Profilbild von Ivonnes-Buecherregal

Ivonnes-Buecherregal

Lesejury Star
offline

Ivonnes-Buecherregal ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ivonnes-Buecherregal über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2019

Für mich ein absolutes Highlight!

Wo mein Herz liegt
0

Was war ich froh darüber mit „Wind in deinen Segeln“ gewartet zu haben bis ich direkt mit diesem zweiten Teil weiterlesen konnte. Denn Der Cliffhanger war wirklich gemein.
Im zweiten Teil geht es direkt ...

Was war ich froh darüber mit „Wind in deinen Segeln“ gewartet zu haben bis ich direkt mit diesem zweiten Teil weiterlesen konnte. Denn Der Cliffhanger war wirklich gemein.
Im zweiten Teil geht es direkt dort weiter wo der erste Teil geendet hat. Es wird wirklich dramatisch. Man braucht also auch als Leser starke Nerven.

Für mich war es in diesem Teil auf jeden Fall noch einmal eine deutliche Steigerung. Nachdem Em und Gabe sich ja inzwischen ziemlich nahe gekommen sind geht es hier um die Entwicklung der beiden.
Nachdem sich die Situation aus dem Cliffhanger etwas gelöst hat, hatte ich etwas Sorge das sich die beiden auseinanderentwickeln. Denn erst einmal ist der persönliche Kontakt zwischen Em und Gabe eher selten. Trotzdem merkt man das es diese ganz Verbindung zwischen den beiden gibt. Da war ich sehr froh, dass Jessica Winter das auf eine so gefühlvolle Art beschrieben hat.

In diesem Teil geht es vor allem um Entwicklung. Vor allem Em hat mich immer wieder erstaunt. Wo sie ihre ganze Kraft hergenommen hat war wirklich bewundernswert. Auch das sie sich durchaus eingestehen kann Hilfe zu brauchen zeigt wie sehr sie sich im Verlauf der Handlung entwickelt hat. Denn gerade zu Anfang ist Em eine absolute Einzelkämpferin.
Jetzt hat sie Ziele vor Augen und merkt wie schön es ist zu wissen das es Menschen gibt, auf die sie sich verlassen kann.
Auch das sie endlich zu spüren bekommt was für ein toller Mensch sie eigentlich ist hat mich sehr berührt.

Auch Gabe hat in diesem zweiten Teil viel Raum um sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Er hat mir oft wirklich leidgetan. Gerade wie die Umwelt auf ihn reagiert ist wirklich nicht leicht zu ertragen. Selbst für den Leser nicht. Es zeigt wie voreingenommen die Menschen oft sind und wie schwer es ist mit falschen Anschuldigungen wieder den Weg in ein normales Leben zu finden.
Immer wenn Gabe das Gefühl bekommt, das es langsam bergauf geht dann passiert wieder etwas was ihm zeigt das sich doch nichts geändert hat. So lebt er seit Jahren mit Vorsicht und Auflagen. Nicht besonders einfach.

Jessica Winter hat einen ganz besonderen Schreibstil. Die Geschehnisse wirken echt und nicht konstruiert. Außerdem schafft sie es sehr lebendige Charaktere zu erschaffen.
Wenn man einmal nachdenkt dann stellt man schnell fest wie nah an unserer heutigen Realität viele Themen sind.
Genau deshalb liebe ich die Bücher von Jessica so sehr. Sie bringt mich zum Nachdenken und gleichzeitig schafft sie es mich durch ihre Liebesbeziehungen gefangen zu nehmen.

Anfangs war die Geschichte vom Em und Gabe ja als Einzelbuch gedacht. Aber ich bin unglaublich froh darüber das die beiden so viel Platz bekommen haben. Den haben sie einfach auch gebraucht. Für sich als einzelne Person aber auch für ihre Beziehung.
Man kann traumatische Erlebnisse sicher nicht einfach so vergessen. Aber wenn man Wege an die Hand gelegt bekommt die einen unterstützen und gleichzeitig Menschen hat denen man wichtig ist dann ist schon ein großes Stück getan um irgendwann ein schönes Leben leben zu können.

Mich hat die Geschichte von Em und Gabe wirklich sehr berührt. Ich habe sie verschlungen, geliebt und habe wirklich auf jeder einzelnen Seite mit den beiden gelitten.
Danke liebe Jessica für diese wundervollen Bücher. Ich freue mich schon sehr auf eine neue Geschichte von dir.

