Profilbild von emkeyseven

emkeyseven

Lesejury Star
offline

emkeyseven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit emkeyseven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2018

Ein tolles Finale, das endlich alle Erwartungen erfüllt hat!

Der Glanz der Dunkelheit
0

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Kann Lia es schaffen, Venda, Morrighan und Dalbreck den Frieden zu bringen?
Seit sie in Venda war, will sie nicht nur ihrem eigenen Volk, sondern auch den Vendanern ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Kann Lia es schaffen, Venda, Morrighan und Dalbreck den Frieden zu bringen?
Seit sie in Venda war, will sie nicht nur ihrem eigenen Volk, sondern auch den Vendanern helfen.
Dafür muss sie zuerst die Verräter in ihrem eigenen Land finden, die mit dem herzlosen Komizar zusammenarbeiten. Doch Lia selbst wird in ihrem Land als Verbrecherin gesucht und scheint keine Verbündeten zu haben - wird es ihr gelingen, die Frevler zu entlarven und ihr Reich zu retten?
Neben ihrer Sorgen um Venda und Morrighan fürchtet sie auch, dass sie und ihr geliebter Rafe keine Zukunft haben - seine Zukunft liegt in Dalbreck, aber Lia hat größere Ziele ...

Cover und Titel
Das Cover finde ich wirklich gelungen! Lia ist ja wirklich eine richtige Kriegerprinzessin und weiß zu kämpfen - ich finde es toll, dass mit diesem Cover auch diese Seite von ihr betont wird. Und außerdem zeigt das Cover, dass es hier jetzt ernst wird und es zu einer großen Schlacht kommt - es passt inhaltlich einfach perfekt und sieht dabei großartig aus.

Protagonisten
Lia will immer allen helfen und es hält sie auch nicht auf, dass die Schriften meinen, dass sie geopfert wird. Sie ist entschlossen, allen Menschen und Königreichen zu helfen und lässt sich nicht davon abbringen, nicht einmal von Rafe. Es bedrückt sie sehr, dass das morrighesische Volk tatsächlich glaubt, dass sie hinter dem Anschlag auf ihren Bruder steckt. Im Kampf ist sie zwar kaum zu schlagen, aber ihre Gefühle kann sie nicht so gut kontrollieren. Für ihre Stärke und Entschlossenheit, für ihren Mut und ihr Mitgefühl ist sie zu bewundern - und es macht sie zu einer guten Anführerin mit Herz.

Kaden stellt sich nun seiner Vergangenheit und man erfährt noch mehr über seine Kindheit und seine Familie. Diese Dinge belasten ihn immernoch, aber er will siech rächen und dann alles hinter sich lassen.
Er steht Lia immer tatkräftig zur Seite und unterstützt sie bei allem was sie tut.
Eine Entwicklung, die ihn betrifft, habe ich wirklich seit dem ersten Kapitel erahnt, aber ich fand sie auch ganz in Ordnung, darum mag ich nicht meckern.

Rafe musste in letzter Zeit viel durchmachen, aber er lässt sich nicht unterkriegen und versucht, für sein Königreich da zu sein. Aber seine Gedanken sind bei Lia, die ja so überzeugt von ihrer Mission ist. Zwar glaubt er selbst nicht an die Gabe, aber er glaubt an Lia und an ihre Entschlossenheit. Wenn es darum geht, Lia zu helfen und zu beschützen, dann ist er Feuer und Flamme und lässt sich nicht aufhalten, was es auch kostet.

Handlung und Schreibstil
Das war meiner Meinung nach der beste Teil der Reihe und alle meine Erwartungen wurden endlich erfüllt. Wäre das nicht so gewesen, hätte ich die Reihe insgesamt weniger gut gefunden. Alle Bücher haben zu diesem Buch geführt und bei allen spannenden Sachen versprochen, dass sie bald kommen. Das hat mich bei den Vorgängern oft geärgert, weil das Tempo endlos langsam war und viele Erklärungen und Entwicklungen auf später verschoben wurden.
Und ENDLICH waren sie da! Das lang erwartete Finale hatte alles, was mir in den anderen Büchern gefehlt hat und es war eigentlich ziemlich perfekt. Das Tempo war absolut in Ordnung, der Schreibstil war wieder sehr angenehm und der Inhalt hatte alles, was ich erwartet hatte und noch viel mehr!

