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Veröffentlicht am 26.10.2017

Lias Kampf geht weiter – doch leider nur als Zwischenband bis zum Finale

Die Gabe der Auserwählten
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Lia und Rafe konnten aus Venda fliehen, doch verletzt und durchgefroren liegt ein ungewisser Weg vor ihnen. Während sie Rafes Heimat, dem Königreich Dalbreck, Stunde um Stunde näherkommen, spürt Lia, dass ...

Lia und Rafe konnten aus Venda fliehen, doch verletzt und durchgefroren liegt ein ungewisser Weg vor ihnen. Während sie Rafes Heimat, dem Königreich Dalbreck, Stunde um Stunde näherkommen, spürt Lia, dass sie schon viel zu lang weg ist von Morrighan, ihrem Zuhause. Dabei deutet alles darauf hin, dass das Land kurz vor einem Krieg steht (Auszug Klappentext)...

Schreibstil:
Dieser war auch wie in den beiden vorherigen Bänden hervorragend. Die Autorin schafft es mit ihrer bildhaften Sprache den Leser in den Bann zu ziehen. Die Kapitel werden wieder aus abwechselnder Sicht der Dinge der Protagonisten geschildert, was das Lesen sehr angenehm macht und Spannung aufrechterhält.

Charaktere:
Auch darüber gibt es wieder nicht viel Neues zu sagen, da ich davon ausgehe, dass jeder der sich den dritten Band kauft auch die zuvor erschienenen gelesen hat.

Toll fand ich, dass Lia sich treu bleibt. Sie geht weiterhin ihren Weg, für den sie schon solange kämpft ohne sich von Liebesangelegenheiten beirren zu lassen.


Meine Meinung:

Ohne allzu viel zu spoilern möchte ich hier nur mein Leseerlebnis zusammenfassen, da ich denke, dass man bei einem Mehrteiler nicht mehr unbedingt so ausführlich werden muss.

Der Einstieg ins Buch viel mir relativ leicht, obwohl er nicht nahtlos an das Ende des zweiten Bandes anschließt.

Dennoch habe ich schnell gemerkt, dass ich mit einigen Namen gar nicht mehr so viel anfangen konnte – trotzdem die Wartezeit dazwischen gar nicht so lang war. Eine kurze Einleitung bzw. Rückblick, der auch noch mal die letzten Geschehnisse in Venda beinhaltet, hätte mir sehr geholfen um mich besser zurechtzufinden.

Im Anschluss hatte ich schon beinahe den Eindruck, dass die Geschehnisse aus Band eins wiederholt werden, in dem sie die Reise nun mehr oder weniger wieder rückwärts machen.

Lias Welt ist natürlich weiterhin sehr fantastisch und ich habe mich direkt wieder wohlgefühlt. Meine Hoffnung, dass dieser Band während des Lesens noch etwas mitreißender und aufschlussreicher wird, wurde dennoch etwas enttäuscht.

Denn ich empfand „Die Gabe der Auserwählten“ spannungsärmer als die Vorgängerbände, was jedoch nicht bedeutet, dass ich mich gelangweilt habe. Der Fokus liegt in diesem Band mehr auf die Entwicklung der Charaktere und deren Beziehungen zueinander als auf Abenteuer- und Actionszenen.

Auch finde ich den Titel dieses Teils sehr unglücklich und nicht gerechtfertigt. Die Gabe kam in meinen Augen auch diesmal wieder viel zu kurz.

Mein größter Kritikpunkt und Negativaspekt bei meiner Bewertung ist die Splittung des letzten Bandes der Trilogie in einen dritten und vierten. Anscheinend lag das daran, dass der Abschlussband in der deutschen Übersetzung zu lang geworden wäre...
Was auch immer – bei mir hinterlässt es einen bitteren Beigeschmack und den Eindruck, dass der Verlag hier nur möglichst viel Gewinn rausholen möchte – auf Kosten des Lesegenusses der Leser.

In der jetzigen Form wirkt der Band leider relativ eintönig und nur als Übergang, obwohl er eigentlich auch das Finale aufzeigen sollte. Wäre er vollständig, wäre meine Bewertung sicherlich deutlich besser ausgefallen.
Das ist so ärgerlich, dass ich den dritten Band kaum genießen konnte, was ich sehr schade finde. Von mir gibt es daher nur drei Sterne.

