Profilbild von Susi

Susi

Lesejury Star
offline

Susi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Susi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2017

nicht mein Fall

Und Gott sprach: Du musst mir helfen!
0

Die Geschichte vom Psychotherapeuten Jakob, der Besuch von Gott bekommt, welcher ihm den Auftrag erteilt der neue Messias zu werden und ihm einige Kleinkrimminelle und einen Obdachlosen als Apostel zur ...

Die Geschichte vom Psychotherapeuten Jakob, der Besuch von Gott bekommt, welcher ihm den Auftrag erteilt der neue Messias zu werden und ihm einige Kleinkrimminelle und einen Obdachlosen als Apostel zur Seite stellt, klang vielversprechend, erfüllte jedoch nicht die Erwartungen.
Der Humor lag in einzelnen Formulierungen, die mir sehr gut gefallen haben. Die Handlung selbst fand ich nicht so witzig, aber auch nicht nachdenklich stimmend. Die Storie plätschert seicht dahin und läßt sich daher auch leicht lesen. Mir hat es nicht so gut gefallen.

Veröffentlicht am 10.02.2017

völlig unlogisch

DIE WAHRHEIT
0

Achtung Spoiler



Habe viel positives über das Buch gehört und bin nun sehr enttäuscht. Mit dem Schreibstil kann ich mich nicht so ganz anfreunden und auch Sarahs Innenleben (Gedanken und Gefühle) finde ...

Achtung Spoiler



Habe viel positives über das Buch gehört und bin nun sehr enttäuscht. Mit dem Schreibstil kann ich mich nicht so ganz anfreunden und auch Sarahs Innenleben (Gedanken und Gefühle) finde ich eher langweilig. Da hat sie etwas so Gravierendes wie das spurlose Verschwinden ihres Mannes erlebt und bleibt doch irgendwie oberflächlich.

Dass sie am Flughafen nichts sagt, als ein Fremder sich als ihr Mann ausgibt, kann ich nicht nachvollziehen. Auch wenn es ihr körperlich schlecht geht und sie mit Schwindel und Ohnmacht wegen des Schocks zu kämpfen hat, müßte ihr doch eher ein "Wo ist Philipp?" oder "Du bist nicht Philipp" oder "Wer sind Sie?" rausrutschen, als ein "Schön, dass Du wieder da bist", auch wenn sie sich den Satz vorher zurecht gelegt hat.

Ich wäre am Flughafen ausgestiegen, sobald ich gemerkt hätte, der Fremde steigt ein und hätte einen anderen Wagen genommen. Ich hätte meinem Sohn gesagt, "das ist nicht Dein Vater" und wenn ich ihn zu einer Freundin gebracht hätte, hätte ich ihr ebenfalls gesagt, dass ein Fremder sich als Philipp ausgibt. Ich hätte (da ich in einem anderen Auto gesessen hätte) dem Fremden nicht die Tür geöffnet. Wäre er trotzdem reingekommen, hätte ich Freunde angerufen, um mir beizustehen oder auch den einen Arbeitskollegen. Und bevor dieser fremde und unsympatische Mann, den ich als Bedrohung für mich und mein Kind empfinde, sich bei mir einnistet, wäre mir der vorübergehende Trubel egal gewesen. Ich hätte die Polizei dazu geholt und die Presse auf meine Seite gezogen. Vielleicht wäre das ein Fehler gewesen, falls er die Presse für sich einnimmt, aber ich hätte es zumindest versucht und auf den öffentlichen Druck auf ihn gehofft. Evtl. hätte ich einen Anwalt eingeschaltet, damit er zunächst in ein Hotel zieht bis zur Klärung der Dinge. Man kann ja argumentieren, wenn er seine Frau liebt und man 7 Jahre getrennt war, dass er dann seiner Frau eine Wiedergewöhnungsphase zugesteht.

Ebenfalls nicht nachvollziehbar finde ich, dass sie nicht Hilfe holt. Als sie telefonieren will, zieht der Fremde den Telefonstecker. Später ist sie mit ihrem Handy allein im Zimmer und nutzt es nicht. Dann rennt sie Nachts auf die Straße, um Hilfe zu holen, was nicht gelingt. Aber am nächsten Tag folgt sie dem Fremden heimlich quer durch die Stadt, fährt dann zu ihrer Freundin und zur Schwiegermutter usw. anstatt sich Hilfe zu holen. Für mich nicht nachzuvollziehen. Auch der Fremde ist nicht zu verstehen. Er hat Angst, dass sie die Polizei ruft, lässt sie aber dann alleine losfahren und nimmt ihr auch nicht das Handy weg.

