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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2022

Gänsehaut ist hier garantiert!

Der chinesische Zwilling
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Zum Buch: Eva und ihr Mann Steen haben einen harten Schicksalsschlag erlitten, denn Evas Kind starb noch vor der Geburt im Mutterleib und seitdem leidet Steen unter einer seltsamen Lähmung. Eva vertraut ...

Zum Buch: Eva und ihr Mann Steen haben einen harten Schicksalsschlag erlitten, denn Evas Kind starb noch vor der Geburt im Mutterleib und seitdem leidet Steen unter einer seltsamen Lähmung. Eva vertraut dem Krankenhaus seit ihrer Totgeburt nicht mehr und pflegt ihren Mann mithilfe ihrer Schwester, der Tierärztin Klara, selber zuhause. Doch dann geschehen wirklich unheimliche Dinge in der dänischen Kleinstadt und Eva stößt bei ihren Recherchen auf Unglaubliches…

Meine Meinung: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Leserunde vom Saga/Steinbach-Verlag zur Verfügung gestellt. Es wurde als Skandinavien-Krimi angepriesen, doch außer, dass die Geschichte in Dänemark spielt, hat sie damit nicht viel gemein. Das macht aber nichts, wenn man nicht auf dem Genre herumreitet! Denn was der Leser hier bekommt, ist eine absolut spannende, gruselige und mystische Geschichte, die einen schnell im Griff hat und nicht mehr loslässt!

Die Stimmung ist von Anfang an ziemlich düster, was einen bei dem Plot ja auch nicht verwundert. Eva kämpft sich durch, obwohl sie selbst noch stark an der Totgeburt zu knacken hat. Aber ich habe das ganze Buch über ihre Entschlossenheit und ihren Mut bewundert! Auch, wenn sie selber manchmal ziemlich skurril rüberkommt! Ihr Mann Steen ist asiatischer Herkunft und wir erfahren im zweiten Erzählstrang von seiner frühen Kindheit. Für diese Erzählung muss man wirklich stark sein!

Zum Schluss hin verdichtet sich die Atmosphäre nochmals und endlich wird der Leser mit der kompletten Auflösung belohnt! Wobei das Ende wirklich krass morbide ist…

Mein Fazit: Also, ihr merkt schon: dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Leser, denn der Plot ist schon echt gruselig und grausam. Aber wen das nicht stört, sondern fasziniert, wird sich in diese Geschichte verlieben! Durch den flüssigen Schreibstil bin ich nur so durch das Buch geflogen und ich werde diese Autorin auf jeden Fall im Auge behalten!

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Das Böse ist manchmal gar nicht so weit entfernt...

Still Missing – Kein Entkommen
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Zum Buch: Die Maklerin Annie O´Sullivan hat Schlimmes durchgemacht, sie wurde bei einer Open-House-Besichtigung von einem angeblichen Kunden entführt und etwa ein Jahr lang gefangen gehalten. Was sie dort ...

Zum Buch: Die Maklerin Annie O´Sullivan hat Schlimmes durchgemacht, sie wurde bei einer Open-House-Besichtigung von einem angeblichen Kunden entführt und etwa ein Jahr lang gefangen gehalten. Was sie dort in dieser einsamen Hütte durchlebt hat, war ein einziger Albtraum. Doch sie konnte fliehen.

Aber ihr Leben ist nicht wieder so wie vorher, sie kann niemanden so richtig an sich heranlassen und natürlich misstraut sie jedem. Der einzige Mensch, dem sie sich anvertraut, ist ihre Therapeutin. Und so erfährt der Leser auch die ganze Geschichte…

Meine Meinung: Der Erzählstil hat mir hier sehr gut gefallen. Annie erzählt ihrer Therapeutin, was sie in diesem einen Jahr der Hölle dort mitgemacht hat, was ihr Entführer ihr angetan hat und was danach alles passiert ist. Denn eine Frage bleibt unbeantwortet und ist für Annies Weiterleben doch so wichtig: Warum? Dieser großen Frage versucht sie auf den Grund zu gehen. Hilfe bekommt sie von Sergeant Gary Kincade. Der setzt alles daran, herauszufinden, wer der Entführer war und ob er allein gehandelt hat.

Annies Verhalten, dass sie zum Beispiel manchmal im Schrank schläft vor lauter Angst, ist absolut nachvollziehbar. Der Leser fühlt sehr mit ihr mit. Auch wenn einem manche Dinge sehr suspekt erscheinen, kann man es doch verstehen. Annies Familien- und Freundeskreis weiß nicht so richtig mit ihr umzugehen, das ist alles sehr verkrampft. Alles nachvollziehbar.

Doch was sich dann an Bösem zum Ende hin abzeichnet, hat mich als Leser mal so richtig schockiert! Das kann ich natürlich nicht verraten, nur, dass die Reise dorthin sehr, sehr spannend ist!

