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Veröffentlicht am 30.07.2020

Tolles Buch mit gelungenem Abschluss

Lovely Curse, Band 2: Botin des Schicksals
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Handlung:

Das Ende der Welt naht: Vergiftetes Wasser, unbarmherzige Hitze, verheerende Gewitter und nur Aria, Noemi und Dean wissen, dass das die der Beginn der Apokalypse ist. Sie sind drei der vier ...

Handlung:

Das Ende der Welt naht: Vergiftetes Wasser, unbarmherzige Hitze, verheerende Gewitter und nur Aria, Noemi und Dean wissen, dass das die der Beginn der Apokalypse ist. Sie sind drei der vier Todesboten und die Apokalypse ist ihre Schuld. Allerdings können sie das Ende der Welt verhindern, wenn sie den vierten grauen Reiter finden und ihn ausschalten, denn dieser bedeutet das Ende.

Nach Tammys Tod, der dann doch keiner ist, hat Aria schwere Schuldgefühle, da Tammy sie vor den Raben beschützt hat und ihretwegen gestorben ist.

Dean ist nach dem Vorfall verschwunden und so suchen und recherchieren Aria und Noemi nach Antworten. Dabei finden sie immer mehr heraus.

Eigentlich sollte Aria glücklich sein: Simon ist ihr Freund und sie kann ihm alles erzählen. Doch warum benimmt sich Simon so besitzergreifend und merkwürdig? Dann findet Aria auch noch Anzeichen, die dafür sprechen, dass Simon der graue Reiter ist. Doch ist das wirklich der Fall?

Als noch Dean auftaucht, ist ihr Gefühlschaos perfekt. Denn trotz ihrer Beziehung mit Simon fühlt sie sich irgendwie stark zu ihm hingezogen ...

Dann schließen sich Aria, Noemi und Dean zusammen, um ihre magischen Fähigkeiten zu trainieren. Wird es ihnen am Ende gelingen, den vierten Todesboten zu finden und das Ende der Welt zu verhindern?


Meinung:

Bereits die Götter- Dilogie von Kira Licht hat mir gut gefallen. Bei Lovely Curse geht es mir genauso, was an dem tollen Schreibstil und den Charakteren, die Kira Licht wirklich toll herausgearbeitet hat, liegt.

Das Cover ist ein Traum: Die weiße Schrift passt perfekt zu der jungen rothaarigen Frau im gleichfarbigen Kleid, die wohl Noemi darstellen soll. Auch die roten und weißen Raben passen gut zur Geschichte.

Die Idee gefällt mir sehr gut. Vier Jugendliche, deren Haar sich in einer Nacht verändert und die alle ein Gefährt in der gleichen Farbe haben. Sie sind die Inkarnationen der vier apokalyptischen Reiter und besitzen verschiedene Fähigkeiten. Außerdem sind sie die Todesboten und kündigen das Ende der Welt an ...

Ein Buch mit so einer Geschichte habe ich davor noch nicht gelesen und ich finde es toll, dass ich ein Buch mit dieser neuen Idee lesen konnte.

Noemi und Dean haben mir am besten gefallen.

Noemi entwickelt sich zu einer sehr guten Freundin von Aria und benimmt sich nicht mehr so arrogant. Außerdem erfährt man auch viel sie: Ihr Freund liegt seit einem Unfall im Koma und sie hat auch mit ihren Eltern Probleme. Sie ist sehr stark, obwohl sie so viel durchgemacht hat.

Dean wirkt von außen sehr rebellisch und hart. Dabei hat er ein gutes Herz und kümmert sich, nachdem seine Mutter abgehauen ist, um seine Brüder, obwohl er selbst nicht der Älteste ist. Er sorgt für sie, indem er viel arbeitet.

Die Geschichte wird aus der Ich- Perspektive von Aria erzählt. Mit ihr konnte ich mich leider nicht so gut identifizieren, da ich einfach nicht verstanden habe, warum sie nicht früher mit Simon Schluss gemacht hat, obwohl er so besitzergreifend ist, und warum sie Dean so lange hinhält, trotz ihres Kusses.

