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Veröffentlicht am 10.11.2020

Unterhaltsamer Weihnachtskrimi

Leise rieselt der Tod
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Uli Aechtner hat es mit „Leise rieselt der Tod“ einen Krimi geschaffen, der auch Weihnachtsflair, idyllisches Dorfleben und sogar etwas Romantik beinhaltet. Und wie es sich für einen Weihnachtskrimi gehört ...

Uli Aechtner hat es mit „Leise rieselt der Tod“ einen Krimi geschaffen, der auch Weihnachtsflair, idyllisches Dorfleben und sogar etwas Romantik beinhaltet. Und wie es sich für einen Weihnachtskrimi gehört fließt wenig bis gar kein Blut. Die Geschichte ist unterhaltsam und wartet mit unerwarteten Wendungen sowohl für die Charaktere als auch für mich auf.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Auch wenn es nicht hochdramatisch zugeht, fand ich die Geschichte spannend und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Insgesamt hat mir die Geschichte einige unterhaltsame und vergnügliche Lesestunden bereitet und bekommt von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 04.11.2020

Ein Idol stürzt

Opfer ohne Gewissen
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Der Titel lässt schon ahnen, dass in diesem Fall nicht das Opfer den bedauernswerten Part inne hat. Mal ein ganz anderer Ansatz für eine Krimi, aber von skandinavischen Krimis bin ich schon öfters überrascht ...

Der Titel lässt schon ahnen, dass in diesem Fall nicht das Opfer den bedauernswerten Part inne hat. Mal ein ganz anderer Ansatz für eine Krimi, aber von skandinavischen Krimis bin ich schon öfters überrascht worden.

Auch für Kommissar Casper Munk ein nicht ganz einfacher Fall. Je weiter er in seinen Ermittlungen fortschreitet, desto mehr muss er seine Meinung über sein ehemaliges Idol revidieren. Viele Spuren, die aber alle im Nichts enden. Munk greift zu sehr drastischen Mitteln, um diesen Fall abzuschließen.

Ein einfacher, aber fesselnder Schreibstil, der den Leser zügig durch das Buch trägt. Zum Ende wird es richtig spannend und das Ende konnte mich überraschen.

Ein unblutiger Krimi, der die Sympathie des Lesers im Verlauf immer mehr weg vom Opfer und auf den Täter transportiert. Mich hat das Buch gut unterhalten und gerne vergebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 30.10.2020

Zurück in die siebziger Jahre

Still ruft der See
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Bei diesem Krimi wurde ich zurück katapultiert in meine späte Jugend der siebziger Jahre. Durch die Erwähnung des damaligen Liedguts oder anderer Artefakte wie Telefon mit Wählscheibe oder dem VW-Käfer ...

Bei diesem Krimi wurde ich zurück katapultiert in meine späte Jugend der siebziger Jahre. Durch die Erwähnung des damaligen Liedguts oder anderer Artefakte wie Telefon mit Wählscheibe oder dem VW-Käfer wurden viele – teils bereits verschüttete – Erinnerungen bei mir geweckt. Ein anderer Grund warum ich mich bei diesem Buch so wohl gefühlt habe, ist, dass er in meiner unmittelbaren Heimat spielt.

Die drei Protagonisten unterscheiden sich nicht nur altersmäßig auch vom Charakter her sind sie sehr verschieden. Die treibende Kraft ist Lieselotte Larisch, die forsch und nicht sehr diplomatisch ans Werk geht. Theo Kettling ist eher der schüchterne Typ und wirkt öfters etwas geistesabwesend. Sabine ist die dritte im Bunde und scheint eine Mischung der anderen beiden Mittstreiter zu sein.

Der Schreibstil ist einfach und flott zu lesen. Ständig wechselnde Schauplätze und unverhoffte Aktionen der Beteiligten sorgen neben der notwendigen Spannung auch für witzige Szenen.

