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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2020

Etwas enttäuschend

Vanitas - Schwarz wie Erde
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Die Gestaltung

Das Cover ist großartig gestaltet. Sowohl die Blumen, die darauf abgebildet sind, als auch die Libelle sowie der Titel bekommen im Verlauf der Geschichte eine Bedeutung, die dem Leser erst ...

Die Gestaltung

Das Cover ist großartig gestaltet. Sowohl die Blumen, die darauf abgebildet sind, als auch die Libelle sowie der Titel bekommen im Verlauf der Geschichte eine Bedeutung, die dem Leser erst nach und nach bewusst wird. Außerdem passen die Farben extrem gut zusammen und deshalb hat mich das Cover auch sofort angesprochen.


Der Erzählstil

Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist wie immer sehr angenehm und flüssig gewesen. Während des Hörens habe ich kaum bemerkt, wie die Zeit verging. Das Buch wird größtenteils aus Carolins Sicht erzählt, wodurch man ihre Gedanken und Gefühle gut verstehen konnte.

Luise Helm hat eine sehr schöne Stimmfarbe und es hat sehr großes Spaß gemacht, ihr zuzuhören, wie sie die Geschichte von Carolin vorliest. Man hat ihr angehört, dass auch sie großen Spaß bei der Sache hatte. Außerdem hat sie die unterschiedlichen Personen sehr gut betont; besonders der sächsische Akzent, den sie bei Saskia angelegt hat, brachte mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln.


Die Handlung

Eine Idee des Buches ist mal was ganz neues, und die Blumensprache zu verwenden, ist genial ausgedacht und zudem auch richtig gut umgesetzt worden.

Zu Carolins Vorgeschichte erfährt man nur die Fakten, die wohl auch die Presse bekommen würde, nichts zu dem Verlauf und den Geschehnissen. Man weiß, dass da etwas war, das sie so tief in ihre Paranoia gestürzt hat, aber man erfährt nie, was eigentlich wirklich passiert ist. Da gibt der Klappentext am meisten Aufschluss drüber; im Buch selbst erfährt man leider kaum etwas. Die Hintergrundgeschichte hat einen großen Teil der Spannung ausgemacht, da man als Zuhörer immer darauf hingefiebert hat, mehr zu erfahren, und letztendlich ist man doch nicht klüger als am Anfang. Hoffentlich wird das im zweiten Teil noch besser erklärt.

Die Handlung an sich ist recht langsam vorangeschlichen, sodass es zwischenzeitlich sehr viele Wiederholungen gab, was aber gleichzeitig auch dazu geführt hat, alles mit Carolin zusammen überdenken und seine eigenen Schlüsse ziehen zu können. Ein paar Szenen wirkten ein bisschen befremdlich, was ich aber nicht verwirrend, sondern irgendwie unterhaltsam fand … an einigen Stellen musste ich leicht grinsen, also blieb der Humor trotz des Genres als Thriller nicht auf der Strecke.

In den letzten 30 Kapiteln gab es noch mal ein paar Plot-Twists, die mich wirklich überrascht haben, sodass die Spannung noch mal aufgebaut wurde. Der Rest war jedoch relativ vorhersehbar. Dadurch war kein Nervenkitzel, sondern vielmehr neugieriges Interesse beim Zuhören vorhanden.

Am Ende gab es dann noch keinen Cliffhanger, der nicht allzu tragisch ist, aber dennoch neugierig auf den zweiten Teil der Reihe macht.


Die Charaktere

Carolin ist eine sympathische Protagonistin, aber sie hat auch sehr viele Schwächen. Beispielsweise ist sie aufgrund von ihrer Vergangenheit sehr paranoid, was zwar nachvollziehbar ist, aber nicht sehr verständlich, weil man über diese Vergangenheit überhaupt nichts erfährt. Außerdem sind einige ihrer Handlungen überhaupt nicht nachvollziehbar gewesen, zumindest gemessen an der schweren Paranoia, die sie entwickelt hat. Ich meine, wer geht auf eine Gala, wo überall lauter Kameras rumstehen, wenn man nicht will, dass man entdeckt wird?! Auch ansonsten waren viele ihrer Aktionen sehr leichtsinnig, und sie war auch leider nicht sehr tiefgründig ausgearbeitet – hoffentlich erfährt man im zweiten Teil ein bisschen mehr über sie.