Simon mochte ich nicht. Er wirkte viel zu glatt und nervte mich mit seinen tausend Nachrichten, die Aria von ihm erhielt.

Als die Auflösung kam, stellte sich heraus, dass ich mit einer meiner Vermutungen recht hatte, aber mit einer Sache hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Littlecreek sowohl die schlimmen Naturereignisse waren sehr realistisch und gut beschrieben dargestellt. Auch der Endkampf hat mir gut gefallen.


Fazit:

Ein sehr gelungenes Buch von Kira Licht. Ich vergebe 4,5/5 Sterne.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2020

Ein tolles Jugendbuch mit atemberaubender Kulisse

Nach oben führt auch ein Weg hinab
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Handlung:

Maddy wird gegen ihren Willen nach Kanada geschickt, um ihren Vater besser kennenzulernen. Doch dort angekommen, ist ihr ziemlich langweilig. Der einzige Lichtblick ist ihre neue Freundin Heather.

Da ...

Handlung:

Maddy wird gegen ihren Willen nach Kanada geschickt, um ihren Vater besser kennenzulernen. Doch dort angekommen, ist ihr ziemlich langweilig. Der einzige Lichtblick ist ihre neue Freundin Heather.

Da Maddy Influencerin werden will, ist die Aussage von Heather, dass sie für Bilder auf einem Roadtrip durch Kanada viele Likes bekommen hat, natürlich sehr interessant für sie. Deshalb bedrängt sie ihren Vater, mit ihr diese Tour zu unternehmen.

Als dieser keine Zeit hat, ist Maddy schon ziemlich sauer, bis wider Erwarten ihr Großvater Stan sagt, er würde mit ihr den Trip unternehmen.

Aber kann das gut gehen, vor allem, weil Stan im Rollstuhl sitzt?

Eine abenteuerliche Reise beginnt …



Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt einen See mit Bergen und ein Mädchen, das anscheinend Maddy ist. Auch den Schriftzug mit den verschiedenen Schriftarten finde ich wirklich schön.

In der Geschichte geht es um Maddy, die wirklich sehr handysüchtig ist und viel für Likes tut. Als Heather ihr anbietet, dass sie für eine bestimmte Anzahl von Followern in ihrer Agentur aufgenommen zu werden, ist Maddy natürlich begeistert. Dadurch wird aber auch der Druck auf sie verstärkt …

Was mich während des Lesens noch beschäftigt hat, war, was Heather wirklich im Schilde führt. Denn sie macht mit Sophie und Felix, einem Influencerpaar, Bekanntschaft und Sophie erzählt ihr etwas von ,,unseriösen Agenturen“. Dadurch wird Maddy etwas skeptisch und fragt sich, ob Heather vielleicht dazugehört.

Von Maddy erfährt man, dass sie wirklich sehr viel Zeit am Handy verbringt. Es ist komisch für sie, wenn der Akku leer ist und sie das Handy deswegen für ein paar Stunden nicht benutzen kann. Sie ist wirklich handysüchtig und ich habe gehofft, dass die Landschaft Kanadas sie dann einfach so mitnimmt, dass sie einfach mal das Handy weglegt und die Natur genießt.

Stan ist nicht wie die anderen, die über Maddys Traumberuf spöttisch lachen, sondern er hilft ihr sogar, an ein Handy zu gelangen, um ein paar Fotos zu schießen. Das zeigt, dass er an sie glaubt.

Ich finde es auch schön, dass Stan seine Enkeltochter in die Kunst der Fotografie ein. Dabei hat sie eigentlich total viel Spaß und notiert mit großem Interesse Stans Erklärungen.