Mein Fazit: Das Buch wurde mir empfohlen und ich bin sehr dankbar dafür! Annies Gefühlswelt wird hier von der Autorin so richtig gut dargestellt und die Geschichte ist sehr spannend! Es muss nicht immer ein Serienmörder sein, um mich so gut zu unterhalten! Klare Empfehlung hierfür gibt es auch von mir!

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Veröffentlicht am 02.04.2022

Sollte der Mensch in der Genetik herumpfuschen?

Wunschkynd
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Zum Buch: Die Ehe von Paula und ihrem Mann Sören dümpelt eigentlich nur noch so dahin. Die 18jährige Tochter ist fast gar nicht mehr zuhause und Paula sucht nach einem Sinn in ihrem Leben. Ob es die Babyparty ...

Zum Buch: Die Ehe von Paula und ihrem Mann Sören dümpelt eigentlich nur noch so dahin. Die 18jährige Tochter ist fast gar nicht mehr zuhause und Paula sucht nach einem Sinn in ihrem Leben. Ob es die Babyparty der Kollegin war oder etwas Anderes – auf jeden Fall reift in ihr der Wunsch nach noch einem Baby. Sören hat sie immer wieder vertröstet, aber ihre Uhr tickt. Doch sie hat ein Problem: ihre Migräne wird gentechnisch auf jeden Fall an das Ungeborene weitergegeben und diese Hölle möchte sie ihrem Kind nicht zumuten. Da ist es doch praktisch, dass sie als Genetik Ingenieurin die Möglichkeit hätte, die DNA des Kindes zu verändern. Doch diesen Plan kann sie definitiv nicht alleine ausführen. Ihr Nachbar Robert könnte helfen, aber der verfolgt seine ganz eigenen Ziele…

Meine Meinung: Der Autorin ist hier auf alle Fälle ein Buch mit einem sehr interessanten Thema gelungen! Obwohl ich nicht viel von Gentechnik verstehe, hat sie es geschafft, dass ich vieles trotzdem verstanden habe und mir meine eigene Meinung bilden konnte.
Paula hat mich sehr genervt als Charakter. Ihr Kinderwunsch ist vielleicht nachvollziehbar, aber dann zu solch drastischen Mitteln zu greifen, wie Paula es vorhat, ist schon eine Hausnummer. Ich kann nicht so viel verraten, denn sonst würde ich spoilern und den Spaß an diesem Buch nehmen.

Interessant fand ich hier die Beziehungen der Protagonisten! Obwohl mir wirklich keiner der darin vorkommenden Charaktere sympathisch war, findet sich so etwas wohl sehr oft in der Realität wieder…. Hier kommt wirklich alles zusammen: Narzissmus und Selbstliebe, Unterwürfigkeit, Gleichgültigkeit und die Fähigkeit, sich etwas schönzureden, das nicht wirklich gut ist… Der Leser wird hier Liebe vermissen und echte Gefühle. Aber gerade diese Mischung aus den Charakteren hat dieses Buch wirklich sehr spannend gemacht!

Es wird immer in der Ich-Form aus der Sicht der einzelnen Protagonisten erzählt und man muss in jedem Kapitel erst einmal wieder die Perspektive wechseln. Aber daran gewöhnt man sich schnell und dann ist man wirklich gefangen in der Geschichte und will schnell wissen, wie das ausgeht!

Mein Fazit: Ich fand das Buch sehr spannend, was sicherlich auch am Thema liegt, das war mal etwas völlig Anderes! Mich hat es zum Nachdenken angeregt und zur Diskussion mit meinem Umfeld. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, so dass ich quasi durch das Buch geflogen bin! Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl und ich würde mich sehr freuen, wieder etwas von der Autorin zu lesen!

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Ein Blick in menschliche Abgründe...

Monströs
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Zum Buch: Eddie Kaltenbach wollte nie wieder zurück in das Milieu zu seinem Bruder Udo, denn da gibt es nur den Tod… Mithilfe seines Therapeuten und seiner Frau Sarah hat er sich wieder zurück an die Oberfläche ...

Zum Buch: Eddie Kaltenbach wollte nie wieder zurück in das Milieu zu seinem Bruder Udo, denn da gibt es nur den Tod… Mithilfe seines Therapeuten und seiner Frau Sarah hat er sich wieder zurück an die Oberfläche gekämpft und da kommt ein Anruf seines Bruders, der ihn um Hilfe bittet, es gehe um Leben und Tod. Eddie überwindet seine anfänglichen Zweifel und fährt los und tritt damit eine Lawine los, die blutige Schlieren hinter sich herzieht…

Zeitgleich nimmt der ehemalige Strafverteidiger Martin Waller einen Restaurierungsjob in einem Schweizer Hotel an. Es liegt weit abgeschieden oben auf dem Berg, nur mit einer Bergbahn zu erreichen. Während des Abendessens liegt plötzlich ein Halberfrorener vor dem Hotel. Er ist Martin nicht unbekannt, es ist Eddie Kaltenbach, deren Wege er als Anwalt einmal gekreuzt hat. Abends erhält er eine E-Mail seiner Frau – diese hat sich jedoch vor drei Jahren das Leben genommen. Wer spielt da so ein böses Spiel mit ihm?