Dieses Buch bekam ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt, was meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 12.10.2017

Tolle magische Welt mit schönen Illustrationen

Die drei Magier - Das magische Labyrinth
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Conrad, Mila und Vicky geraten nach einem Sprung in den Badeweiher plötzlich in eine fremde Welt. Die Bewohner dieses ungewöhnlichen Ortes nennen ihre Welt Algravia und sind davon überzeugt, dass die drei ...

Conrad, Mila und Vicky geraten nach einem Sprung in den Badeweiher plötzlich in eine fremde Welt. Die Bewohner dieses ungewöhnlichen Ortes nennen ihre Welt Algravia und sind davon überzeugt, dass die drei Kinder die lange erwarteten drei Magier sind, die Algravia vor den gemeinen Machenschaften des fiesen Zauberers Rabenhorst retten sollen... (Auszug Klappentext)


Aufmachung und Gestaltung:
Das Hardcover liegt beim Lesen gut in der Hand. Ganz besonders gut gefielen mir und meinem fünfjährigen Sohn die schönen Illustrationen. Leider waren es immer noch zu wenig. In gefühlt jedem Kapitel gab es eine Doppelseite auf der keine Bilder waren - was ich etwas schade fand. In der Altersklasse der Achtjährigen ist das aber vermutlich in Ordnung.


Charaktere:
Mit dem Maßstab, mit dem ich die Charaktere in einem Buch für Jugendliche oder Erwachsene bewerten würde, kämen Vicky, Mila und Conrad sehr schlecht weg. 

So richtig konnten Sie mich nicht überzeugen. Auch erfährt man von ihnen viel zu wenig. Insgesamt blieben sie blass und relativ oberflächlich, sodass ich denke für jedes Märchen und deren Figuren mehr Sympathien aufbringen zu können als für diese drei Protagonisten.
Dennoch sind die drei grundverschieden, sodass sich Kinder sicher mit einem von ihnen identifizieren können.

Der Schurke Rabenhorst konnte weder mich noch meinen Sohn wirklich beeindrucken - er war eher eine Lachnummer statt wirklich bösartig.

Gefallen haben uns aber die sprechenden Bäume und die anderen Wesen in Fia Feus Gaststube.

Meine Meinung und die meines Kindes:
Die Welt von Algravia und ihren magischen Wesen gefiel uns beiden ausgesprochen gut. Wir fühlten uns dort sehr wohl.

Lediglich die drei Kinder passten dort meiner Meinung so gar nicht rein. Sie hinterfragten zu wenig und wurden mir auch zu wenig angeleitet. Sie verstanden weder was ihr Ziel ist, noch warum sie die drei Auserwählten sein sollen. Da lies uns die Geschichte etwas im Dunkeln.

Das magische Labyrinth, welches ja zumindest laut Titel ahnen lässt, dass es hauptsächlich darum geht, betritt man als Leser erst zum Schluss. Das Buch ist viel mehr der Weg zu diesem.

Auch Magie findet man in diesem Buch so einige, nur gerade bei den Magiern musste man sie selbst am Ende noch suchen – man merkt, dass dies erst der Auftaktband einer Reihe ist, die aber in sich abgeschlossen ist.
Das Ende kam im Übrigen leider sehr abrupt. So richtig klar war uns nicht, ob die drei Magier alles nur geträumt oder wirklich erlebt haben…

Alles in allem ein sehr schön illustriertes Buch mit einer durchschnittlichen Geschichte, die noch viel mehr Magie benötigt. Das Buch ist durchaus auch schon für jüngere Kinder geeignet, ich denke ab sechs Jahren ist es gut verständlich.

Meiner Meinung nach verdient das Buch nicht mehr als drei Sterne: Ganz gut, aber definitiv nicht überragend. Ich bilde mir ein, dass ich in dem Alter viel spannendere Bücher las.
Da die Geschichte meinem Sohn aber sehr gut gefallen hat - und das ist ja die Hauptsache bei einem Kinderbuch- sind es insgesamt knappe 4 von 5 Sternen mit Potenzial nach oben.
Dieses Buch bekam ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar von Vorablesen zur Verfügung gestellt, was meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.

Veröffentlicht am 23.06.2017

Bedrückendes, spannendes, philosophisches Werk!