Als Maddy und Stan zu ihrer Wanderung aufbrechen, kommt es aber manchmal zu Komplikationen, zum Beispiel ausgebuchte Hotels und überfüllte Campingplätze. Nichtsdestotrotz machen die beiden mit ihrem Roadtrip weiter und lernen dabei Vince kennen, bei dessen Anblick Maddys Herz doch ein wenig höher schlägt …

Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendwann der Punkt kommt, wo Maddy sich richtig in Gefahr begibt, nur um ein tolles Selfie zu schießen.

Und so passiert es dann auch. Zwar verletzt sich nicht Maddy, aber es ereignet sich trotzdem ein Unfall und Maddy beginnt darüber nachzudenken, ob sie wirklich ihr Leben für ein gutes Foto riskieren will. Denn auch sie hätte an der Stelle des jungen Mannes sein können, der jetzt wegen einer waghalsigen Aktion im Krankenhaus liegt.

Wird Maddy lernen, auch die kleinen Dinge zu genießen und wertzuschätzen?

Der Schreibstil sowie das Setting haben mir sehr gut gefallen. Da ich selbst noch nie in Kanada war, habe ich mich auf die Naturbeschreibungen davon gefreut. Die finde ich einfach super. Ich kann mir alles richtig gut vorstellen und in mir erwacht schon das Interesse, ebenfalls mal nach Kanada zu fliegen.

Von Maddy wusste ich zu Beginn nicht ganz, was ich von ihr halten soll. Sie kam mir etwas egoistisch vor. Ihre Handysucht wurde wirklich bildhaft beschrieben und ich finde es schön, wie sie sich langsam zum Guten gewandelt hat. Auch, dass sie sich am Ende auf die Suche nach Vince macht, war wirklich toll von ihr. Letztendlich weiß sie dann doch, was sie will und wo ihr Platz ist.

Von den Figuren finde ich eigentlich Maddys Großvater Stan am sympathischsten. Er steckt seiner Enkelin manchmal Geld zu und geht zusammen mit ihr wandern, da sein Sohn keine Zeit hat. Das finde ich wirklich beachtlich, wenn man bedenkt, dass Stan ja im Rollstuhl sitzt.

Die übrigen Figuren waren ebenfalls gut ausgestaltet. Besonders interessant war für mich Heather, obwohl sie eigentlich kein Hauptprotagonist war.

Das Ende ist wirklich schön, wenn auch etwas traurig.

Maddys Großvater stirbt schließlich, aber es ist schön, dass er in seinen letzten Tagen noch etwas Schönes mit seiner Enkelin erlebt hat. Sie bereut den Roadtrip mit ihm auch nicht und das finde ich gut.

Maddy und ihr Vater versöhnen sich und verbringen nun mehr Zeit miteinander.

Es ist gut, dass jetzt nicht mehr das Handy Maddys Leben bestimmt und sie auch die kleinen Dinge genießen kann.



Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen und ich bereue es nicht, mich dafür die Leserunde davon beworben zu haben. Eine klare Empfehlung an alle Jugendliche.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2020

Ein schöner Liebesroman mit sympathischer Hauptprotagonistin

Verliebt in einen Hitzkopf
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Handlung:

Endlich scheint Toni ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, was nicht zuletzt an dem Job bei der Tauchstation und ihren neuen Freunden liegt.

Bens Vater ist der Chef der Shipwreck Diving ...

Handlung:

Endlich scheint Toni ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, was nicht zuletzt an dem Job bei der Tauchstation und ihren neuen Freunden liegt.

Bens Vater ist der Chef der Shipwreck Diving Company und beauftragt seinen Sohn, Tonis Betrieb genauer unter die Lupe zu nehmen, da dieser offenbar zu wenig Gewinn macht. Ben ist darüber nicht begeistert und ist dementsprechend ziemlich arrogant.

Es prallen zwei Gegensätze aufeinander, aber dennoch verlieben sie sich langsam ineinander. Aber kann das gutgehen? Kann Toni Ben wirklich ihr Vertrauen schenken?