Insgesamt ein unblutiger Krimi, der mich trotz meiner Vermutung zum Ende noch überraschen konnte. Ich habe mich mit diesem Buch gut unterhalten und auch wohl gefühlt. Von mir gibt’s dafür vier Sterne.

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Veröffentlicht am 24.09.2020

Fantasievolle Geschichte für Jungs und Mädels

Lillys magische Schuhe, Band 2: Die verbotenen Stiefel (zauberhafte Reihe über Mut und Selbstvertrauen für Kinder ab 8 Jahren)
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„Die verbotenen Stiefel“ ist bereits der zweite Band aus der Reihe von Lillys magischen Schuhen. Er kann aber problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da wichtige Ereignisse erwähnt werden.

Sören ...

„Die verbotenen Stiefel“ ist bereits der zweite Band aus der Reihe von Lillys magischen Schuhen. Er kann aber problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da wichtige Ereignisse erwähnt werden.

Sören wird in seiner Klasse gemobbt, sein Klassenlehrer bemerkt es nicht und von seinen Eltern wird er unter Druck gesetzt. Seine einzige Freude ist seine Aufgabe als Hundepate im Tierheim. Ob Lillys magische Schuhe da helfen können? Aber lest selbst.

Lilly ist ein sehr engagiertes und sympathisches Mädchen, das mit einer bunten Menagerie zusammenlebt. Diese magischen Geschöpfe machen den Reiz des Buches aus.

In dieser Geschichte geht es nicht nur um Freundschaft und füreinander einstehen, sondern auch Mobbing ist ein Thema. Ich finde es wichtig, dass bereits junge Kinder darauf aufmerksam gemacht werden welche Auswirkungen Mobbing auf andere Kinder hat.

Der Schreibstil ist überwiegend der Zielgruppe entsprechend. Ich bin mir nur nicht sicher, wie die jungen Leser mit dem stark, französisch angehauchtem Deutsch von Monsieur Archibald zurechtkommen.

Schade, dass die schönen Illustrationen innerhalb des Buches nur in schwarz-weiß und nicht farbig gestaltet wurden.

Insgesamt eine fantasievolle und spannende Geschichte mit einem guten Schuss Humor. Von mir gibt’s dafür vier Sterne.

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Anders als erwartet, aber gut

Das Hospital der Hoffnung
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Aufgrund des Klappentextes hatte ich einen historischen Roman erwartet, in dem drei junge Menschen unterschiedlicher Herkunft und Gesellschaftsschichten die Hauptrolle spielen und versuchen, ihren jeweiligen ...

Aufgrund des Klappentextes hatte ich einen historischen Roman erwartet, in dem drei junge Menschen unterschiedlicher Herkunft und Gesellschaftsschichten die Hauptrolle spielen und versuchen, ihren jeweiligen Traum zu realisieren.

Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Neubau des Hospitals de Sant Pau. Maria, Aurora und Lluís sind hier mehr Mittel zum Zweck, aber auch ihr Werdegang quasi vom Säugling bis ins späte Erwachsenenalter ist interessant und spannend. Und zum Schluss offenbart sich noch ein über Jahre gehütetes Familiengeheimnis.

Tania Juste ist es gelungen, anhand der Geschichte des Hospitals in Verbindung mit den Protagonisten die sozialen und politischen Verhältnisse Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts intensiv und bildhaft zu vermitteln. Gleichzeitig konnte ich mir ein Bild von dem Stand der Medizin und den Fortschritten in besagtem Zeitraum machen.

Beeindruckt hat mich die akribische Recherche, die die Autorin betrieben hat. Nicht nur der Bau des Krankenhauses ist historisch belegt, auch viele der erwähnten Ärzte und Künstler hat es gegeben.

Auch wenn ich mit ganz anderen Erwartungen an diesen historischen Roman herangegangen bin, so hat mich die Geschichte zwar überrascht aber auf keinen Fall enttäuscht. Ich habe bei der Lektüre einige interessante Fakten erfahren und meinen Wissensschatz erweitern dürfen. Von mir gibt es daher vier Sterne.

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