Fazit
Mit "Der Glanz der Dunkelheit" wurden die Chroniken der Verbliebenen wirklich perfekt abgeschlossen. Es hatte alles, was in den Vorgängern gefehlt hat und was dem Leser zuvor an Handlung versprochen wurde. Das Finale gefiel mir von allen Büchern am besten!

Veröffentlicht am 24.11.2017

Vorbereitungen für den Abschluss der Reihe

Die Verzauberung der Schatten
0

Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Inhalt
Vier Monate sind vergangen, seitdem Kell und Lila die Dane-Zwillinge besiegt haben. Und auch vier Monate, in denen sie nichts voneinander gehört haben.
Lila hat sich ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Inhalt
Vier Monate sind vergangen, seitdem Kell und Lila die Dane-Zwillinge besiegt haben. Und auch vier Monate, in denen sie nichts voneinander gehört haben.
Lila hat sich an Bord des Nachtfalken einen Namen gemacht und kommt ihren Träumen näher. Denn der Kapitän des Schiffes ist Alucard Emery, ein geübter Magier, der seine eigenen Geheimnisse hat, aber Lila immer schnell durchschaut.
Im roten London laufen währenddessen die Vorbereitungen für das Spiel der Elemente, ein magischer Wettbewerb zwischen den drei Königreichen. Für die dunkle Macht, die vor Monaten in der Stadt wütete, wird Kell als Verantwortlicher gesehen und der Druck, der auf ihm lastet, ist größer als je zuvor. Obwohl es verboten ist, möchte er heimlich an den Spielen teilnehmen, und auch aus allen drei Königreichen reisen zahlreiche Gäste sowie Teilnehmer an, unter ihnen auch ein bekanntes Schiff. Und währenddessen erwacht ein anderes London wieder zum Leben ...

Protagonisten
Wie auch im ersten Buch hatte Kell es nicht leicht. Es ging ihm schon vor den Ereignissen mit der dunklen Magie - Vitari - nicht gut, da wurde er wie Eigentum behandelt und fühlte sich einsam. Nun ist er als Antari einsamer als zuvor, und wird noch dazu als Schuldiger an vielen Toden angesehen. Sein Käfig wird dadurch nur noch kleiner. Der König und die Königin behandeln ihn anders als früher und lassen ihm weniger Freiraum, und auch Rhy hat sich verändert. Außerdem denkt er andauernd an Lila und fragt sich, was aus ihr geworden ist.
Kell ist zwar in seiner magischen Begabung überragend und wird in der Hinsicht bewundert, denn Antaris sind eben mächtig und begehrt. Aber trotz der Macht ist Kell sehr verletzlich, und darum hab ich noch mehr ins Herz geschlossen. Er ist immer sehr ernst und es fällt ihm schwer, locker zu lassen, aber wenn man seinen weichen Kern kennt, muss man ihn einfach lieben.

Prinz Rhy hat sich verändert. Durch den Bund fühlt er nun starke Gefühle von Kell, genauso wie umgekehrt. Beiden ist das nicht ganz angenehm, und Rhy ist zwar dankbar, fühlt sich aber schuldig, da er Kells Leben quasi mitlebt. Und er hat Schuldgefühle wegen seiner Torheit als er Hollands Geschenk angenommen hat, schließlich hat das alles noch weiter verschlimmert. Er ist jetzt entschlossen, ein verantwortungsvollerer Prinz zu werden, der seinem Reich gerecht wird. Außerdem will er auch Kell noch mehr als sonst helfen, und das alles hat mich kurz denken lassen, dass sein Charakter sich vollkommen verändert hat, aber er ist immer noch der unverbesserliche Prinz, den man kennt. Nur eben ein bisschen weniger leichtsinnig.

