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Veröffentlicht am 08.06.2023

Interessant, aber zu langatmig

Der Knochensplitterpalast
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„Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ ist der erste Band der Drowning-Empire-Reihe von Andrea Stewart und verspricht High Fantasy in einer asiatischen Inselwelt. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch ...

„Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ ist der erste Band der Drowning-Empire-Reihe von Andrea Stewart und verspricht High Fantasy in einer asiatischen Inselwelt. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, nicht nur wegen des wunderschönen Covers, sondern auch aufgrund des vielversprechenden Klappentextes. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es sich um High Fantasy handelt, also keine leichte Lektüre für zwischendurch.

Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und einnehmend. Die Charaktere sind auf vielfältige Art und Weise ausgearbeitet, mit viel Liebe zum Detail. Besonders Lin und Ranami haben mich begeistert. Lin erscheint kraftvoll und mutig, immer bereit, sich Herausforderungen zu stellen, und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist beeindruckend. Die Autorin hat hier eine komplexe Welt mit vielen Facetten und einer reichen Magie geschaffen. Aber: Es gibt zu viele verschiedene Storylines, die sich teilweise verwirrend überlagern, und ein komplexes Magiesystem, das erst nach vielen Seiten vollständig verstanden wird. Dies kann zu Beginn zu Verwirrung und Unklarheit führen und erfordert Geduld, um sich vollständig in die Welt einzufinden. Die Kreaturen in der Geschichte sind abschreckend und gleichzeitig wunderschön, und die Vielfalt und Detailtreue, mit der sie beschrieben werden, war ehrlich beeindruckend.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht leicht, da es schlicht zu viel zu entdecken gab und die vielen Perspektiven schwer zu erfassen sind. Die ersten 400 Seiten des Buches plätschern eher dahin und es dauert eine Weile, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Erst gegen Ende des Buches wird es richtig spannend und es gibt einige Wendungen und Enthüllungen, die das Interesse des Lesers wecken.

Die Autorin geht auch sehr ins Detail, sei es bei der Beschreibung der Umgebung, der zwischenmenschlichen Beziehungen oder der Kämpfe, die ausgetragen werden müssen. Leider gab es auch dadurch Längen in der Geschichte, die den Lesefluss hemmten und die Spannung nur gelegentlich aufkommen ließen. Es dauerte eine Weile, bis wirklich gravierende Ereignisse stattfanden, was für mich persönlich zu langwierig und anstrengend war. Mir fehlte die Bissigkeit, Energie und Leidenschaft, die ich mir bei einem solche starken Setting gewünscht hätte. All das bekam ich leider erst am Ende, dabei hätte ich mir genau diese Erzählweise die ganze Zeit über gewünscht.

Die Thematik der Geschichte finde ich aber unglaublich interessant, insbesondere die Knochensplittermagie, und ich bin schon neugierig, wie es in den nächsten Bänden weitergeht.

Allerdings stellt sich die Frage, ob es das wert ist, sich durch so viele langatmige Seiten zu quälen. Die langsame Entwicklung der Handlung und die vielen Längen können das Lesevergnügen beeinträchtigen und den Leser herausfordern.

Fazit
Insgesamt bietet „Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ eine interessante Grundidee und eine fesselnde Hauptperspektive. Die Komplexität des Magiesystems und die Vielzahl an Storylines können jedoch verwirrend wirken und erfordern Geduld. Die langsame Entwicklung der Handlung bis zum spannenden Ende und die vielen langatmigen Seiten können das Leseerlebnis trüben. Trotzdem hinterlässt das Buch einen gewissen Eindruck und weckt Interesse für die Fortsetzung der Reihe.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 06.06.2023

Der rote Faden fehlt (wieder mal)

The Atlas Paradox
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"The Atlas Paradox" ist der zweite Band der The Atlas Trilogie von Olivie Blake. Nachdem ich im April dieses Jahres "Atlas Six" gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band, und ich wurde ...

