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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2020

Meisterhaft

Leben, um davon zu erzählen
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Um dieses Buch gebührlich zu preisen, bedürfte es meterweise Platz. Ich will es kurz machen: Schlagt es auf und ihr seid in Kolumbien in flirrender Hitze und einer anderen Welt.
Wer wissen möchte, wie ...

Um dieses Buch gebührlich zu preisen, bedürfte es meterweise Platz. Ich will es kurz machen: Schlagt es auf und ihr seid in Kolumbien in flirrender Hitze und einer anderen Welt.
Wer wissen möchte, wie Garcia Márquez derjenige wurde, der er ist, nämlich ein meisterhafter Erzähler, der kann es in diesem Buch erfahren.
Schon der kleine G.G.M. ist ein Erzähler. Wenn er mit seinem Großvater Papalelo unterwegs ist, beobachtet er die Magier, lauscht den Akkordeonspielern und ihren Liedern, geht ins Kino und ist bemüht am Familienesstisch verwickelte Episoden wieder zu erzählen. Er saugt alles Gehörte auf wie ein Schwamm, beobachtet Familienmitglieder und beginnt schon als Dreikäsehoch sich rudimentäre Erzähltechniken anzueignen. Warum? Um die Realität unterhaltsamer zu gestalten.
Immerhin eine Realität, die nicht gerade wenig zu bieten hat.
Familiengeschichten und eigene Erlebnisse des G.G. Marquez: Dieses Buch stellt die Meisterwerke des Schriftstellers nicht in den Schatten, sondern erhellt sie. Manchmal ein wenig zu langatmig und ausführlich, doch vorwiegend packend.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Abschalten und Genießen

Wiedersehen in der kleinen Inselbuchhandlung
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Janne Mommsen hat es auch mit seinem dritten Roman rund um die kleine Buchhandlung auf der kleinen Nachbarinsel von Sylt geschafft, ab Zeile 1 die positive und harmonische Stimmung zu transportieren, die ...

Janne Mommsen hat es auch mit seinem dritten Roman rund um die kleine Buchhandlung auf der kleinen Nachbarinsel von Sylt geschafft, ab Zeile 1 die positive und harmonische Stimmung zu transportieren, die ich mit einem Urlaub am Meer verbinde! Auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände ist man sofort in der Geschichte über Hauke und seine drei Sandkastenfreunde Wiebke, Kai und Nicole drin, die sich nun mit knapp 40 Jahren zum ersten Mal nach dem Abi-Abschiedssommer vor 20 Jahren wiedertreffen. Gefühlvoll wird beschrieben, wie die gemeinsame Zeit die vier ein Leben lang beeinflusst hat und wie oft sie trotz der seitdem vergangenen Zeit darauf zurückblicken. Für mich ist es immer ein Highlight einen neuen Roman von Janne Mommsen zu lesen.
Nun war es wieder soweit, auch dieser spielt wieder auf Föhr und die Inselbuchhandlung spielt eine Rolle im Roman. Toll finde ich es ja immer wieder, dass man die Figuren aus den vorherigen Bänder wieder trifft egal wie kurz die Szene auch sein mag.
Mir ist der Einstieg ins Buch wirklich sehr leicht gefallen und ich bin auch viel zu schnell durch das Buch durch gewesen.
Den Erzählstil den der Autor gewählt hat empfand ich als sehr angenehm. Es hat sich für mich angefühlt als ob er mich an die Hand genommen hat und mich durch den Roman geführt hat. Der dritte Band rund um die Inselbuchhandlung hat mir wieder besser gefallen. Es war schön die Insel Föhr und Gretas Inselbuchhandlung nochmals zu besuchen und die vier Freunde kennenzulernen. "Wiedersehen in der kleinen Inselbuchhandlung" bietet eine kleine Auszeit und Urlaub fürs Gemüt.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Weckt Interesse an Chemie, also Sinn erfüllt

Komisch, alles chemisch!
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Warum ist Flurid in der Zahnpasta? Wie funktionieren Seifenblasen? Was passiert beim Laden eines Smartphones? Was verstehen wir eigentlich unter Temperatur? Und warum können wir im Winter auf dem See Schlittschuhlaufen, ...

Warum ist Flurid in der Zahnpasta? Wie funktionieren Seifenblasen? Was passiert beim Laden eines Smartphones? Was verstehen wir eigentlich unter Temperatur? Und warum können wir im Winter auf dem See Schlittschuhlaufen, die Ameise aber nicht, selbst wenn sie es wollte?