Der Brief
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Am 26. Mai stellt ein Brief alles infrage, was Marie, Anfang 30, bisher für real gehalten hatte: Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor - und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. ...

Am 26. Mai stellt ein Brief alles infrage, was Marie, Anfang 30, bisher für real gehalten hatte: Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor - und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. (Auszug Klappentext)

Schreibstil: Der Schreibstil ist auf den Punkt direkt und sehr flüssig. Ich finde es gut, dass nicht zu viel sinnlose Nebensächlichkeiten erwähnt werden, sondern sich Frau Hagebölling nur auf das Wichtigste und den Kern der Geschichte konzentriert. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Geschichte ist in drei Teilen gegliedert.

Charaktere:

Was ich von den Charakteren halten soll, ist mir nicht ganz klar. Man lernt Marie etwas zu wenig kennen, um sich wirklich eine Meinung bilden zu können. Sie blieb mir jedenfalls nicht unbedingt als Sympathieträgerin in Erinnerung.

Die Partnerschaft zu Johanna schien mir vom Gefühl her auch nicht allzu harmonisch zu sein. Aber vielleicht habe ich das nur anders wahrgenommen, da ich bisher noch keinen Roman las, in dem es um eine gleichgeschlechtliche Beziehung ging, und ich es daher neu und befremdlich fand.

Die Nebencharaktere brachten zum Teil mehr Elan in das Buch als die Hauptdarsteller.

Insgesamt ist mein Einruck, dass dieser Roman nicht unbedingt von seinen Persönlichkeiten, sondern viel mehr von seiner Stimmung und Handlung lebt. Von daher werte ich die meiner Meinung zu wenig ausgebauten Charaktere auch nicht ab.


Meine Meinung:

Das Thema der verschiedenen Realitäten ist für mich ausgesprochen interessant. Die Umsetzung gefiel mir wirklich gut.

Dieses Buch bietet während des Lesens wirklich viel Spielraum für Spekulationen. Träumt Marie alles nur? Hat sie eventuell eine psychische Erkrankung? Oder wurde ihr tatsächlich der Zugang zu einer anderen Realität - also eines ihrer Paralelluniversen - gewährt?

Ich habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen. Es war wirklich so spannend und mich hat umgehend die Neugier gepackt, sodass ich einfach nicht mit dem Lesen aufhören konnte.

Der erste Teil war schon ganz schön krass. Ich habe dabei oft Gänsehaut bekommen. Irgendwie wurde in mir beim Lesen dessen ein gewisser Grusel und eine bedrückende Stimmung geweckt - fast, als wenn ich einen Horrorfilm anschaue...

Der zweite Teil gab mir dann etwas Erholung für mein aufgewühltes Nervenkostüm. Dennoch riss der Spannungsbogen nie ab, und man erfuhr nach dem Aufatmen wieder etwas Neues, Beklemmendes.

Zum Anfang des Buches wird der Leser komplett an die Hand genommen und wird schonungs- und machtlos in Maries aufgewühltes Leben geführt. In der Mitte wird diese Hand dann etwas gelockert. Im letzten Teil ist man dann gnadenlos auf sich allein gestellt, und muss sich als Leser mit einigen philosophischen Fragen auseinandersetzen.

Ich kann mir vorstellen, dass Letzteres ein Kritikpunkt an „Der Brief“ sein kann. Denn das Ende ist für einige Leute sicherlich etwas unbefriedigend. Auch ich musste erst einmal in mich gehen, und mich fragen, was ich davon halte. Viel fragwürdiger als das Ende an sich, fand ich aber, dass es so schnell auf mich zugerauscht kam - ich hätte gern etwas behutsamer und feinfühliger herangeführt werden wollen.

Auch wenn ich mir ein ausführlicheres Ende, einige Ungereimtheiten weniger und ein paar Seiten mehr gewünscht hätte, konnte mich „Der Brief“ doch immer mitreißen und überraschen.
Insgesamt war mir die Story doch etwas zu kurzlebig: Mir fehlte der Tiefgang - wurde doch relativ emotionslos und sachlich geschildert.

Da es einige Kritikpunkte gibt, sind es für mich aufgrund der immensen Spannung und dem vielschichtigen Thema, dennoch gute 4 von 5 Sternen. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus!