"The Atlas Paradox" ist der zweite Band der The Atlas Trilogie von Olivie Blake. Nachdem ich im April dieses Jahres "Atlas Six" gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band, und ich wurde nicht enttäuscht. Diese Buchreihe passt meiner Meinung nach perfekt in den Herbst, da sie eine starke akademische Atmosphäre hat.

Erneut hat es mir gefallen, dass Illustrationen sogar im E-Book enthalten waren. Der Schreibstil war genauso gut wie im ersten Buch. Ich mag die wissenschaftlichen Aspekte und obwohl ich vielleicht nicht alles verstanden habe, habe ich dennoch meine Zeit genossen. Allerdings gab es zu viele akademische Themen, aber zu wenige Erklärungen, wie sie für die Handlung relevant sein könnten.

Das größte Problem für mich war, dass ich die Chemie zwischen bestimmten Paaren nicht vollständig gespürt habe. Bereits im ersten Buch hatte ich dieses Problem mit einer bestimmten Gruppenszene. Generell konnte ich mich auch im zweiten Buch nicht wirklich mit den Charakteren anfreunden. Die Antagonisten werden mir langsam sympathischer, während viele der eigentlichen Protagonisten mich mit ihrem Egoismus und ihrer Selbstverliebtheit nur genervt haben. Charakterlich sind sie bis auf wenige Ausnahmen alle nicht mein Geschmack, weshalb es mir schwerfällt, mich mit ihnen zu identifizieren.

Der Schreibstil ist auch dieses Mal an vielen Stellen zäh, und die Handlung ist zwar actionreich, aber trotzdem langatmig und langweilig. Meiner Meinung nach schafft es die Autorin erst am Ende, wirklich Spannung aufzubauen, obwohl schon zu Beginn so viel Interessantes passiert! Leider gelingt es ihr nicht, dies angemessen rüberzubringen, und man taumelt von Plot-Twist zu Plot-Twist, fühlt sich aber dabei irgendwie gleichgültig.

Der Cliffhanger war gelungen und ich freue mich auf den dritten Band.

"The Atlas Paradox" von Olivie Blake ist ein Buch, das trotz einiger positiver Aspekte auch mit einigen negativen Punkten zu kämpfen hat. Die zu vielen akademischen Themen ohne ausreichende Erklärungen und die mangelnde Chemie zwischen den Charakteren waren für mich enttäuschend. Der Schreibstil war an einigen Stellen zäh, und die Handlung konnte mich nicht immer fesseln. Trotzdem war der Cliffhanger am Ende des Buches vielversprechend und lässt mich gespannt auf den dritten Band warten.

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Veröffentlicht am 15.05.2023

Eine vielversprechende Idee, aber mit Schwächen in der Umsetzung

A Whispered Curse
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„A whispered Curse“ von Livia Haydon hat mich zunächst mit einer spannenden Idee und einem angenehm lockeren Schreibstil begeistert, konnte mich jedoch letztendlich nicht vollständig überzeugen. Aufgrund ...

„A whispered Curse“ von Livia Haydon hat mich zunächst mit einer spannenden Idee und einem angenehm lockeren Schreibstil begeistert, konnte mich jedoch letztendlich nicht vollständig überzeugen. Aufgrund des Klappentextes und des Covers hatte ich andere Erwartungen an das Buch. Ich hatte mehr Mystery und Fantasy mit einer gehörigen Portion Spannung erwartet, aber letztendlich wurde mir viel Romance und wenig Spice geboten. Das war nicht unbedingt schlecht, aber der Klappentext war doch etwas irreführend und sorgte deshalb für Verwirrung.

Der Love Interest Darien hat mir sehr gut gefallen, da er nicht dem typischen Klischee des Bad Boys entsprach. Stattdessen war er charmant, fürsorglich und verständnisvoll. Obwohl er nach außen hin wie ein Weiberheld wirkt, offenbarten seine Handlungen schnell eine andere Seite. Die Protagonistin hingegen konnte bei mir viele Sympathiepunkte verspielen, als sie mit dem Satz „du ekelst mich an“ auf Dariens Geheimnis reagierte. Dies war weder besonders erwachsen, sondern einfach unglaublich toxisch und definitiv nicht die Antwort, die man sich von einem Partner wünschen würde.