Meinung:

Das blaue Cover ist wirklich schön. Die Muscheln und Meerestiere lassen schon vermuten, dass es um etwas mit Meer geht und die Farben sind passend gewählt. Der rote Schriftzug gefällt mir auch gut.

Toni hat einige Verluste erlitten: Ihre Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen und sie hat auch noch große Schulden. Deshalb ist es toll, dass sie durch ihre Arbeit bei der Tauchstation langsam wieder ins Leben zurückfindet. Dabei helfen ihr u.a. auch ihre Freundin Nancy, die Toni gleich bei sich aufgenommen hat. Man merkt, dass die beiden ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben.

Ben wirkt am Anfang auf mich noch etwas genervt und mürrisch. Das ist aber auch verständlich, wenn man bedenkt, dass er nur durch Erpressung von seinem Vater nach Fine Falls gekommen ist, damit er herausfindet, warum die Umsätze bei der Tauchstation dort so schlecht sind.

Ich war mir aber sicher, dass er bald auftauen wird und sich das Verhältnis zwischen ihm und Toni etwas verbessert. Schließlich müssen die beiden ja zusammenarbeiten.

Toni ist zu Recht genervt von Bens Arroganz und reagiert dementsprechend. Sie weiß ja nicht, warum er sich so benimmt. Doch dann verbessert sich wirklich das Verhältnis zwischen ihnen, wobei Toni aber nicht weiß, wer Ben wirklich ist. Denn er stellt sich als jemand vor, der die Tauchstation besser vermarkten will. Kann das gut gehen, dass er Toni darüber nicht die Wahrheit gesagt hat?

Ben versucht sich gegen die Anziehung zwischen ihm und Toni zu wehren. Nachdem ihn seine Ehefrau betrogen hat, hat er sich eigentlich geschworen, nichts mehr mit einer Frau anzufangen, ob sich das mit Toni ändert?

Und dann kommt auch noch heraus, dass jemand die Firma um viel Geld betrügt. Für Toni unvorstellbar, denn alle ihre Mitarbeiter sind so freundlich und sie traut ihnen so etwas wirklich nicht zu. Aber Ben hat da einen ganz anderen ungeheuren Verdacht …

Die Frage, wer der Betrüger ist, hat mich während des Lesens beschäftigt und noch einmal Spannung in die Geschichte gebracht – eine tolle Idee der Autorin.

Bei Toni und Ben geht es jedenfalls ziemlich turbulent zu, wobei sie sich schon in Missverständnisse verstricken …

Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass ich das Buch in wenigen Tagen durchgelesen habe.

Die Geschichte wird abwechselnd in der dritten Person von Toni und Ben erzählt. Die Szenenwechsel waren nicht zu abrupt, sodass für ein angenehmes Leseerlebnis gesorgt wurde.

Ich mag Toni und finde es toll, dass sie sich zur Chefin in der Tauchstation hochgearbeitet hat und sich traut, ihre eigene Meinung zu sagen. Mit dem Job hat sie sich einen Traum wahrgemacht, da sie es liebt, zu tauchen. Sie hat einiges durchgemacht und verändert sich nun positiv.

Ben war mir ebenfalls sympathisch. Hinter der ruppigen Fassade verbirgt sich dann doch ein einfühlsamer Mann, der seinen Charme gezielt einsetzt und mit Toni ein paar richtig schöne Stunden verbringt.

Auch Tonis Mitarbeiter finde ich sympathisch. Sie helfen Toni wirklich sehr und haben sich zu guten Freunden entwickelt.

Allein Brad mag ich nicht so sehr. Er war vor Bens Ankunft so etwas wie Tonis heimlicher Schwarm, was sich dann aber geändert hat. Es ist wirklich komisch, wie er sich vor Ben verhält und Toni scheint er plötzlich auch noch zu ignorieren ...

Das Ende gefällt mir auch ziemlich gut und besonders das kurze Telefonat zwischen Toni und Brad war für mich interessant.



