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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2016

Ich war so enttäuscht :-(

Die Schwester des Tänzers
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In der Familie Nijinsky dreht sich alles ums Ballett. Zwei der drei Geschwister Waslaw und Bronia werden große Tänzer. Sie bereisen St. Petersburg, Paris, London, NewYork. Sie arbeiten hart, des Erfolgs ...

In der Familie Nijinsky dreht sich alles ums Ballett. Zwei der drei Geschwister Waslaw und Bronia werden große Tänzer. Sie bereisen St. Petersburg, Paris, London, NewYork. Sie arbeiten hart, des Erfolgs und Ruhms Willen.

Ein Buch, dass mich sehr neugierig gemacht habe. Mich nur vom Klappentext her schon so sehr interessiert hat und ich mit Gewissheit schon wusste, ich würde das Buch lieben.

Immer aus der Sicht Bronias erzählt, folgt der Leser die Kindheit, den Werdegang und das Leben der beiden ungleichen Geschwister.

Sehr hochgestochen erzählt, habe ich recht lange gebraucht, um mich im Schreibstil richtig wohl zu fühlen. Als es dann etwas besser wurde und ich mich darauf hätte einstellen können, hinderte mich aber die extreme Langatmigkeit der Geschichte, um richtig Gefallen an das Buch zu finden. Es wurde in keinster Weise versucht den Leser mit leichter Spannung, interessanten Szenen am Lesen mit Vergnügen zu halten. Mir wurde im Laufe des Buches immer langweiliger, konnte keine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen und verspürte keine Lust weiter zu lesen oder den Fortgang der Geschichte zu erfahren. Je weiter ich kam, desto quälender wurde das Lesen dieses Buches für mich.

So sicher wie ich Anfangs war, dass dieses Buch mich begeistern würde, so enttäuscht war ich darüber. Ich hatte mich sooo darauf gefreut und konnte leider kein Gefallen daran finden. Es ist sooo schade!!! Und es macht mich ein wenig traurig, dass man auf so vielen Seiten, so wenig für eine tolle Geschichte gegeben hat. Es hätte eine so tolle Geschichte werden können, doch leider war es nur langweilig und langatmig.

Ich gebe leider nur gut gemeinte 1,5-2 /5 Sterne :-/

Veröffentlicht am 15.09.2016

War nicht Meins :-(

Die rubinrote Kammer
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1906 in London, die 19-jährige Victoria lebt alleine mit dem Butler in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters. Durch Zufälle und unglückliche Begegnungen wird sie in einem Mord verwickelt und entdeckt, ...

1906 in London, die 19-jährige Victoria lebt alleine mit dem Butler in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters. Durch Zufälle und unglückliche Begegnungen wird sie in einem Mord verwickelt und entdeckt, dass ihr Vater ihr damals nicht immer die ganze Wahrheit über sie erzählt hatte. Mit ihrem Butler fängt Victoria an zu ermitteln um dem ganzen auf der Spur zu kommen.

Ein Buch, dass sich sehr rapide als ein anderes Genre entpuppte, als der Klappentext tatsächlich verriet.
Ich muss gestehen, dass ich laut Klappentext an eine historische Familiengeschichte mit Geheimnissen erwartet habe. Doch sehr schnell entpuppte sich das Buch als historischer Kriminalroman à la Miss Marple oder Sherlock Holmes.

Dies wäre eigentlich nicht so schlimm gewesen, da sich der Schreibstil sehr gut und flüssig lesen ließ und ich mich gerne auf etwas Anderes und Unerwartetes einlasse, doch leider war das Buch überhaupt nicht Meins.

Mein großer Störfaktor war Victoria. Eine sehr starke, selbstbewusste, mutige Persönlichkeit, die ich in Bücher sehr schätze und bevorzuge. Doch leider passte sie meiner Meinung nach überhaupt nicht in diesem Setting. Sie passte nicht in dieser Zeit, war viel zu emanzipiert, erlaubte sich vieles was für eine Frau komplett Tabu war. Dies nicht nur 1 oder 2 Mal sondern permanent.
Als noch Minderjährige in der Zeit, ließ man ihr alle Freiheiten, spaziert mitten in der Nacht in den verrufenste Gegenden ohne Begleitung, geht mit Männer aus und steckt ihre Nase halb in Leichen ohne mit der Wimper zu zucken.
So sehr ich starke Protagonistinnen schätze und liebe, Victoria passte für mich vorne und hinten nicht in diesem Buch.