Dieses Buch bekam ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Leserunde bei bei Lovelybooks mit der Autorin Carolin Hagebölling zur Verfügung gestellt, was meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.

Veröffentlicht am 05.06.2017

Fesselnder als der erste Band

Das Herz des Verräters
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Enthält Spoiler vom ersten Band!

Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Der Komizar von Venda will Lias Tod - und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die ...

Enthält Spoiler vom ersten Band!

Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Der Komizar von Venda will Lias Tod - und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit. Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen... (Auszug Klappentext)

Schreibstil: Der Schreibstil war wie auch im ersten Teil wieder sehr gut und flüssig zu lesen. die Autorin beschreibt spannend mit einigen Details ohne sich dabei in Kleinlichkeiten zu verlieren. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Dadurch dass sich Kapitel mit Rafe, Kaden, Lia und Pauline abwechseln bleibt es immer sehr spannend und man möchte Kapitel um Kapitel weiterlesen.


Charaktere: Lia hat sich sehr gemacht. Im ersten Teil weil sie doch noch eher schüchtern und wahrscheinlich einfach noch etwas unerfahren, da sie nur ihre eigene eingeschränkte Welt kannte. In diesem Teil entwickelt sie sich schnell weiter. Bis zum Ende erkennt man sie kaum wieder. Sie ist reifer und härter geworden, entwickelt ihr Verhandlungsgeschick besser und kann sich mehr in andere Personen hineinfinden um deren Handlungen und Gedanken besser vorherzusehen.

In diesem Teil kommt eine wichtige Schlüsselperson hinzu. Dies ist der Komizar. Diese Person ist wirklich sehr gut beschrieben und sein Charakter wirkt auf den Leser sehr eindrucksvoll. Einerseits ist er sehr hart und machtgierig, andererseits auch sehr bedacht um sein Volk und umsichtig. Zu Beginn des Buches konnte ich ihn nicht unbedingt leiden, aber nach einer Weile wenn man ihn besser kennen lernt und versteht warum er so agiert, war er mir etwas sympathischer. Er macht die Story auf jeden Fall sehr viel spannender.

Natürlich sind auch wieder Kaden und Rafe sowie die alten Bekannten Pauline und Gwyneth mit dabei.


Meine Meinung:

Da wo der erste Teil der Kuss der Lüge endet, setzt dieser Band ohne Umschweife oder kurze Wiederholungen direkt wieder an. Letzteres hätte ich übrigens hilfreich gefunden. Wir befinden uns nun also im Sanctum, dem Herz von Venda. Man kann die Atmosphäre dieses Ortes beim Lesen direkt spüren, was mir sehr gut gefiel. Man erfährt auch einiges an kulturellen Hintergrund sowie Bräuche, die das Königreich pflegt. Ich fühlte mich trotz der Grobheit, der Armut und der Gewalt, von den netten Menschen und ihrem Zusammenhalt, der Jehendra und der beschriebenen Landschaft sehr wohl an diesem Ort.

Im ersten Viertel des Buches geht es noch etwas ruhiger zu. Aber danach steigt die Spannung immer weiter. Und ein Ereignis überschlägt sich mit dem nächsten. Besonders gut gefielen mir die Dialoge und kleinen Machtspielchen zwischen Lia und dem Komizar.

Auch Lias Gabe macht Fortschritte und man erfährt wieder mehr über die alten überlieferten Geschichten der Königreiche, die sich nun immer mehr zu einem Ganzen zusammenfügen.

Natürlich spielt auch in diesem Teil wieder die Dreiecksbeziehung zwischen Lia, Kaden und Rafe eine Rolle - dieses Mal, ohne Schäden davon zu tragen, eher hintergründig.

Insgesamt fand ich die fantastische Geschichte um Lia wieder ausgesprochen gut. Mir gefiel dieser Teil sogar besser als der erste, da die Spannung steigt und die Handlung besser vorangetrieben wird, als im ersten Teil, in dem sie ellenlang durch die Wüste reiten.

Wenige Fragen werden in diesem Teil angedeutet bzw. aufgeklärt, viele neue kommen jedoch hinzu. Das Ende ist wirklich wieder sehr fies und ein Cliffhanger. Danach fragte ich mich wirklich wie es weitergehen soll mit Lia. Werden wir einige von Lias Freunden und Feinden je Wiedersehen? Ich würde auch liebsten schon weiterlesen, aber bis zum Oktober 2017 müssen wir uns wohl noch gedulden.