In ihrem Buch "Komisch alles chemisch" nimmt uns die junge Wissenschaftlerin Mai Thi mit durch ihren Alltag und zeigt, dass alles was wir tun, was uns umgibt und was wir fühlen mit Chemie zu tun hat.Die Autorin versteht ihr Buch als „eine Einladung in meine Gedankenwelt als Chemikerin“. Mit anderen Worten: Chemische Vorgänge und Zusammenhänge werden in einen größeren Kontext gestellt. Und zwar in einen weiten naturwissenschaftlichen Rahmen, aber auch gesellschaftskritisch, wenn es zum Bespiel über die deutsche Forschungslandschaft (speziell an deutschen Universitäten) geht. Und da Chemie schlichtweg in allem steckt, kann auch quasi alles zum Thema gemacht werden. Dass sich die Autorin hierbei auf besonders eingängige und interessante Beispiele (meist aus dem „Alltag“) bezieht, ist nur zu verständlich.

So werden ganz nebenbei zum Beispiel den Konservierungsstoffen ihre Schrecken genommen oder darüber aufgeklärt, wie der Alkohol verstoffwechselt wird und was er dabei anrichtet. Nicht zuletzt werden die Kochkünste als chemischer Vorgang beschrieben, allerdings ohne ihnen die sensorische oder emotionale Komponente zu nehmen. Ich habe das Buch noch nicht einmal bis zur Hälfte gelesen und find es einfach klasse. Ich habe Chemie und Physik in der Schule immer gehasst, aber interessiere mich für den menschlichen Körper und warum manche Dinge so passieren, wie sie passieren. Man kann auf tolle Art und Weise viel lernen.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Humorvoll und spritzig

Ich dachte, sie ziehen nie aus
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Wir haben sie gewickelt und gestillt. Und eigentlich haben wir uns immer um sie gekümmert und gesorgt. Was passiert eigentlich, wenn sie nicht mehr da sind? Fallen wir dann in ein tiefes Loch?
Lucinde ...

Wir haben sie gewickelt und gestillt. Und eigentlich haben wir uns immer um sie gekümmert und gesorgt. Was passiert eigentlich, wenn sie nicht mehr da sind? Fallen wir dann in ein tiefes Loch?
Lucinde Hutzenlaub und Heike Abidi plaudern aus ihrem Leben.Der Schreibstil ist wundervoll, spritzig, humorvoll und bringt viele Sachen auf den Kern. Man entdeckt sich auch in der einen oder anderen Situation durchaus wieder und auch für viele Schmunzler und Lacher ist gesorgt.

Das Buch wird aus der Sicht zweier Mütter geschrieben, die dem Leser den Einblick in ihre Familien und die verschiedensten, teils sehr alltäglichen Situationen ermöglichen. Man begleitet sie auf dem Weg des Erwachsenwerdens ihrer Kinder und erhält Einblicke in so manche prekäre Situation. Vom Windeln wechseln, hin zum ersten loslassen, Kindergarten, Horror Pubertät bis hin zum Auszug, dem Loslassen und dem was dann noch folgt. Auf lockere, witzige und humorvolle Art und Weise beleuchten sie so das Erwachsen werden und das Loslassen aus den verschiedenen Perspektiven und geben dabei auch sehr hilfreiche Tipps.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Die Schneelöwin

Die Schneelöwin (Ein Falck-Hedström-Krimi 9)
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Die Geschichte beginnt damit , dass ein junges Mädchen , das einige Wochen vorher von der Reitstunde nicht nach Hause gekommen ist, ziellos durch den Wald irrt und auf einer Landstraße auf sie sie zuletzt ...

Die Geschichte beginnt damit , dass ein junges Mädchen , das einige Wochen vorher von der Reitstunde nicht nach Hause gekommen ist, ziellos durch den Wald irrt und auf einer Landstraße auf sie sie zuletzt läuft, durch eine Verkehrsunfall ums Leben kommt. Bei dem Mädchen werden grausame Verletzungen festgestellt, die sie vor dem Unfall bekommen hat. Die Augen, Ohren und die Zunge sind aus, oder-durchgestochen, die Zunge herausgeschnitten. Bei der Recherche zu diesem Fall fällt auf, dass es noch mehr vermisste Mädchen gibt, die nie wieder aufgetaucht sind.
Kommissar Hedström ermittelt mit seinem Team und nimmt die Mithilfe seiner Frau Erika, die als Schriftstellerin gerade ein Buch über häusliche Gewalt schreibt, gern in Anspruch.
Sehr toller Krimi, ich habe ihn verschlungen. Das Ende war doch überraschender, als man anfangs dachte! Für Schwedenkrimi-Fans ein Muss. Allerdings nichts für schwache Gemüter, die Story ist grausam und was die Opfer erleiden geht sehr ans Herz.

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