Man lernt die gesamte Familie Lambert kennen, und obwohl die Familienmitglieder nicht die Protagonisten sind, waren sie viel tiefgründiger gestaltet als Carolin selbst. Die Entscheidungen, die die Familie getroffen hat, waren nicht immer gut, aber dennoch viel nachvollziehbarer und verständlicher als jede Entscheidung von Carolin.


Fazit

„Vanitas – Schwarz wie Erde“ hat mich ein bisschen enttäuscht. Ich bin von Ursula Poznanski Besseres gewohnt und hoffe, dass mich der zweite Teil mehr von sich überzeugen kann als es dieser getan hat.

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Veröffentlicht am 11.04.2020

Ein Buch, bei dem es sich lohnt es zu lesen

His Dark Materials 1: Der Goldene Kompass
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Die Gestaltung

Das Cover der Schuberausgabe ist leider nicht so mein Fall. Die Farbe mag ich gerne, und auch die Schrift (auf dem Bild oben sieht sie anders aus), weil das gut zusammen harmoniert. Aber ...

Die Gestaltung

Das Cover der Schuberausgabe ist leider nicht so mein Fall. Die Farbe mag ich gerne, und auch die Schrift (auf dem Bild oben sieht sie anders aus), weil das gut zusammen harmoniert. Aber die Zeichnung von Lyra und Iorek (zumindest gehe ich davon aus, dass der Bär, der abgebildet ist, Iorek Byrnison ist) gefällt mir nicht so gut. Wahrscheinlich, weil ich gesehen habe, wie die neuen Ausgaben aussehen – und mit denen kann dieses Cover einfach nicht mithalten.

Ich finde die Aufmachung der Kapitelanfänge sehr gelungen. Dort wird das Alethiometer (also der Goldene Kompass) abgebildet, und außerdem haben die einzelnen Kapitel je einen unterschiedlichen Titel, ähnlich wie bei den Harry Potter Büchern.

Leider waren mir die einzelnen Kapitel jedoch viel zu lang, wodurch es sich angefühlt hat, als würde sich das ganze Buch in die Länge ziehen.


Der Erzählstil

Ich bin völlig unvorbereitet und auch ein bisschen zwiegespalten in das Buch gestartet, weil so viele Blogger mir bereits gesagt haben, dass sie den ersten Teil bereits abgebrochen haben, weil sie einfach nicht mit dem Schreibstil klargekommen sind. Tja, und vermutlich hätte ich mir den Schuber auch gar nicht erst gekauft, wenn diese ganzen Stimmen schon vorher zu mir gezwitschert hätten, wie schlecht ihnen das Buch gefallen hat – und das wäre schrecklich gewesen, weil ich dann nie in Genuss dieser spannenden Story gekommen wäre!

Zugegeben, der Anfang ist recht langatmig, da viel geredet und sehr ausschweifend erklärt wird, und deshalb kann ich auch diejenigen verstehen, die nicht über die ersten drei Kapitel hinweggekommen sind und das Buch abgebrochen haben. Aber ich bin nie ein Fan vom Bücherabbrechen gewesen, weshalb ich das auch noch nie getan habe bisher – ich hänge mich immer an die Hoffnung, dass mir das Buch im Laufe der Geschichte besser gefallen wird. Und so war es auch bei „Der Goldene Kompass“, denn obwohl der Anfang sich in die Länge zieht, hat der Leser so auch die Möglichkeit, ein bisschen in die Welt von Lyra einzutauchen und Lyra als Protagonistin kennenzulernen. Trotzdem will ich nicht gutreden, was mir nicht gefallen hat, denn der Start in die Geschichte stellt für viele Leser etwas so Ausschlaggebendes dar, dass einige dem Buch gar nicht erst eine zweite Chance geben. Auch ich war anfangs etwas verwirrt von der Geschichte, weil zuerst einmal Lyras Alter nie erklärt wurde und man sich deshalb aus ihrem Verhalten schlussfolgern musste, wie alt sie war und warum sie in einem College in Oxford lebt.

