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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2020

Davon gerne noch mehr!

Lilly und die Zwölfen, 1, Elfen verboten
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Lilly ist mit ihrer Mutter zu Opa Kurt gezogen, der das Ausflugslokal „Die Glückseiche“ betreibt. Leider kommen immer weniger Besucher, so dass Nachbar Gräuerling Opas Grundstück gerne aufkaufen möchte. ...

Lilly ist mit ihrer Mutter zu Opa Kurt gezogen, der das Ausflugslokal „Die Glückseiche“ betreibt. Leider kommen immer weniger Besucher, so dass Nachbar Gräuerling Opas Grundstück gerne aufkaufen möchte. Aber als Lilly die Zwölfen kennenlernt, die so ganz anders sind als die Elfen, wollen diese mit Lilly die Glückseiche neu beleben. Ob ihnen das wohl gelingen kann?

Welches Mädchen kennt nicht mindestens eine Geschichte über die Elfen, die so zart und elegant daherkommen? Sehr gerne spielt Lilly mit ihren Elfenfiguren. Umso überraschter ist sie, als sie die Zwölfen kennenlernt: rund, fröhlich, frech und mit kleinen Stummelflügeln. Zwischen ihnen und Lilly entwickelt sich eine wunderschöne Freundschaft, was für Lilly umso wichtiger ist, da sie eher etwas pummelig geraten ist und deswegen oft gehänselt wird. Aber noch wichtiger ist, wie sich Menschen und Zwölfen auf eine ganz besondere Weise ergänzen. Der Autorin Sibylle Wenzel ist eine wunderschöne Geschichte gelungen über ein Mädchen und ihre (unsichtbaren) Freunde, die gute Ideen haben, um den drohenden Ruin der Familie Liebig abzuwenden, und die andererseits Lilly zu mehr Selbstbewusstsein helfen. Und dann gibt es ja auch noch das Zerwürfnis mit den Elfen, da deutet sich bereits eine gute Fortsetzung dieser Geschichte an. Die Illustrationen, ja überhaupt die gesamte Gestaltung ergänzt die Geschichte auf angenehme Weise und lockert den Text so auf, dass sich das Buch gut eignet zum Selberlesen für Grundschüler ab der 3. Klasse. Die Geschichte spart auch schwierige Themen nicht aus, sondern arbeitet sie kindgerecht in die Erzählung ein. Der Autorin ist eine gute Mischung gelungen aus überraschenden Einfällen (wer hat schon mal was von Wurzelrutschen gehört?), ernsthaften Themen und einer abenteuerlichen und spannenden Geschichte. Davon darf es gerne noch weitere Bände geben! Gut gelungen auch die Darstellung der handelnden Personen, die sofort in den Blick gerät, wenn man das Buch aufschlägt.

Meine Tochter hat sich schnell fesseln lassen von dieser überraschenden Geschichte. Lilly bietet sich gut an als Identifikationsfigur, so dass sich junge Leser und Leserinnen gern auf ein Abenteuer mit ihr begeben. Deshalb vergebe ich diesem Buch sehr gerne alle 5 möglichen Sterne und empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 28.04.2020

Spannend und realitätsnah

Abgefackelt
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Rechtsmediziner Paul Herzfeld entscheidet sich zu einer vorübergehenden Versetzung von Kiel nach Itzehoe. Noch immer leiden er und seine Lebenspartnerin an den Folgen seines letzten Falls, er erhofft sich ...

Rechtsmediziner Paul Herzfeld entscheidet sich zu einer vorübergehenden Versetzung von Kiel nach Itzehoe. Noch immer leiden er und seine Lebenspartnerin an den Folgen seines letzten Falls, er erhofft sich in Itzehoe etwas mehr Ruhe. Doch er entdeckt recht schnell, dass sich hinter dem vermeintlichen Selbstmord seines Vorgängers in Itzehoe ein Geheimnis versteckt – ein Geheimnis, das ihn interessiert, dem er auf die Spuren gehen möchte. Als er merkt, wie gefährlich seine Ermittlungen sind, ist es schon viel zu spät.