„Wo mein Herz liegt“ bekommt von mir 5 von 5 Lesekatzen und einen Platz ganz weit oben bei meinen Jahreshighlights.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Ich liebe den Schreibstil von Jessica Winter!

Wind in deinen Segeln
0

Für mich sind die Bücher von Jessica Winter ein absolutes Must Read. Da ich vorher schon wusste, dass dieses Buch einen gemeinen Cliffhanger hat habe ich extra bis kurz vor der Veröffentlichung von Teil ...

Für mich sind die Bücher von Jessica Winter ein absolutes Must Read. Da ich vorher schon wusste, dass dieses Buch einen gemeinen Cliffhanger hat habe ich extra bis kurz vor der Veröffentlichung von Teil 2 gewartet mit dem Lesen.
Diese Geschichte dreht sich um Gabriel und Emerald. Beide haben in ihrem jungen Leben schon sehr viel mitmachen müssen und das merkt man ihnen auch sehr an.

Emerald ist eine noch sehr junge Protagonistin. Allerdings war ihre Kindheit alles andere als leicht und auch ihre Jugend war nicht besser. Sie hat gelernt für sich zu kämpfen und kurz vor ihrem 18. Geburtstag macht sie sich auf den Weg „nach Hause“ um nun für ihre jüngeren Geschwister da sein zu können.
Ich fand Emerald von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist so eine Kämpferin und hat trotzdem ein extrem gutes Herz.
Als sie in Ceaser City strandet ist sie erst einmal überfordert. Die Reparatur ihres Autos ist teurer als gedacht. Doch in dem kleinen Städtchen helfen sich die Menschen und so erlebt Em zum ersten Mal in ihrem Leben wie es ist wenn Menschen füreinander da sind.
Und auch wenn sie es nicht gedacht hätte, ist vor allem Gabriel immer wieder auf eine ganz besondere Weise für sie da.

Gabriel wirkt anfangs eher missmutig. Er lässt selbst seine Familie nicht an sich ran und er ist durch seine Vergangenheit auch nicht besonders beliebt in dem kleinen Ort.
Nachdem er sein College abbrechen musste, arbeitet er nun in der Autowerkstatt seines Vaters. Das war nicht wirklich nicht das was Gabriel sich von seinem Leben vorgestellt hat. Er wirkt oft ziemlich verbittert und ein junges Mädchen wie Emerald ist das Letzte was er aktuell gebrauchen kann. Entsprechend verhält er sich ihr auch gegenüber.
Doch es gibt diese Momente, in denen der echte Gabriel zum Vorschein kommt. Und es macht einfach unglaublich viel Freude diesen Gabriel zu erleben.

Wenn man den Klappentext liest dann könnte man anfangs eine typische New Adult Story erwarten. Doch wer die Bücher von Jessica Winter kennt, der weiß das ihre Bücher alles andere als typisch sind. Sie schafft es immer wieder auf eine unglaublich sensible Schreibweise die Erlebnisse ihrer Protagonisten zu beschreiben. Man leidet mit Emerald und Gabriel mit und so oft dachte ich mir das kann doch kein normaler Mensch aushalten. Vor allem in diesem Alter.

Die Protagonisten sind für mich die ganze Zeit der greifbar. Nichts wird beschönigt und man erlebt die oftmals nicht sehr faire Realität.
Ich kann gar nicht sagen welches Schicksal mich mehr berührt hat. Das Emerald in jungen Jahren schon so viel erlebt hat ohne wirklich etwas dagegen machen zu können hat mich schockiert.

Aber auch das Erlebte von Gabriel hat mich einfach schockiert. Diesen Anschuldigungen ausgeliefert zu sein und nichts dagegen ausrichten zu können obwohl man so sehr kämpft.
Es hat bei mir auf jeden Fall einen sehr unschönen Beigeschmack hinterlassen.
Da sind die Momente zwischen Emerald und Gabriel jedes Mal ein Moment des Durchatmens. Emerald ist absolut nicht auf den Mund gefallen und dadurch entstehen einige Momente zum Schmunzeln.
Auch die Gefühle, die sich bei Emerald und Gabriel entwickelt finde ich so wahnsinnig realistisch. Denn nach allem was die beiden erlebt haben stürzt man sich nicht Hals über Kopf in Beziehungen. Es hat so viel Freude gemacht die Entwicklung zwischen den beiden zu erleben.