Der Schreibstil ist auch im weiteren Verlauf des Buches sehr detailreich, und es gibt viele neue Worte, die zunächst verwirren und die man erst wirklich verstehen kann, wenn man weiterliest, aber ich kann mich daran erinnern, dass es mir bei dem ersten Teil von Harry Potter genauso ging. Außerdem ist der Erzählstil von Philip Pullman einzigartig und so anschaulich, dass ich mir alles immer von vorne bis hinten vorstellen konnte.


Die Handlung

Ich beginne auch hier wieder ganz vorne und damit direkt mit einem negativen Punkt, weil ich nämlich anfangs das Gefühl hatte, völlig unvorbereitet in die Geschichte geschubst zu werden – als würde man einen Ausflug an den Nordpol machen, ohne vorher die Möglichkeit zu haben, sich warm anzuziehen. Dieses Gefühl hat sich aber beim Weiterlesen schließlich auch gelegt und ich wurde immer mehr ein Fan von der Welt, in der Lyra lebt.

Insgesamt ist die Welt, in der die Geschichte spielt, unserer eigenen sehr ähnlich – was man vermutlich schon allein daran erkennen kann, dass Lyra in einem College in Oxford lebt. Trotzdem gibt es gewisse Abweichungen, die mich völlig fasziniert haben, wie beispielsweise die Tatsache, dass jeder Mensch einen Dæmon hat, der sozusagen die Manifestation der Seele darstellt. Ohne seinen Dæmon kann ein Mensch nicht überleben – genau wie andersherum, und gerade deshalb sind sie sich gegenseitig so wichtig. Mit einem Dæmon ist man nie allein und hat immer jemanden, der deine Gedanken und Gefühle teilt und mit dem man sich in Stunden der Einsamkeit unterhalten kann. Zudem mochte ich die Idee gerne, dass ein Dæmon die Gestalt wechseln kann, solange ein Kind noch nicht in die Pubertät gekommen ist. Somit war Pantalaimon für Lyra nicht nur eine Art Seelengefährte, sondern auch ein Beschützer, da er sich immer in eine andere Gestalt wandeln konnte.

Die Geschichte fängt sehr gemächlich an, aber schon ab dem vierten Kapitel baute sich in meinem Inneren eine Art Spannung auf, während ich weiterlas. Ich wusste immer irgendwie, dass etwas Bestimmtes passieren würde, und es gab einige Plot-Twists, die meine Vermutungen noch mal umgeworfen haben. Im Laufe der Story nimmt die Geschichte an Fahrt auf und noch vor dem Ende hatte ich einige Male Herzklopfen beim Lesen.

Zwar war insgesamt das Ende vorherzusehen, weil im Klappentext schon etwas Derartiges angedeutet wird, aber trotzdem blieb die Geschichte im Großen und Ganzen ein Hin und Her zwischen unerwarteten Wendungen, die die Spannung nur noch mal erhöht haben.


Die Charaktere

Lyra Belaqua ist eine sehr vielschichtige Protagonistin. Sie ist zwölf und demnach auf eine Art unschuldig, die kein Erwachsener verstehen kann – sie hält loyal und treu zu ihren Freunden und denen, die sie liebt, aber gleichzeitig ist sie auch unglaublich intelligent, talentiert und listig. Sie hat ihre Schwächen, die sie sehr authentisch erscheinen lassen, aber gerade am Anfang wusste ich noch nicht so ganz, was ich von ihr halten sollte, weil sie da eher die Personifikation von Widerspenstigkeit war – frech, wild, stur, eigenwillig und oft nicht besonders höflich zu Respektspersonen. Im Laufe der Geschichte habe ich Lyra sehr lieb gewonnen und freue mich schon, in den nächsten beiden Bänden wieder an ihrer Seite Abenteuer zu erleben.