Dies ist der zweite Band der Trilogie um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld, der sich in einen Fall verbeißen kann und dann erst wieder aufhört, wenn er die Lösung dazu hat. Den ersten Band kenne ich nicht, dennoch konnte ich gut in diese Geschichte einsteigen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen. Allerdings bin ich nun neugierig auf den Vorgängerband, ich werde ihn unbedingt lesen, noch bevor ich mir den Abschluss der Trilogie gönnen werde.

Der Autor Michael Tsokos hat bereits mehrfach bewiesen, dass er seine eigene berufliche Tätigkeit sehr gut in spannende und realitätsnahe Thriller umsetzen kann. Seine Fälle beziehen sich auf tatsächliche Vorkommnisse, wie er im Nachwort schreibt. Dazu hat er einen äußerst flüssigen Schreibstil, so dass ich mich von der ersten Seite an im Buch festgelesen habe. Der Spannungsbogen ist perfekt aufgebaut, das Gespür für die Gefahr, in die sich Herzfeld begibt, wird immer deutlicher dargestellt und gipfelt in einem Showdown, der keine Wünsche offen lässt.

Sehr gerne empfehle ich diesen Thriller weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Ein realistisches Szenario zur Himmelsscheibe von Nebra

Die Kinder von Nebra
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Nebra vor 4000 Jahren: Die Menschen stehen unter der Willkür des Fürsten Orkon, der sich weniger für das Volk als vielmehr für sich selbst interessiert. Sein Sohn Arrak agiert noch despotischer als der ...

Nebra vor 4000 Jahren: Die Menschen stehen unter der Willkür des Fürsten Orkon, der sich weniger für das Volk als vielmehr für sich selbst interessiert. Sein Sohn Arrak agiert noch despotischer als der Vater. Dabei hat er es auf die junge Priesterin Rana abgesehen, doch sie schwört, die Menschen von dieser dunklen Herrschaft zu befreien. Die bronzene Scheibe, die ihr Vater geschmiedet hat und den Sternenhimmel zeigt, wird in Ranas Händen eine große Hilfe, steht sie doch für die Göttin des Lichts.

Als Ende der 1990er Jahre die Himmelsscheibe von Nebra gefunden wurde, wurde schnell klar, dass sie ein großes Geheimnis birgt. Der Autor Ulf Schiewe stützt sich auf die bisherigen Kenntnisse der Forschung und hat um die Scheibe eine dramatische Geschichte gewoben, die voller Spannung und auf dem Hintergrund sorgfältiger Recherchen ein mögliches Szenario der damaligen Zeit entwirft. Beeindruckend ist es, wie hier Geschichte erfahrbar gemacht wird: Nicht nur die Protagonisten werden ausführlich dargestellt, sondern auch die Zeit und die örtlichen Gegebenheiten, in der die Geschichte spielt. Eine Karte, ein Personenregister sowie ein Glossar helfen dem Leser, sich gut in die Geschehnisse hineindenken zu können. Die Bedeutung der Scheibe sowie ihre (mögliche) Entstehung sind eindrucksvoll beschrieben.

Mir fiel es schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen, es konnte mich gleich auf den ersten Seiten fesseln und in die Geschichte hineinziehen. Deshalb empfehle ich es unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Spannend-witzige Ermittlungen auf Borkum

Mordseeluft
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Caro Falk ist in Trennung von ihrem Ehemann und geht mit Sohn Justus auf eine Mutter-Kind-Kur auf Borkum. Doch neben Gesprächsgruppe und sonstigen Anwendungen gibt es gleich eine Überraschung für sie: ...