Zum Ende hin wird es noch einmal extrem spannend. Und der Cliffhanger am Ende ist auch wirklich fies.
Zum Glück geht es ja noch weiter und ich freue mich tatsächlich auch darauf noch ein wenig in die Welt von Emerald und Gabriel eintauchen zu können. Und ich finde es toll, dass die beiden so viel Raum bekommen um sich entwickeln zu können.Für mich ist „Wind in deinen Segeln“ jetzt schon ein absolutes Highlight. Ich liebe Emerald und Gabe. Und ich liebe diese wirklich sehr gefühlvolle Geschichte.
Ich hoffe wirklich das noch ganz viele solch wundervoller Bücher von Jessica kommen werden.

„Wind in deinen Segeln“ bekommt von mir 5 von 5 Lesekatzen und ist jetzt schon ein Jahreshighlight für mich.

Veröffentlicht am 12.10.2019

Das hatte ich wirklich nicht erwartet. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite begeistert!

Follow Me Back
0

Schon beim Cover war ich absolut verliebt in das Buch. Nachdem ich auch die Leseprobe gelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen wie es weitergehen wird. Denn diese Geschichte hat von Anfang an so gewirkt ...

Schon beim Cover war ich absolut verliebt in das Buch. Nachdem ich auch die Leseprobe gelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen wie es weitergehen wird. Denn diese Geschichte hat von Anfang an so gewirkt als wäre sie ganz anders als man erwartet. Und das hat sie in jeden Fall auch bestätigt.

Im Mittelpunkt steht Tessa. Früher war sie ein lebensfroher Mensch. Doch nach einer traumatischen Erfahrung leidet sie unter starken Ängsten und kann ihr Zimmer nicht mehr verlassen. Von ihrer Mutter bekommt sie da wenig Verständnis entgegengebracht. Ebenso wenig von ihrem Freund. Auch ihre Therapeutin wirkt in vielen Momenten eher lustlos und wenig motiviert Tessa wirklich zu helfen.
Die einzige Verbindung zur Außenwelt hat Tessa durch Twitter. Ihre Zeit nutzt sie zum Schreiben von FanFictions über den Musiker Eric Thorn. Dank dieser Geschichten ist sie inzwischen bei Twitter ziemlich bekannt. Doch natürlich bekommt sie nicht nur positives Feedback. Und das ist für Tessa nicht gerade leicht.
In manchen Momenten wirkt Tessas Fixierung auf Eric eventuell etwas krankhaft. Aber dadurch das sie selber Schlimmes erlebt hat kann sie sich sehr gut in Eric hineindenken und scheint oft auch hinter die Fassade blicken zu können.

Eric Thorn ist jung und ein Popstar. Eigentlich wollte Eric immer mit seiner Musik berühmt werden. Doch inzwischen fühlt er sich in seinem Leben alles andere als wohl. Was er zu machen hat wird von der Plattenfirma und von seinem Manager bestimmt. Und so kommt es inzwischen eher darauf an, dass Eric nackte Haut zeigt anstatt gute Musik zu machen. Nachdem ein Kollege durch einen fanatischen Fan ermordet wird, entwickelt sich bei Eric eine ziemliche Panik ihm könnte ähnliches passieren. Allerdings wird er von den Menschen in seiner Umgebung nicht wirklich für voll genommen.
Durch einen Impuls heraus eröffnet Eric einen Fake-Account bei Twitter um gegen sich selber schlechte Stimmung zu machen. Doch niemals hätte er gedacht das er dabei auf Tessa trifft und ihr so nahe kommen würde.

