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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2021

Menschliche Abgünde sind tief...

Der Tod und das dunkle Meer
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Menschliche Abgründe sind tief...

»Lesen Sie dieses Buch nicht, wenn Sie heute Nacht noch schlafen möchten.« ist in der Tat ein sehr guter Tipp – auch wenn das den wenigsten Lesern/innen gelingen wird, ...

Menschliche Abgründe sind tief...

»Lesen Sie dieses Buch nicht, wenn Sie heute Nacht noch schlafen möchten.« ist in der Tat ein sehr guter Tipp – auch wenn das den wenigsten Lesern/innen gelingen wird, denn immerhin hat dieser Schmöker mal eben 608 Seiten...

„Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ fand ich schon faszinierend – so ein Buch hatte ich auch als Vielleserin zuvor selten in den Händen und war begeistert.

Und bei „Der Tod und das dunkle Meer“ war das nicht anders.

Dieses Mal ist das Setting ein Schiff – ein begrenzter Raum, den man nicht eben mal so verlassen kann. Eine bestimmte Anzahl an Personen, die sich nicht mal eben einfach so aus dem Weg gehen können, jedenfalls nicht auf Dauer. Alles sehr spannend, diese Begrenzung und damit unweigerliche Konfrontation – mit sich, mit den Anderen, mit der Situation, mit den Gegebenheiten...

Stuart Turton schreibt so bildhaft, dass man die raue See förmlich am eigenen Leib spüren kann, das Öl riechen, das Meer tosen hören – und das auf so eine meisterliche Art und Weise, dass sie ihresgleichen sucht. Bildhaftigkeit begegnet einem ja bei einigen Autoren, doch ich finde, er macht das einfach mit am Besten.

„Der Tod und das dunkle Meer“ ist eine absolut gelungene Mischung aus Spannung und Historischem, die Stuart Turton aufs Vortrefflichste miteinander zu verweben wusste.
Die Geschichte ist vielschichtig, verschachtelt, aber nie verworren. Einfach genial, Chapeau !

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Veröffentlicht am 27.08.2021

Kampf um Karriere und Liebe

Die Frauen von New York - Glanz der Freiheit
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Kampf um Karriere und Liebe
Dieser Auftakt einer neuen Reihe hat mich bereits fast von der allerersten Seite an von sich überzeugt.
Allein das Cover fand ich sehr schön – nicht nur, dass es perfekt zu ...

Kampf um Karriere und Liebe
Dieser Auftakt einer neuen Reihe hat mich bereits fast von der allerersten Seite an von sich überzeugt.
Allein das Cover fand ich sehr schön – nicht nur, dass es perfekt zu der Story passt, es ist auch noch sehr nett gemacht mit dieser hübschen Frau im Vordergrund und den Hochhäusern New Yorks/Manhattans (?) im Hintergrund.
Der Titel „Die Frauen...“ impliziert ja bereits, dass es noch mehr Frauen gibt, von denen wir lesen werden, die ihr Glück in New York suchen und passt daher auch sehr gut. Er macht einfach Lust auf mehr, auf weitere Bände mit weiteren beeindruckenden, jungen Frauen auf ihrem Weg zum Glück, beruflich und privat.
Ella Carey schafft es, dass man sich als Leserin selbst im Jahr 1942 wiederfindet, quasi an der Seite von Lily Rose, so bildhaft und authentisch erzählt sie uns ihre Geschichte. Das hat mir mit am Besten an diesem Buch gefallen, abgesehen von der spannenden, schönen Geschichte und den überzeugenden Charakteren.
Kurzum: hier stimmt einfach alles, es gibt gar nichts auszusetzen – und das, obwohl Historisches eigentlich eher nicht zu meinen bevorzugten Genres gehört (gut, deklariert ist es ja auch als „Literatur“ und das auch zurecht). Da gibt es sonst immer Dinge, die mir nicht so gut gefallen und meinen Lesefluss dann leider auch „bremsen“, doch hier gab es nichts Dergleichen und somit natürlich 5 Sterne !

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Veröffentlicht am 27.08.2021

Cassie begeistert mich !

Tote schweigen nie
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Cassie begeistert mich !

Dieser Auftakt zu einer neuen Forensik-Thriller-Reihe hat mir richtig gut gefallen.
Das Cover mit diesen distelartigen (?) Gewächsen in grün, gelb, blau und weiß finde ich jetzt ...

