl noch Sympathie kennt und zu keinem moralischen Urteil fähig ist. Wir haben der Menschheit ihre Menschlichkeit geraubt."

Fazit:

Trotz kleinerer Schwächen, ist „The Passengers“ ein lesenswertes Buch, welches sich sehr kritisch gegenüber künstlicher Intelligenz und den sozialen Medien äußert. Durch viele Perspektivenwechsel und Plot – Twist wird es zum wahren Pageturner und regt dabei dazu an, sein eigenes moralisches Handeln zu hinterfragen. Ich bin immer noch nachhaltig beeindruckt und das Buch hat mich in jedem Fall noch lange beschäftigt.

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Veröffentlicht am 20.07.2020

Atemberaubend

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The Passengers
Herausgeber ist Heyne Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (9. Juni 2020) und hat 496 Seiten.
Kurzinhalt: »Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht ...

The Passengers
Herausgeber ist Heyne Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (9. Juni 2020) und hat 496 Seiten.
Kurzinhalt: »Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle befindet. Ab sofort bestimme ich, wohin Ihre Fahrt geht. Im Augenblick gibt es nur eines, das Sie wissen sollten: In zwei Stunden und dreißig Minuten sind Sie höchstwahrscheinlich tot.« Als die hochschwangere Claire Arden diese Worte aus dem Lautsprecher ihres nagelneuen selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sie tatsächlich in ihrem Wagen gefangen ist. Und sie ist nicht die Einzige – noch sieben weitere Passagiere sind in derselben Situation: Die Systeme ihrer Autos wurden geknackt, und nun befinden sie sich auf einem fatalen Kollisionskurs. Doch damit nicht genug: Der Hacker streamt das ganze live im Internet, und die Zuschauer entscheiden über Leben und Tod der acht Passagiere …
Meine Meinung: Puh, das war wieder ein Buch nach meinen Geschmack. Künstliche Intellegenz und das Zusammenspiel mit dem Menschen, der immer habgieriger und perfider wird. Das Thema ist wieder sehr aktuell und interessant. Und es zeigt wiedermal, dass man der KI nicht unbedingt vertrauen muss. Gut fand ich die Libby, aber ich glaube, solche Menschen können wir mittlerweile suchen, denn meist ist jeder käuflich oder ethisch nicht integer. Tja, ich stand auch vor dem Dilemma, wem ich meine Stimme geben würde, wer in meinen Augen es wert ist, weiter zu leben. Gut, dass es dann nicht zu dem Crash gekommen ist, aber es gab doch wieder einen ganzen Haufen Unfälle. Sicherlich wäre das Buch nicht so spannend gewesen, wenn jeder der Insassen sofort die Wahrheit gesagt hätte und wenn sie nicht alle irgendein schwerwiegendes Geheimnis gehabt hätten.
Mein Fazit: Ein tolles Buch, was ich regelrecht verschlungen habe. Spannend von der ersten Seite an und auch am Ende war es nicht so ein Herunterprasseln von Geschehnissen, sondern da kam nochmal Spannung hoch, als eine Wendung eintrat. Ich vergebe 5 Sterne und werde mir diesen Autor merken. Ich kann das Buch jedem Leser wärmstens empfehlen, der gern über die neue Technik redet und deren Folgen.

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Veröffentlicht am 19.07.2020

'The Passengers' ist genial, spannend, erschreckend und gar nicht so realitätsfern

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Das Cover:
Das Cover von John Marrs zweitem Buch ist diesmal ganz in Schwarz gehalten. Es zeigt in der Mitte einen blauen Power-Knopf, den die autonomen Autos haben, um gestartet zu werden. Ein sehr passendes ...

Das Cover:
Das Cover von John Marrs zweitem Buch ist diesmal ganz in Schwarz gehalten. Es zeigt in der Mitte einen blauen Power-Knopf, den die autonomen Autos haben, um gestartet zu werden. Ein sehr passendes Cover, das schlicht ist, mir aber sehr gut gefällt.

Die Geschichte:
Als die schwangere Claire Arden in ihr autonomes Auto steigt, ahnt sie nicht, dass dies der schlimmste Tag ihres Lebens wird. Gemeinsam mit sieben anderen Menschen muss sie feststellen, dass ihr Auto sich nicht mehr steuern oder kontrollieren lässt! Der Grund: Ihre Autos wurden gehackt und steuern auf eine große, tödliche Kollision zu! Zu diesen sieben weiteren Menschen zählen die ältere Schauspieldiva Sofia Bradbury, das Ehepaar Heidi und Sam Cole (je in einem Auto), die indische Ehefrau Shabana, Kriegsveteran Victor, die Asylbewerberin Bilquis und der Obdachlose Jude. Währenddessen wird die Untersuchungskommission für Unfälle mit autonomen Fahrzeugen ebenfalls gehackt, in dem die Krankenschwester Libby unfreiwillig Mitglied ist. Von da an wird alles, was in den Fahrzeugen und in der Kommission geschieht, live im Internet gestreamt. Schon bald kommt heraus, dass jeder Passagier ein Geheimnis verbirgt, das nun ans Licht kommt, und die Zuschauer entscheiden dabei online über Leben und Tod der Passagiere...