Iorek Byrnison (ich hoffe, ich habe ihn richtig geschrieben xD) ist ein Panserbjørn, also ein gepanzerter Bär, und ich mochte ihn vom ersten Augenblick an, in dem er Lyra begegnet ist. Er ist einfach ein so toller Freund und ich wünschte, ich hätte einen Panzerbären, der mir so treu zur Seite steht.


Fazit

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, „Der Goldene Kompass“ zu lesen, obwohl ich anfangs meine Zweifel hatte. Die Geschichte ist nicht nur etwas für Kinder ab 12, sondern auch für ältere und sogar Erwachsene, da es so wichtige Dinge gibt, die in diesem Buch angesprochen werden und die man zwischen den Zeilen lesen kann.

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Ein seichter Thriller, der gut aber vorhersehbar war

Das Böse in deinen Augen
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Das Cover

Wie bereits erwähnt, war das Buch beinahe so etwas wie ein Coverkauf. Aber es sieht doch auch wunderschön aus, oder nicht? Auf Fotos ist es schwierig rüberzubringen, aber die Schrift glänzt ...

Das Cover

Wie bereits erwähnt, war das Buch beinahe so etwas wie ein Coverkauf. Aber es sieht doch auch wunderschön aus, oder nicht? Auf Fotos ist es schwierig rüberzubringen, aber die Schrift glänzt silbern und ist deshalb nicht aus jedem Blickwinkel gut zu erkennen, was den Special Effect noch mal deutlich hervortreten lässt.

Der Käfig mit der Motte, von deren Flügeln Blut tropft, passt perfekt zur Handlung, wenn man mal ein bisschen zwischen den Zeilen liest. Der Käfig hat sich mir zu Anfang noch nicht so ganz erschlossen, das mit der Motte war schon etwas offensichtlicher, aber dennoch passt das Cover wirklich großartig und sieht dabei auch noch wirklich toll aus.


Der Erzählstil

Ich wusste anfangs nicht, was ich von dem Schreibstil zu erwarten hatte. Das Buch war das erste, das ich von Jenny Blackhurst gelesen habe, also hatte ich noch keinerlei Erfahrungen die Autorin betreffend. Und ich weiß auch nicht, was ich erwartet habe, aber ich war wirklich überrascht, dass die Kapitel aus der Sicht von Imogen aus der Ich-Perspektive geschrieben wurden und die Kapitel aus Hannahs und Ellies Sicht in der dritten Person.

Trotzdem war meine Überraschung positiver Art. Tatsächlich war ich beeindruckt, wie lebhaft und überzeugend der Erzählstil war, da ich von Thrillern meist etwas anderes, distanzierteres gewohnt bin. Die Wortwahl war wirklich feinfühlig, die Autorin hat sich wunderbar darauf verstanden, Gefühle auszudrücken und Dinge zu offenbaren, ohne jedoch diesen Hauch des Unnatürlichen, des beinahe schon Paranormalen, zu verlieren, der in dem Buch besonders die Charaktere prägt.


Die Handlung

Ich muss zugeben, dass ich schon zu Anfang wirklich gespannt war, was es mit Ellie auf sich hat. Das Mädchen hat mir zwischendurch tatsächlich Angst eingejagt und einige Dinge, die sie getan oder vielmehr gesagt hat, waren ziemlich gruselig. Die Gänshaut war an einigen Stellen also wirklich vorprogrammiert.