Wer den ersten Teil mochte, wird von diesem Band schwärmen. Trotz des etwas schwachen Beginn mausert sich das "Herz des Verräters" wieder zu einem fantastischen Pageturner, der Hunger auf Band drei macht. Von mir gibt es verdiente 4.5 von 5 Sternen.

Dieses Buch bekam ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt, was meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.05.2017

Auch ich liebe Pasta, aber leider nicht dieses Buch

Mia liebt Pasta
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Die Leseprobe mit den tollen Bildern und lecker klingenden Rezepten hat es mir definitiv direkt angetan.
Besonders mein Mann ist ein absoluter Nudelfreak, nur leider fehlen uns oft die guten Ideen, weshalb ...

Die Leseprobe mit den tollen Bildern und lecker klingenden Rezepten hat es mir definitiv direkt angetan.
Besonders mein Mann ist ein absoluter Nudelfreak, nur leider fehlen uns oft die guten Ideen, weshalb wir von unserem Kind oft zu hören bekommen: "Schon wieder Nudeln mit roter Sauce?!" Doch damit sollte mit diesem Buch Schluss sein!

Aufmachung und Gestaltung:
Eines vorweg - Es handelt sich hier um ein vegetarisches Nudelkochbuch, was jedoch nirgends erwähnt wird!

Die Gestaltung des Buches gefiel mir sehr gut, zu jedem Rezept gibt es auch ein schönes Bild.

Das Buch ist in folgende Kategorien unterteilt:
• Grundrezepte
• Gekocht
• Gefüllt
• Gebacken
• Gekühlt
• Gesüßt

Am Anfang gibt es eine Anleitung für selbstgemachten Pastateig. Der Leser kann wählen zwischen den klassischen Teig mit Ei; welchem ohne Ei oder auch glutenfreien. Auf den nächsten Seiten folgen vier einfache Grundrezepte für Nudelsaucen, und Pesto-Ideen bevor es dann mit den Rezepten losgeht.

Zu den normalen Nudelgerichten gibt es auch welche mit Zoodles - also Gemüse wie Zucchini in Form von Nudeln.

Rezepte:
Diese sind einfach und verständlich beschrieben, sodass ich keine Probleme beim Zubereiten hatte.

Die Zutaten sind alle sehr solide aber nicht unbedingt originell. Somit bekommt man sie aber in jedem Supermarkt.

Geschmackseindruck:
Ich habe bisher zwei der Rezepte ausprobiert. Zum einen die Spagetthi mit Linsenbolognese, zum anderen die Pasta Salvia.

Ersteres schmeckte gut, auch wenn das etwas pelzige Gefühl der Linsen in einer Bolognese etwas gewöhnungsbedürftig ist. Für ein sehr gutes Geschmacksergebnis fehlte mir leider noch das gewisse Etwas. Mein Mann wiederum fand sie super lecker.

Beim anderen Rezept waren es mir zu viele Nudeln auf dem Teller, und zu wenig von den weiteren Zutaten. Da müssen definitiv noch mehr getrocknete Tomaten und Salbeiblätter rein. Insgesamt war das Gericht auch zu trocken. Für vier Leute die Hunger haben, waren die Mengenangaben auch zu dürftig.

Beide Rezepte konnten mich nicht so begeistern, wie ich es erhofft habe und mich somit leider nicht vom Hocker hauen.

Meine Meinung:

Insgesamt konnte mich "Mia liebt Pasta" leider nicht ganz überzeugen. Ich hätte mir in erster Linie mehr und auch noch innovativere Rezepte gewünscht bei denen auch mehr Gemüse und andere Zutaten kombiniert werden. So gab es nicht viel, was mich überraschen konnte.

Dennoch werde ich bestimmt noch das ein oder andere Gericht nachkochen. Vor allem muss ich mich doch auch noch einmal daran machen, Nudeln aus Teig selbst herzustellen. Doch ohne Nudelmaschine ist das Herstellen der Nudeln etwas aufwändiger.

Leider werden es nicht mehr als 2.5 von 5 Sternen - nicht das Schlechteste Kochbuch aber auch nicht überragend.

Ich habe dieses Buch auf vorablesen.de gegen eine Rezension zur Verfügung gestellt bekommen, was meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.