Am Anfang weiß man noch nicht so wirklich wo die Geschichte eigentlich hin will. Es fängt recht ruhig an und beide Charaktere bekommen genug Zeit um sie kennenzulernen. Doch mit jeder Seite wird man mehr in diese Story hineingezogen. Man merkt wie Tessa und Eric sich immer näher kommen und sie sich die beiden gegenseitig unterstützen und auch entwickeln. Durch Eric schafft Tessa es sich immer ein Stück mehr ihrer Angst zu stellen. Das hat mir unglaublich gut gefallen.
Auch die Darstellung wie so ein Leben von einem Popstar aussieht ist wohl ziemlich realistisch dargestellt worden. Ich finde es sehr erschreckend das immer weniger der Mensch gesehen wird und alles eher zu einer Marke wird.
Auch die psychischen Probleme von Tessa finde ich wirklich gut ausgearbeitet. Oft stört mich das in anderen Geschichten, weil von jetzt auf gleich alles gut ist. Aber das ist hier wirklich sehr gut dargestellt.

Der Schreibstil ist wirklich einnehmen. Anfangs war ich etwas überrascht weil das Buch nicht in der Ich-Form geschrieben ist. Aber das macht absolut nichts aus. Denn durch den unglaublich lebhaften und mitziehenden Schreibstil kommt man unglaublich nah an die Charaktere ran und fiebert mit Eric und Tessa mit.
Dazu tragen zusätzlich die kurzen Kapitel mit Vernehmungsprotokollen bei. Man überlegt im Verlauf immer mehr was wohl passiert sein könnte und dabei entstehen so einige Spekulationen.
Ein paar Dinge kann man sicherlich erahnen aber es waren auch Dinge dabei die mich wirklich überrascht haben.
Ich war wirklich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Das Buch endet mit einem wirklich gemeinen Cliffhanger aber zum Glück geht es bald schon wieder weiter. Bis dahin heißt es, weiter überlegen was wohl dahinterstecken könnte.

„Follow me back“ hat mich wirklich überrascht. Keine klassische Lovestory, dafür eine sehr kritische Auseinandersetzung mit den sozialen Medien, dem Ruhm von Stars und psychischen Problemen. Alles unglaublich spannend verpackt. Ich bin in jedem Fall begeistert und deshalb bekommt dieses Buch von mir auch 5 von 5 Lesekatzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 23.09.2019

Auf jeden Fall eine Steigerung zum ersten Teil!

Rhythm and Love: Sammy und Jayden
0

Nachdem es im ersten Teil der „Rythm and Love“ Reihe und Luna und David geht, erleben wir dieses Mal die Geschichte von Davids Schwester Sammy.
Sie war mir im ersten Teil schon sehr sympathisch und ich ...

Nachdem es im ersten Teil der „Rythm and Love“ Reihe und Luna und David geht, erleben wir dieses Mal die Geschichte von Davids Schwester Sammy.
Sie war mir im ersten Teil schon sehr sympathisch und ich habe mir sehr auf ihre Geschichte gefreut.

Sammy darf ihre Brüder auf der Tour durch Amerika begleiten. Doch sie hat ständig einen Aufpasser an ihrer Seite und fühlt sich doch sehr eingeengt. Sie ist eine quirlige Person, die gerne mehr auf sich alleine gestellt wäre. Außerdem hat sie ein sehr schwieriges Verhältnis zum Schlagzeug spielen.

Jayden ist der Schlagzeuger der Vorband der „Bad Weeds“. Er musste einen Vertrag unterschreiben, dass er keine Freundin haben darf. Weil er ebenso wie seine Bandkollegen auf jeden Fall einen Plattenvertrag haben will lässt er sich darauf ein.
Nach außen hin wirkt er oft distanziert und abwesend. Doch wenn man ihn etwas näher erlebt dann wirkt er sehr verletzlich. Außerdem hat er ein Geheminis von dem niemand etwas weiß.

Jayden und Sammy treffen backstage aufeinander und sofort verliebt sich Sammy in ihn. Aber für die beiden ist es nicht einfach denn beide haben ihre Geheimnisse und Jayden stößt Sammy immer wieder von sich. So dass sie gar nicht weiß ob er wirklich Gefühle für sie hat.

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Sophie nimmt uns auf eine Reise quer durch die USA mit. Die Orte werden toll beschrieben und ich hatte sie beim Lesen vor meinen Augen. Auch für mich war es also ein kleines Abenteuer.
Ich muss sagen, dass mir dieser Teil auf jeden Fall noch einmal besser gefallen hat. Die Protagonisten waren für mich etwas glaubhafter und auch spanender. Es hat mich mitgerissen.
Auch ein Wiedersehen mit einigen Charakteren aus dem ersten Teil hat Freude bereitet. Trotzdem ist dieser Teil auch ohne Vorkenntnisse lesbar. Allerdings macht es mehr Freude, wenn man Teil eins vorher schon kennt.
„Rythm and Love 2: Sammy & Jayden“ hat mich wirklich begeistert und mitgerissen. Deswegen bekommt die Geschichte von mir auch 5 von 5 Lesekatzen.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Ein gelungener Abschluss und genau so stark wie der erste Teil!