Lila ist nun endlich auf einem segelnden Schiff, und macht, was sie am besten kann: Stehlen. Und andere halb legale bis illegale Sachen. Fühlt sie sich schlecht dabei? Natürlich nicht, sie ist Delilah Bard und sie fürchtet sich vor nichts und niemandem! Auch wenn die dunkle Magie und die Dane-Zwillinge schon sehr unheimlich waren, gibt Lila nicht auf: Sie ist entschlossen Magie zu lernen und Meister Tierens Worte von damals ermutigen sie auch dazu, schließlich soll sie die Macht dazu in sich haben! Ja, Lila geht es gut, darum hatte ich eigentlich gar kein Mitgefühl mehr, weil sie wegen nichts leiden musste. Man folgt ihr nur bei ihren waghalsigen Abenteuern, ist Zeuge ihrer spitzen Zunge und merkt, dass auch sie oft an Kell denkt. Ja, der attraktive und begabte Antari geht ihr nie aus dem Kopf.
Lila erschien mir furchtloser, aber noch genauso impulsiv (und dadurch manchmal auch leichtsinnig) wie im ersten Band. Ich hatte Spaß daran, ihre Erlebnisse an Bord des Nachtfalken mitzuerleben, kam ihr emotional aber nicht ganz so nah wie im ersten Buch.

Alucard Emery ist ein interessanter Charakter. Er ist aufmerksam und irgendwie wurde er Kapitän dieses Schiffes, aber davor hat er Englisch gelernt, das im roten London die Sprache des Adels ist, und kennt wohl auch Kell und Rhy. Diese waren auch überrascht, dass Alucard überhaupt nach London kommt. Er kann mit Lilas spitzer Zunge mithalten und so ergeben die beiden ein überaus unterhaltsames Paar.

Handlung und Schreibstil
Das ganze Buch wurde von den Vorbereitung zum Spiel der Elemente eingenommen. Okay, nicht ganze, irgendwann fand es tatsächlich auch mal statt, aber mir kam es vor wie eine Ewigkeit. Vor allem vergingen dabei auch nicht besonders viele Tage und ich hatte das Gefühl, als würde nicht wirklich etwas passieren, aber die Autorin weiß, wie man Spannung aufbaut.
Warum dieses Buch nicht die volle Punktzahl von mir erhalten hat: Es hat mir zwar sehr gut gefallen, es war spannend und magisch, aber ich hatte das Gefühl, es hätte noch viel besser werden können. Es war wie andere Mittelbände von Trilogien: die Vorbereitung auf das Finale. Es war auf andere Art spannend als das erste Buch, nicht durch große Konflikte und dramatischen Wendungen, sondern mit den kleinen Dingen, wie das erwartete Wiedersehen von Lila und Kell, Kells Probleme mit seinem Umfeld und das Spiel der Elemente. Also es war schon gut, aber das erste hatte da mehr zu bieten und das Ende dieses Buchs verspricht, dass es im nächsten auch so sein wird. Da die Konflikte aber lange angekündigt wurden, hatte ich sie früher erwartet und war da ein bisschen enttäuscht.

Fazit
"Die Verzauberung der Schatten" hat mir ausgesprochen gut gefallen, mir hat nur ein wenig an echter Action gefehlt und es war eher eine Vorbereitung für den finalen Band der Trilogie.

Veröffentlicht am 30.10.2017

Der liebe Felix und die distanzierte Alisa

Und wenn die Welt verbrennt
0

Inhalt
Felix malt mit Kreide die Menschen auf die Straßen, so wie er sie sieht.
Und eines Tages malt er Alisa, aber sie reagiert nicht wie die anderen auf ihr Bild, sie läuft davon.
Doch dann begegnen ...

Inhalt
Felix malt mit Kreide die Menschen auf die Straßen, so wie er sie sieht.
Und eines Tages malt er Alisa, aber sie reagiert nicht wie die anderen auf ihr Bild, sie läuft davon.
Doch dann begegnen sie sich wieder und plötzlich versteht Alisa Felix wie niemand sonst und er lässt sich von ihren Ängsten nicht abschrecken. Sie sind füreinander da.
Aber dann sind da die Dinge, die Alisa keinen Frieden lassen. Albträume plagen sie und sie lässt sich von allem leicht erschrecken. Was verbirgt sie vor Felix? Welche Geister ihrer Vergangenheit lassen sie nicht in Ruhe?

