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Veröffentlicht am 01.06.2025

Zauberhaft

Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche
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Als Artemis beste Freundin Emma wegzieht, bricht für Artemis eine Welt zusammen. In der Schule verbringt sie ihre Zeit lieber mit Zeichnen und kassiert so lauter schlechte Noten. Da ihre Versetzung gefährdet ...

Als Artemis beste Freundin Emma wegzieht, bricht für Artemis eine Welt zusammen. In der Schule verbringt sie ihre Zeit lieber mit Zeichnen und kassiert so lauter schlechte Noten. Da ihre Versetzung gefährdet ist, wird sie von ihren Eltern in ein Lerncamp geschickt. Dort gefällt es ihr gar nicht und sie beginnt sich umzusehen. Auf wundersame Weise landet sie plötzlich in einer Fantasiewelt. Mit der Dreamcatcher, einem fliegenden Schiff, segelt sie durch das Meer der Wünsche. Sie taucht ein, in eine Welt voller Magie, Drachen und Nebelkrallen. Ihr Gegner ist der Baron Horazio, der sich als alleiniger Herrscher über das Wolkenmeer bezeichnet. Um die Magische Welt zu retten, muss Artemis einige Abenteuer bestehen. Doch an ihrer Seite sammelt sie schnell gute Freunde. Uns hat diese Geschichte schnell verzaubert. Neben der fantasievollen Welt muss sich Artemis auch mit sich selbst und ihrer Gabe beschäftigen. Das hat mir besonders gut gefallen. Es geht um Freundschaft, Mut und auch darum für sich selbst einzustehen. Nicht immer läuft alles glatt im Leben, aber zumeist hat man die Chance einen neuen Weg zu wählen, der auch zu einem guten Ergebnis führt. Diese Message finde ich wichtig und richtig.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Beschämend

Tochter des Regenwaldes
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Tief im Regenwald lebt Nemonte mit ihrer Familie. Sie brauchen nichts und niemanden. Sie leben von der reichen Vielfalt, die der Wald ihnen gibt. Doch dann kommt die Missionarin Rachel. Unter dem Deckmäntelchen ...

Tief im Regenwald lebt Nemonte mit ihrer Familie. Sie brauchen nichts und niemanden. Sie leben von der reichen Vielfalt, die der Wald ihnen gibt. Doch dann kommt die Missionarin Rachel. Unter dem Deckmäntelchen der Kirche, bringt sie das ganze Dorf durcheinander. Sie versucht die Indigenen zu Weißen zu erziehen. Sie sollen Kleidung tragen, Zucker essen und an einen Gott glauben, der nicht der ihre ist. Hinter ihrem Rücken verscherbelt sie jedoch den Wald der Urvölker an Ölfirmen. Völlig verbogen von einem Leben, dass sie so gar nicht kennen, werden sie ihrer Gebiete beraubt. Die Flüsse werden mit Öl verschmutzt. Die Fische sterben und die Familien werden von den Ölfirmen mit Dosentunfisch abgespeist. Nemonte verlässt als junge Frau ihre Familie, um bei den Weißen zu leben. Doch um so mehr sie lernt, umso mehr begreift sie was wirklich gespielt wird. Sie beginnt den Kampf um den Wald und das Leben ihrer Familie. Nemonte gibt mit diesem Buch dem Regenwald eine Stimme. Sie zeigt, wie selbstsüchtig und grausam Menschen gegen Menschen agieren. Wie präsent und widerlich das Geld im Mittelpunkt steht und wie sehr wir uns alle bereits von der Natur entfernt haben, aus der wir doch stammen. Durch ihre Augen auf unsere Zivilisation zu schauen ist beschämend. Ich bin so froh dieses Buch gelesen zu haben und kann es nur jedem empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Mehr als Völkerverständigung

Die Flaschenpost
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Vor Jahren hat mein Sohn dieses Buch in der Schule gelesen. Die ersten Kapitel haben wir zusammen zu Hause gelesen. Somit war es für mich eines dieser unvollendeten Bücher. Da der Beginn jedoch schon so ...