Fazit:

Eine schöne Liebesgeschichte, wo keine Langeweile aufkommt.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

Ich bin schon sehr gespannt auf Teil Zwei

Flash Fame
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Handlung:
Die junge Sara bekommt die Möglichkeit, als Fotografin für die heiß begehrte Band Cursed Instant zu arbeiten. Glücklich über diese Chance sagt sie zu und begleitet die Band auf ihrer Tournee.
Doch ...

Handlung:
Die junge Sara bekommt die Möglichkeit, als Fotografin für die heiß begehrte Band Cursed Instant zu arbeiten. Glücklich über diese Chance sagt sie zu und begleitet die Band auf ihrer Tournee.
Doch da ahnt sie noch nicht, dass sie sich in den Drummer Elijah verlieben wird. Elijah, der vor den Dämonen seiner Vergangenheit flieht und sich mit Drogen und Groupies ablenkt. Aber er scheint ebenfalls Interesse an Sara zu zeigen, obwohl die beiden so eine ganz unterschiedliche Vorstellung von Liebe haben.
Dennoch überwiegt die Anziehung und es beginnt eine Affäre, die Sara mit einem gebrochenen Herzen zurücklassen wird …

Meinung:
Ich finde das Cover richtig schön. Die blaue Hintergrundfarbe passt wirklich gut und der goldene Schriftzug verleiht dem Cover fast etwas Edles. Das Mikrofon und Schlagzeug sagen eigentlich schon aus, worum es in der Geschichte unter anderem geht.
Sara bekommt durch ihre Freundin Brooke den Job, wofür Sara ihr dankbar ist. Doch Brooke erwartet dafür eine Gegenleistung: Sara soll ihr Information über die Band verschaffen, da die ja hautnah dabei ist, wenn etwas passiert. Sara ist sich unsicher, ob sie das wirklich tun soll, aber dann erzählt ihr Brooke etwas Ungeheuerliches. Doch Saras Handeln hat Folgen …
Brooke taucht nach etwa 2/5 des Buches nicht mehr auf und ich wusste nicht, ob ich das gut oder schlecht finden sollte. Einerseits kann ich Brooke nicht ausstehen. Sie benimmt sich auch im Interview mit Cursed Instant ziemlich ätzend und bohrt Elijah und Ryan mit immer dreisteren Fragen. Gut, das Elijah ihr mit seinem Kommentar einen Denkzettel verpasst. Das hat allerdings dazu geführt, dass Brooke die Band bloßstellen wollte und dabei keine Rücksicht auf Sara genommen hat. Andererseits wäre es schon interessant gewesen, zu lesen, was für Probleme Brooke noch bereiten würde, aber die Autorin hat sich da anders entschieden, was für mich nicht auch sonderlich schlimm ist.
Der Fokus liegt jetzt auf Cursed Instant und ihrer Tournee. Doch das Verhältnis der Bandmitglieder untereinander ist angespannt. Logan, der Sänger, und Elijah können sich gar nicht mehr ausstehen und provozieren sich ständig. Das alles hat mit Songs und einer bestimmten Rachel zu tun, auf die ich auch sehr neugierig war. Josh und Ryan, die restlichen Bandmitglieder, sind so etwas wie die Streitschlichter und versuchen die Streithähne immer wieder zu besänftigen, allerdings können sie die Streitigkeiten nicht auflösen. Auch scheinen die Jungs immer mehr zu Alkohol und Drogen zu greifen, um einen perfekten Auftritt hinter sich zu bringen und um die Fans nicht zu enttäuschen. Wer hier nach einem fröhlichen Liebesroman sucht, liegt falsch.
Saras und Elijahs Verhältnis zueinander ist kompliziert. Ich finde es gut, dass Sara Elijah nicht offen anhimmelt und ihre Schwärmerei auch offen zeigt. Sie ist eben nicht wie die anderen Groupies. Elijah will keine feste Beziehung mit Sara beginnen, denn dazu ist er nicht der Typ. Sara ist davon enttäuscht, aber macht ihm deutlich, dass auch sie nur an einer Affäre interessiert ist. Zuerst ist Elijah skeptisch, da er nicht will, dass Sara am Ende dann ein gebrochenes Herz hat, aber dann haben die beiden eine Affäre, die den beiden klar macht, dass sie deutlich mehr füreinander empfinden. Elijahs Drogenkonsum führt zu Streit zwischen den beiden. Sara will ihn davon abhalten, aber er hört nicht auf sie. Spätestens, als Elijah beim Autofahren Drogen nimmt, begibt er sich und Sara richtig in Gefahr. Zum Glück ist nichts passiert, da Sara schnell gehandelt hat. Ich finde es aber wirklich unfassbar, dass Elijah nach der Situation wieder Drogen einwirft. Hat er denn gar nichts daraus gelernt? Aber ich glaube, dass Sara Elijah einfach zu sehr liebt, als dass sie ihn endgültig verlässt.
Das Ende lässt mich sprachlos und mit einigen Fragen zurück: Wie wird es jetzt mit Cursed Instant weitergehen? Und werden Sara und Elijah wieder zusammenfinden?
Sophie M. Seller hat einen flüssigen Schreibstil. Ein winziger Kritikpunkt war der Anfang, da hatte ich Schwierigkeiten, hineinzukommen. Das hat sich dann aber recht schnell geändert.
Die Geschichte gefällt mir wirklich total gut. Alle Charaktere sind super ausgebaut. Man merkt, dass sie nicht perfekt sind, und das macht sie in meinen Augen erst lebensecht. Ich mag Sara und Elijah. Zwar treffen sie manchmal Entscheidungen, bei denen ich sie am liebsten schütteln würde, aber Fehler machen ist menschlich.
Ich wurde auch nicht mit Informationen überschüttet, deshalb fand ich es toll, dass man langsam etwas über Sara und Elijah erfährt, das war für mich dann noch einmal extra spannend.
Natürlich hatte ich so meine Favoriten wie Ryan oder Josh, die mir einfach gleich sympathisch vorkamen. Logan hingegen ist wirklich ein Arschloch. Ich habe gehofft, dass er sich im Laufe des Buches wandelt, aber das war nicht so. Vielleicht ist er tief in seinem Inneren noch ,gut´ - das kann ich aber spätestens in Band Zwei erfahren.