Backstage-Reihe / On Stage in London
0

Nachdem mich „Backstage in Seattle“ wirklich mit einem ganz bösen Cliffhanger zurückgelassen hat bin ich froh, dass es nun mit „On Stage in London“ weitergeht.
Die Handlung setzt genau dort ein wo sie ...

Nachdem mich „Backstage in Seattle“ wirklich mit einem ganz bösen Cliffhanger zurückgelassen hat bin ich froh, dass es nun mit „On Stage in London“ weitergeht.
Die Handlung setzt genau dort ein wo sie in ersten Teil geendet hat. Das heißt die Stimmung am Anfang ist wirklich sehr düster und sehr bedrückend für den Leser.
Man erfährt wie Eliza mit dem was bei dem Ball passiert ist umgeht. Und ich muss sagen, dass die Auflösung aus dieser schwierigen Szene am Ende von Band eins wirklich gelungen ist. Da war ich mir erst nicht sicher. Denn die Szene hatte es ganz schön in sich. Aber für mich ist es gelungen und ich kann die Gefühle auch nachempfinden.

Beim Lesen merkt man auf jeden Fall das in diesem Teil eine deutliche Entwicklung stattfindet. Elia wirkt deutlich gereift und sie hat aus den Dingen die passiert sind gelernt. Für die ist die Entscheidung in London ihr Studium fortzusetzen die einzige Möglichkeit alles zu verarbeiten.
Doch auch nach einer ganzen Weile in London merkt Eliza das sie vor ihren Gefühlen nicht davonrennen kann. Immer wieder wird sie mit Finn konfrontiert. Sie merkt das Ablenkung und neue Freunde auch nicht die Leere in ihr ersetzen können.
Und ihre beste Freundin Ally ist zwar mit ihr für ein Semester nach London gegangen, doch sie hat selber viel mit ihren Problemen zu kämpfen und so entfernen sich die beiden etwas voneinander.

Finn war für mich in diesem Teil etwas Besonderes. Er hat mich in Teil eins ja schon fasziniert. Aber hier erfahren wir sehr viel über seine schockierende Vergangenheit, die er selber zu großen Teilen vergessen hat. Dadurch wusste er oft nicht warum er zum Beispiel aggressiv reagiert.
Er setzt sich viel mit der Vergangenheit auseinander und versucht daran zu arbeiten. Vor allem die Musik soll ihm dabei helfen. In dieser schweren Zeit ist Finns Manager immer an seiner Seite. Doch so ganz wie erhofft klappt es für Finn nicht. Durch die Erinnerungen an die Vergangenheit und Eliza die einfach immer in seinem Kopf ist, fällt es ihm schwer sich durch die Arbeit abzulenken.

Mich hat die Geschichte von Eliza und Finn wirklich mitgerissen. Ich glaube, dass ich fast genau so gelitten habe wie die beiden.
Der Schreibstil von Mina ist wirklich toll. So leicht zu lesen und trotzdem so viele Details. Man steckt einfach mitten in der Geschichte drin und für mich handeln die Charaktere auch realistisch und nachvollziehbar.
Ich hätte mir nur eine Sache gewünscht. Eliza hat ja enorme Probleme sich zu binden und Gefühle zuzulassen. Natürlich wird es immer wieder gesagt und auch der Grund erwähnt. Aber ich hätte mir da vielleicht noch ein ganz klein wenig mehr Tiefe gewünscht. Vielleicht ein Gespräch mit den Eltern oder auch Finn. Als Leser weiß man zwar wo es dran liegt aber so ganz greifbar ist es nicht immer.
Das ist aber nur eine kleine Kritik. Und das ändert für mich auch nichts daran, dass ich die Geschichte von Eliza und Finn liebe.

Eine tolle Fortsetzung die mich wie Teil eins schon begeistert hat. Von mir bekommt „On Stage in London“ 5 von 5 Lesekatzen.