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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2019

Ein perfider Serienmörder treibt sein Unwesen

Final Cut
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Das Cover ist farblich gesehen ganz schlicht und simpel. Auf einem schwarz roten Hintergrund stehen in silber glänzend der Titel und der Name des Autors. Was aus dem Cover ein Hingucker macht sind die ...

Das Cover ist farblich gesehen ganz schlicht und simpel. Auf einem schwarz roten Hintergrund stehen in silber glänzend der Titel und der Name des Autors. Was aus dem Cover ein Hingucker macht sind die feinen Schnitte durch das Papier, so dass man das Rot vom Umschlag hindurch sehen kann. Mich hat das Cover angesprochen, weil Optik und Titel so schön harmonieren und Lust machen auf mehr.

Veröffentlichst du auf Facebook noch deinen Standort? Gibst du öffentlich kund, dass du nicht zu Hause bist? Lässt du alle an deinem Leben teilhaben wo du gerade bist?

Für mich schon immer ein absolutes no go. Man weiß nie, wer das alles liest trotz diverser Privatsphäre Einstellungen. Nach der Lektüre von Final Cut wird man wohl kaum wieder seinen Standort posten.

Veit Etzold hat in Final Cut einen perfiden Serienmörder erschaffen, der vor keiner Grausamkeit zurück schreckt. Das Ermittler Team um Clara Vidalis wird auf eine harte Probe gestellt. Für mich ein spannender Auftakt einer Thriller Reihe um Clara Vidalis.

Spannend finde ich die Informationen, die ich als Leser bekomme. Ich habe immer einen klitzekleinen Wissensvorsprung vor den Ermittlern. Für mich ein spannendes Stilmittel. Denn so habe ich immer wieder die Hoffnung Clara und ihr Team könnten noch rechtzeitig kommen.

Der Thriller ist spannend, grausam und erschreckend zu gleich. Ein digitaler Serienkiller treibt sein Unwesen.

Wer regelmäßig seine Abwesenheit auf Facebook veröffentlicht sollte diesen Thriller unbedingt lesen. Dabei werden einem die Augen geöffnet und man geht wieder ein bisschen sicherer mit seinen eigenen Angaben um. Ich empfehle den Roman gerne weiter.

Veröffentlicht am 01.07.2019

Verfolgt

Verfolgt
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Das Hörbuch hat mich gute zwei Wochen auf dem Weg zur Arbeit und zurück begleitet. Peter Lontzek liest das Buch passend trocken ohne viele verschiedene Stimmlagen. Für mich passte das perfekt zum Inhalt. ...

Das Hörbuch hat mich gute zwei Wochen auf dem Weg zur Arbeit und zurück begleitet. Peter Lontzek liest das Buch passend trocken ohne viele verschiedene Stimmlagen. Für mich passte das perfekt zum Inhalt. Schließlich war es ja für Will Robie und Jessica Reel eine ernste Angelegenheit.

Die Auftragskiller Will und Jessica sind auf ganz unterschiedlichen Missionen für den Geheimdienst unterwegs. Ich musste beim Hören immer mal wieder schmunzeln auch wenn das für einen Thriller eher ungewöhnlich ist. Aber ich konnte mir die Szenen für die aktuelle politische Lage nur zu gut vorstellen. Wobei ich anmerken möchte, dass das Original schon 2013 erschienen ist. Und da noch ein ganz anderer an der spitze der Vereinigten Staaten von Amerika war. Aber irgendwie finde ich, es passt ganz gut in die heutige Zeit.

Für mich war es seit langem wieder ein Hörbuch von David Baldacci. Ich habe die Zeit genossen und bin gerne einfach mal etwas früher Richtung Arbeitsstelle gefahren, damit ich länger hören konnte. Mir hat das Hörbuch Lust auf mehr gemacht. In der Reihe um den Auftragskiller Will Robie gibt es noch drei weitere Bücher, die auch schon vertont sind. Die wandern jetzt nach und nach auf mein Smartphone, um mir die 35 Kilometer Arbeitsweg zu versüßen.

Wer ein Faible für Geheimdienst- und Agententhriller hat, macht mit diesem Buch nichts verkehrt. Der Sprecher ist gut zu verstehen und ich konnte ihm stundenlang zuhören.

