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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2022

Großartiger Abschluss einer großartigen Reihe

Der Pakt der Bücher
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Der Pakt der Bücher ist der zweite Teil der Spin-Off-Serie und somit der fünfte Teil der Seiten der Welt-Reihe von Kai Meyer und was soll ich sagen? Genau wie die anderen vier Bücher zuvor, habe ich auch ...

Der Pakt der Bücher ist der zweite Teil der Spin-Off-Serie und somit der fünfte Teil der Seiten der Welt-Reihe von Kai Meyer und was soll ich sagen? Genau wie die anderen vier Bücher zuvor, habe ich auch diesen letzten Teil einfach nur verschlungen und geliebt.

Nach den Ereignissen im ersten Band, haben sich Mercy und ihre Freunde endlich am Cecil Court eingelebt und der Buchladen läuft langsam an. Jedoch nimmt Mercy um sich und die anderen über Wasser zu halten immer noch gelegentlich Aufträge an. Als Cedric de Astarac erneut auftaucht und ihr das letzte Kapitel des Flaschenpostbuches bringt, findet sich Mercy plötzlich inmitten von Intrigen der Adamitischen Akademie und der einzelnen regierenden Adelshäuser wieder und es ist unsicher ob alle lebend herauskommen.

Der Roman war unglaublich spannend und ich habe ihn kaum aus der Hand gelegt. Neben den individuellen Charakteren und Meyers gewohntem bildgewaltigen Schreib- und Erzählstil, hat er auch mal wieder mit einer absolut bunten und unvorhersehbaren Story überzeugt. Die ganze Reihe um Die Seiten der Welt lohnt sich, aber vor allem dieser letzte Band hat es mir angetan und mich traurig zurückgelassen, weil das wohl das letzte Mal war, dass ich in diese Welt hineinschnuppern durfte. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Auf seltsame Art gut

Cat Person
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Nach der ersten Kurzgeschichte war ich sehr positiv gestimmt. Cat Person ist ein gutes Buch für unterwegs. Die einzelnen Geschichten sind kurz und in sich abgeschlossen, sodass man selten an einem Spannungshöhepunkt ...

Nach der ersten Kurzgeschichte war ich sehr positiv gestimmt. Cat Person ist ein gutes Buch für unterwegs. Die einzelnen Geschichten sind kurz und in sich abgeschlossen, sodass man selten an einem Spannungshöhepunkt aufhören muss, wenn das echte Leben wieder anklopft. Die einzelnen Kapitel hatten oft die Atmosphäre einer Black-Mirror-Episode und teilweise waren sie auch recht blutig und brutal. Manchmal war ich auch ein bisschen angeekelt, was mir selten passiert, da ich eigentlich auch viel im Horror-Genre lese.

Jetzt, wo ich fertig mit dem Lesen bin, bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits habe ich nicht mal zwei Tage für die knapp 300 Seiten gebraucht, andererseits hat mich keine der Geschichten so wirklich umgehauen oder gefesselt. Der Schreibstil ist sehr gut, der Erzählstil dafür sehr verwirrend. Aber eins muss man dem Buch lassen: Es ist definitiv besonders und einzigartig. Lesen lohnt sich insofern, dass man danach auf jeden Fall Diskussionsmaterial hat, also vielleicht ein gutes Buch für einen Buddy-Read?

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Was unterscheidet unbeliebte Motten von beliebten Schmetterlingen?

Misfits
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Das Cover hat Stil, ist aber unscheinbar im Vergleich zu dem gewaltigen Inhalt. So besteht Coels Manifest aus vielen Gegensätzen, unter anderem sehr viel Input und Information auf sehr wenigen Seiten. ...

Das Cover hat Stil, ist aber unscheinbar im Vergleich zu dem gewaltigen Inhalt. So besteht Coels Manifest aus vielen Gegensätzen, unter anderem sehr viel Input und Information auf sehr wenigen Seiten. Sehr lange Gedanken im Nachgang zu einem eher kurzen Werk.



Den Meinungen einiger anderer Rezensenten, dass MISFITS zu kurz sei, kann ich nicht zustimmen. Für mein Empfinden hat der Vortrag genau die richtige Länge, denn das ist es, kein Roman, sondern ein informativer Vortrag.