Cassie begeistert mich !

Dieser Auftakt zu einer neuen Forensik-Thriller-Reihe hat mir richtig gut gefallen.
Das Cover mit diesen distelartigen (?) Gewächsen in grün, gelb, blau und weiß finde ich jetzt nicht unbedingt sehr einfallsreich, aber es gibt ja soviele Bücher und vielleicht gehen den Leuten auch mit der Zeit die Ideen aus... Ich hätte mir da ein anderes Cover gewünscht, das etwas mehr mit der Geschichte zu tun hat oder einfach eher Lust auf das Buch macht...

Auch den Titel finde ich leider recht einfallslos... „Body language“ lautet ja der Originaltitel. Gut, den 1:1 übersetzt hätte ich auch nicht besser gefunden, aber es gab doch sicherlich noch andere Möglichkeiten...

Genug „gemeckert“, denn wie man sieht, habe ich dem Buch dann doch fünf Sterne gegeben – und das, wie nun klar ist, werde für Titel noch Cover, nein ! Sondern für die Geschichte, denn die fand ich großartig !

Eine Rechtsmedizin-Assistentin als Protagonistin und dann ist sie auch noch Gothic, herrlich !! Schräger geht es ja für manche Leser wohl kaum noch, ich fand es super !
Zudem ist Cassie Raven auch selbst ein wenig schräg, denn sie glaubt, dass die Toten tatsächlich mit uns reden. Wir müssen halt nur hinhören...
Als ihre Mentorin, der sie sehr viel zu verdanken hat, stirbt, ist Cassie sich sicher, dass ein Verbrechen vorliegt, dass sie ermordet wurde... Aber glaubt ihr das jemand ??
Obduktionen sind sehr teuer und werden nicht mal eben so bei einem Anfangsverdacht einer kleinen Assistentin gemacht... Aber es gibt noch Detective Seargent Phyllida Flyte, die könnte vielleicht helfen... Aber will sie das auch ??

Dieser Thriller liest sich einfach so hervorragend flüssig, spannend und rasant, dass ich ihn gar nicht mehr weglegen konnte. Zum Glück möchte ich fast sagen, hat er nur 400 Seiten, denn so konnte ich ihn rasch durchlesen. Und war dann enttäuscht, dass ich ihn schon durch hatte...
Ernsthaft, A.K. Turner, besticht mit toller Recherchearbeit und faszinierenden Fakten - man merkt deutlich, dass sie weiß, worüber sie schreibt. Sie arbeitete viele Jahre als Produzentin für die BBC und entwickelte die Figur Cassie Raven, Assistentin der Rechtsmedizin, ursprünglich für eine BBC Radio-Sendung. Ihre erste Thrillertrilogie, die unter dem Pseudonym Anya Lipska erschienen ist, war so erfolgreich, dass Val McDermid die Autorin zum Harrogate Crime Festival einlud. Momentan schreibt sie an einem zweiten Fall für Cassie Raven. Außerdem dreht sie Dokumentarfilme und True Crime-Dokumentationen für das Fernsehen. A.K. Turner lebt in London.

Cassie ist eine sehr außergewöhnliche Protagonistin: sie ist scharfsinnig, brillant in ihrer Expertise, faszinierend anders und wie schon erwähnt überzeugt, dass die Toten mit uns „sprechen“. Sie hat mir richtig gut gefallen, ich finde sie cool !

Und dann ist da ja auch noch Cassies polnische Großmutter, ein Fall für sich – bei ihr ist sie als Vierjährige, nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Eltern, aufgewachsen. Aber lest selbt ! Es lohnt sich !!

Ich freue mich auf den zweiten Fall von der coolen Cassie !!

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Veröffentlicht am 22.08.2021

Überzeugt

Waldeskälte
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Überzeugt

Das Cover gefällt mir richtig gut – dieses Bergdorf-Panorama , düster und vernebelt, passt perfekt zur Geschichte und auch der Titel steht dem in nichts nach.

Dass der Ermittler in seine alte ...

Überzeugt

Das Cover gefällt mir richtig gut – dieses Bergdorf-Panorama , düster und vernebelt, passt perfekt zur Geschichte und auch der Titel steht dem in nichts nach.