Fazit:
Ein tolles Debüt über eine Rockromanze. Ich vergebe 4,5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

Eine ganz wunderbare Geschichte

Sauer macht listig
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Handlung:

Als Paul seiner Frau Elenor erzählt, dass er eine Affäre hat, ist das für ihn selbstverständlich. So selbstverständlich, dass er nach seiner Beichte einschläft. Doch da liegt er falsch. Elenor ...

Handlung:

Als Paul seiner Frau Elenor erzählt, dass er eine Affäre hat, ist das für ihn selbstverständlich. So selbstverständlich, dass er nach seiner Beichte einschläft. Doch da liegt er falsch. Elenor schmeißt ihn kurzerhand raus und fragt ihre beste Freundin um Rat.

Doch Inge rät ihr, bei Paul zu bleiben, um eine gesicherte Zukunft zu haben. Klar, dass Elenor darüber fassungslos ist.

Zum Glück hat sie die junge Aushilfspostbotin Loren. Mit ihrer Hilfe reicht Elenor die Scheidung ein und zieht in Lorens WG nach München. Dort kann sie nicht nur herausfinden, was sie wirklich will, sondern auch Rachepläne schmieden.

Denn sie ist nicht nur sauer, sondern auch ziemlich listig!



Meinung:

Durch das Cover und den außergewöhnlichen Titel bin ich auf das Hörbuch aufmerksam geworden. Die Zeichnungen von den Zitronen und dem Tisch mit Gartenstühlen sind richtig hübsch und das zitronige Gelb verleiht dem Cover noch einmal etwas Frisches und Sommerliches. Außerdem gefällt mir auch der blaue Schriftzug sehr gut.