Protagonisten
Felix malt leidenschaftlich gerne und kocht auch sehr gut, außerdem hat er ein sehr sanftes Gemüt und ist einfach ein sehr netter Kerl. Ich habe ihn so schnell ins Herz geschlossen und konnte ihm nichts, was er tat, irgendwie übel nehmen.
Er hat sich quasi sofort in Alisa verliebt, weil sie seine Bilder versteht und er sich mit ihr auf einer Wellenlänge fühlt. Er ist fasziniert von ihr, aber machmal sehr verwirrt von ihrem abweisenden Verhalten. Er versucht aber, ihr so gut er kann entgegenzukommen und sie zu nichts zu drängen. Aber manchmal verhält sich Alisa so seltsam, dass selbst Felix nicht wirklich etwas tun kann, auch wenn er immer versucht, Verständnis zu zeigen.
Er hat selbst Komplexe und Unsicherheiten, weil er weiß, dass er nicht der Beste in seinem Fach ist und auch irgendwie im Schatten seines Bruders steht. Er kann meistens gar nicht glauben, dass Alisa jemanden wie ihn mögen kann, daher neigt er auch zu Eifersucht - wenn auch nicht wirklich zu grundloser Eifersucht, wie ich finde.

Alisa hat etwas schreckliches erlebt und trägt ein Geheimnis mit sich herum. Während Felix immer offen und ehrlich ist, ist Alisa verschlossen und braucht ewig, bis sie Vertrauen fasst. Sie mag Felix zwar, hat aber Angst davor, ihn an sich ranzulassen. Sie ist paranoid und schreckhaft, aber Felix schreckt das nicht ab - und das fasziniert sie auch.
Ich fand Alisa etwas anstrengend, weil sie sich eben immer in ihr Schneckenhaus verkriecht und manchmal auch nicht so nett zu Felix ist, wie er es verdient hätte. Sie ist verletzlich und unsicher und lebt noch in ihrer Vergangenheit und schafft es nicht, die Sachen hinter sich zu lassen, um mit ihm glücklich sein zu können.

Andere Charaktere
David ist Felix Bruder und einerseits himmelt Felix ihn an und andererseits ärgert ihn sein Verhalten manchmal. David ist eher zielorientiert und sieht in Felix' Hobby keine Zukunft, weil es einfach keinen Nutzen hat.

Olli - Olivia - ist Felix' beste Freundin und ein sehr sympathischer Charakter. Sie ist frech und lebensfroh und ist bei Alisas Ernsthaftigkeit und Distanz wirklich erfrischend.

Kleiner Käfer ist eine Person, die Alisa immer anredet und die man irgendwann auch kennenlernt. Man kann sich eigentlich schnell denken, was für eine Beziehung die beiden zueinander haben, aber es gibt trotzdem Überraschungen. Ich fand ihn eigentlich ganz nett, aber die Perspektiven der Protagonisten wurden ihm vielleicht nicht ganz gerecht.

Handlung und Schreibstil
Es gibt zwei Perspektiven, Alisa und Felix und beide schildern die Handlung jeweils in der ersten Person, was an sich nicht ungewöhnlich ist. Aber Alisa redet jemanden direkt an, den sie meist "kleiner Käfer" nennt, und das fand ich teilweise doch etwas ungewohnt - auch, weil Felix das nicht tat. Damit konnte ich mich nicht ganz anfreunden.

Alisas Geheimnisse haben Spannung in das Buch gebracht, mich mit der Zeit aber auch etwas genervt. Zwischendurch wurde man mit Informationshäppchen gefüttert, um es eben spannend zu halten, aber zum Ende hin wurden es mir einfach zu viele Geheimnisse, zu viele Dinge, die enthüllt werden konnten. Und selbst wenn ich dachte, ich würde alles wissen, gab es neue Überraschungen - und mit der Zeit ließ die Wirkung irgendwie bei mir nach. Nur die letzte Enthüllung konnte mich dann wieder packen.