Vor Jahren hat mein Sohn dieses Buch in der Schule gelesen. Die ersten Kapitel haben wir zusammen zu Hause gelesen. Somit war es für mich eines dieser unvollendeten Bücher. Da der Beginn jedoch schon so verheißungsvoll war, wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht. Matze ist ein 11-jähriger Ost-Berliner Junge. Er träumt von Palmenstränden und wünscht sich einen Brieffreund, der ihn vielleicht mal an seinen Strand einlädt. So kommt er auf die Idee eine Flaschenpost in die Spree zu werfen. Doch kein Junge aus einem weit entfernten Land, sondern das West-Berliner Mädchen Lika zieht seine Flasche aus dem Wasser. Und West-Berlin stellt sich als ähnlich exotisch heraus, wie der Palmenstrand. Denn auch darüber weiß Matze eigentlich nichts. Die Kinder freunden sich an und lernen viel über die geteilte Stadt und die unterschiedlichen Systeme, in denen sie leben. Da ich selbst in West-Berlin aufgewachsen bin ist dieses Buch für mich wie eine Zeitreise in die 80er Jahre. Klaus Kordan hat es damals geschrieben, ohne zu wissen, dass dieses Berlin bald der Geschichte angehören wird. Gerade das macht es für mich so faszinierend und echt. Ja es ist ein Kinderbuch, aber gerade die Sicht der Kinder auf diese verquere Welt, hat mir bestätigt, wie sehr sich der erwachsene Mensch doch verrannt hat. Diese 170 Seiten sind gerade auch für Erwachsene ein echter Augenöffner.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Doppeltes Spiel

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Mittlerweile ist dies schon der dritte Teil der Art Mayer-Reihe. Und ein Thriller ist spannender als der andere. Arts Kollegin Nele ist Mutter geworden. Doch diese Rolle füllt sie nicht aus. Deshalb kommt ...

Mittlerweile ist dies schon der dritte Teil der Art Mayer-Reihe. Und ein Thriller ist spannender als der andere. Arts Kollegin Nele ist Mutter geworden. Doch diese Rolle füllt sie nicht aus. Deshalb kommt es ihr gar nicht ungelegen, als sich ein neuer Fall für das Duo anbahnt. Art hat seiner kleinen Nachbarin Milla versprochen ihre seit einem Jahr vermisste Mutter zu finden. Da die Demenzerkrankung der Oma immer weiter voranschreitet, ist es auch dringen nötig für die 8-jährige eine Lösung zu finden. Als Art niemand geringeren als den Bundeskanzler um Hilfe bittet, kommt der alte Fall der vermissten Dana ins Rollen. Und was sich dahinter verbringt ist eine ziemlich grausame Geschichte. Auch diese Story hatte wieder mächtig Tempo und ließ sich sehr schnell lesen. Auch die persönlichen Geschichten um Art und Nele finde ich immer sehr spannend. Leider blieb auch hier wieder einiges offen. Aber so ist das eben bei einer Reihe und ich kann mich auf den nächsten Band freuen. Auch mit den Spielorten hat Marc Raabe wieder voll ins Schwarze getroffen. Der beschriebene See war lange Zeit mein Lieblingsbadesee kurz hinter Berlin, bevor er von Hipstern überflutet wurde. In jedem Fall hatte ich den Campingplatz und See bildlich vor Augen. Für mich war dieses Buch ein Highlight in diesem Jahr. Ich bin schon ganz kribbelig auf den nächsten Teil!

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Veröffentlicht am 10.05.2025

Einsam glücklich

Die Frau und der Fjord
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Gro trauert um ihren geliebten Ehemann. Sie hält die Welt um sich herum nicht mehr aus und flüchtet in ihrem Schmerz ganz in den Norden Norwegens auf die Lofoten. Sie bezieht ein einsames Haus an einem ...

Gro trauert um ihren geliebten Ehemann. Sie hält die Welt um sich herum nicht mehr aus und flüchtet in ihrem Schmerz ganz in den Norden Norwegens auf die Lofoten. Sie bezieht ein einsames Haus an einem Fjord, ohne Kontakt zur Außenwelt. Hier gibt es kein Internet oder Fernsehen. Nur ein altes Funkgerät und die Bücher des Vorbesitzers stehen ihr zur Verfügung. So erlebt sie die Härte aber auch die Schönheit und Stärke der Natur. Sie versucht sich aus der Natur zu ernähren und reaktiviert viele Rezepte ihrer Familie. So versucht sie zu heilen und gleichzeitig bleibt die Welt nicht stehen. Neue Probleme aber auch Beziehungen drängen sich in ihr Leben und müssen von ihr bewältigt werden. Ich habe diesen Roman schon allein durch diese wunderschönen Landschaftsbeschreibungen Norwegens geliebt. Gro steht an einem völlig anderen Punkt in ihrem Leben als ich, obwohl wir im selben Alter sind. Dennoch fand ich die Entwicklung, die sie in dieser Geschichte durchläuft, sehr inspirierend. Gro konnte in die Einsamkeit abtauchen, um zu sich selbst zu finden. Das ist nicht jedem möglich, aber sich dennoch auf die Suche nach sich selbst zu machen, durchaus. Ein wunderbares Buch über Trauerbewältigung und Selbstfindung.

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