Christina Puciata hat eine wundervolle Stimme, die zu einem sehr angenehmen Hörerlebnis bei mir gesorgt hat. Durch sie erwachen die Charaktere und die ganze Geschichte zum Leben. Ich konnte der Geschichte gut folgen, wofür auch sicherlich der flüssige Schreibstil geführt hat.

Mir tut Elenor total leid. Ihr Mann gesteht ihr eine Affäre und gönnt sich dann ein NIckerchen. Diese Situation ist so bizarr, dass ich fast aufgelacht hätte, aber für Elenor ist das natürlich nicht lustig. Paul denkt sich dabei nicht, dass seine Frau ihn verlassen will, doch da hat er sich getäuscht: Elenor schmeißt ihn kurzerhand raus. Ich an ihrer Stelle hätte genauso reagiert.

Auch ihre beste Freundin Inge ist ihr dabei keine Hilfe. Im Gegenteil, sie findet, Elenor sollte bei Paul bleiben, um weiterhin ein gesichertes Leben zu führen. Da frage ich mich schon, warum Elenor nicht vorher aufgefallen ist, welche Ansichten ihre schließlich beste Freundin teilt.

Loren ist ein echter Glücksfall für sie, da sie sich gleich fürsorglich um Elenor kümmert und dann vorschlägt, dass sie in die WG nach München ziehen soll. Das Angebot nimmt Elenor dann auch an.

Schockierend ist für mich, dass Elenor gar keine Träume und Wünsche hat. Denn bisher weiß sie nicht, was sie noch mit ihrem Leben machen will.

Loren fordert sie auf, eine Wunschliste zu schreiben, auf der sich dann auch der Punkt Studienabschluss nachholen befindet. Dabei stößt Elenor auf alte Bekannte, auch auf Jan, der anscheinend schon seit der Studienzeit in sie verliebt ist …

Es kommt auch Spannung auf, als in die WG eingebrochen wird und Zac, einer der WG-Mitglieder niedergeschlagen wird. Ist das wirklich in Pauls Auftrag geschehen? Hat sich Elenor wirklich so sehr in ihrem Ehemann getäuscht? Und was hat das alles mit der roten Mappe zu tun, die Elenor gefunden hat und die offenbar Paul gehört?

Die Story wirkte an einigen Stellen für mich etwas unlogisch und überzogen, trotzdem habe ich mich köstlich amüsiert und gehofft, dass Elenor am Ende natürlich glücklich. Ich habe mich beim Zuhören jedenfalls an keiner Stelle gelangweilt.

Ich mag Elenor total. Ich finde es super, dass sie in sich hineinhorcht, was sie denn will. Eigentlich sollte Elenor Paul dankbar sein, dass er ihr von der Affäre erzählt hat. Denn nur so hat sie selbst herausgefunden, was sie tun will und was ihre Wünsche sind, dass ihr das Zeichnen richtig Spaß macht und dass sie Jan richtig liebt. Ich gönne ihr das Glück, da sie es wirklich verdient hat.

Die WG, also Loren, Zac und Mel, finde ich ebenfalls super. Alle haben so ihre Macken und helfen dann doch Elenor, z.B., als Zac ihr offen seine Meinung über sie sagt. Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung von Elenor, in die WG ziehen.

Paul geht am Ende leer aus, was mir aber nicht leid tut. Selbst schuld, wenn man nicht bemerkt, wie toll Elenor ist.

Die anderen Charaktere waren ebenfalls lebensecht ausgestaltet, wobei ich schon so meine Favoriten hatte.



Fazit:

Mich hat die Geschichte sehr begeistert. Die Sprecherin fand ich ebenfalls super und ich vergebe 4,5 Sterne und runde auf 5 Sterne auf.

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