Das Ende des Buches kam dann sehr abrupt, und es wurden interessante neue Charaktere eingeführt, von denen ich gerne mehr erfahren hätte (z.B. Darien Familie), da sie mein Interesse geweckt hatten. Leider wurde dies nicht weiter ausgeschöpft. Es ist schade, dass dieses Buch ein Einzelband ist, denn ich hätte es besser gefunden, wenn die Welt noch weiter ausgearbeitet worden wäre. Die paranormalen Elemente treten außerdem erst sehr spät auf, die Liebesgeschichte hingegen entwickelt sich sehr schnell und froh, was dafür sorgt, dass das Verhältnis für mich nicht ausgeglichen war.

Mein Fazit lautet: Die Idee hinter „A whispered curse“ finde ich wirklich gut, und auch der Schreibstil hat mir gefallen. Dennoch wurden einige Möglichkeiten verschenkt, und die Protagonistin wurde zum Ende hin eher nervig. Die Geschichte selbst hat eine großartige Idee, jedoch wurde das volle Potential meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft. Für mich persönlich wirkte es eher wie ein New Adult Buch mit einigen paranormalen Elementen. Daher gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.

Dieses Buch ist etwas für Leserinnen und Leser, die Geschichten wie „Dark Elements“ oder „Kingdom of the Wicked“ mögen und vielleicht auch mal eine paranormale Geschichte mit einfachem Plot ausprobieren möchten.

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Veröffentlicht am 16.01.2023

Zu wenig Spannung

Das Reich der Klingen - Realm Breaker 2
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Victoria Aveyard hat mich mit ihrer Red-Queen-Reihe schon vor Jahren begeistert und ihre neue Fantasy-Reihe ist ein echter Epos geworden. Die Reale-Breaker-Reihe hat ein unfassbares Potential – was jedoch ...

Victoria Aveyard hat mich mit ihrer Red-Queen-Reihe schon vor Jahren begeistert und ihre neue Fantasy-Reihe ist ein echter Epos geworden. Die Reale-Breaker-Reihe hat ein unfassbares Potential – was jedoch leider etwas verschenkt wurde. Bereits Band 1 konnte mit faszinieren, aber nicht fesseln und landete deshalb auf meiner Liste der großen Enttäuschungen in 2022. Band 2 macht es nicht unbedingt besser: Es gibt viele Längen, anstrengende Passagen und viel gewollte Spannung, die aber bei mir nicht wirklich ankam. Alles in allem war auch Reals Brecher 2 wieder eine Enttäuschung. Allein das Ende bringt mich noch dazu, dran bleiben zu wollen. Aber ob sich das wirklich lohnen wird?

Was ist an der Reihe grundsätzlich sehr schätze, ist die detaillierte Ausarbeitung der Charaktere und ihre Entwicklung: Hier hat Aveyard sehr deutlich viele Gedanken und viel Zeit hinein investiert und das hat sich teilweise auch gelohnt. Wenn man konzentriert ist und bei der Sache bleibt, kann man sehr gut in die verschiedenen Personen und ihre Gedanken eintauchen und fiebert auch mit ihnen mit. Leider hat es mir die Vielzahl an Ereignissen, Beschreibungen und auch anderen Figuren sehr erschwert, da bei der Sache zu bleiben. Ein 600 Seiten dickes Buch braucht eine Gewisse Grundspannung, damit man eben am Ball bleibt und das hat diese Reihe leider bisher so gar nicht. Immer wieder bin ich beim Lesen gedanklich abgeschweift und musste so manche Passage mehrmals lesen. Der Schreibstil ist so detailreich, dass einem vieles nicht sinnvoll vorkommt und manche simplen Handlungsstränge werden so unnötig in die Länge gezogen. Nach den ersten 300 Seiten möchte man wirklich nicht mehr weiterlesen. Ich bin dran geblieben, weil ich ungerne Bücher abbreche, aber ich denke, nicht alle werden diese Ausdauer besitzen. Wirklich gut gefielen mir nur die letzten 200 Seiten, denn hier war alles so, wie es im gesamten Buch hätte sein müssen: Es gab Spannung, weniger unnötige Details, tolle Charakterentwicklungen und einen Menge Emotionen. Ob ich auch Band 3 lesen werde? Ich bin mir noch nicht sicher…