Dies hat mir leider auch das Lesevergnügen ziemlich vermiest. Teilweise musste ich mich ziemlich durch die Geschichte durchquälen, weil es für mich nicht glaubwürdig und authentisch war. Ich konnte ihr Verhalten nicht abkaufen und auch nicht nachvollziehen. Würde die Geschichte in unserer heutigen Zeit spielen, dann hätte Victoria auch wunderbar rein gepasst, vom Alter, Verhalten, Denken und den Wissensstand den sie hat. Aber für 1906 war sie für mich überhaupt nicht glaubwürdig.

Dies soll aber nicht bedeuten, dass es ein schlechtes Buch. Im Gegenteil, bisher stehe ich glaube ich, recht alleine mit dieser Meinung und habe nur gute Meinungen gelesen.
Es passiert eine Menge, mit recht actionreicher Szenen, interessante und überraschende Wendungen und einer gut durchdachten Story.
Nur leider hat es mein Nerv nicht getroffen und mich nicht überzeugen können.

Note: 2,5/5

  • Einzelne Kategorien
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Handlung
  • Lesespaß
  • Cover
Veröffentlicht am 15.09.2016

Hat mich sehr enttäuscht :-(

Das Feuerzeichen - Rebellion
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Auf die Fortsetzung der Feuerzeichen Trilogie hatte ich mich schon sehr gefreut, da mir der Auftakt dieser Reihe extrem gut gefallen hatte.
Eine Geschichte, die sich aus der Masse der vielen Jugenddystopien ...

Auf die Fortsetzung der Feuerzeichen Trilogie hatte ich mich schon sehr gefreut, da mir der Auftakt dieser Reihe extrem gut gefallen hatte.
Eine Geschichte, die sich aus der Masse der vielen Jugenddystopien stark hervorgehoben hatte, durch das sehr ungewöhnliche Setting, durch die tollen, sehr kreativen und extrem gut umgesetzten Ideen, durch die vielen unerwarteten Wendungen, fernab jeglicher Klischees und der etwas anspruchsvollere Schreibstil der Autorin.

Im zweiten Band, habe ich eine Fortsetzung erwartet, die mich weiterhin beeindrucken und überraschen sollte, mit dem Unerwarteten, den man sonst in anderen Jugendbüchern nicht begegnet.

Sehr angenehm fand ich, dass gleich im ersten Kapitel, die Geschichte des ersten Bandes grob zusammengefasst wurde, um sich an das Geschehene wieder zu erinnern, um schneller und besser in die Geschichte wieder rein zu kommen. Dies fand ich sehr hilfreich und hat mir einiges wieder ins Gedächtnis gerufen, dass ich schon längst vergessen hatte.
Trotz alledem, habe ich 60 Seiten gebraucht, um mich wieder komplett zurecht zu finden und das Gefühl zu haben in der Geschichte wieder drin zu sein.

Die Vorfreude auf das Buch löste sich aber leider sehr schnell in Enttäuschung. Der ganze Verlauf der Geschichte war extrem zäh, langatmig und trotz vereinzelten Passagen überwiegend langweilig. Ich hatte sehr schnell das Gefühl, dass der zweite Band, wie in so vielen Trilogien, als unnötiger Platzhalter geschrieben wurde. Es passierte so gut wie nichts und das was passierte hatte für die ganze Geschichte, für mein Empfinden überhaupt keine Relevanz.

Es gab überhaupt keine überraschenden Wendungen.Nein, ganz im Gegenteil, der Verlauf bediente sich den vielen zu erwarteten Klischees einer Rebellion, die andere Trilogien uns schon längst zu Genüge dargeboten haben. Es war alles sehr voraussehbar und nicht beeindruckend.

Auch die Protagonistin, die im ersten Band so viel Charakterstärke, Engagement und Willen gezeigt hatte, zeigte sich in diesem Band sehr schwach, einsatzlos und in ihrem Selbstmitleid suhlend.
Die Nebencharaktere waren mir zu blass, nicht in die Tiefe genug, dargestellt.

Alles in allem, war ich doch sehr enttäuscht. All das was ich erwartet habe ist absolut nicht aufgetaucht und gerade die Klischees wurden aufgegriffen, die ich in dieser Reihe nicht haben wollte.

Ich muss gestehen, daß mir das Lesen dieses Bandes nicht gefallen hat und ich auch kein Spaß daran hatte. Es war für mich ein komplett unnötiges Buch für die Reihe.
Trotzdem werde ich das Finale noch lesen wollen, in der Hoffnung, dass die Autorin mich wieder überzeugen kann und das Besondere vom ersten Band wieder hervorruft.

Note:2/5