Fazit
Mir hat "Und wenn die Welt verbrennt" eigentlich sehr gut gefallen, weil ich Felix so schnell ins Herz geschlossen habe, aber dafür hat mich Alisa manchmal enttäuscht und mit der Zeit hat auch die Wirkung der Überraschungen nachgelassen.

Veröffentlicht am 16.10.2017

Klasse Protagonisten und spannende Kulisse

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch
0

Inhalt
Früher eine mächtige Kriegerin der Ghan Aisouri in ihrer Heimat Ardjinna ist Nalia jetzt nur noch eine Sklavin. Die Ifrit haben die Ghan Aisouri gestürzt und abgeschlachtet. Nur Nalia konnte entkommen ...

Inhalt
Früher eine mächtige Kriegerin der Ghan Aisouri in ihrer Heimat Ardjinna ist Nalia jetzt nur noch eine Sklavin. Die Ifrit haben die Ghan Aisouri gestürzt und abgeschlachtet. Nur Nalia konnte entkommen - wurde dann aber an Malek verkauft. Sie ist an ihn gebunden, muss ihm dienen und im Glanz und Glamour von Los Angeles leben, bis er einen dritten Wunsch äußert - was er aber nicht vorhat, denn er will Nalia niemals gehen lassen.
Der Rebellenführer Raif kann ihren Bund lösen, doch der Preis ist hoch. Gleichzeitig sucht ein alter Feind nach der letzten Ghan Aisouri, daher bleibt ihnen nicht viel Zeit ...

Cover und Titel
Das Cover finde ich sehr hübsch. Jede der fünf Dschinn-Arten hat äußerliche Merkmale, und Lila gehört zu den Ghan Aisouri. Nalia muss ihr wahres Wesen verstecken, aber hier ist ein Mädchen mit violetten Haaren und Augen. Auch die orientalischen Details wie das Tuch und der Kopfschmuck gefallen mir sehr gut!
Der Jadedolch in Nalias Besitz spielt schon eine Rolle, aber meiner Meinung nach ist die nicht so wichtig, dass sie titelgebend sein müsste.

Protagonisten
Nalia gehörte mal zur wichtigsten Gattung der Dschinn, denn als Ghan Aisouri beherrscht sie nicht eins, sondern alle Elemente und hat auch mehr Macht. Darum hat Malek sie auch gekauft. Nalia musste nicht nur mit ansehen, wie alle ihre Freunde getötet wurden, sondern ist nun selbst zur Sklavin geworden, während ihr kleiner Bruder in einem schrecklichen Arbeitslager schuftet. Sie schämt sich sehr für das, was aus ihr geworden ist, und was sie alles tun würde, um sich und vor allem ihren Bruder zu retten.
Sie hat Angst vor Malek und rebelliert, so gut sie kann, ohne sich selbst sehr zu schaden. Sie hasst ihn auch für die Dinge, die er ihr antut und sie tun lässt. Sie möchte ihm entkommen, hat aber kaum noch Hoffnung und fügt sich Malek meistens. Als er sich ihr annähert, ist sie absolut schockiert, sieht darin aber auch eine Chance. Und dafür hasst sie sich dann selbst.
Nalia läuft meist traurig und verstört durch die Welt, weil sie eben kaum noch Hoffnung hat, nach all den Dingen, die sie erlebt hat. Als letzte ihrer Art ist sie selbst ein Ziel für verschiedene Feinde und Malek macht ihr zusätzlich das Leben schwer. Sie versucht wieder einen Sinn in ihrem Leben zu finden und will um jeden Preis ihren Bruder beschützen, da bringt Raif neues Leben in sie: Sie ist wieder deutlich motivierter, etwas zu unternehmen!

