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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2016

Märchenhaftes lesen...

Die silberne Königin
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Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch regelrecht verzaubert. Nicht nur, dass es in einer Welt aus Eis und Schnee spielt (was zugegeben für die Protagonisten nicht immer angenehm ist), auch die Sprache ...

Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch regelrecht verzaubert. Nicht nur, dass es in einer Welt aus Eis und Schnee spielt (was zugegeben für die Protagonisten nicht immer angenehm ist), auch die Sprache hat mich von Anfang an verzaubert. Denn in die eigentliche Geschichte ist ein Märchen eingewebt, dass der Leser Stück für Stück kennenlernt. Und natürlich fragt man sich während des Lesens die ganze Zeit, wann es denn in die "richtige" Geschichte hinüber rutscht. Und ich verrate nur so viel - es ist absolut gelungen.

Außerdem fand ich die Sprache einfach wunderschön: Namen wie Madame Weltfremd, Silberglanz oder Glanzvoll.... für mich einfach wunderbar und absolut zum Inhalt passend. Überhaupt ist die Sprache sehr beschreibend, die Bilder entstehen ganz leicht im Kopf. Ich würde sie sogar als poetisch bezeichnen. Man kann wunderbar darin ertrinken...

Emma ist eine wunderbare Hauptperson. Sehr mutig und sich selbst treu - auch wenn sie einen Hang dazu hat, sich in Gefahr zu begeben. Außerdem ist sie sehr kreativ und ebenfalls eine tolle Geschichtenerzählerin. Über ihren Hintergrund erfährt man nicht ganz so viel. Ihr Vater ist Alkoholabhängig, ihre Mutter bereits verstorben. Hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr Hintergrundinfos gewünscht.

Das Buch ist wunderbar dramatisch, man kann mitfühlen und mitfiebern. Auch wenn das Ende nicht wirklich vorhersehbar ist, kann man leider schnell Tendenzen erkennen, wo es hingehen wird. Denn natürlich spielt auch Liebe eine Rolle - und das hätte für mich nicht sein müssen. Gerade weil Emma so eine starke junge Frau ist, hätte sie meiner Meinung nach auch als Single durchstarten können - wer braucht da schon einen Mann :)

An sich hatte ich aber tolle Lesestunden und obwohl das nicht ein Genre ist, wo ich viel lese, konnte es mich doch überzeugen. Deswegen gibt es 4 Sterne! Gerade für die Winterzeit ist es ein perfektes Buch, weil man dann die Kälte richtig spüren kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
  • Handlung
Veröffentlicht am 07.10.2016

Ich habe viel Spannung erwartet...

Dschihad Online
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Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch behandelt ein sehr heikles Thema und zwar die Radikalisierung von Jugendlichen. Erzählt wird alles aus der Sicht von Kahlil, einem 16 jährigen Jungen, der in den USA ...

Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch behandelt ein sehr heikles Thema und zwar die Radikalisierung von Jugendlichen. Erzählt wird alles aus der Sicht von Kahlil, einem 16 jährigen Jungen, der in den USA geboren ist und mit Islamismus eigentlich nichts am Hut hat. Bis sein Bruder auf einmal immer mehr Videos von Enthauptungen oder Kriegshandlungen anschaut und das Leben der Beiden aus den Fugen gerät.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es das ernste Thema aus der Sicht eines Jugendlichen anspricht und auch erzählt, wie man in einem Strudel immer weiter nach unten gezogen werden kann. Es ist teilweise schonungslos brutal, also auch nichts für Zartbesaitete. Es wird viel mit Vorurteilen gespielt, die es in der Gesellschaft immer wieder gibt.

Schade ist natürlich, dass sich diese dann auch bewahrheiten. Auch wenn erklärt wird, wieso und weshalb und die Radikalisierung so zum Teil nachvollziehbar wird, muss man doch dann sehr schlucken, als es soweit ist. Ich habe teilweise mir den Tränengekämpft und hätte Kahlil am liebsten geschüttelt!

Gut dagegen finde ich die Zweifel von Kahlil, die man als Leser sehr direkt miterlebt. Der Protagonist ist eine sehr lebendige Hauptfigur, mit der sich Jugendliche sicher auf eine gewisse Art und Weise identifizieren können.

Das liegt auch an der recht jugendlichen Sprache. Da bin ich ja nicht unbedingt ein Fan von, aber das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Manchmal bin ich über fremdsprachliche Begriffe gestolpert, konnte sie aber aufgrund des Kontextes gut verstehen.

Allerdings befürchte ich, dass Schüler das Buch nicht als das begreifen, was es ist, sondern es eher lustig finden. Das wäre sehr schade. Als Lektüre ist es mir deswegen zu komplex. Das traue ich mir momentan noch nicht zu. Ich werde es aber nochmal ins Auge fassen, sobald es Unterrichtsmaterial vom Verlag gibt.