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf das neueste Werk von John Marrs, in dem es um die Entführung von acht autonom fahrende Autos geht. Autonome Autos sind schon jetzt Realität, die Entwicklung ist zwar erst am Anfang, aber in den nächsten 10 oder 20 Jahren werden viele autonome Fahrzeuge auf den Straßen fahren, so dass die Geschichte zwar jetzt noch Fiktion ist, doch in einigen Jahren genau so passieren könnte. Die Geschichte beginnt mit der schwangeren Claire, die schnell mitbekommt, dass ihr Auto nicht das macht, was es soll, und nicht mehr unter ihrer Kontrolle steht. So geht es auch dem Obdachlosen Jude Harrison, der über 80-jährigen Schauspielerin Sofia Bradbury, dem Ehepaar Heidi und Sam Cole, dem Kriegsveteran Victor, der gedemütigten Ehefrau Shabana und der Asylbewerberin Bilquis. Irgendwie witzig ist dabei übrigens, dass Sophia denkt, das Ganze wäre eine Reality-TV-Show, in der sie nun mitspielt. Und für Sam und Heidi Cole ist es eigentlich der 10. Hochzeitstag, doch die beiden führen keine ehrliche Ehe mehr miteinander.

All diese Personen haben ihre Geheimnisse, die nach und nach live im Internet herauskommen, was wirklich krass ist. Und dann ist da ja noch Libby. Libby, die ihren Bruder verloren hat. Libby, die ungewollt in diese Situation geraten ist. Sie wurde für die Untersuchungskommission ausgewählt und durfte mit niemandem darüber reden. Doch nun sieht und erfährt das Internet alles. Libby ist Single, hat jedoch vor einer Weile einen Mann in einem Club kennengelernt, der ihr nicht aus den Kopf geht. Und der ist bei dieser grauenvollen Entführung live dabei! Ihr seht, es ist wirklich sehr viel los in dieser Geschichte, und es gibt so viele Geheimnisse. Der Hacker verknüpft diese acht Fahrzeuge und ihre Personen mit dem Untersuchungsausschuss, zu dem auch der rücksichtslose, egoistische Verkehrsminister Jack Larrson gehört, der ohne zu zögern Opfer bringt, um seine Ziele durchzusetzen.

So verläuft die Geschichte auf jeder Seite spannend und nach fast jedem Kapitel war ich geschockt über das, was da diesmal herausgekommen ist. Ich verrate hier natürlich (leider) keines der Geheimnisse, aber sie sind echt unerwartet und schockierend! John Marrs versteht es sehr gut, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und seine Leser zu schocken, sodass sie beim Lesen den Atem anhalten. So ging es mir zumindest. Es ist euch bestimmt klar, dass nicht alles gut ausgehen kann, und das tut es auch nicht. Es steckt viel mehr hinter all dem, als anfangs angenommen. Das Schöne ist, dass das alles im Verlauf der Geschichte aufgedeckt und erklärt wird. Übrigens findet sich auch ein Hinweis auf John Marrs erstes Buch, 'The One – Finde dein perfektes Match' in in der Geschichte, das fand ich echt toll.

Der Schreibstil war für mich wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es wird aus der Erzählperspektive geschrieben, was ich sehr gut finde. John Marrs hat sich wieder einem aktuellen Thema gewidmet, und eine einzigartige, atemberaubend spannende Geschichte daraus gemacht. Und in der heutigen Zeit, in der so gut wie jeder ein Smartphone (mit Internet) hat, ist das Szenario mit dem Streamen und live abstimmen gar nicht so fern. Stellt euch nur mal kurz in eurem Kopf vor, das Entführungsszenario aus dem Buch würde Realität. Natürlich wäre jeder interessiert an dem Ausgang der Entführung, würde sich das anschauen, mit abstimmen und seine Meinung kundtun. Das ist unsere heutige Realität. Das Internet macht es möglich. Irgendwie erschreckend, oder nicht? Und auch die Gewissensfrage, ob ein Leben mehr wert ist als ein anderes wird hier thematisiert. Und jeder darf sich selbst fragen, ob er oder sie genauso entschieden hätte...

Alles in allem ist 'The Passengers - Du entscheidest über Leben und Tod' mit seinem treffenden deutschen Titel, seinem tollen Cover und seiner Geschichte ein wirklich geniales Buch, dass mich mit jeder Seite unterhalten und mitfiebern lassen hat. Deshalb kann ich jedem, der einen spannenden Thriller liebt, dieses Buch wirklich nur empfehlen.

Meine Bewertung:
Mir hat 'The Passengers - Du entscheidest über Leben und Tod' wieder sehr gut gefallen. Mit seinen gut durchdachten Geschichten und Ideen und seinem angenehmen Schreibstil hat er mich als Fan gewonnen. 'The Passengers' ist einfach spannend, erschreckend und gar nicht so realitätsfern, wie man anfangs vielleicht denken könnte. Ich vergebe fünf Sterne.

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