Es ist wirklich erstaunlich, wie die Autorin es geschafft hat, mich mithilfe ganz einfacher Spannungselemente immer wieder auf eine andere Fährte zu locken. Ellie hatte wirklich einige sehr traumatische Ereignisse in der Vergangenheit und anfangs war ich der gleichen Meinung wie die Protagonistin Imogen. Diese musste ihren alten Job kündigen, bevor sie gefeuert wurde, woraufhin sie zurück in ihren Geburtsort zieht, an den sie fast ausschließlich schlechte Erinnerungen hat. In ihrem neuen Job bekommt sie dann den Fall von Ellie – und eigentlich soll sie das Mädchen nur an einen passenden Psychologen empfehlen. Doch Ellie erinnert sie an sich selbst als Kind und sie gräbt tiefer, als es ihr in ihrer Stelle erlaubt ist … sie setzt also schon wieder ihren Beruf aufs Spiel, um einem Kind zu helfen.

Im Dorf munkelt man über Ellie, sie sei eine Hexe und könne Dinge tun, die sie nicht tun dürfte und dass sie Sachen wisse, die sie nicht wissen dürfte. Denn immer, wenn Ellie wütend auf jemanden ist, passieren schreckliche Dinge mit den Menschen, die sie gegen sich aufgebracht haben …

Wie bereits erwähnt, war ich anfangs der Meinung von Imogen – dass Ellie einfach ein traumatisiertes Mädchen ist, das Beständigkeit und Liebe braucht. Irgendwann hat Ellie sogar selbst angefangen zu glauben, dass sie diejenige ist, die diese schrecklichen Dinge geschehen lässt, die um sie herum passieren. Daraufhin zog sich die Handlung leider etwas in die Länge, aber während dieser Zeit hatte ich eine Vermutung, wer hinter dieser ganzen Geschichte stecken könnte. Und leider hat sich diese Vermutung am Ende auch bewahrheitet.

Zwischendurch gab es aber noch mal eine sehr unerwartete Wendung, als Imogen etwas passiert ist, das augenscheinlich mit ihrem vorherigen Streit mit Ellie zusammenhing … und in dieser Zeit habe selbst ich daran gezweifelt, ob es wirklich eine „natürliche“ Erklärung für die ganzen Geschehnisse in dem Dorf gab, oder ob das Buch vielleicht doch ein paar Fantasyelemente aufweist.

Hinterher hat sich alles aber ganz „normal“ aufgelöst, nur hatte ich eben schon recht früh geahnt, was passieren würde.


Die Charaktere

Imogen war eine sehr vorbelastete Protagonistin, da sie in ihrer eigenen Kindheit wirklich viel durchmachen musste, und es hat mich wirklich überrascht, wie nach und nach mehr über sie und ihren Charakter sowie ihre Vergangenheit ans Licht kam. Ich wurde einige Male von ihr überrascht, konnte sie aber auch sofort verstehen, wenn sie mal Wutausbrüche hatte. Außerdem glaube ich, dass es auf der Welt mehr Frauen wie sie braucht, die für das kämpfen, an das sie glauben, und die nicht einfach so aufgeben, weil ihr Chef ihnen sagt, dass sie das tun sollen. Sicher kann es sein, dass sie einige Male nicht ihrem Beruf und ihrer Qualifikation nach gehandelt hat, aber das hat sich am Ende ja doch ausgezahlt.

Ellie war mir anfangs ein wenig unheimlich, aber trotzdem sympathisch. Wie bereits erwähnt, hatte ich am Anfang gar nicht das Gefühl, dass sie irgendwas mit den Dingen zu tun haben könnte, die im Dorf passiert sind. Die Autorin hat Ellie wirklich gut rübergebracht, besonders dafür, dass sie ja noch ein elfjähriges Mädchen ist und es einigen Autoren sicherlich schwerfällt, aus der Sicht eines so jungen Charakters zu schreiben. Bei so jungen Charakteren in Büchern finde ich es aber insgesamt immer ein bisschen schwierig, weil sie selten ihrem Alter entsprechend handeln. Ich meine, wenn ich an ein elfjähriges Mädchen denke, dann habe ich immer die Assoziation eines Kindes, das noch nicht so viel versteht, aber wenn ich mir einige gleichaltrige Kinder vor Augen führe, die ich persönlich kenne (wie bspw. meine Cousine), dann wird mir erst bewusst, dass auch Kinder im Alter von elf Jahren schon sehr viel verstehen, und genau das hat Jenny Blackhurst wirklich gut rübergebracht.