Veröffentlicht am 17.06.2019

Aufbruch Richtung Westen

Das wilde Herz des Westens
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Ich finde man kann in das Cover so viel hinein interpretieren. Die Suche nach dem Weg, die Sehnsucht und eine Reise. Zu sehen ist vermutlich eine Frau von hinten in Hut und Mantel. Sie steht mitten im ...

Ich finde man kann in das Cover so viel hinein interpretieren. Die Suche nach dem Weg, die Sehnsucht und eine Reise. Zu sehen ist vermutlich eine Frau von hinten in Hut und Mantel. Sie steht mitten im Nichts. Vor ihr sind Spuren im Gras zu sehen, die Richtung Horizont im Nebel verschwinden. Ich finde das Cover passt gut zum Inhalt des Buches.

Die Geschichte spielt zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges 1864/65. Das Land ist in Aufbruch Stimmung. Die Menschen packen ihr Hab und Gut auf einen Planwagen und machen sich auf den unwegsamen Weg in den Westen. Für Phoebe und Briana beginnt zu dieser Zeit eine aufregende Geschichte. Zu zweit stellen sie sich den Gefahren und reisen mit der Postkutsche zu Phoebes Bräutigam, um mit diesem weiter nach Montana zu gelangen.

Ich war fasziniert von der detailreichen Beschreibung der Umgebung. Nicht nur zu Beginn im Lazarett mit den Amputationen, sondern auch später auf dem Weg Richtung Montana. Ich konnte die Landschaft geradezu vor meinen Augen sehen. Verknüpft mit meinen Erfahrungen durch Film und Fernsehen. Wie oft haben wir früher mit der ganzen Familie am Sonntag vorm Fernseher gesessen und Western geschaut. Dabei hatte ich immer ein Sofakissen in der Hand. Die Schießereien mochte ich mir einfach nicht anschauen.

Die Autorin schafft es einer romantisch anmutenden Geschichte den nötigen Ernst der Zeit und Lage zu verschaffen. Der Weg der Siedler war schwer und steckte voller Gefahren. Nicht jeder kam am Ende mit seinen Lieben an. Doch zeigt es auch, dass gemeinsam erlittene Verluste und Ängste die Menschen näher zusammen schweißt.

Ich habe das Buch verschlungen. Es hat mir ein paar neue Aspekte zum Siedlerzug in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgezeigt. Ich bin durch aus auf den Geschmack gekommen, mich mit historischen Romanen von Übersee zu beschäftigen.

Ich empfehle das Buch gerne weiter an Fans der Amerikanischen Pioniergeist Geschichte.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Das Buch macht einfach Spaß

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Das Coverlayout passt perfekt zu dem vorherigen Buch „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen„. Man hat das Gefühl auf eine Bühne zu schauen. Dort steht eine Schneiderpuppe mit Rock und Topp. Viel mehr ...

Das Coverlayout passt perfekt zu dem vorherigen Buch „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen„. Man hat das Gefühl auf eine Bühne zu schauen. Dort steht eine Schneiderpuppe mit Rock und Topp. Viel mehr ist nicht zu sehen. Wie ich schon beim Vorgänger Buch der Hamburgreihe geschrieben habe, finde ich das Cover ganz speziell und gut. Es ist einfach anders und fällt damit auf.

„Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ ist der sechste Band der Hamburgreihe. Wobei jedes einzelne Buch für sich abgeschlossen ist. Hier gibt es von den Personen her eine Verknüpfung zu „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“. Für das Verständnis ist es aber nicht notwendig, das Buch gelesen zu haben. Wenn man es gelesen hat, ist es natürlich schön zu erfahren, was aus Annika und Sebastian geworden ist.

Dieser Roman widmet sich der Mitbewohnerin von Annika. Bei Nele stehen alle Zeichen auf Neustart. Ihr Freund ist Geschichte und so wechselt sie auch direkt den Arbeitgeber. Neben Nele sind noch zwei bzw. drei Charaktere im Roman von Bedeutung. Zum Einen ist da der kleine Bruder von Nele. Lenny wartet mit einer Freude auf, die einen sofort packt. Als junger Mann mit Down- Syndrom will er endlich auf eigenen Beinen stehen. Zum Anderen ist da der neue Chef von Nele mit seinem Hund. Claas fällt Nele vom ersten Moment an auf. Und Sally erobert direkt Neles Herz.

