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Veröffentlicht am 11.01.2017

Bizarr und ziemlich utopisch

Stiefkind
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Inhalt:

Die Fotographin Rachel heiratet nur 8 Wochen nach ihrem Kennenlernen den charmanten,alleinerziehenden und reichen Witwer David Kerthen. Fortan lebt sie in seinem feudalen Anwesen ...

Inhalt:

Die Fotographin Rachel heiratet nur 8 Wochen nach ihrem Kennenlernen den charmanten,alleinerziehenden und reichen Witwer David Kerthen. Fortan lebt sie in seinem feudalen Anwesen in Cornwall,um sich um Davids Sohn Jamie,den sie sofort in ihr Herz geschlossen hat zu kümmern.Davids erste Frau Nina ertrank 2 Jahre zuvor unter mysteriösen Umständen in einer der Minen,die einstmals den Wohlstand der Familie Kerthen hervorbrachten.
Da David als Anwalt arbeitet ist er unter der Woche in London und kommt nur sporadisch an den Wochenenden nach Hause.Somit ist Rachel die meiste Zeit alleine mit ihrem Stiefsohn Jamie und ihrer dementen Schwiegermutter Juliet.
Das Leben in dieser Einsamkeit gestaltet sich für die Londonerin Rachel sehr schwierig,zumal der immer noch traumatisierte Jamie es ihr nicht gerade einfach macht ,einen Zugang zu ihm zu finden.Jamie gaubt, in die Zukunft sehen zu können und fängt an Prophezeiungen zu machen,die dann auch tatsächlich eintreffen.
Als er Rachel prophezeit,daß sie an Weihnachten sterben werde,damit seine Mutter zurückkommen könne,verfällt diese in Panik und beginnt die Umstände von Ninas Tod zu erforschen. Damit bringt sie einen Stein ins rollen,der nicht nur die Geheimnisse der Kerthens aufdeckt,sondern auch ihre eigene verborgen geglaubte Vergangenheit ans Tageslicht bringt....

Meine Meinung:

Der Stoff aus dem die Träume sind. Armes Londoner Mädchen trifft charmanten und reichen Witwer und folgt ihm nach der Blitzhochzeit in das einsame Cornwall,um sich fortan um seinen Sohn zu kümmern. Der Beginn des Buches hätte auch von Rosamunde Pilcher sein können,die jedoch eine romantische Lovestory mit Happyend daraus gemacht hätte.
Nicht so Tremayne.Die Story legt ein atemberaubendes Tempo vor,in der sich alle Protagonisten innerhalb kurzer Zeit um 180 Grad drehen. Die große Liebe von David und Rachel liegt bereits nach ein paar Monaten in Scherben und beide zeigen innerhalb kurzer Zeit ihr wahres Gesicht. Als Bindeglied in all dem Chaos befindet sich der traumatisierte Jamie,der nicht nur mit einer neuen Mutter zurechtkommen muss,sondern zu allem Unglück auch noch glaubt, in die für Rachel nicht sehr rosige Zukunft blicken zu können.
Leider wirkt die ganze Story mehr als konstruiert und an den Haaren herbeigezogen und wird in ihrem Verlauf mehr und mehr zweifelhaft,ja fast schon utopisch.

Warum ich trotzdem 4 Sterne vergebe:

Auch wenn der Plot sehr konstruiert , hypothetisch und unrealistisch auf mich gewirkt hat,war ich trotzdem von dem Buch gefesselt.Durch die klare Sprache,die bildhaften Beschreibungen und das rasante Tempo mit dem die Geschichte ihren Lauf nimmt,war sie zu keinem Zeitpunkt öde oder langweilig.Im Gegenteil: Tremayne lockt uns in die psychologischen Abgründe der Protagonisten und baut so Zeile um Zeile einen Spannungsbogen auf, der es mir fast unmöglich gemacht hat,die Augen von den Seiten zu lösen. Bis hin zu dem für mich völlig unerwarteten Ende.

Fazit:
Trotz der teilweise bizarren Story ein spannender und lesenswerter Thriller.



Veröffentlicht am 05.07.2017

Ist leider hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben

Murder Park
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"Murder Park" ist ein Thriller von Jonas Winner,der mit der "Berlin Gothic" -Serie den Durchbruch als Spannungsautor erlangte.Verlegt wird" MurderPark" im Heyne Verlag.
Inhalt:
Zodiac ...