Fazit

„Das Böse in deinen Augen“ ist ein recht seichter Thriller, der jedoch viel mit Psychologie zu tun hat und wirklich an den Grundsätzen der Gesellschaft rüttelt, da einige wirklich problematische Dinge angesprochen werden, über die man vielleicht gar nicht so nachdenkt, wenn man nicht darauf hingewiesen wird. Zwischendurch hat sich das Buch jedoch etwas in die Länge gezogen und die ganze Sache mit der Hexerei fand ich teilweise ziemlich komisch. Außerdem war das Ende so, wie ich es mir bereits gedacht habe, was den Spannungseffekt leider etwas gemindert hat, aber ansonsten hat mir das Buch ganz gut gefallen.

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Veröffentlicht am 03.12.2019

Ein gutes Buch, jedoch mit zu großen Zeitsprüngen

Warrior Cats - Special Adventure. Habichtschwinges Reise
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Inhaltsangabe

Da ich zu diesem Buch einfach keine ausführliche Inhaltsangabe schreiben kann, in der ich nicht den ein oder anderen spoilern würde, besonders angesichts der Ereignisse in der sechsten Staffel, ...

Inhaltsangabe

Da ich zu diesem Buch einfach keine ausführliche Inhaltsangabe schreiben kann, in der ich nicht den ein oder anderen spoilern würde, besonders angesichts der Ereignisse in der sechsten Staffel, werde ich hier einfach den Klappentext des Buches kopieren. Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht allzu übel.
Habichtschwinge ist gerade zum WolkenClan-Krieger ernannt worden, als er sich schon mit der wohl schwierigsten Aufgabe seines Lebens konfrontiert sieht: Die Heilerin Echoklang hatte eine Vision und nun glauben die Katzen, dass sie sich auf die Suche nach den anderen Clans - und nach Feuerstern - begeben müssen. Wer sonst sollte mit dem »Funken« gemeint sein? Aber der Weg ist nicht unbeschwerlich und der fremde Kater Dunkelschweif, der sich als Anführer der Mission anbietet, ist Habichtschwinge nicht geheuer ...


Der Schreibstil

Wie bei allen Erin Hunter Büchern, die ich bisher gelesen habe, ist der Schreibstil auch in diesem Special einfach und leicht zu verstehen. Dies ist besonders für Leser hilfreich, die noch nicht viel Erfahrung mit der deutschen Sprache haben, aber auch für weiter fortgeschrittene Leser wie mich stellt es kein Problem dar, weil alles flüssig und spannend zu lesen war.


Idee und Umsetzung

Die Idee des Buches ergibt sich ja im Grunde genommen aus der sechsten Staffel, weshalb ich nicht zu viel verraten möchte. Trotzdem kann ich aber sagen, dass ich ja sowieso ein großer Fan der Warrior Cats bin und somit auch noch nie wirklich ein Problem mit einer Buchidee dieser Reihe hatte.
Die Umsetzung des Buches gefällt mir im Englischen sehr viel besser als im Deutschen. Es gab einfach zu viele Übersetzungsfehler, weshalb ich mich auch dazu entschieden habe, das Buch noch einmal auf Englisch zu lesen. Und siehe da, es hat sich gelohnt! Ich habe dabei einige Dinge erfahren, die in der deutschen Ausgabe einfach ausgelassen wurden.
Die Charaktere haben mir in diesem Buch auch sehr gut gefallen, wobei ich selbst noch nie verstehen kann, wieso der WolkenClan so frei bei der Namensgebung ist ... als würde es die Krieger nicht stören, nach einem verräterischen Hauskätzchen benannt zu sein (Stichwort Harrybach). Aber gut, das lasse ich jetzt erst einmal außen vor.
Leider waren die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln und manchmal auch innerhalb der Kapitel etwas sehr groß, was mir oft das Gefühl gegeben hat, nicht genug über den Rest der Reise erfahren zu haben, wenn urplötzlich wieder zwei Monde herum waren.
Insgesamt hat mir das Buch zwar wirklich gut gefallen, aber es war meiner Meinung nach trotzdem eines der schwächeren Specials der Reihe.