Veröffentlicht am 01.10.2016

Zauberer sind auch nur Nerds...

Plötzlich Zauberer
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Nachdem ich die Beschreibung des Hörbuches gelesen habe, wusste ich, die Idee dahinter ist so abgefahren und schräg - ich muss es einfach les... ähm... hören! Denn obwohl ich keine Ahnung vom Hacken oder ...

Nachdem ich die Beschreibung des Hörbuches gelesen habe, wusste ich, die Idee dahinter ist so abgefahren und schräg - ich muss es einfach les... ähm... hören! Denn obwohl ich keine Ahnung vom Hacken oder überhaupt irgendwelchem Computer-Kram habe, war doch der Gedanke, die Realität einfach durch ein paar Änderungen im Programm zu verändern, irgendwie cool.

Aber apropos Technik: Anfangs hatte ich Angst, ich bekomme das mit dem Download nicht hin. Völliger Quatsch, denn das ist idiotensicher. Einfach schnell die App von Audible downloaden und dann gehts schon los. Bedienen lässt sich die App rein intuitiv.

In die Geschichte kam ich sehr gut rein, die Lesestimme von Marco Sven Reinbold war wirklich sehr angenehm. Und er hat ein großes Repertoire an verschiedenen Stimmen, sodass man immer genau wusste, welchen Charakter er gerade darstellt. Dadurch kann ich mir vorstellen, dass das Hörbuch fast lustiger ist als das Buch zu lesen. Denn der Sprecher unterstreicht mit seiner Art nochml besonders die witzigen Stellen des Buches.

Natürlich ist Martin die Hauptfigur. Er ist ein einsamer Nerd, der nicht wirklich was auf die Reihe bekommt, bis er eines Tages ein Programm entdeckt, mit dem er die Welt verändern kann. Weil er sich aber auch hier nicht gerade schlau anstellt, wird er bald von den Regierungsbehörden gesucht und muss in die Vergangenheit flüchten. Er sucht sich dafür das Mittelalter aus, eine Zeit, in der zumindest in England Zauberer hoch angesehen sind. Aber natürlich kommt alles anders, als man denkt...

Der Großteil des Buches behandelt einfach nur die Situation von Martin, wie er sich im Mittelalter einlebt und nach und nach seine "Zauberfähigkeiten" verbessert. Aus diesem Grund eignet sich das Buch super zum anhören, denn man kann zwischendrin stoppen und es ein paar Tage zur Seite legen und ist trotzdem sofort in der Geschichte drin. Man muss keine Angst haben, bis zum weiterhören wichtige Details zu vergessen oder den Anschluss nicht mehr zu finden. Erst gegen Ende des Buches spitzen sich dann die Ereignisse zu.

Und hier kommt auch mein einziger Kritikpunkt. Am Ende geht dann alles Schlag auf Schlag, sodass man sich extrem konzentrieren muss, um alles mitzubekommen bzw. sich in die Situation hineinzuversetzen. Vor allem beim "End-Kampf" habe ich mich extrem schwer getan. Hier hätte es ruhig etwas geraffter sein können und dafür nicht so vollgestopft mit Details.

An sich war ich aber wirklich überrascht, wie viel Spaß Hörbuch hören macht. Ich denke "Plötzlich Zauberer" ist nicht nur was für erfahrene Hörbuchhörer, sondern auch für Einsteiger wie mich. Ich würde gut unterhalten, habe Martin und die anderen verschrobenen Nerds in mein Herz geschlossen und vergebe deswegen 4 Sterne!

Veröffentlicht am 01.10.2016

Spannung und ganz viel Mystik

Teufelsgold
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Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem eine Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt einem Kunden prophezeit, dass zwei Brüder durch ein Geheimnis verbunden sind, aber nur einer überleben wird. Ein spannender ...

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem eine Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt einem Kunden prophezeit, dass zwei Brüder durch ein Geheimnis verbunden sind, aber nur einer überleben wird. Ein spannender Beginn, denn man lernt schnell die beiden Brüder kennen und hat dann das ganze Buch über Zeit zu mutmaßen, wer denn sein Leben lassen muss.

Danach gibt es erstmal einen Sprung in die Vergangenheit und das Geheimnis um das „Teufelsgold“ wird gelüftet. Dies geschieht immer wieder durch historische Texte, die geschickt in die Gesamtgeschichte eingebunden werden – die Hauptfigur Hendrik liest diese nämlich.
Hier hat Andreas Eschbach wirklich Geschick bewiesen. Durch die historischen Passagen wird der Leser nämlich nicht nur über die Hintergründe aufgeklärt. Sie unterscheiden sich nämlich so in der Sprache, dass man sie für authentisch halten könnte. Das löst dann doch mal Gänsehaut aus – denn er weiß schon, was Wahrheit und Fiktion ist... Und obwohl dem Schreibstil hier ein Hauch von Historik anhaftet, lassen sie sich sehr gut lesen und sind verständlich. Ich las Germanistin habe mich immer sehr über die alten, heute nicht mehr gebräuchlichen Verbformen wie „frug“ statt „fragte“ gefreut. Außerdem verursachen diese Textteile auch immer kleine Cliffhanger. Wie der Protagonist bekommt auch der Leser nur nach und nach kleine Bröckchen hingeworfen, sodass sich erst am Ende ein richtiges Gesamtbild ergibt.