Auch wird schon früh im Buch gesagt, dass sie in Gedanken aufzählt "Ich habe ein Tattoo, ich habe jemanden umgebracht..." Später heißt es dann, sie habe das so erfolgreich seit Jahren verdrängt, dass sie davon nichts mehr wußte, bis der Fremde fragte, was das Schlimmste sei, was sie je getan habe und somit die Erinnerung daran wieder kam.

Den Stil mag ich auch nicht, da jedesmal, wenn eine regennasse Strasse im Dunkeln beschrieben wird, es heißt "die Strasse glänzte schwarz wie Lakritze". Einmal ist gut, 2x naja, aber noch öfter ist einfach zu viel. Genauso wird das Wort "Übersprungshandlung" überstrapaziert. Dauernd macht Sarah irgendwelche Übersprungshandlungen. Ja, man macht das im Alltag oft, aber muß es jedesmal so genannt werden. Andere Handlungen werden ja auch beschrieben, ohne sie zu benennen (Projektion, Assoziation, Reflexe usw.) Auch lies sich das Buch nicht wirklich flüssig lesen. Es gibt zuviele Handlungsstränge oder Andeutungen, die Spannung erzeugen, aber dann nie wieder erwähnt werden oder in einem Nebensatz am Schluß abgetan werden. Der Fremde spricht auch immer wieder von einem Plan, von dem die Frau ihn nicht abbringen kann. Allerdings scheint sein Handeln sehr planlos und auch diese Bemerkungen werden nicht wieder aufgegriffen. Herauszufinden, ob Sarah was mit dem Verschwinden ihres Mannes zu tun hat, in dem man da rumsitzt und nicht schläft, ist kein Plan. Auch Sätze wie "wenn ich untergehe, dann nehme ich sie mit" (S.138) ergeben überhaupt keinen Sinn, wenn man den Schluß kennt.

Alles sehr unlogisch, abstrus, wenig glaubhaft und in sich nicht schlüssig.

Das Gefühl, für dumm verkauft zu werden, was sich schon bei den ersten Widersprüchen eingestellt hat, gipfelt aber dann darin, dass der Fremde doch Sarahs Mann ist, nachdem zuvor gesagt wurde, der Fremde sei viel kleiner. Auch wird klar gesagt, dass er es nicht ist. Als Beispiel nur mal ein Zitat des Fremden beim Betrachten eines Fotos des verschwundenen Philipps (S234): "Egal wie groß die körperliche Ähnlichkeit auch sein mag,es war idiotisch von mir zu glauben, dass ich die Frau auch nur eine Sekunde lang täuschen könnte. ...Ich mag aussehen, wie Philipp Petersen....Aber die Essenz eines Menschen lässt sich nicht immitieren. Seele lässt sich nicht fälschen." Und dann ist er es doch ? Fühle mich veräppelt.

Der Schluß ist auch mau und eher wie ein Ballon, aus dem die Luft raus ist.

Alles in allem finde ich die Handlung sehr abstrus und an den Haaren herbeigezogen. Kein empfehlenswertes Buch. Verstehe den Hype nicht.

Veröffentlicht am 19.03.2024

enttäuschend

Dänemark – Gekommen, um zu bleiben
0

Ich hatte mir ein humorvolles und informatives Buch gewünscht, das ich einer Freundin schenken wollte, die Dänemark liebt und mit dem Gedanken spielt auszuwandern. Dieses Buch ist leider nichts davon, ...

Ich hatte mir ein humorvolles und informatives Buch gewünscht, das ich einer Freundin schenken wollte, die Dänemark liebt und mit dem Gedanken spielt auszuwandern. Dieses Buch ist leider nichts davon, auch wenn der Klappentext etwas anderes sagt. Informationen über Dänemark, was man beim Auswandern beachten sollte, Eigenheiten und Gepflogenheiten kommen hier völlig zu kurz. Es werden Partys und Urlaubsreisen nach Mallorca ausführlichst beschrieben, aber Infos z.B. über das Schulsystem nur kurz erwähnt. Ich habe auf Seite 140 abgebrochen. Es gab zwar einige interessante Infos z.B. über eine zentrale Personenregisternummer, Ferienhäuser oder wie das mit dem Anmelden des Autos ist, aber diese 4 erwähnten Dinge (Schule, CPR Nummer, Ferienhäuser, Auto ummelden) sind die einzigen wirklichen Informationen auf den ersten 140 Seiten. Der Rest ist Selbstdarstellung, Partys, Minijobs, Urlaub auf Mallorca, Beziehungsstress. Und der Humor ? Naja. Vielleicht fehlt mir das nötige Testosteron um z.B. die Beschreibung witzig zu finden, wie geil der Autor ein schnelles Auto finden, von dem er phantasiert (S.30-31 "die Härchen auf dem Unterarm stehen in Sekundenbruchteilen stramm, wie die Kompanie beim Morgenappell" und so geht es endlos weiter.) Dies Buch ist eine große Enttäuschung und ich kann es Dänemarkinteressierten nicht empfehlen. Es ist halt eher ein persönliches Tagebuch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2023

nicht wirklich hilfreich

So geht das!
0

Ich dachte mit diesem Buch habe man einen guten Ratgeber für alles mögliche. Die vielen Bilder schienen hilfreich auf den ersten Blick. Allerdings wäre Text hilfreicher gewesen, da man nur anhand der Bilder ...