Fazit

Mir hat das Special Adventure wirklich gut gefallen, nur leider waren die Zeitsprünge teilweise zu groß, sodass an einigen Stellen der Spaß am Lesen gefehlt hat.

Veröffentlicht am 03.12.2019

Gutes Buch, aber eigentlich überflüssig

The School for Good and Evil, Band 4: Ein Königreich auf einen Streich (Die Bestseller-Buchreihe zum Netflix-Film)
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Der Schreibstil

Mit dem Schreibstil habe ich mich anfangs tatsächlich ein bisschen schwer getan. Ich weiß, dass die Reihe durchaus für jüngere Leser geschrieben wurde, aber trotzdem war mir der Umgang ...

Der Schreibstil

Mit dem Schreibstil habe ich mich anfangs tatsächlich ein bisschen schwer getan. Ich weiß, dass die Reihe durchaus für jüngere Leser geschrieben wurde, aber trotzdem war mir der Umgang mit den Worten etwas zu einfach. Ich konnte nicht richtig in die Geschichte reinfinden, auch wenn es zum Ende hin wesentlich besser wurde. Vom Schreibstil her konnte mich das Buch also eher nicht überzeugen.


Idee und Umsetzung

Die Idee an sich war gut, aber leider auch überflüssig. Für mich hätte es nach dem dritten Teil keine Fortsetzung gebraucht, weil die Reihe für mich schon komplett war. Nun, das hat sich mit dem vierten Band nun geändert, was ich ehrlich gesagt schade finde. Besser hätte ich es gefunden, wenn der Autor sich auf eine Art Spin-Off zur Reihe konzentriert hätte anstatt auf eine Fortsetzung, die eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre.
Na ja, aber das ist ja jetzt nicht mehr zu ändern, und weil es ja noch einen fünften Teil gibt, der nächstes Jahr auf Deutsch erscheinen soll, werde ich einfach mal abwarten, was die Reihe noch so mit sich bringt. Denn tatsächlich konnte mich dieser Band nur teilweise überzeugen. Beispielsweise fand ich es sehr spannend, dafür aber auch verwirrend, weil in den Sichtweisen gewechselt wurde.
Nach dem dritten Teil dachte ich auch eigentlich, dass Sophie etwas sympathischer würde, aber leider war das Gegenteil der Fall. Ich fand es schrecklich, Kapitel aus ihrer Sicht zu lesen, weil ich es kaum aushalten konnte.
Die Storyline war sehr klar und die Struktur des Buches war auch sehr einfach, sodass es mir zumindest diesen Punkt betreffend nicht allzu schwer gefallen ist, der Geschichte zu folgen. Außerdem wurden einige neue Charaktere vorgestellt und besonders Nicola war mir sehr sympathisch, weil sie mich irgendwie an Hester erinnert hat, die eine meiner Lieblingscharaktere ist. Zwischendurch war die Story leider ein bisschen langatmig und die Charaktere haben sich auch nicht wirklich ihrem Alter angemessen verhalten, wodurch alles sehr übertrieben und lächerlich gewirkt hat.
Trotzdem gab es einige unerwartete Wendungen und besonders das Ende war super fies (ja, wieder so ein verdammter Cliffhanger xD), weshalb ich es kaum erwarten kann, den fünften Teil zu lesen.


Fazit

Insgesamt kann ich sagen, dass jedem Punkt, der mir gefallen hat, auch wieder einer gegenüberzustellen ist, der mir nicht gefallen hat, weshalb ich bei der Bewertung nicht lange überlegen muss.