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Ganz anders, als erwartet

Die Bibliothek von Edinburgh
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„Die Bibliothek von Edinburgh“ hat mich einen ganzen Monat lang begleitet, denn ich habe drei Wochen gebraucht, um in das Buch hineinzufinden – um es dann in nur zwei Tagen komplett zu beenden. Anhand ...

„Die Bibliothek von Edinburgh“ hat mich einen ganzen Monat lang begleitet, denn ich habe drei Wochen gebraucht, um in das Buch hineinzufinden – um es dann in nur zwei Tagen komplett zu beenden. Anhand meines Leseverhaltens merkt man vielleicht: Dieses Buch lässt mich im Zwiespalt zurück. Denn die ersten 100 Seiten waren leider wirklich nicht mein Ding, ich musste mich durch die Seiten zwingen. Ich hatte so meine Sympathie-Probleme mit der Protagonistin, aber ganz besonders mit dem Schreibstil. Dieser ist kurz, emotionslos und sehr direkt, manchmal etwas direkt und umcharmant. Das passte für mich am Anfang so gar nicht zu der Erwartung, die ich aufgrund des Klappentextes an das Buch hatte. Ich hatte mir eine gemütliche Atmosphäre in einem verregneten Edinburgh vorgestellt, mit kleinen gruseligen Geistermomenten und ganz viel Magie und Geheimnissen in einer alten Bibliothek.

Tatsächlich ist das Edinburgh, dass wir hier kennenlernen, scheinbar geprägt von einer weltweiten Katastrophe. Konkret wird nicht angesprochen was passiert ist, jedoch lebt seitdem ein Großteil der Bevölkerung in Armut und nur ein kleiner Teil der Gesellschaft profitiert von Strom oder genug Essen. Ropa und ihre kleine Familie sind auch betroffen von jener Armut, und diese Bitterkeit des Lebens scheint sich eben auch auf Ropas Gemüt ausgewirkt zu haben. Je besser man ihre Umstände und ihre Welt kennenlernt, desto besser versteht man sie und ich fand sie am Ende dann doch ein Stück sympathisch. Bis dahin hat es aber eine ganze Weil gedauert. Sie verrichtet verschiedene Jobs die mit der Geisterwelt in Verbindung stehen und bringt sich dabei regelmäßig in Gefahr. Diese Jobs nehmen einen Großteil des Buches ein und führen am Ende auch zu einem großen und spannenden Finale, das ich so nicht erwartet hätte. Jedoch war der Anteil der Bibliothek der Toten (nach der das Buch ja auch benannt ist) wirklich extrem gering, und das hat mich sehr enttäuscht. Denn die paar kleinen Häppchen die ich über diese Bibliothek und die Magie zu lesen bekomme habe, waren seeehr vielversprechend.

Da mich das Ende dann doch noch fesseln konnte, möchte ich doch gerne noch Band 2 lesen. Denn zum einen hoffe ich hier auf noch mehr Magie und zum anderen scheint Ropa bald eine interessante Entwicklung durchzumachen, die sich hier schon etwas andeutet. Und das möchte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Insgesamt war der erste Band aber doch sehr schwach und führt mit seinem Titel und dem Klappentext doch auf eine völlig falsche Fährte.

Wenn ihr offen für eine etwas andere Geistergeschichte mit ein bisschen Magie seid, dann versucht euch gerne an diesem Buch. Ich habe das Gefühl, es hat Potential – ob es das auch ausschöpft, sehe ich hoffentlich dann in Band 2.

3/5 Sterne

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