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Veröffentlicht am 01.03.2024

Spannender Wettbewerb unter Dieben

Thieves’ Gambit
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Nachwuschsdiebin Ross wird zum Thieves‘ Gambit eingeladen, quasi eine skrupellose Gameshow für die talentiertesten Diebe der Welt. Eigentlich wollte sie nicht daran teilnehmen, doch eine Notlage zwingt ...

Nachwuschsdiebin Ross wird zum Thieves‘ Gambit eingeladen, quasi eine skrupellose Gameshow für die talentiertesten Diebe der Welt. Eigentlich wollte sie nicht daran teilnehmen, doch eine Notlage zwingt sie dazu. Denn als Preis winkt die Erfüllung eines Wunsches, egal wie groß dieser ist.

Vom Titel bis zum Plot hat mich dieses Buch auf Anhieb angesprochen. Die Idee eines Wettbewerbs für Diebe ist genial und für mich zudem völlig neu. Ross - die Abkürzung für Rosalyn - wächst isoliert von anderen Gleichaltrigen, ohne Freunde oder tiefergehende Kontakte, auf. Was das mit ihr macht, wird dem Lesenden von Anfang an sehr deutlich, sodass es leicht fällt, sich in sie hineinzuversetzen. Diesen Aspekt hat die Autorin bis zum Ende berücksichtigt und Ross damit zu einem sehr authentischen Charakter gemacht. Auch bei den anderen Gambit-Teilnehmenden ist es der Autorin mit Bravour gelungen, sie einzigartig und individuell zu gestalten. Und das sogar, obwohl wir nicht alle in gleicher Tiefe kennenlernen.

Das Gambit steht - so wie ich es mir vom Buch versprochen hatte - die gesamte Zeit im Mittelpunkt der Handlung. Die Geschichte braucht nicht lange, um Fahrt aufzunehmen und sobald dies der Fall ist, bleibt es konsequent spannend und zudem unvorhersehbar. Als sich das Ende näherte, dachte ich, ich wüsste was kommt und wie es ausgeht. Doch ich hatte mich getäuscht. Wie eigentlich bereits im gesamten Buch hat mich die Autorin an der Nase herumgeführt und mich komplett überrascht.
Auch erste zarte Gefühle spielen hier eine Rolle; dies absolut authentisch und jugendfrei. Mir hat die kleine Liebesgeschichte sehr gut gefallen. Sie nimmt nicht allzu viel Raum ein und ist die meiste Zeit eher unterschwellig ein Thema. Auch ihr Ausgang konnte mich überraschen.
Die Autorin hat das Ende in zumindest mancher Hinsicht unerwartet offen gehalten, sodass ich nun sehr darauf hoffe, dass wir irgendwann noch einmal von Ross lesen dürfen.

Für ein solch gut durchdachtes, ausgefeiltes und spannendes Jugendbuch, dass mich von Anfang bis Ende gepackt und berührt hat, vergebe ich gerne volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.02.2024

Suchspaß auf dem Land

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Auf dem Land
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Dieses Sachen suchen-Buch legt seinen Schwerpunkt auf das Landleben. Dabei bewegen wir uns nicht nur auf dem Bauernhof, sondern auch auf dem Marktplatz des Dorfes, in der Waldkita und am Badesee.
Auf ...

Dieses Sachen suchen-Buch legt seinen Schwerpunkt auf das Landleben. Dabei bewegen wir uns nicht nur auf dem Bauernhof, sondern auch auf dem Marktplatz des Dorfes, in der Waldkita und am Badesee.
Auf jeder Seite gibt es wie üblich einen kurzen Text zum Vorlesen und kleine Bilder zum Suchen im großen Bild. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad hier ein wenig erhöht, denn man muss auch hinter die vielen verschiedenen Klappen schauen, um alles zu finden. Durch die Klappen gibt es hier aber bereits ohne den Aspekt des gezielten Suchens viel zu entdecken.
Die Bilder sind schon recht wimmelich und vermutlich dauert es noch ein paar Monate bis mein nun 2-jähriges Kind so richtig mit dem Buch zurecht kommt.
Mit Blick auf die Interessen meines Kindes hätte ich mir außerdem noch ein paar mehr Bauernhoftiere zum Suchen und Finden gewünscht.
Dennoch ist jede Seite schön, liebevoll und farbenfroh gestaltet. Es macht einfach Spaß, das Buch anzuschauen.

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Veröffentlicht am 29.10.2023

Supersüße Geschichte in Reimen

Eule Elli wünscht sich Freunde
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Die nachtaktive Eule Elli hätte so gern einen Freund zum Spielen. Doch einen zu finden ist gar nicht so einfach, wenn die meisten Tiere nachts schlafen und Elli tagsüber einfach viel zu müde ist.

Mit ...

Die nachtaktive Eule Elli hätte so gern einen Freund zum Spielen. Doch einen zu finden ist gar nicht so einfach, wenn die meisten Tiere nachts schlafen und Elli tagsüber einfach viel zu müde ist.

Mit Eule Elli war es nicht nur Liebe auf den ersten Blick, sie ist auch noch nach mehrmaligem Lesen der absolute Star im Kinderbuchregal. Zum Einen sind die Illustrationen sehr süß, liebevoll, verspielt, humorvoll und voller Details. Nichts anderes bin ich von Pina Gertenbach gewohnt. Zum anderen sind auch Handlung und Text sehr gut gelungen. Über ausschließlich gereimte Geschichten kann man ja sagen, was man will, aber es gehört schon wahnsinnig viel Talent dazu, eine ganze Geschichte komplett in Reimen zu transportieren und sie zeitgleich altersgerecht verständlich und humorvoll zu präsentieren. Genau das ist dem Autor hier gelungen. Ellis Geschichte auf der Suche nach einem Freund macht einfach so viel Spaß, dass der Nachfolger auf jeden Fall auch bei uns einziehen wird.