Ich gebe aber zu: Gerade am Anfang hat mir der Thrill etwas gefehlt. Es war eine spannende Erzählung, aber so richtig zur Sache geht es erst ab der Hälfte des Buches. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Alchemie, die Gier nach Gold, Reichtum und Macht sowie alte, schon lang in Vergessenheit geratene Ritterorden treffen aufeinander. Unerklärliche Geschehnisse treffen auf Rationalität, aber auch dem Leser fällt es schwer, den Unterschied zu erkennen.

Schwer gefallen ist mir auch, mit dem Protagnisten Hendrik zu sympathisieren. Während er am Anfang noch Mr. Charming ist, wird er doch mit Kapitel zu Kapitel zu einem selbstsüchtigen Idioten, dem ich sicher nichts Gutes mehr gewünscht habe. Normalerweise ist es für mich ja ein No-Go, wenn ich die Hauptperson nicht mag. Hier ging es erstaunlicherweise trotzdem ganz gut, denn ich habe den Spieß einfach umgedreht und mitgefiebert, dass er auf die Nase fällt... Auch mal nicht schlecht.

Nur mit dem Ende konnte ich mich dann nicht anfreunden. Denn es wird immer mystischer und phantastischer, es zieht es auch etwas hin. Die Aufklärung an sich macht zwar Sinn, trotzdem bleiben für mich einfach noch Fragen offen – und das bin ich von den Eschbach-Büchern, die ich bisher gelesen habe, ehrlich gesagt nicht gewohnt.

Insgesamt war es trotzdem ein tolles Buch. Der Autor hat es geschafft, die Alchemie in das 21. Jahrhundert zu bringen und mich damit gut unterhalten. Von mir gibt’s 4 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Recherche
  • Cover
Veröffentlicht am 24.09.2016

Überwinde deinen Schweinehund

Gestern hast du „morgen“ gesagt – Das 5-Stufen-Trainingsprogramm mit dem eigenen Körpergewicht
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Ich gebe es zu: Ich bin ein richtiger Sportmuffel. Das Fitnessstudio ist nichts für mich, aber um mich trotzdem ein bisschen zu motivieren, habe ich mich für dieses Buch entschieden. Das tolle ist, dass ...

Ich gebe es zu: Ich bin ein richtiger Sportmuffel. Das Fitnessstudio ist nichts für mich, aber um mich trotzdem ein bisschen zu motivieren, habe ich mich für dieses Buch entschieden. Das tolle ist, dass man alle Übungen zu Hause machen kann und auch der Zeitplan mit 3 mal 30 Minuten in der Woche ist generell machbar. Nur leider muss man sich auch hier aufraffen, um es zu tun. Aber das ist ja überall so.
Das Buch steigt mit allgemeinen und motivierenden Worten ein und das Trainingskonzept wird gut erklärt.
Sehr gut gefallen hat mir, dass es erst einen Eingangstest gibt, bei dem man testen kann, wie fit bzw. stark man ist. Über mein Ergebnis möchte ich an dieser Stelle nicht reden - aber gut, irgendwo muss man ja anfangen :)
Das eigentliche Trainingsprogramm hat dann 5 verschiedene Stufen. Man steigt bei der ersten ein und arbeitet sich langsam hoch. Das tolle ist, dass es keinen starren Zeitplan gibt - man geht erst zur nächsten Stufe über, wenn man sich mit einer unterfordert fühlt. Ich werde mich noch ein bisschen in Stufe 1 aufhalten... Jede Stufe besteht aus verschiedenen Übungen. Diese sind gut erklärt und bebildert. So erfährt man die Ausgangssituation und anschließend die Durchführung. Leider kann ich nicht vor einem Spiegel trainieren, das heißt die Kontrolle meiner Haltung ist manchmal etwas schwierig. Ich denke aber, ich bekomme das ganz gut hin.
Schön ist, dass es nicht nur ein reines Trainingsbuch ist, sondern auch viele Rezepte bieten. Nach einem ausführlichen Ernährungsteil findet man allerlei 10-Minuten-Rezepte. Leider sind in vielen Rezepten Bananen und Fisch enthalten - zwei Lebensmittel, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Aber dennoch ist für jeden etwas dabei. Wahrscheinlich muss man aber erst einmal den Supermarkt plündern, da sie manchmal etwas exotischere Zutaten enthalten, die man jetzt nicht unbedingt zuhause hat.
Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut und ich hoffe, dass ich weiterhin motiviert bleibe!