Caro Falk ist in Trennung von ihrem Ehemann und geht mit Sohn Justus auf eine Mutter-Kind-Kur auf Borkum. Doch neben Gesprächsgruppe und sonstigen Anwendungen gibt es gleich eine Überraschung für sie: In der Strandsauna findet Caro morgens den toten Chefarzt der Klinik vor. Da die Polizei von einem Unfall ausgeht, macht sich Caro so ihre eigenen Gedanken. Und zusammen mit ihrem Schwiegervater Hinnerk und mit Türsteher Jan beginnt sie zu ermitteln. Es gibt so einiges, was sie da herausfindet…

Obwohl Caro ihre eigenen Probleme hat – frisch getrennt, enttäuscht von einem Ehemann, der sie hintergangen hat, ohne Geld und ohne Beruf -, stürzt sie sich begeistert in die Ermittlungen um den toten Chefarzt der Klinik, denn da scheint so einiges nicht zu stimmen. Dafür hat sie ein besonderes Näschen, das erkennt der Leser schnell. Mit viel Situationskomik (die Möwe, die sie gleich zu Beginn der Fahrt nach Borkum gleich zweimal trifft, ist hier nur der Anfang) und viel Humor erzählt die Autorin Christine Drews unter ihrem Pseudonym Emmi Johannsen einen eher unblutigen, dafür aber spannenden und witzigen Krimi rund um die Nordseeinsel Borkum, so dass man beim Lesen nicht nur begeistert miträtselt, sondern noch eine gute Schippe Urlaubsgefühl erhält. Der Plot ist gut ausgefeilt, und so habe ich mich mit Vergnügen auf Coras Ermittlungen einlassen können.

Mich hat das Buch gleich auf den ersten Seiten begeistern können, das hat sich durchgehalten bis zur letzten Seite. Nun bin ich schon neugierig auf weitere Ermittlungen mit Cora Falk und Jan Akkermann… Deshalb gibt es von mir selbstverständlich alle 5 möglichen Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Spannender Regionalkrimi

Flüsternde Wälder
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Als im Wald eine Tote aufgefunden wird, ruft man das Team um Irmi Mangold und Kathi Reindl zur Aufklärung. Bei der Toten stellt sich heraus, dass sie als Waldbademeisterin eine große Anhängerschaft hatte. ...

Als im Wald eine Tote aufgefunden wird, ruft man das Team um Irmi Mangold und Kathi Reindl zur Aufklärung. Bei der Toten stellt sich heraus, dass sie als Waldbademeisterin eine große Anhängerschaft hatte. Kurze Zeit später wird ein Heiler nach einem Einbruch erschlagen aufgefunden – ob die beiden Fälle wohl etwas gemeinsam haben?

Dies ist bereits der elfte Fall der beiden bayrischen Ermittlerinnen, und man spürt beim Lesen, dass da schon ganz viel vor diesem Band stattgefunden hat. Da ich mit diesem Buch in die Geschichte eingestiegen bin, hatte ich immer wieder das Gefühl, dass mir einige wichtige Vorkenntnisse fehlen über das Ermittlerteam. In gewohnt humorvoller Art breitet die Autorin Nicola Förg einen Regionalkrimi vor dem Leser aus, der mit reichlich Gesellschaftskritik verbunden ist. Diese wird während der Geschichte gut begründet und zum Schluss dann auch durch eigenes Erleben verstärkt, denn die Autorin flicht eigene Erfahrungen in dieses Buch mit ein. Die handelnden Personen sind dabei alle gut getroffen, und so ist man schnell von einem spannenden Fall gefesselt, oder sind es vielleicht sogar zwei? Lange darf der Leser raten, bis er endlich mit Irmi und Kathi auf die richtige Spur kommt. Als Regionalkrimi ist die Geschichte äußerst gelungen.

Vermutlich wäre das Buch auf Anhieb ein Anwärter auf alle 5 möglichen Sterne gewesen, deshalb runde ich meine angesetzten 4,5 auf eine glatte 5 auf und empfehle die Reihe, allerdings am besten in der richtigen Reihenfolge.

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