Cover-Bild A Thing of Beauty
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Phantom Verlag
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 246
  • Ersterscheinung: 24.10.2019
  • ISBN: 9783927447080
Lilian Rogart

A Thing of Beauty

Charles Rice besucht eine ehemalige Freundin seiner Eltern und eine völlig neue Welt eröffnet sich ihm: Eine wunderbare Gartenanlage, die ihn gleich bei seinem ersten Gang völlig in seinen Bann schlägt, und die aufregende und kontroverse Welt der Rockmusik und des Musikbusiness.
Was auf den ersten Blick unvereinbar scheint, wird zusammengehalten von der strahlenden Persönlichkeit von Frances Dean und durch die Schönheit – eines außergewöhnlichen Gartens und einer bezwingenden Sängerin.
„Ich erkenne Schönheit, wenn ich sie sehe, in welcher Form sie sich auch zeigt“ – von diesem Gedanken ist der Debütroman von Lilian Rogart getragen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2020

Eine reizende Grundidee, die in der Ausführung ein wenig hakt

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Der Ich-Erzähler Charles, ein junger Mann von Mitte zwanzig, hat gerade sein Jura-Studium abgeschlossen und soll bald in die Kanzlei seines Vaters einsteigen. Zuvor gönnt er sich jedoch eine Auszeit, und ...

Der Ich-Erzähler Charles, ein junger Mann von Mitte zwanzig, hat gerade sein Jura-Studium abgeschlossen und soll bald in die Kanzlei seines Vaters einsteigen. Zuvor gönnt er sich jedoch eine Auszeit, und diese führt ihn zu Frances, einer ehemaligen Freundin seiner Eltern. Charles ist sofort fasziniert von dieser unkonventionellen Frau mit der bewegten Vergangenheit. Frances war Musikmanagerin, ein Teil des glamourösen Showbusiness – und stellt damit das genaue Gegenteil von Charles konventionellen, ja spießigen Eltern dar. Doch Frances hat sich aus der Glitzerwelt zurückgezogen und lebt nun auf dem Anwesen Ffrangcon Court inmitten eines überwältigend schönen Gartens. Es ist beinahe eine Parallelwelt, die sich Charles eröffnet, eine Welt voller Licht und Schönheit. Charles besucht Frances immer häufiger, schließt Freundschaft mit ihr, alles könnte wunderbar so weitergehen … bis Frances in einer Dorfkneipe auf die junge, noch unbekannte Sängerin Siobhan aufmerksam wird. Frances will das Ausnahmetalent fördern, managen, einem breiten Publikum bekannt machen, kurz: Frances will in ihr altes Leben zurück. Und dafür ist sie bereit, einen hohen Preis zu zahlen.

Dem Roman "A Thing of Beauty" liegt eine faszinierende Idee zugrunde: Es geht, wie der Titel erahnen lässt, im weitesten Sinne um Schönheit, allerdings nicht um die oberflächliche äußerliche Schönheit eines hübschen Gesichts, sondern um eine Art überirdischer Schönheit, wie sie sich etwa in Frances fantastischem Garten oder der überwältigenden Stimme Siobhans offenbart. Dieser Grundgedanke ist einfach zauberhaft – die Ausführung indes hakt leider, leider an einigen Stellen. Der erste Teil des Romans ist vor allem Frances‘ Garten gewidmet. Die Beschreibung der Anlage, der ‚gezähmten‘ Natur und der vorherrschenden Stimmung ist durchaus gelungen, stellenweise sogar poetisch; gleichzeitig dominieren die Beschreibungen so sehr, dass das eigentliche Geschehen und die Figuren zu meinem Bedauern weit dahinter zurücktreten. Der zweite Teil führt die Leserinnen in die Welt der Musik bzw. des Musikmanagements. Die beschriebenen Mechanismen der Branche zeugen von einer großen Sachkenntnis der Autorin, die Geschehnisse werden jedoch ebenfalls stilistisch recht einseitig, nämlich überwiegend in Form von Dialogen, dargestellt. Ein weiterer Minuspunkt, den ich leider nicht unerwähnt lassen kann, ist das bedauerlicherweise sehr unsorgfältige Lektorat des Romans, das sich in einer Fülle von überwiegend Interpunktions-, aber auch in so manchen orthographischen Fehlern niederschlägt.

