Cover-Bild Chester
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: tolino media
  • Themenbereich: Belletristik - Horror
  • Genre: Krimis & Thriller / Horror
  • Seitenzahl: 332
  • Ersterscheinung: 31.01.2022
  • ISBN: 9783754638118
Matthias Clostermann

Chester

In Glendale, einem industriellen Stadtteil von Los Angeles arbeitet der schüchterne und etwas verschrobene „Chester“ Hoseok Yoon als Designer von Postern und Punk-Band-Covern. Die Fotos dafür schießt er mit der alten Leica seines verstorbenen Vaters. Ein Fotoreporter, der, wie Chesters Mutter glaubt, „die Wahrheit“ sehen konnte und sterben musste, weil er durch die Linse der Kamera festhielt, was ansonsten verborgen geblieben wäre. Den beißenden Geruch der Entwicklerflüssigkeit noch in der Nase, entdeckt Chester auf den Bildern eine verstörende neue Realität, die nur seine Kamera sehen kann. Seine Fotos zeigen ihm Dämonen, groteske Kreaturen, die Lebensenergie anderer verschlingen, während sie nach außen hin menschlich scheinen. Doch Chester sieht sie, enttarnt durch die Linse seiner Kamera. Er hat „das Auge“. Dann reißt ihn der plötzliche, gewaltsame Tod seines besten Freundes hinab in einen Strudel aus Drogen, Gewalt und bizarren Visionen. Jeremy White ist Detective beim LAPD, zwei Jahre vor dem Ruhestand, er ist müde. Er will Ruhe. Er will mehr Zeit für seine Frau und bald vielleicht sogar für seine Enkel. Doch diesen Herbst lässt Captain Lorna Grey ihn noch nicht gehen. Eine tödliche neue Droge ist aufgetaucht, verteilt von skrupellosen Gangs. So viele Morde, so viel Leid. Es wird ein heißer Herbst in LA. Für sie alle. Jeremy und Chester kämpfen beide gegen Dämonen – in der Stadt der Engel und in sich selbst. Doch sie stehen in einem unerbittlichen Wettlauf gegen die Zeit auf unterschiedlichen Seiten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2022

Düsterer Thriller um einen jungen Mann im verzweifelten Kampf gegen innere und äußere Dämonen

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Mit seinem dritten Buch legt der Autor Matthias Clostermann einen eher düsteren Thriller vor, der uns in die dunklen Ecken von Los Angeles entführt.

Dort schlägt sich der etwas verschrobene „Chester“ ...

Mit seinem dritten Buch legt der Autor Matthias Clostermann einen eher düsteren Thriller vor, der uns in die dunklen Ecken von Los Angeles entführt.

Dort schlägt sich der etwas verschrobene „Chester“ Hoseok Yoon als Designer von Postern und Punk-Band-Covern durch. Als er eher aus Zufall die alte Kamera seines früh verstorbenen Vaters wiederfindet, erinnert er sich an die Erzählungen seiner Mutter, das sein Vater durch die Linse dieser Kamera die Wahrheit sehen konnte und deshalb sterben musste. Kurz darauf entdeckt er selbst auf den Fotos, die er geschossen hat, groteske Gestalten, die den Menschen die Lebensenergie stehlen. Hat er die Fähigkeiten seines Vaters geerbt und ist der Einzige, der diese Dämonen noch aufhalten kann ? Auf seinem Feldzug gegen das Böse kreuzt er den Weg des ausgebrannten Detective Jeremy White vom LAPD, der mit seinem Partner Barry auf eine tödliche neue Droge angesetzt wird, die die Stadt gerade überschwemmt.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und erzählt sie in weiten Teilen aus der Perspektive seiner Hauptfigur, der hier auch als Ich-Erzähler fungiert. Dabei beginnt man schnell an seinen Wahrnehmungen zu zweifeln. Haben wir es hier wirklich mit einer echten Bedrohung zu tun, oder schlägt sich Chester eher mit inneren Dämonen herum, die ihn immer tiefer in einen Wahn hineintreiben ? Schnell entwickelt sich eine unheimliche Sogwirkung, die einen beim Lesen mit jeder Seite tiefer in den Bann der Geschichte zieht. Das der Autor seit Jahren im Film- und Entertainmentbereich arbeitet, merkt man seinen bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino permanent auf Hochtouren laufen lassen, jederzeit an. Getragen wird das Ganze zudem von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Das konsequente und schonungslose Ende bietet zwar eine durchaus schlüssige Auflösung, lässt aber auch noch einige Fragen offen. Dies kann den absolut positiven Eindruck, den das Buch bei mir hinterlassen hat, aber nur unwesentlich trüben.

Wer auf düstere Thriller wird hier gut bedient und spannend unterhalten. Zudem bietet die Geschichte viel Stoff zum Nachdenken und hallt so noch weit über das Ende des Buches nach.

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Veröffentlicht am 01.05.2022

Dämonische Arschkarte?