"Ist es wichtig, dass Stimmen, die daran gewöhnt sind, unterbrochen zu werden, wenigstens einmal die Erfahrung machen, etwas ohne Unterbrechung zu schreiben?" (MISFITS, S. 71)



Meine Antwort dazu ist ja. Ich habe angefangen das Werk zu lesen und es erst wieder weggelegt, als ich auf der letzten Seite angekommen war. Auch wenn ich mit der Einleitung und der Beschreibung eines sehr wirren Traumes zunächst nichts anfangen konnte, hat Michaela Coel mich mit ihrem Vortrag total aus den Socken gehauen. Sie spricht unangenehme Themen an: Mobbing, Ausgrenzung, Rassismus, Sexismus, etc. Aber sie kritisiert nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst. Die Lösung, bzw. ein Lösungsansatz: Transparenz. Und diese versucht sie auf beeindruckende Weise durchzuziehen.



Meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Gedankenansatz von einer großartigen Frau, den ich jedem zum Lesen nahe legen werde.

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Einer der besten Fantasyromane seit langem!

Das Zeitalter der Drachen
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Was soll ich sagen? Nachdem Jenny-May Nuyen mich mit ihrem letzten Roman "Kalt wie Schnee, Hart wie Eisen" nicht ganz abholen konnte, wurde ich nun total geflasht. Dieser Roman hat auf seinen etwas mehr ...

Was soll ich sagen? Nachdem Jenny-May Nuyen mich mit ihrem letzten Roman "Kalt wie Schnee, Hart wie Eisen" nicht ganz abholen konnte, wurde ich nun total geflasht. Dieser Roman hat auf seinen etwas mehr als 400 Seiten so viel Wortgewalt und Worldbuilding wie ich es selten zuvor erlebt habe.

Für Drachen-Fans ein absolutes Muss, wobei die Drachen hier sogar noch den Twist bekommen, einmal menschlich gewesen zu sein, was sowohl ihre Intelligenz erklärt, als auch ihnen Charaktertiefe verleiht. Der Aufbau der Geschichte spielt sich in der Gegenwart aus der Sicht von Nireka ab, aber auch in den Erinnerungen des Drachen Aylen. Die Charaktere sind bunt und vielfältig, sie haben Tiefgang, es gibt unerwartete Handlungswendungen und die Welt ist so gut beschrieben, dass man förmlich eintaucht. Das Buch hat mich bereits im Prolog gefesselt.

Mehr kann ich ohne zu spoilern gar nicht verraten, also hier eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Zwischen loderndem Feuer und ewigem Eis

Das kalte Reich des Silbers
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Es war mein erstes Buch von Naomi Novik und ich wurde nicht enttäuscht. Neben einem wirklich wunderschönen Cover, konnte mich bereits der Klappentext in seinen Bann ziehen und die 576 Seiten kamen mir ...

Es war mein erstes Buch von Naomi Novik und ich wurde nicht enttäuscht. Neben einem wirklich wunderschönen Cover, konnte mich bereits der Klappentext in seinen Bann ziehen und die 576 Seiten kamen mir vor wie vielleicht höchstens 200 an der Zahl.

Mirjem wächst als jüdische Tochter eines viel zu gutmütigen Geldverleihers in ärmsten Verhältnissen auf. Als ihre Mutter eines Winters aufgrund der Nahrungsknappheit und Kälte erkrankt, übernimmt sie kurzerhand die Arbeit ihres Vaters und ist damit mehr als nur erfolgreich. In kürzester Zeit spricht sich bereits herum, dass sie Silber in Gold verwandeln könne. Das lockt den König der Elfen (Staryk) aus seinem Winterreich und nachdem Mirjem dreimal durch kluge Geschäfte bewiesen hat, dass sie sein Silber in Gold "verwandeln" kann, entführt er sie in seinen Berg. Kann der ewige Winter, den die Staryk bringen noch aufgehalten werden?

Der Einstieg gelingt schnell. Besonders die verschiedenen Perspektiven sind der Autorin sehr gut gelungen. Bereits nach nur einem Satz weiß man, aus wessen Sicht man die Geschichte gerade erzählt bekommt. Die Handlungsstränge verlaufen parallel und manchmal auch zusammen und heizen die Spannung durchgehend an. Ich mochte wirklich alles an diesem Werk.

Für mich ein echtes Fantasy-Highlight und eine Leseempfehlung wert!

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