Raif ist der Rebellenführer, nachdem sein Vater viel zu früh gestorben ist und ihn ungewollt zu seinem Erben gemacht hat. Er möchte in Ardjinna vieles verändern, weil es seinem Volk sowohl dort als auch auf der Erde wirklich schlecht geht. Viele glauben an ihn und unterstützen ihn, aber sie haben trotzdem keine Chance gegen die Ifrit - darum braucht er Nalias Hilfe, um wirklich etwas bewirken zu können. Seine Familie und Freunde wurden wie alle anderen von den Ghan Aisouri unterdrückt und ausgebeutet, darum sieht er in ihr nur einen Mittel zum Zweck. Als er dann aber Mitgefühl für sie empfindet, als er sieht wie schlecht es ihr geht, fühlt er sich, als würde er seine Leute verraten. Keiner würde seine Gefühle für eine Ghan Aisouri verstehen können.
Er ist sehr ernst, weil eine schwere Last auf seinen Schultern liegt, aber er ist trotzdem ein netter Typ, der einen weichen Kern hat. Man muss ihn einfach mögen.

Zanari ist Raifs ältere Schwester und eine Seherin mit nicht ganz perfektionierten Fähigkeiten. Sie ist sehr freundlich und bildet daher einen Kontrast zu den anderen Hauptcharakteren, und das ist wirklich erfrischend. Sie liebt ihren Bruder und hat eigentlich die gleichen Ziele und Träume wie er. Auch kümmert sie sich um den Jungen, der viel zu früh so viel Verantwortung übernehmen musste.

Eigentlich war Malek immer so schlau und gerissen, hat mit Vorsicht gehandelt und war so berechnend, dass ich schon sehr enttäuscht war, wie dumm er handelt, wenn Nalia ihm schöne Augen macht. Dann ist er auf einmal so naiv und startet, nach allem, was er getan hatte, Annäherungsversuche! Und dann glaubt er auch noch, dass Nalia seine Gefühle erwidert. Also bitte, Malek! Er ist ein Mann voller Widersprüche, weil er eigentlich eiskalt manipuliert, aber wenn es um Nalia geht, wird er sehr sensibel. Er ist auf jeden Fall ein interessanter Charakter.

Handlung und Schreibstil
Letztendlich war ich ein klein wenig enttäuscht. Ich fand es eigentlich nicht langweilig, aber wenn ich zurückblicke, kommt es mir so vor, als wäre kaum etwas passiert. Nalia hat einfach versucht, Malek ihre Flasche zu klauen, was so gefährlich war, dass sie sehr lange dafür brauchte. Das war schon ziemlich frustrierend, wie sie sich immer wieder ganz schrecklich dabei fühlt und dann doch wieder etwas dazwischen kommt.

Sonst gefiel mir die Welt der Dschinn doch ganz gut. Die tollen Ghan Aisouri haben die anderen Arten unterdrückt, die Shaitan waren noch so etwas wie Adlige und die Marid und Djan waren wertlose Bauern und Sklaven. Also, es war nicht alles rosig, aber unter der Herrschaft der Ifrit ist es noch schlimmer. Darum gibt es noch immer die Rebellen, deren Anführer Raif geworden ist. Alle Dschinn hatten ein hartes Leben, egal, zu welcher Art sie gehören.
Also, mir gefiel diese Kulisse, und ich fand es auch gut, dass es nie wirklich gute Zeiten gegeben hat. Es gab immer Sklaverei und Ungerechtigkeit, während es manche viel zu gut hatten, diese Glück aber nicht teilten. Nalia macht neue Erfahrungen und ich denke, dass diese ihr helfen werden, gerechter zu handeln und Empathie zu empfinden.

Fazit
Die Protagonisten fand ich alle sympathisch oder zumindest interessant und die Kulisse gefiel mir auch sehr gut. Mir ist ein bisschen zu wenig passiert, aber ich fand es trotzdem sehr spannend. Also hat "Nalia, die Tochter der Elemente - Der Jadedolch" sehr gut gefallen!

Veröffentlicht am 13.09.2017

Eine taffe Protagonistin in einer magisch-orientalischen Welt

AMANI - Rebellin des Sandes
0

Inhalt
Amani hat nur ein Ziel: Raus aus Dustwalk und auf nach Izman. In der großen Stadt hofft sie ihre Tante zu finden, um endlich aus dem langweiligen Leben zu entkommen.
Sie kann gut schießen und möchte ...