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Hoseok "Chester" Yoon lebt in Los Angeles und ist Designer. Er gestaltet unter anderem Poster und Cover. Sein dahingeschiedener Vater hat ihm eine Leica hinterlassen, und mit dieser Kamera kann er auf ...

Hoseok "Chester" Yoon lebt in Los Angeles und ist Designer. Er gestaltet unter anderem Poster und Cover. Sein dahingeschiedener Vater hat ihm eine Leica hinterlassen, und mit dieser Kamera kann er auf den Fotos Dinge "sehen", die sonst kein Film festzuhalten vermag.

Dämonen sind auf den Abbildern verewigt und sind dadurch enthüllt, obwohl sie wie normale Sterbliche auftreten. Sie nähren sich von der Lebensenergie von Menschen. (Und wer kennt nicht solche parasitären "Vampire" nicht aus dem eigenen Umfeld, egal ob Vergangenheit oder Gegenwart? Sind das etwa auch verkappte Dämonen?)

Aber etwas Grässliches passiert und eine Abwärtsspirale für Chester beginnt.

Parallel erfahren wir von Jeremy White, der beim LAPD arbeitet. Gangs und eine neue Droge sorgen für enorme Unruhe. Werden die Wege von Chester und Jeremy sich kreuzen? Kann das Gute überhaupt gewinnen?

Das Buch ist wie eine Achterbahnfahrt. Rasant, wieder ruhiger, dann wieder akzelerierend. Es ist spannend und eingängig geschrieben. Es reflektiert sehr gut unsere düstere, harsche Realität.

Mit seinen Implikationen der äußeren und internen Dämonen regt es sehr gut zum Reflektieren an. Schön unheimlich! Dafür vier von fünf Dämonen. 👹👹👹👹 Danke, Matthias Clostermann!

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Veröffentlicht am 25.04.2022

Meine und deine Dämonen

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"Chester" von Matthias Clostermann ist ein von Beginn an sehr spannendes Buch.
Hoseok Yoon, genannt Chester lebt in Los Angeles und hält sich mit Designaufträgen grade so über Wasser. Er lebt illlegal ...

"Chester" von Matthias Clostermann ist ein von Beginn an sehr spannendes Buch.
Hoseok Yoon, genannt Chester lebt in Los Angeles und hält sich mit Designaufträgen grade so über Wasser. Er lebt illlegal in einer stillgelegten Lagerhalle und hat auch nicht allzu viele Freunde. Mit der alten Leica seines verstorbenen Vaters geht er auf Motivjagd, unter anderem auch für seinen Job. Was er auf den selbstentwickelten Aufnahmen zu sehen bekommt, erscheint frisch entsprungen aus dem Reich der Dämonen.
Nach einer solchen Begegnung sucht sein bester Freund Hilfe bei ihm und ist schon kurz danach tot. Chester begibt sich auf eine Suche.
Auf der Suche ist auch der Polizist Jeremy White, er sucht nach den Verursachern einer Schwemme von neuen und hochgefährlichen Drogen.
Aus der Sicht dieser beiden, Chester und Jeremy, wird das Buch erzählt und die Spannung steigt sehr schnell an, auch weil es Chester immer wieder schafft, in sehr gefährliche Situationen zu geraten. Es ist ein Strudel von Gewalt, Drogen und Dämonen.
Chesters Dämonen sind innerlich und äußerlich und es ist sehr gut beschrieben, wie sich das für ihn anfühlt, wie die Situation kippt und eskaliert. Mich haben diese Beschreibungen sehr gefesselt. Mir gefällt sehr, wie vielfältig dieses Thema hier angegangen wird, an einigen Stellen hätte ich mir noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht.
Der Autor schafft es, die Protagonisten lebendig werden zu lassen, ich konnte sehr viel nachempfinden und diese Eskalation hier hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 16.04.2022

Aussenseiter wird zum Mörder

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Was muss passieren, damit ein ruhiger und etwas nerdiger Aussenseiter zum Mörder wird? Dieser Frage geht Matthias Clostermann in seinem Thriller "Chester" nach. Chester lebt sein Leben im Schatten der ...

Was muss passieren, damit ein ruhiger und etwas nerdiger Aussenseiter zum Mörder wird? Dieser Frage geht Matthias Clostermann in seinem Thriller "Chester" nach. Chester lebt sein Leben im Schatten der Großstadt LA. Nachdem er sein Studium abgebrochen hat, wohnt er in einer verlassenen Autowerkstatt, nur sporadisch besucht von einem seiner wenigen Freunde Matt. Durch diesen gerät Chester in einen Strudel des Bösen und die Kombination aus Drogen und kindlicher Prägung in Bezug auf den frühen Tod seines Vaters und der Indoktrination über koreanische Dämonen von Seiten seiner Mutter, sowie den tragischen Tod Matts, beeinflussen ihn so weit, dass er sich auf die Jagd nach den Dämonen macht, die er von nun an "sehen" kann.