"Murder Park" ist ein Thriller von Jonas Winner,der mit der "Berlin Gothic" -Serie den Durchbruch als Spannungsautor erlangte.Verlegt wird" MurderPark" im Heyne Verlag.
Inhalt:
Zodiac Island war ein beliebter Freizeitpark vor der Ostküste der USA.Nachdem der Serienkiller Jeff Bohner dort 3 junge Frauen bestialisch ermordete wurde er geschlossen. 20 Jahre nach der Schließung möchte der Geschhäftsmann Rupert Levin den Park als " Murder Park" wiedereröffnen. 12 ausgesuchte Personen werden vor der Eröffnung dorthin eingeladen.Doch was als PR-Maßnahme begann entwickelt sich zu einem Albtraum,denn auf der Insel ist ein Killer,der wieder gnadenlos mordet...
Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich an Agatha Christie's "Zehn kleine Negerlein" erinnert. 12 Personen sind für 3 Tage auf einer abgelegenen Insel,die einmal der Schauplatz schrecklicher Verbrechen war.Jede der Personen hat einen ganz eigenen Bezug zu der Insel.Ich hätte mir gewünscht,daß der Rummelplatz mehr in die Geschichte mit einfließen würde,so wie es mir vom tollen Cover des Buches suggeriert wurde.Leider spielt er eine eher untergeordnete Rolle.Lediglich eine kurze Szene zu Beginn und eine Szene gegen Ende der Geschichte spielen dort.Ansonsten sind der Hotelkomplex und der Strand die Hauptschauplätze.Der Schreibstil des Autors liest sich sehr flüssig und der Leser ist sofort in der Story drin.Die Protagonisten sind alle sehr unterschiedlich und vielschichtig dargestellt,jedoch ohne ihre Authenzität zu verlieren.Sie alle werden am Buchende noch einmal kurz vorgestellt.Interessant sind die Kapitel mit den Interwievs des Psychiaters,die sich mit der eigentlichen Geschichte abwechseln.So weit bietet die Story Stoff für einen fantastischen Thriller.Leider ist die Umsetzung hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.Die Handlung und vor allem das Ende erschienen mir total überzogen und unglaubwürdig.Nichtsdestotrotz war das Buch spannend(wenn auch ohne Gänsehauteffekt) und hat mich recht gut unterhalten. Daher vergebe ich 3 gute Sterne!

Veröffentlicht am 05.07.2017

Hat mich leider nicht überzeugt

Ich bin die Nacht
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"Ich bin die Nacht" von Ethan Cross ist der erste Band der Shepherd Reihe um den Serienmörder Francis Ackermann Junior. Bisher sind schon 3 Folgebände erschienen:" ...


"Ich bin die Nacht" von Ethan Cross ist der erste Band der Shepherd Reihe um den Serienmörder Francis Ackermann Junior. Bisher sind schon 3 Folgebände erschienen:" Ich bin die Angst","Ich bin der Schmerz" und "Ich bin der Zorn.Alle Bände werden vom Bastei Lübbe Verlag publiziert. Ethan Cross ist das Pseudonym des amerikanischen Autors Aaron Brown,der mit seiner Familie in Illinois lebt.
Meine Meinung:
Leider hat mich dieses Buch nicht gepackt.Der Autor schreibt in einem Stil,der sofort ins Ohr geht.Die Kapitel lesen sich flüssig und die Grundidee des Buches bietet Stoff für einen grandiosen Thriller.Ein Serienmörder,der von seinem Vater durch grausame Qualen und Gehirnwäsche zu dem gemacht wurde,was er ist und ein Ex Cop ,der nach einer verhängnisvollen Entscheidung in einer Sinn-und Lebenskrise steckt treffen aufeinander.Die Umsetzung fand ich dann leider nicht sehr gelungen.Die ersten Kapitel dümpeln relativ zusammenhangslos vor sich hin und echte Spannung wollte sich bei mir nicht einstellen.Erst ab dem zweiten Teil des Buches beginnt die eigentliche Story,wobei Francis Ackermann immer mehr zu einer Randfigur wird,während sich fast alles um den Ex Cop Marcus dreht.Die Handlung erschien mir doch sehr konstruiert und Marcus scheint ja ein wirklicher Übermensch zu sein,der mich zusehends an die glorreichen Helden in Action Filmen erinnert hat.Das mag ja in einem Action Film durchaus passend sein,für einen Thriller war es mir dann doch zu klischeehaft.Auch das Ende war für meinen Geschmack sehr überzogen und unglaubwürdig.
Fazit:
Dieses Buch ist polarisierend.Meiner Meinung nach wurde die Grundidee wenig überzeugend, überzogen und konstruiert umgesetzt.Allerdings hat mich das Buch nichtsdetotrotz recht gut unterhalten.Daher vergebe ich 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 24.06.2017

Wenig Spannung aber gute Unterhaltung

Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild
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Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild ist der vierte Band um die Kommissarin Isabelle Bonnet.Pierre Martin ist das" Pseudonym eines Autors,der sich mit ...


Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild ist der vierte Band um die Kommissarin Isabelle Bonnet.Pierre Martin ist das" Pseudonym eines Autors,der sich mit Romanen die in Frankreich und Italien spielen wohl schon einen Namen gemacht hat".
Eigentlich möchte Isabelle Bonnet ein paar Tage Urlaub machen und dem süßen Nichtstun frönen.Aber leider kennt das Verbrechen auch in der schönen Provence keinen Urlaub. Bei einem Galeriebesuch mit ihrem Freund Rouven entdeckt dieser einen gefälschten Matisse.Der Sachverständige,der gerufen wurde bestätigt Rouven's Vermutung.Aber das ist längst nicht alles,denn unter der Farbschicht wird in einem speziellen Verfahren eine Schrift sichtbar,die sich als Hilferuf eines entführten Fälschers entpuppt.Ein neuer Fall für Madame le Commissaire nimmt seinen Lauf...
Bei diesem Buch bin ich hin-und hergerissen.Der Autor hat einen klaren und bildhaften Schreibstil der mich sofort in das idyllische Fragolin versetzt hat.Die Protagonisten waren mir von Beginn an sehr sympathisch,obwohl meiner Meinung nach Apollinaire ,der mich an Inspector Clouseau erinnert hat etwas überspitzt dargestellt wurde .Seine tollpatschige Art wirkt zu Beginn des Buches charmant,ging mir aber mit dem Fortschreiten der Kapitel doch etwas auf die Nerven.Isabelle ist eine sehr toughe Frau,deren sensible Seiten aber auch zum Vorschein kommen.Leider plätschert die Handlung in den ersten Kapiteln vor sich hin.Die Gesschichte ist zwar interessant und unterhaltsam,aber für einen Krimi erschien mir der Spannungsbogen doch etwas zu flach.Erst im dritten Leseabschnitt (ab Kapitel 23) kam dann etwas Spannung auf,die dann aber leider wieder abflachte.Zum Schluss nimmt die Handlung dann doch wieder etwas Fahrt auf, wobei aber auch hier bei mir keine sehr große Spannung aufkam.
Fazit:
Die Geschichte hat mich gut unterhalten und bei mir Urlaubsstimmung aufkommen lassen,war für einen Krimi leider jedoch zu spannungsarm.Daher vergebe ich 3 gute Sterne!

Veröffentlicht am 07.06.2017

Leider etwas enttäuschend

Tödliche Camargue
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Das Buch "Tödliche Camargue " von Cay Rademacher erschien 2015 im Dumont Verlag und ist der zweite Band um Capitaine Roger Blanc.
In diesem Buch untersucht ...


Das Buch "Tödliche Camargue " von Cay Rademacher erschien 2015 im Dumont Verlag und ist der zweite Band um Capitaine Roger Blanc.
In diesem Buch untersucht Roger Blanc den etwas skurillen Mord an einem Journalisten. Bei dem Toten handelt es sich um Albert Cohen einem Politik-Journalisten mit Drogenvergangenheit,der während einer Fahrradtour durch die Camargue von einem Kampfstier attakiert und aufgeschlitzt wurde.Obwohl alles nach einem tragischen Unfall aussieht wittert Blanc einen Mord und beginnt zu ermitteln.
Dieses Buch hat mich leider etwas enttäuscht.Die Story dümpelt so vor sich hin und es wollte sich bei mir keine rechte Spannung einstellen.Blanc , Tonon und Fabienne kämpfen wieder gegen Windmühlen und die Obrigkeit.Auch Blanc's unglückselige Affäre mit Aveline nimmt weiter ihren Lauf.Das Buch liest sich zwar sehr flüssig und die detaillierten Beschreibungen des Autors haben sofort mein Fernweh geweckt,aber von einem guten Krimi erwarte ich dann doch etwas mehr.Nichts desto trotz war es eine kurzweilige Sommerabendlektüre,die 3 Sterne von mir bekommt.