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Veröffentlicht am 28.09.2023

Ein Meisterstück der Vampirfantasy

Die Schwarze Königin
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Die Geschichte bewegt sich zu gleichen Teilen auf zwei Zeitebenen. Wir begleiten zum einen Len in der Gegenwart auf seinem Busausflug nach Prag, wo er unfreiwillig auf die Spuren seiner Vorfahren stößt. ...

Die Geschichte bewegt sich zu gleichen Teilen auf zwei Zeitebenen. Wir begleiten zum einen Len in der Gegenwart auf seinem Busausflug nach Prag, wo er unfreiwillig auf die Spuren seiner Vorfahren stößt. Zum anderen bewegen wir uns im frühen 15. Jahrhundert an der Seite der historischen Figur Barbara von Cilli, die schwarze Königin. Heitz ist es gelungen, diese beiden Zeitebenen geschickt mit einer zu verweben. Die Entdeckungen, die Len in der Gegenwart macht, werden uns Lesenden durch die abwechselnden Eindrücke Barbaras noch verständlicher gemacht.
Tatsächlich konnte ich Lens Erlebnisse mit der größten Spannung verfolgen. Len hat keine Ahnung, dass es Vampire wirklich gibt, bis er unfreiwillig in dieses Abenteuer stolpert. Der junge, schmächtige sowie kluge Mann wird dabei zur perfekten Identifikationsfigur, die mir auf Anhieb sympathisch war. Und seine Erlebnisse werden zunehmend gruseliger.
Auch Barbaras Erlebnisse habe ich mit Interesse verfolgt. Wüsste ich nicht, dass das hier Vampirfantasy ist, könnte man meinen, dies sei wahre Historie. Man merkt auf jeder Seite, wie viel Mühe und Arbeit der Autor in seine Recherche und seine Ausarbeitungen auf Basis dieser gesteckt hat. Dies hat mich nachhaltig beeindruckt, weshalb das Buch problemlos mit Bram Stokers „Dracula“ mithalten könnte. Die thematischen Bezüge zu ebendiesem Werk finde ich hervorragend.
Bei einem Fantasyroman diesen Umfangs und mit dieser Tiefe ist logischerweise nicht jede Seite spannungsgeladen. Der Roman ist auch alles andere als leichte Kost. Mal zwischendurch 10 Seiten lesen und das Buch dann wieder beiseitelegen sei hier nicht geraten. Dafür empfinde ich es als zu komplex, wenn auch durchaus gut verständlich. Dies ist jedoch ein Buch für das man sich Ruhe und Zeit nehmen muss, um vollständig in diese ausgeklügelte Geschichte abzutauchen. Gleichzeitig ist es nichts für schwache Nerven. Schon die allerersten Seiten zeigen, wie blutrünstig und brutal es werden kann. Für mich dennoch ein Meisterstück unter den Vampirromanen! Diese Arbeit und Leistung des Autors kann nur mit fünf Sternen gebührend gewürdigt werden – und damit, dass wir es alle lesen.

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Veröffentlicht am 27.09.2023

Ein Märchen für‘s Herz

Flora und der Bär im Zauberwald
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„Flora und der Bär im Zauberwald“ ist ein wundervolles Bilderbuchmärchen, das vor allem durch seine schönen, überwiegend Doppelseiten füllenden Illustrationen besticht. Dabei vereint dieses Bilderbuch ...

„Flora und der Bär im Zauberwald“ ist ein wundervolles Bilderbuchmärchen, das vor allem durch seine schönen, überwiegend Doppelseiten füllenden Illustrationen besticht. Dabei vereint dieses Bilderbuch klassische Märchenelemente in sich, ohne von bestehenden Märchen abzukupfern. So treffen wir hier auf eine böse Hexe, sprechende Tiere und einen verzauberten Wald. Auch Magie ist im Spiel.

Dieses Buch vorzulesen, macht einfach Spaß. Dabei geht die Geschichte von der ersten Seite an ins Herz. Der Bär ist einsam und wünscht sich sehnlichst einen Freund. Schließlich trifft er Flora und die beiden werden beste Freunde. Eines Tages gerät Flora in die Fänge der bösen Hexe und der Bär macht sich auf, um sie zu retten.

Neben der Thematik Freundschaft wird in diesem Buch eine weitere, wichtige Botschaft vermittelt: Der Glaube an sich selbst. So ermuntert der Bär Flora, an sich selbst und ihre Fähigkeiten zu glauben. Wenn man an sich selbst glaubt, kann man alles schaffen. Eine tolle Botschaft, die hier schön verpackt und transportiert wird.

In den Illustrationen können wir stets kleine Details entdecken, wie beispielsweise das freundliche Gesicht der Teekanne. In der Summe ist dieses Bilderbuch ein Highlight für uns. Auch wenn das Cover etwas weihnachtlich anmutet, sollte man sich hier nicht täuschen lassen. Die Geschichte spielt in Herbst, Winter sowie Frühling und hat rein gar nichts mit Weihnachten zu tun. Sie passt also perfekt zur jetzt dunkler werdenden Jahreszeit.

Empfohlen wird das Buch vom Verlag ab 4 Jahren, mein Sohn liebt das Buch aber bereits jetzt (mit unter 2 Jahren).

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