Ich denke, "A Thing of Beauty" ist vor allem für Leser
innen interessant, die entweder ein großes Interesse an poetischen Gartenbeschreibungen haben (die sind, wie erwähnt, wirklich bezaubernd) oder aber sich für Musik bzw. das Musikbusiness interessieren. Ich selbst hätte mir ein größeres Augenmerk auf die literarische Ausgestaltung, auf die Figuren, ihre Motive, ihre Entwicklung, ihr Innenleben und ihre Relationen untereinander gewünscht.

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Veröffentlicht am 04.12.2019

Charles Reise

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Lilian Rogart versucht mit ihrem Roman eine tiefere Einsicht zu vermitteln, die sich mir nicht erschlossen hat. Meine Bewertung ist auf diesem Hintergrund zu verstehen.

Charles Rice hat gerade sein ...

Lilian Rogart versucht mit ihrem Roman eine tiefere Einsicht zu vermitteln, die sich mir nicht erschlossen hat. Meine Bewertung ist auf diesem Hintergrund zu verstehen.

Charles Rice hat gerade sein juristisches Staatsexamen bestanden. Bevor er in die Kanzlei seines Vaters einsteigt, will er reisen und dabei auch alte Freunde besuchen. Die ersten Ziele sollen in England liegen, bevor er den Radius weiter ausdehnt. Ziemlich zu Beginn steht der Besuch bei Frances Dean. Sie führt ein Haus, umgeben von einer wundervollen Parkanlage. Sie war eine Freundin seiner Eltern, bis ein Streit die Wege trennte.

Charles schlendert durch den Park und genießt das wundervolle Anwesen in vollen Zügen. Zu Frances hat er trotz der Differenzen mit den Eltern eine herzliche Beziehung. Doch die Stille und der Genuss sind die eine Seite der Medaille. Frances hat eine Vorliebe für Rockmusik, die laut und aufdringlich ist.

Bei Frances scheint die Welt Kopf zu stehen. Zwei,auf den ersten Blick nicht zu vereinbarende, Welten scheinen hier aufeinander zu treffen. Die Welt der Stille, des Grünen, der Natur trifft hier auf die Welt der Lautstärke, der harten Beats, der Musik. Frances selbst singt und arbeitet mit ihrer Entdeckung Siobhan zusammen. Die Schwierigkeiten des Business kommen zum Ausdruck.

Frances bewegt sich in beiden Welten scheinbar mühelos. Es scheint, dass sie die Verbindung zu beiden Welten ist.

Zwei so unterschiedliche Welten in einem Roman zu vereinen erfordert viel von der Autorin. Sie sollte ihren Protagonisten Leben einhauchen und ihn aktiv werden lassen. Den wundervollen Garten und das Anwesen sollte sie so beschreiben, dass es mich als Leserin anspricht. Ich suche dabei Bilder in meinem Kopf.

Dann gibt es noch das Musikbusiness mit seinen lauten Tönen und der damit verbundenen Geschäftigkeit. Hier bin ich mitten im Leben! Zeit ist Geld. Hier ist ein harte klare Sprache gefragt. Das Pulsieren muss spürbar werden.

Vielleicht täten diese Stilmittel dem Buch gut. Einen Spannungsbogen habe ich in der Geschichte total vermisst. Die Autorin bedient sich einer eigenwilligen Erzählweise, bei der mir die Aktivität der Protagonistin fehlt. Die Charaktere sind alle gut entwickelt und in die Handlung eingefügt.

Mir persönlich hat die Erzählweise nicht so gut gefallen. Es war streckenweise langatmig um dann plötzlich wieder im Hier und Jetzt zu sein. Ich konnte nicht gut folgen. Vielleicht mein Fehler.