Das Buch ist abwechselnd aus Chesters Sicht, sowie der von Detective Jeremy White geschrieben, der in Matts Todesfall ermittelt. Sowohl Chester, als auch Jeremy sind dabei von ihrer Sicht überzeugt und es gelingt dem Autor darzustellen, wie beide in ihrem Gedankenkäfig gefangen sind und somit nicht auf naheliegende Lösungen kommen. Im Großen und Ganzen hat mich Chesters Geschichte schon überzeugt, allerdings wurde das Potential der Geschichte nicht vollständig ausgereizt. So spielt sich fast die gesamte Geschichte in Chesters Kopf ab, er tritt kaum in Interaktion mit anderen Menschen in seiner Umgebung. Auch ist vor allem das Ende sehr vorhersehbar und nicht überraschend. Daher eher kurzweilig mit der Option sich mehr Gedanken über das Thema Aberkennung von Menschlichkeit zu machen.

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Veröffentlicht am 13.04.2022

spannende Geschichte mit Potential, leider verrät der Klappentext zu viel

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Zusammenfassung
"Chester" Hoseok Yoon lebt in einem industriellen Stadtteil von L.A. Er arbeitet als Designer für Poster und Cover. Die Bilder hierfür schließt er mit seiner alten Leica, welche er als ...

Zusammenfassung
"Chester" Hoseok Yoon lebt in einem industriellen Stadtteil von L.A. Er arbeitet als Designer für Poster und Cover. Die Bilder hierfür schließt er mit seiner alten Leica, welche er als Andenken von seinem Vater hat. Auch sein Vater war Reporter. Mit seiner Leica konnte er die "Wahrheit" sehen, die Dämonen, die ein jeder in sich trägt. Doch gerade weil er diese Wahrheit sehen konnte, musste sein Vater sterben. Auch Chester fängt an diese Wahrheit zu sehen, als sein bester Freund stirbt. Die Fotos der vergangenen Nacht zeigen Chester die Ursache. Chester begibt sich auf die Jagd nach den Tätern und stößt hierbei auf eine Drogengang.
Parallel hierzu begleiten wir Detective Jeremy White und seinen Kollegen Barry bei den Ermittlungen. Eine neue, gefährliche Droge ist auf dem Markt und macht langsam in L.A. die Runde.

Charaktere
Die Geschichte wird aus zwei Sichtweisen erzählt. Einmal erleben wir die einsame, bedrohliche Welt von Chester und auf der anderen Seite die Auffassungen der Polizei. Mit Chester konnte ich mich persönlich leider nicht identifizieren. Er wirkt immer gehetzt und sehr in sich gekehrt. So als hätte er keine richtige Aufgabe, kein Ziel im Leben, bis die Fotos ihm die Wahrheit sagen und er eine Art Obsession entwickelt. Er sieht sich als Krieger und Rächer, da er einer der wenigen ist, die diese Dämonen sehen können. Aussagen seiner Ummenschen verstärken die bizarren Visionen nur noch. Am Beispiel Chester sieht man sehr gut, dass man sich die Aussagen der Anderen oft so zurecht legt, wie sie einem am Besten passen.
Jeremy war mir sehr sympathisch. Er handelt durchdacht und dennoch mit Herz. Bei dem ersten Zusammentreffen von Jeremy und Chester ist Chester jedoch in einer misslichen Lage. Jeremy kommt ihm zu Hilfe. Hierdurch hat Chester für Jeremy die Rolle des Jungen, der Keinem was tun kann, bekommen. Dies könnte ihm noch zum Verhängnis werden.

Schreibstil
Der Schreibstil von Matthias Clostermann ist sehr flüssig. Ich bin quasi durch das Buch geflogen. Die Handlung wurde sehr spannend erklärt. Allerdings wurden die Dialoge häufig sehr kurz gehalten. In der Ausschnitten von Chester finden zudem sehr selten Konversationen statt, da dieser ein richtiger Einzelgänger ist.
Der Klappentext nimmt leider schon ziemlich viel der Handlung vorweg.

Fazit
Das Buch hat auf jeden Fall Potential. Man wird zum Anfang direkt in das Geschehen geworfen, dass hat mir sehr gut gefallen. Man wird gut in die Handlung geführt. Leider hat sich Chester auf die Gang konzentriert und sieht die anderen Dämonen nicht sieht. Die Handlungen, welche Chester gegen die Dämonen ausführt, sind von ihm durchgeplant. Als Leser werden wir erstmal im Dunkeln gelassen und lesen dann die Durchführung, welche von äußerst viel Mut zeugen. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Als Leser bekommt man sehr wenig mit. Auf mich hat es sehr gehetzt gewirkt.
"Chester" von Matthias Clostermann zeigt zum Einen sehr gut, dass jeder seine Dämonen und Probleme hat, nur dass der Umgang hiermit unterschiedlich ist.
Zum Anderen zeigt das Buch wunderbar, was aus einem ruhigen, zurückgezogenen Menschen werden kann, wenn Umstände und Aussagen verschieden interpretiert werden.

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