Ich dachte mit diesem Buch habe man einen guten Ratgeber für alles mögliche. Die vielen Bilder schienen hilfreich auf den ersten Blick. Allerdings wäre Text hilfreicher gewesen, da man nur anhand der Bilder Vieles nicht versteht. Der Text war nur spärlich und teils mißverständlich. Auch fand ich die Tipps und Ratschläge sehr durcheinander und unstrukturiert. Von wie binde ich eine Krawatte über Anmach-Tipps (ja tatsächlich. Eine Bildreihe, wie ich, als Junge, im Kino den Arm um das Mädchen lege: erst gähnen und strecken, dann wie zufällig beim Arme runternehmen den Arm auf ihren Schultern liegen lassen. Geschafft (das steht da wirklich).) bis hin zu wie wechsel ich einen Autoreifen. Aber jedem Ratschlag ist immer nur eine Bildzeile gewidmet (ca 4-5 Bilder). Grade beim erwähnten Radwechsel hätte ich mir nicht nur 4 Bilder, sondern etwas mehr Text gewünscht.

Ich fand das Buch optisch ganz nett, inhaltlich aber fast völlig unbrauchbar. Die meisten Ratschläge waren uninteressant, weil man sie nie braucht, oder schon kennt und die, die einen interessieren, waren durch die Bilder nur unzureichend erklärt. Und in einigen (wenigen) Fällen, waren die Ratschläge schlicht falsch.

Wer glaubt, einen nützlichen Ratgeber zu erhalten (ich dachte, ich gebe das Buch meinem Kind beim Auszug mit - gut, dass ich es vorher gelesen habe), wird leider enttäuscht. Keine Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2022

enttäuscht abgebrochen

Feierabend
0

Angeblich geht es um kuriose Todesfälle, die, laut Klappentext skurril und bitterböse und zum Todlachen sind. Das Cover sieht auch richtig cool aus und verspricht schwarzen Humor.

Es ist aber eine Ansammlung ...

Angeblich geht es um kuriose Todesfälle, die, laut Klappentext skurril und bitterböse und zum Todlachen sind. Das Cover sieht auch richtig cool aus und verspricht schwarzen Humor.

Es ist aber eine Ansammlung von kurzen Informationen, die völlig dröge und humorlos aneinandergereiht werden. Keine Pointe, kein Humor, nicht mal im Berichtsstil. Habe mich durch die Seiten gequält. Auch die Aussage des Klappentextes, dass ich diese Geschichten bis an mein Lebensende nicht vergessen werden, kann ich so nicht bestätigen. Ich habe vorhin erst wieder 2 Seiten gelesen, um dem Buch noch eine Chance zu geben, habe aber alle Geschichten schon wieder vergessen. Denn auch die Geschichten selbst, unabhängig wie stumpf sie dargeboten werden, sind nicht so kurios, wie die Autoren glauben. Viele bestehen nur aus wenigen Zeilen, andere ziehen sich über eine Seite und zeichnen sich eher durch Langeweile aus, als durch Spannung, Humor oder Außergewöhnlichkeit (gibt es dieses Wort ?). Hier einige Kostproben :

S.89 :"Thomas Junta ärgerte sich, dass sein Sohn im Juli 2000 beim Eishockeytraining in Reading, Massachusetts, ohne Not attackiert wurde. Um seiner Verärgerung Nachdruck zu verleihen, ging der 125- Kilo- Mann Junta auf den Vater des angeblichen Rowdys los und prügelte ihn tot. Junta wurde zu sechs bis zehn Jahren verurteilt."

S.23 :" Als erste in einem englischen Theater veranstaltete Trauerfeier gilt die für Graham Frood, der in den 1930ern einer der Mitbegründer des Unity Theatres in Liverpool war. Für Frood fiel am 29. September 2003 zum letzten Mal der Vorhang."

Habe jetzt nur kurze Beispiele gewählt. Die langen sind nicht besser. Also ich verstehe unter Humor etwas anderes. Habe es daher abgebrochen und lese lieber bessere Bücher. Die Sterne gibt es für das tolle Cover und den Fleiß beim Zusammentragen der Geschichte, auch wenn ich die Auswahl schlecht finde. Am schlimmsten ist aber dieser Schreibstil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere