Cover-Bild Überlieben in 10 Schritten
17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Magellan
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 18.01.2017
  • ISBN: 9783734850141
  • Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Rachel McIntyre

Überlieben in 10 Schritten

Jessika Komina (Übersetzer), Sandra Knuffinke (Übersetzer)

Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2017

Einfach nur klasse!

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rschienen am 18.01.2017 bei Magellan für 17 €


Klappentext: Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser ...

rschienen am 18.01.2017 bei Magellan für 17 €


Klappentext: Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen


Zu Beginn ein riesiges Lob an die Illustratoren für die Gestaltung sowohl des Umschlags als auch des "rohen" Buches. Freue mich sehr, dass "Überlieben in 10 Schritten" mein Regal ziert! Würde es in einer Buchhandlung auf jeden Fall in die Hand nehmen, obwohl ich eigentlich so gar kein Fan der Farbe Pink bin.


Aber nun zum Inhalt: Zu Beginn hatte ich ein wenig mit Rachel McIntyres Schreibstil zu kämpfen. Allerdings hat es sich wirklich gelohnt am Ball zu bleiben, denn die Art und Weise wie die Autorin mit der Sprache jongliert war einfach herrlich. Ein weiteres Lob geht an die beiden Übersetzerinnen (Jessika Komina und Sandra Knuffimke), die es meisterlich verstanden haben, den Charme des Buches mehr als nur zu erhalten. Mehr als nur einmal musste ich über diverse Wortneuschöpfungen oder lustig formulierte Sätze schmunzeln und teilweise auch laut lachen. Die Geschichte hat mir definitiv gute Laune beschert.


Eben diese Wortgewandtheit der Autorin ist es auch, die aus einem nicht wirklich neuen Thema für einen Jugendroman ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen machen, das nicht nur für Leser des Teenageralter geeignet ist. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich im Alter von 16 überhaupt alle Begriffe, die McIntyre Daisy in den Mund legt, verstanden hätte!


Bisweilen war ich doch ein wenig neidisch auf Daisy: auf der einen Seite ihr Vater, der Torten backen kann wie ein Weltmeister, während sie als Verkosterin herhalten darf (muss) und auf der anderen ihre Mutter, die ihr die Kleider auf den Leib schneidert.... Mies!!


Natürlich ist das Buch über weiter Strecken Klischee: die Neue (Daisy) trifft auf gutaussehenden Typen und so weiter, aber durch die spitzen Seitenhiebe unter anderem auch gegenüber ebendiesen Schmachtfetzen und Erotikschinken grenzt sich das Buch klar dagegen ab und kann, ich muss es noch einmal wiederholen durch seinen Wortwitz vieles wettmachen.


Fazit: Ein kurzweilige Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Leben mit jeder Menge Wortwitz!

Veröffentlicht am 24.10.2017

Ein ernstes Thema, das durch den humorvollen Erzählstil etwas Leichtigkeit erzählt

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Klappentext
„‘Er beugte sich vor und ich beugte mich vor und dann BÄM! Nur wir zwei und die dunkle Nacht und wir küssten uns und waren uns ausnahmsweise mal einig. Es fühlte sich absolut richtig an – mein ...

Klappentext
„‘Er beugte sich vor und ich beugte mich vor und dann BÄM! Nur wir zwei und die dunkle Nacht und wir küssten uns und waren uns ausnahmsweise mal einig. Es fühlte sich absolut richtig an – mein ganzer Körper kribbelte, so richtig war es.‘

Daisy könnte nicht glücklicher sein! Toby, der begehrteste Typ am College hat sich ausgerechnet sie ausgesucht – Wolke sieben lässt grüßen! Und er ist ja auch zu süß: Ständig fragt er nach Selfies (sogar mit Oma), schickt ihr Blumen (riesige) und taucht aus dem Nichts auf, um sie zu überraschen. Wobei, irgendwie übertreibt er vielleicht doch ein bisschen …“

Gestaltung
Ich mag die verschiedenen Schriftarten des Titels sehr gerne und auch das Gänseblümchen, dessen Blütenblätter nach unten fallen, gefällt mir gut, weil es schön zur Geschichte passt. Die knallige Hintergrundfarbe ist allerdings nicht unbedingt mein Fall. Ansonsten ist das Cover sehr schlicht gehalten und ein ziemlicher Blickfang. Auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch wie bei jedem Buch des Magellan Verlages liebevoll gestaltet!

Meine Meinung
Da der Klappentext nicht viel über das neue Buch von Rachel McIntyre verrät, hatte ich nur grobe Erwartungen, aber keine wirkliche Vorahnung, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln könnte. Ich rechnete mit einer leichten, lockeren Liebesgeschichte und bekam das auch – in gewisser Weise, denn „Überlieben in 10 Schritten“ befasst sich mit dem ernsten Thema von ungesunden Beziehungen, in denen ein Partner einen anderen beeinflusst und kontrolliert. Gleichzeitig verbindet die Autorin dieses aber mit einem humorvollen Erzählstil, durch den dann doch auch etwas Leichtigkeit in die Geschichte kommt.

In dem Buch geht es um Protagonistin Daisy, die aufs College geht und dort Toby trifft. Er ist gutaussehend, charmant, zuvorkommend, ein Gentleman und so vieles mehr! Eben alles, was sich ein Mädchenherz wünscht! Aber irgendetwas stimmt nicht so recht mit ihm. Zusammen mit Daisy entdeckt der Leser, wie kontrollierend Toby sich in der Beziehung der beiden verhält. Die Autorin hat diesen Charakterzug von ihm wirklich gut eingefangen und beschrieben und ich habe manchmal wirklich ein beklemmendes Gefühl verspürt. So sollte eine Beziehung nicht aussehen!

Allerdings war es für Daisy nicht so leicht, diesen „Knick im Gleichgewicht“ ihrer Beziehung zu erkennen. Vermutlich hätte ich es an ihrer Stelle auch nicht erkannt, denn als Leser ist man noch distanzierter und entdeckt vieles eher, aber manchmal habe ich mich doch dabei erwischt, wie ich mir gewünscht habe, dass die Protagonistin eher hätte erkennen können, dass sie in eine manipulative Beziehung geraten ist. Ich kann allerdings auch nachvollziehen, dass die rosarote Brille und das Alter von Daisy dazu beitragen, dass sie Toby vieles durchgehen lässt, darum war ich manchmal mit mir selber stark im Zwiespalt, wie ich dem Ganzen gegenüberstehen soll.

Daisy ist nämlich gleichzeitig auch schlagfertig und ein sehr lustiger Mensch. Sie bemerkt durchaus, dass Toby manchmal seltsam ist und sagt ihm auch ihre Meinung, aber sie lässt sich auch immer wieder von ihm um den kleinen Finger wickeln. Die Momente, in denen sie sich aufbäumt und die in denen er sie dann wieder besänftigt, sind von der Autorin aber sehr gut konstruiert und miteinander verbunden, sodass ich beim Lesen nicht umhin kam, der Handlung gebannt zu folgen. Dieses Hin und Her zwischen den beiden Figuren hat auf mich eine interessante Wirkung ausgeübt, denn als Leser möchte man wissen, wie es mit den beiden ausgeht…Wird Daisy sich freisagen von Toby? Oder passiert vielleicht sogar etwas Schlimmes?

Zudem mochte ich den Humor, der in der Geschichte steckte. Daisy ist quirlig und schlagfertig und das Buch spiegelt das gut wieder, denn die Geschehnisse werden immer mal wieder sehr unterhaltsam und witzig von Daisy kommentiert. Auch die Späße, die sie mit ihren Freundinnen macht, sind lustig. Richtig toll fand ich auch, dass sie unglaublich kreativ ist, was ihre Wortwahl angeht, denn Daisy verwendet Worte, die man so nicht kennt (wie z.B. schockschön) und die mir dann ein Schmunzeln auf die Lippen zauberten.

Fazit
„Überlieben in 10 Schritten“ greift mit der Beziehung von Daisy und Toby ein ernstes Thema auf, denn es geht um Kontrolle und Manipulation in Beziehungen. Die Autorin verbindet gekonnt Szenen, in denen die Protagonistin sich wehrt mit solchen, in denen sie dem kontrollhaften Toby wieder erliegt. So erschafft das Buch ein für mich realistisches Bild davon, wie es ist, in einer solchen Beziehung gefangen zu sein: man möchte auf sein Bauchgefühl hören, wird aber auch immer wieder eingewickelt. Wird Daisy es schaffen, auf ihr Bauchgefühl zu hören oder wird sie weiter mit rosaroter Brille durch das Leben laufen? Dies sorgt für Spannung und entschädigt auch dafür, dass mich Daisy zu Beginn etwas zwiegespalten hat.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 28.08.2017

bittersüss & glitzinfiziert

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In vielen Jugendbüchern erleben Teenager ihre erste grosse Liebe und schweben dabei auf Wolke 7. Auch in "Überlieben in 10 Schritten" geht es um Liebe, eine Liebe, die erst blind macht, so dass Daisy erst ...

In vielen Jugendbüchern erleben Teenager ihre erste grosse Liebe und schweben dabei auf Wolke 7. Auch in "Überlieben in 10 Schritten" geht es um Liebe, eine Liebe, die erst blind macht, so dass Daisy erst spät merkt, dass sie manipuliert und benutzt wird. Und gerade weil diese Thematik oft totgeschwiegen wird, finde ich McIntyres neustes Werk umso wichtiger.

Die Autorin schafft es sogar, dieses ernste Thema überaus frech und witzig aufzuarbeiten.
Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive der Protagonistin Daisy erzählt. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen mit einem extravaganten Kleidergeschmack und nicht auf den Mund gefallen. So erstaunt es nicht, dass sich "Überlieben in 10 Schritten" frisch liest und gespickt mit witzigen Details ist. Ich muss zugeben, dass ich mich an den sehr jugendlichen Schreibstil erst etwas gewöhnen musste, denn manchmal wurde es mir schon beinahe zu albern. Dazu kommen ausgeprägte Schwärmereien, was jedoch wieder zu Daisy und zur Situation passte.

Als Daisys Freund Matt mit seiner Mutter nach Spanien zieht, beendet sie die Beziehung und ignoriert seine Mails. Um auf andere Gedanken zu kommen, lässt sie sich auf den schockschönen Toby ein, denn sonst hat sie am neuen College noch kaum Freunde. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit, die Toby ihr zukommen lässt.

Toby scheint sehr galant und freundlich zu sein, doch als Leser realisiert man schnell, wie berechnend er ist und je mehr Zeit er mit Daisy verbringt, desto mehr mutiert er zum Kontrollfreak. Aber bemerkt das auch eine verliebte Sechzehnjährige?

Toll finde ich, dass Rachel McIntyre den Fokus nicht nur auf die Liebesgeschichte gelegt hat, sondern auch der Freundschaft zwischen Daisy, Ayesha und Beth genügend Gewicht gibt. Diese wird sehr authentisch dargestellt. Sie haben zehn Regeln festgelegt, die wir in der Geschichte nach und nach erfahren, die letzte rundet sogar das Ende perfekt ab.

Und so ist "Überlieben in 10 Schritten" ein äusserst unterhaltsames Buch mit ernster Thematik. Neben viele Humor erleben wir auch die Kreativität der Autorin, denn sie lässt ihre Protagonistin auch mit eigenen Wortkreationen um sich werfen. So ist Toby schockschön, sie hält einen Leugnolog (Leugnen - Monolog) und einiges ist glitzinfiziert.

Fazit:
bittersüss & glitzinfiziert
"Überlieben in 10 Schritten" ein äusserst unterhaltsames Buch. Es ist schon fast erstaunlich, wie viel Witz Rachel McIntyre in die bittersüsse Liebesgeschichte mit fadem Beigeschmack einfliessen lässt. Manchmal wirkt dies schon etwas überdreht und albern, es passt jedoch gut zur quirligen Protagonistin.

Veröffentlicht am 05.05.2023

Überlieben in 10 Schritten

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Vorab: Meine Erwartungen
Mir war nach einem lockeren "kurzen" Jugendroman, der mich zum Lachen bringen kann.

Meine Meinung
Was ich mir erhofft habe, habe ich auch bekommen! Einen lockeren Jugendroman, ...

Vorab: Meine Erwartungen
Mir war nach einem lockeren "kurzen" Jugendroman, der mich zum Lachen bringen kann.

Meine Meinung
Was ich mir erhofft habe, habe ich auch bekommen! Einen lockeren Jugendroman, der dank eines flüssigen Schreibstils angenehm zu lesen ist. Und dazu auch noch relativ schnell zu lesen ist. Der Schreibstil ist außerdem sehr humorvoll gehalten, so dass Lacher definitiv inklusive sind.
Ab und an mag ich Bücher, die locker gehalten sind. Die zwar auch eine tiefere Ebene haben, aber eben nicht so tief, dass man Ewigkeiten an der Bedeutung nagen muss.
So ist es in diesem Fall. Angenehm, locker.
Wir haben hier eine Teeniefreundschaft zwischen 3 Mädels, die immer für einander da sein wollen und zu diesem Zweck sogar Regeln aufgestellt haben. Eine davon lautet zum Beispiel "Du sollst immer zu deinen Freundinnen halten".
Denn dazu kommen - natürlich - die Themen Jungs und Beziehungen.
Hier kann man für sich gerne die ein oder anderen Dinge mitnehmen. "Du sollst dich nicht für andere verändern". Dabei wird auch klar, dass das erwachsen werden eben nicht so einfach ist und es teilweise auch schwer sein kann zu sich selbst zu stehen. Besonders in der Teenie- oder auch Selbstfindungsphase.
Doch letztendlich gilt in jedem Fall: "Höre immer auf deine Freundinnen".

Fazit
Ein Buch, das mir sehr gut für Zwischendurch gefallen hat. Und das ich gerne weiterempfehlen kann, wenn es mal was lockeres und humorvolles sein darf!

Zitat
"Wenn es aussieht wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann wird es wohl eher keine Giraffe sein."
Seite 63

Veröffentlicht am 22.10.2018

Starkes Thema mit schwächelnder Umsetzung

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Inhalt
Um die Trennung von ihrem Freund Matt zu verarbeiten, entschließt sich Daisy zu einem Neuanfang. Ein Schulwechsel an das Castlefields College soll helfen, macht sie aber erst mal sehr einsam, denn ...

Inhalt
Um die Trennung von ihrem Freund Matt zu verarbeiten, entschließt sich Daisy zu einem Neuanfang. Ein Schulwechsel an das Castlefields College soll helfen, macht sie aber erst mal sehr einsam, denn ohne ihre Freundinnen ist sie eine Außenseiterin. Dann lernt sie allerdings den heißen Toby Smith kennen und endlich scheint sich alles zu bessern. Toby überhäuft sie mit Aufmerksamkeit und überrascht sie mit romantischen Gesten. Sein direktes Interesse schmeichelt Daisy und hilft das gebrochene Herz zu heilen. Toby ist der ideale Freund, wären da nicht diese Momente, in denen er auch ganz anders sein kann.

Meine Meinung
Matt und Daisy waren das perfekte Paar, doch dann zog Matt nach Spanien und die Beziehung zerbrach. Um nicht ständig an ihr erinnert zu werden und endlich keine Uniform mehr tragen zu müssen, entschließt sich Daisy daher zu einem Schulwechsel. Ihre Freundinnen kann sie nach dem Unterricht ja noch immer treffen. Doch das Castlefields College ist nicht so glamourös wie erwartet und Anschluss zu finden gestaltet sich auch nicht ganz so einfach. Die neue Umgebung bietet aber zum Glück genug Ablenkung um die verletzten Gefühle hinter sich zu lassen, vor allem da der gutaussehende Toby Interesse an ihr zeigt.

Schon nach kurzer Zeit entwickelt Daisy eine Faszination für Toby, an dem alles perfekt zu sein scheint. Er hört ihr zu und überhäuft sie mit kleinen romantischen Aufmerksamkeiten. Im Nu verbringen sie immer mehr Zeit miteinander, was andere Mädchen sehr beneiden, und gehen auf Dates. Durch Toby kann Daisy die Trennung von Matt vergessen und einfach glücklich sein. Doch durch ihre rosarote Brille bemerkt sie auch kaum, dass das Verhalten von Toby von Mal zu Mal irritierender wird und schon bald an Kontrolle heranreicht.

Zu Beginn des Buches lernt man Daisy mit ihren Freundinnen kennen. Die Freundschaft besteht schon seit Jahren und hat sie zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengeschweißt. Nun sind sie aber nicht mehr so oft zusammen. Daisy bekommt das Gefühl von ihren Freundinnen abgeschoben zu werden, vor allem da es ein neues Mädchen an deren Schule gibt, dass sich mit ihnen anfreundet. Toby tut ihrem Freundeskreis auch nicht immer gut, denn oft gibt es dank ihm Streit.

Rachel McIntyre fängt den Moment sehr gut ein, in dem Daisy Toby immer mehr in ihr Leben einlässt. Um an seiner Seite zu sein, wirft sie ihre Vorsätze über den Haufen. Um ihn an ihrer Seite zu behalten, sieht sie über seine Fehler hinweg und verzeiht ihm alles. Sie geht sogar so weit Ausreden für ihn zu erfinden, damit niemand schlecht von ihm denkt. Sie bemerkt es selbst kaum, doch ihr Wille ihm zu glauben, lässt sie über sein No-Go Verhalten hinwegsehen. Dass dieses Verhalten alles andere als gesund ist, wird dem Leser schnell klar. Nicht ganz klar hingegen ist, weshalb Daisy es so einfach zulässt. Sie schluckt ihre Meinung runter und Mal für Mal lässt sie ihre Überzeugungen links liegen. Immer mehr lässt sie ihre starke Persönlichkeit hinter sich um das Mädchen zu sein, das Toby haben will.

Der Knackpunkt ist allerdings, dass Tobys Verhalten nie komplett aufgeklärt wird. Er gibt zwar immer wieder Rechtfertigungen von sich, doch ob er dabei auch die Wahrheit sagt, bleibt offen. Gegen Ende kommt es aber zu einer Konfrontation zwischen ihm und Daisy, die etwas Licht ins Dunkel bringt. Dabei zeigt sich, dass er sich an etwas klammert, an eine Vorstellung, die aber nie sein kann. Diese, für Daisy schmerzhafte Erkenntnis, wird sehr gut umschrieben und dem Leser vor Augen geführt.

Starke und vor allem emotionale Umschreibungen sind scheinbar eine Stärke der Autorin. Mit gelungener Wortwahl erschafft sie eine unglaubliche Atmosphäre, die immer drückender wird. Überhaupt gelingt es Rachel McIntyre die schwierige Thematik in einer Geschichte zu verpacken, die dem Leser aufzeigt, wie verbohrt die Situation sein kann. Die gegenseitige Abhängigkeit ist nicht leicht zu durchbrechen und die Ratschläge anderer stoßen daher oft auf taube Ohren. Diese Komplexität der Beziehung wurde durch Daisy und Toby perfekt vorgeführt.

Leider ging es mir einfach viel zu schnell. Daisy verfällt Toby praktisch sofort um Matt zu vergessen. Mit ihren Freundinnen kommt es zum Streit, weil sie ihre Meinung sagen kann aber nicht auf die von Ayesha und Beth hören will. Außerdem hört sie auf ihre eigenen Meinung zu vertreten. So kommen einige Schwächen der Handlung nach und nach zusammen, doch eine der größten Schwachpunkte scheint mir die mangelnde Kommunikation zu sein. Vieles hätte anders laufen können, wenn die Charaktere mehr miteinander gesprochen hätten.

Fazit
Es ist nicht leicht einen geliebten Menschen zu vergessen, doch der Sprung in eine neue Beziehung ist nicht immer der richtige Weg. Dies muss auch Daisy einsehen, denn um Matt zu vergessen, geht sie mit Toby aus. Dass diese Beziehung aber alles andere als gesund ist, merkt sie viel zu spät. Ein interessantes Buch mit einer schwierigen Thematik, das allerdings auch seine Schwächen hat.