Dass der Ermittler in seine alte Heimat zurückkehrt und ihn/sie dort unweigerlich die Vergangenheit wieder einholt, liest man ja in letzter Zeit in sehr vielen Krimis/Thrillern... Für mich in zuvielen – denn ich hatte irgendwann das Gefühl, ich lese dieselbe Geschichte immer und immer wieder...
Erfreulicherweise gibt es aber auch einige Bücher mit dieser oder einer ähnlichen Geschichte, die sich deutlich von der Mehrheit absetzen – entweder durch eine besonders gut durchdachte und äußerst spannend präsentierte Geschichte oder sehr charismatische, außergewöhnliche Protagonisten - und „Waldeskälte“ war für mich ein solches Buch.

Wie auf dem Cover schon angedeutet, spielt die Geschichte in einem kleinen Bergdorf in den Schweizer Alpen: Eigerstal.
Wieder geht es um verschwundene Kinder: vor 21 Jahren wurden drei Mädchen verschleppt, zwei wurden ermordet, eine hat überlebt und nun verschwand wieder ein kleines Mädchen und Leutnant Valeria Ravelli wird mit den Ermittlungen beauftragt.
Das Besonderes für mich an dieser Geschichte: Valeria ist das überlebende Mädchen von damals... Das macht die Ermittlung für sie natürlich zu einer besondes privaten Angelegenheit. Eigentlich dachte ich, dass sie wegen Befangenheit dann nicht ermitteln dürfte, aber vielleicht ist das in der Schweiz ja anders geregelt...

Auch sie muss sie so den Dämonen der Vergangenheit stellen und natürlich wird es auch für sie immer gefährlicher, ja näher sie dem Mörder kommt. Das hat man so auch schon des Öfteren gelesen...
Und doch schafft es Martin Krüger, seine ganz eigene Story zu kreieren und diese noch so spannend zu schreiben, dass man gebannt folgt bis zum Ende der 448 Seiten.

Valeria fand ich sehr überzeugend und authentisch als Protagonistin und auch die Spannungskurve war wirklich gut, ich hatte nie das Gefühl einer Abflachung dieser oder von „Längen“.

Alles in allen also ein absolut überzeugender und sehr spannender Thriller, sehr gut !

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Veröffentlicht am 22.08.2021

Dieses Buch hat einfach alles

Das Auktionshaus (Die Auktionshausserie 1)
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Dieses Buch hat einfach alles

Das Cover finde ich sehr gut gestaltet, weil es prima zur Geschichte passt (was man vor der Lektüre ja erstmal nur anhand des Klappentextes oder einer Leseprobe beurteilen ...

Dieses Buch hat einfach alles

Das Cover finde ich sehr gut gestaltet, weil es prima zur Geschichte passt (was man vor der Lektüre ja erstmal nur anhand des Klappentextes oder einer Leseprobe beurteilen kann...) und wirklich schon Lust auf das Buch macht.

Bei historischen Geschichten muss mich die Geschichte so packen, dass ich mit in die Vergangenheit reisen und ich mich in der Geschichte verlieren kann. Verwickelte Geschichten mit verschiedenen Erzählebenen/-strängen finde ich auch immer sehr gut, wenn sie denn gut zusammengeführt werden am Ende und vor allen Dingen glaubwürdig.

In diesem Buch finden wir uns im London des Jahres 1910 wieder und lernen Sarah Rosewell kennen. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen, wird aber von einer Wohltäterin unter deren Fittiche genommen und sie arbeitet bald für ein berühmtes Auktionshaus und stöbert begehrte Stücke für Sammler auf.
Aber es dauert nicht lange, da holt sie ihre Vergangenheit beziehungsweise ihre Herkunft wieder ein und ein Brief droht, ihr Leben und ihre Liebe zu zerstören...

Liebe, Intrigen, Geheimnisse – dieses Buch hat wirklich alles, was das geneigte Leserherz so begehrt.
Ich konnte mich in diese Geschichte hineinfallen lassen und mich ganz auf diese Zeit und die Menschen einlassen. Ich fühlte mich quasi, als sei ich selbst vor Ort und könnte alles hautnah miterleben.
Die Personen wirkten alle sehr authentisch und besonders Sarah war mir sehr sympathisch. Ich hatte sie schnell ins Herz geschlossen und folgte ihr gebannt durch ihr Leben und die „Stolpersteine“, die es ihr in den Weg legte.

Sehr spannend geschrieben, mit charismatischen Charakteren und einer überzeugenden, wendungsreichen Geschichte – mit einem Wort: toll !

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