Ich habe das Hörbuch auf dem Weg zur Arbeit und zurück gehört. Es viel mir schon sehr schwer das Auto zu verlassen und damit das Hörbuch zu unterbrechen. Nana Spier gelang es mich vom ersten Moment an in ihren Bann zu ziehen. Die Wandelbarkeit ihrer Stimme ist einfach enorm. So bekam jede einzelne Person ihre ganz eigene Stimme. Auch wenn ich im ersten Moment Drew Barrymore vor Augen hatte, denn Nana Spier ist die deutsche Synchronstimme. Doch ganz schnell hatte ich meine Vorstellung der Schauspielerin verdrängt und lauschte gespannt der Geschichte.

Petra Hülsmann hat mich mit diesem Hörbuch wieder total begeistert. Ihre locker flockige Art zu schreiben ist eine wunderbare Unterhaltung für zwischendurch. Hätte ich für die Hörrunde nicht bestimmt Abschnitte einhalten müssen. Hätte man mich einfach einen ganzen Tag im Auto finden können. So spannend und faszinierend zu gleich fand ich die Geschichte.

Sehr schön finde ich die Einbindung einer Person mit Down-Syndrom. Sie gehören wie alle anderen auch zu unserer Gesellschaft und kommen in Romanen, wie auch im realen Leben oft zu kurz. Lenny war einfach nur zum Gernhaben.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Das Buch macht einfach Spaß.

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Veröffentlicht am 13.05.2019

Flaschenpost Freunde

Zeilen ans Meer
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Bei dem Cover muss ich irgendwie an meinen Vater denken. Er hat uns Kindern beigebracht, wie man diese kleinen Boote falten kann. Wie oft haben wir am Küchentisch gesessen, kleine Boote gefaltet und nach ...

Bei dem Cover muss ich irgendwie an meinen Vater denken. Er hat uns Kindern beigebracht, wie man diese kleinen Boote falten kann. Wie oft haben wir am Küchentisch gesessen, kleine Boote gefaltet und nach draußen geschaut. Auf dem schönen Buchumschlag sieht man kleine Papierboote auf der Fensterbank mit Blick aufs Meer. Eine Möwe trotzt dem Regen und fliegt am Fenster vorbei. Für mich ein schönes Bild, durch das ich auf das Buch aufmerksam geworden bin.

Der Roman ist keine klassische Erzählung einer Liebesgeschichte, sondern viel mehr ein aktiver Austausch der Protagonisten. Lena und Sam lernen sich durch ihre Flaschenpost kennen und kommen in einen regen Briefkontakt. Über die Ozeane hinweg entwickelt sich eine Brieffreundschaft von Deutschland nach Australien. Durch die einzelnen Briefe bekomme ich als Leser einen tiefen Einblick in die Protagonisten. Ich erfahre etwas über ihren Alltag, ihre Wünsche und Träume. Ich finde es spannend den Briefwechsel zu verfolgen.

Für die Jugend von heute ist die Faszination dieses Buches vermutlich kaum nachzuvollziehen. Im Zeitalter von Emails und Skype kann man die Sehnsucht auf eine Antwort nur schwer verstehen, da heute eine Antwort innerhalb von Sekunden da sein kann. Bei Briefen kann das schon mal etwas länger dauern. Ich bin von der Umsetzung des Buches immer noch ganz begeistert. Der Briefwechsel hat mich an meine Jugend erinnert. Wie oft bin ich im Winter nach dem Sturm an den Deich gegangen, in der Hoffnung eine Flaschenpost zu finden. So einmal im Jahr hatte ich auch Glück. Und war immer wieder fasziniert, wie lange die Flasche unterwegs war und welchen Kurs sie genommen hat.

Im Buch war die Flasche 15 Jahre unterwegs. Wie unwahrscheinlich, dass dann die Adresse des Absenders noch passt. Für mich als kleine Romantikerin ist die Vorstellung einfach schön und so habe ich den Briefwechsel mit einem Lächeln im Gesicht genossen.

Für mich ist es ein beeindruckender Roman, der mal wieder zeigt, wie schön doch die analoge Welt sein kann. Wir sollten alle mal wieder zu Papier und Stift greifen und einen Brief schreiben. Ich finde, man kann in Briefen viel mehr ausdrücken, als in einer Email oder kurzen Nachricht. Für mich sind Briefe immer noch etwas ganz besonderes. Bei meinem nächsten Heimaturlaub sollte ich mal in meine Briefkiste von damals Blicken. Mal sehen welche ich da noch so finde.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Es ist ein toller Roman voller Liebe, Freude und Sehnsucht nach Meer.