Cover-Bild «Ich habe das Internet gelöscht!»
10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Humor
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 20.01.2017
  • ISBN: 9783499631894
Philipp Spielbusch

«Ich habe das Internet gelöscht!»

Aus dem Alltag eines IT-Dienstleisters

„Was haben Sie gemacht?“
„Nix!“
Diese Antwort kommt immer als erstes. Häufig so schnell, da habe ich das Wort „gemacht“ noch gar nicht ausgesprochen. Die Kunden klingen dann wieder wie Schüler, die vom Lehrer beim Rauchen erwischt wurden und so tun, als wäre nichts gewesen, während ihnen die Wölkchen aus Nase und Ohren puffen.
Wenn der Familienrechner den Geist aufgibt, beim Autohändler der Internetzugang nicht mehr funktioniert oder sich ältere Damen plötzlich ins Abenteuer Photoshop stürzen und dabei so munter wie schamfrei pikante Bilder öffnen, ist Computer-Experte Philipp Spielbusch zur Stelle. Dabei erlebt er Erstaunliches: Denn zu seinem Job gehört nicht nur die therapeutische Begleitung eines Verschwörungstheoretikers, der panische Angst vor dem großen Lauschangriff hat, sondern auch betreutes Klicken für cholerische Kunden, wenn sich am Rechner mal wieder – ganz ohne eigenes Zutun! – alles komplett verstellt hat.
Ein schelmischer Blick auf die komplizierte Beziehung zwischen Mensch und Technik.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2018

Lustige wie träge Stellen gaben sich die Hand und führten zu einem guten Mix

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--Aus dem Klappentext

In dem Buch schreibt Philipp Spielbusch über seine eigenen Erfahrungen aus seinem Leben als IT-Dienstleister. Wie es ist, wenn seine Mutter anruft, weil sie nicht mit dem elektronischen ...

--Aus dem Klappentext

In dem Buch schreibt Philipp Spielbusch über seine eigenen Erfahrungen aus seinem Leben als IT-Dienstleister. Wie es ist, wenn seine Mutter anruft, weil sie nicht mit dem elektronischen Adressbuch klarkommt. Ok, Philipp sollte es anlegen und kam aufgrund seiner Arbeit nicht dazu. Aber nicht schlimm, das Buch liegt ja in der Teeküche – oder wie die Reinigungskraft es nennen würde: Dem Schlund der Hölle. Denn betreten kann man diesen Raum sicher schon seit Jahren nicht mehr.

Dann sind da noch die vielen Kunden. Der Autohändler, der mit einem Problem anruft und dann immer wieder in den Hörer brüllt, da sein Lehrling die falschen Reifen aufziehen will. Ja, das passiert im Buch nicht nur ein Mal! Oder der Inhaber des Landmarkts, der ungern die Rechnungen für Wartungsarbeiten zahlen möchte, weil er den IT-Dienstleister ja nicht vor Ort sehen konnte. Gibt ja auch keine Fernwartung! Oder die nette, ältere Kundin mit den nicht ganz so jugendfreien Bildern auf dem Rechner. Ich glaube, das wollte Philipp nicht von seiner Kundin wissen.

Und was wäre das Buch ohne den kleinen Verschwörungstheoretiker der hinter jeder „abnormen“ Einstellung am Rechner den Bundestrojaner vermutet? Für all die Leistungen, die hier Philipp und sein Kollege Wulf erbringen, muss Jonas keinen Cent zahlen. Dafür versorgt er sie ja mit Unmengen Süßkram, Pizza und ein wenig Unterhaltung im recht stressigen Alltag.

--Meine Meinung zu dem Alltag des IT-Dienstleisters

Es gab tatsächlich viele Stellen, die ich echt unterhaltsam fand. Man muss hier aber dazu sagen, dass ich – ohne es genau benennen zu können – etwas anderes erwartet habe. Doch es dreht sich tatsächlich alles rund um den normalen Alltag eines IT-Dienstleisters. Von der Mutter, die das Internet gelöscht hat. Über den Automechaniker, der mal wieder keine Verbindung zum Netz hat. Bis hin zur Kundin, die Photoshop installiert haben möchte.

Dabei steht Philipp seinen Kunden stets zur Seite. Auch wenn es mal nicht explizit um den Rechner geht.

Untermalt wird das Buch mit Tipps zum Umgang mit Kunden sowie mit einer Menge Nebenwissen rund um die IT-Welt wie DLL-Dateien, LTE und Bitcoin. Leider waren gerade diese Felder, die den Text recht oft unterbrachen und das eine oder andere Mal sogar über 3 (!!!) ganze Seiten ging, meiner Meinung nach sehr störend. Damit war ich aus dem Lesefluss, vom Inhalt abgelenkt und spätestens nach der Hälfte des Buches so genervt, dass ich diese Felder einfach überlas.

Was mir aber am Besten gefiel war der Teil mit dem 1&1-Call Center sowie den vermeindlichen Terroranschlag. Beides kann ich aus tiefsten Herzen nachempfinden! Warum müssen die im Call Center auch stur ihre blöde Liste abarbeiten, pflegen nicht die Daten im System oder sind einfach zu faul diese nachzulesen. Auch ich musste mich damit immer wieder abmühen und fand die Art und Weise wie Philipp damit umging sehr unterhaltsam. Auch wenn es zu seinem Kontrollverlust führte :D

Olaf Altenbüttel sagt: „Sie sind ein böser Mann.“

„Danke“, sage ich.

Wer gern mal etwas Satire aus dem wahren Alltag lesen mag, ist bei diesem Buch genau richtig. An mancher Stelle habe ich zwar nur geschmunzelt, aber vielleicht bin ich selbst durch den Support schon zu abgestumpft.