Für Menschen, die solche Geschichten mögen, ist es vllt. genau das Richtige.

Veröffentlicht am 23.11.2019

Nicht meine Geschichte

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Als Charles nach seinem Studium durch die Welt reisen will, führt ihn sein erster Weg zu Frances Dean, einer alten Freundin seiner Eltern. Dort erwartet ihn ein wunderschön angelegter Garten, der ihn vom ...

Als Charles nach seinem Studium durch die Welt reisen will, führt ihn sein erster Weg zu Frances Dean, einer alten Freundin seiner Eltern. Dort erwartet ihn ein wunderschön angelegter Garten, der ihn vom ersten Moment an beeindruckt. Doch dann möchte Frances Dean wieder zurück ins harte Musikbusiness und damit in eine ganz andere Welt.

Leider sind wir nicht so richtig Freunde geworden, denn das Buch war einfach etwas ganz anderes, als ich erwartet hatte. Irgendwie hatte ich nämlich erwartet, dass ich am Ende sagen würde „Ach, war das schön!“ Doch leider fand ich die Geschichte eher deprimierend und langatmig.

Schon der Schreibstil der Autorin ist sehr gewöhnungsbedürftig. Einerseits schreibt sie relativ flüssig, andererseits beschreibt sie teilweise seitenweise, so dass es schnell langweilig wird. Außerdem wird die Geschichte zwar aus Charles Sicht erzählt, aber dann doch wieder irgendwie nicht. Insgesamt konnte sie mich jedoch weder mit ihrem Schreibstil, noch mit der Geschichte so richtig packen.

Denn auch diese ist gewöhnungsbedürftig. Aufgeteilt in zwei Teile, die die zwei Welten der Frances Dean kennzeichnen, konnte sie mich einfach nicht besonders beeindrucken. Im ersten Teil lernt man Frances kennen, eine Frau Anfang fünfzig, die relativ zurückgezogen auf ihrem Anwesen Ffrangcon lebt. In diesem Teil wird man auch durch den Garten geführt, der das Anwesen umgibt. Leider wurde dieser so dermaßen tot beschrieben, dass ich am Ende des Rundgangs so gut wie kein Bild davon vor meinem inneren Auge hatte und mir dementsprechend auch diese hochgelobte Schönheit nicht vorstellen konnte. Im zweiten Teil widmet sich die Geschichte dann dem Musikbusiness, der nicht ganz leichten Zusammenarbeit zwischen Frances und ihrer Entdeckung Siobhan und den Schwierigkeiten überhaupt, die dieses Business mit sich bringt. Hier wurde es schon interessanter, trotzdem blieb die ganze Geschichte sehr distanziert. Außerdem wird in dem ganzen Roman sehr viel geredet und philosophiert, was ich wirklich anstrengend fand. Dennoch gab es auch schöne Szenen, zum Beispiel ein Picknick im Grünen oder ein paar wirklich tiefgründige Gespräche, die auch mal gut nachvollziehbar waren.

Die jeweiligen Charaktere fand ich durchaus in Ordnung, so wie sie geschrieben waren, vom Hocker reißen konnten sie mich allerdings nicht. Gerade Charles bleibt von Anfang bis Ende sehr blass. Er könnte alles und jeder sein, hat keine Persönlichkeit. Dafür hat Frances das mehr als alle anderen. Sie ist ein Arbeitstier, aber auch stur und unbelehrbar. Gemocht habe ich sie nicht, aber das ist auch gar nicht wichtig, denn auch Siobhan war mir unsympathisch, dennoch hatten beide eine Persönlichkeit und das ist wichtig.

Insgesamt war dieses Buch einfach nicht mein Ding, hatte aber auch seine guten Momente. Nur leider waren das für mich zu wenige, um es noch als gut zu bezeichnen. Da ich aber gesehen habe, dass es etwas erzählen will, gebe ich noch drei Punkte.