Inhalt
Amani hat nur ein Ziel: Raus aus Dustwalk und auf nach Izman. In der großen Stadt hofft sie ihre Tante zu finden, um endlich aus dem langweiligen Leben zu entkommen.
Sie kann gut schießen und möchte damit genug Geld sammeln, um zu verschwinden. Doch dann taucht ein Fremder in Dustwalk auf, der von den Schergen des Sultans verfolgt wird. Kurz darauf bleibt Amani kaum eine andere Wahl als mit ihm zu fliehen.
Auf ihrer Reise erlebt sie so viele Abenteuer und muss einsehen, dass die Geschichten an Lagerfeuern nicht alle erfunden sind ...

Protagonisten
Amani ist eine echt taffe Protagonistin und darum wird sie wohl auch mit Rey und Katniss verglichen. Sie ist Waise und lebt nun bei ihrer Tante. Sie teilt das Zimmer mit sechs Cousinen und besonders gut geht es ihr da auch sonst nicht. Sie ist eben keine Tochter des Hauses und da die Familie auch nicht besonders wohlhabend ist, muss Amani in dem Laden des Onkels arbeiten. Ihr Leben ist also nicht so prickelnd, außerdem hat sie in ihrer Kindheit immer so viele Geschichten von ihrer Mutter erzählt bekommen, dass es sie einfach nach außen zieht. Sie hat das Abenteuer im Blut!
Und Amani ist mutig. Wenn sie denkt, sie könnte etwas schaffen, dann bemüht sie sich auch, bis es klappt. In Dustwalk kennt sie sich perfekt aus, besonders viel ist da ja nicht los, aber bei allem fremden ist sie etwas verunsichert, was zeigt, dass auch sie nur ein Mädchen ist.

Jin ist der super mysteriöse Typ mit den ganzen Geheimnissen, über den man quasi nichts weiß. Ich mochte ihn sehr gerne, denn er ist treu und ist ein ruhiger Typ, auch im Angesicht von gefährlichen Situationen. Er bildet ein Team mit Amani und vertraut ihr und die beiden passen gut zusammen und ergänzen sich.

Es gibt noch zahlreiche weitere Charaktere, aber sie kommen eher mit der Zeit dazu, und mit ihnen neue Geheimnisse und Tatsachen, darum möchte ich nichts weiter dazu sagen.

Handlung und Schreibstil
Die Handlung hat mir wirklich gefallen. Zunächst hatte ich Probleme, gut mitzukommen, als plötzlich viele Dinge erklärt wurden, aber es war wirklich interessant und alles passte letztendlich gut zusammen.
Eine wichtige Geschichte ist die von denn Kindern des Sultan: Die zwölf ältesten Söhne kämpfen um die Nachfolge. Ein verschwundener Sohn kehrt zu diesem Wettbewerb zurück und der jüngste der zwölf muss zurücktreten. Dieser wird später Armeekommandant. Viele dieser Charaktere spielen eine große Rolle, denn es sind die Prinzen von Miraji - das Land, in dem Amani lebt. Der Kommandant Naguib ist eher eine schreckliche Plage, während der zurückgekehrte und dann wieder geflüchtete Rebellenprinz Ahmed ein sehr interessanter Charakter ist.
Auch die Magie mochte ich. Ich konnte es nicht immer ganz nachvollziehen, aber je mehr ich verstand, desto besser fand ich das Buch. Djinn, Erstwesen und Buraqi (besonders magische Pferde) fand ich wirklich faszinierend.

Es werden viele verschiedene Sagen und Märchen von Djinn und anderen Gestalten erzählt, eigentlich vergeht ein großer Teil so. Auch die Sache mit dem Sultan und seinen Söhnen hielt ich zunächst für Gerede, aber das meiste erwies sich dann doch als wahr. Es fiel mir jedenfalls schwer, mir diese ganzen Sachen zu merken und ich habe bestimmt auch ein paar Dinge verwechselt. Aber sie waren auch nötig, um die Welt zu erklären und anschaulicher zu machen, es hat dem Buch einfach die richtige Atmosphäre verliehen.

Fazit
Mir hat "Amani - Rebellin des Sandes" sehr gut gefallen, da mich die furchtlose Amani, der charmante Jin, die orientalisch-magische Welt und die spannende Handlung wirklich überzeugen konnten.