Meine Meinung: Es wirkt vielleicht auf den ersten Blick etwas verwirrend, aber dem Leser entblättert sich die Geschichte Stück für Stück… Dem Autor ist es gelungen, ein spannendes Puzzlespiel zu entwickeln. Es gibt einige Charaktere im Hotel, die aber auch ein wenig dezimiert werden… es ist halt ein Thriller!

Durch die guten Beschreibungen kommt man als Leser aber immer mit und ich konnte mir die Kulisse dort oben in den Bergen richtig gut vorstellen! Natürlich ist das Hotel in dieser einen Nacht von der Außenwelt abgeschnitten, sonst wäre es ja nicht so spannend! Auch, wenn dieser Plot in manchen Teilen nicht ganz neu ist, ist es doch sehr interessant, diese von Chris Karlden sehr ausgeklügelte Geschichte zu entblättern!

Gerade der Charakter von Eddie hat es wirklich in sich…
Martin schwankt zwischen Schwäche und Stärke, zwischen Aufgeben und Weitermachen, zwischen Leben und Tod. Ich fand es richtig gut, dass er sich am Ende für das Leben entschieden hat! Aber wie die Geschichte in diesen Teilen zusammengehört, das müsst ihr schon selbst herausfinden!

Mein Fazit: Ich fand das Buch richtig spannend und freue mich auf weitere Bücher von Chris Karlden! Durch seine bildhafte Sprache gelingt es ihm, seine Leser regelrecht mit auf die Reise zu nehmen! Ich kann dieses Psychospielchen nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Die ewige Jagd nach Unsterblichkeit und Schönheit...

Die Rezeptur: Thriller
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Zum Buch: Zons im Jahre 1503: Bastian Mühlenberg von der Stadtwache wird zu einem Mordfall ins Kloster der Franziskaner gerufen. Bruder Nicolas liegt tot in seinem Kräutergarten. Kurze Zeit später stirbt ...

Zum Buch: Zons im Jahre 1503: Bastian Mühlenberg von der Stadtwache wird zu einem Mordfall ins Kloster der Franziskaner gerufen. Bruder Nicolas liegt tot in seinem Kräutergarten. Kurze Zeit später stirbt ein weiterer Mönch. Zusammen mit dem Arzt Josef Hesemann findet Bastian heraus, dass die Mönche vergiftet wurden. Wahrscheinlich, weil sie geheime Teile einer lebensverlängernden Rezeptur besaßen. Bastian tappt im Dunkeln und schon gibt es einen weiteren Todesfall, die Zeit rennt…

Zons in der Gegenwart: Die 16-jährige Mara Kalkweiler findet ihren Vater nach der Schule leblos in der Badewanne. Er liegt in einer dunklen, übelriechenden Brühe. Auf dem Spiegel finden die Ermittler Oliver Bergmann und sein Kollege Klaus eine Inschrift auf Latein, die „ewiges Leben“ bedeutet. Wurde der Familienvater Dr. Kalkweiler, der teilhabender Arzt einer renommierten Schönheitsklinik war, umgebracht? Und wenn ja, warum und weshalb? Als die Ermittler ihre Untersuchungen in der Klinik aufnehmen, in der sich nicht alle immer einig waren, finden sie eine weitere Leiche genauso auf wie Dr. Kalkweiler. Wie hängen die Fälle zusammen?

Meine Meinung: Auch der 12. Teil der Zons-Reihe konnte mich wieder total begeistern! Einerseits war ich sehr erfreut, mich wieder im mittelalterlichen Zons zu befinden, was die Autorin so liebevoll beschreibt, dass man sich schon fast heimisch fühlt! Und andererseits waren die Ermittlungen im Kreise der Schönheitsklinik sehr spannend!

Wie immer gelingt es Catherine Shepherd, den Leser an der Nase herumzuführen und immer wieder falsche Spuren zu legen! Bis zum Schluss war hier nicht klar, wer für die Morde verantwortlich ist und was der Beweggrund war!

Auch wenn alle Teile der Reihe unabhängig voneinander gelesen werden können, weil die Fälle in sich immer abgeschlossen sind, macht es doch Spaß, die Ermittler zu verfolgen! Denn Bastian Mühlenberg und Anna, eine Freundin von Emily, Olivers Lebensgefährtin, verbindet irgendetwas, was sich niemand erklären kann…

Mein Fazit: Catherine Shepherd ist wieder ein absoluter Pageturner gelungen! Sie hat es wieder geschafft, so viele Cliffhanger einzubauen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte! Ich bin und bleibe ein Fan der Reihe und kann sie auf jeden Fall jedem Thriller-Freund ans Herz legen! Die Verbindung zwischen Mittelalter und Gegenwart ist auf jeden Fall immer sehr spannend!

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