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Veröffentlicht am 24.05.2025

Guter Cozy-Crime mit vielen Protagonisten und Verwicklungen. Das Ende war unvorhersehbar.

The Murder Game – Der Tod isst mit
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Ein moderner Cozy-Crime mit vielen Protagonisten, Intrigen, Geheimnissen und Verwicklungen, bei denen man wirklich aufpassen muss, wer jetzt wer ist, in welcher Beziehung die Personen zueinander stehen, ...

Ein moderner Cozy-Crime mit vielen Protagonisten, Intrigen, Geheimnissen und Verwicklungen, bei denen man wirklich aufpassen muss, wer jetzt wer ist, in welcher Beziehung die Personen zueinander stehen, was sie verbindet und welche jeweilige Vergangenheit sie haben.

Irgendwann, so im letzten Drittel des Buches, fing die Geschichte mich leider an etwas zu langweilen. Es gab viele Längen, bei denen ich den Eindruck hatte, dass wir uns im Kreis drehen.

Das Krimidinner, das hier stattfindet, dient nur als Anlass, die Protagonisten im Herrenhaus Hamlet Hall zu versammeln, jedoch findet es de facto nicht statt, da es, bevor das Spiel beginnt, eine Leiche gibt und die ganze aufkommende Aufregung sich dann darum dreht, wer der Mörder sein könnte, da dieser augenscheinlich unter den Teilnehmern sein muss.

War es der Sonderling Will Hooper, der die Idee zu diesem Krimidinner hatte? Oder der Hotelbesitzer Ian Davis, der sich dadurch mehr Tourismuseinnahmen erhoffte? Oder Edward und Martha Finn, in deren kleinen Laden bereits 2x eingebrochen wurde? Oder Gwen Holloway, Leiterin der örtlichen Tourismuszentrale, die Ambitionen hat, Bürgermeisterin zu werden?

All diese Personen - und noch weitere - sind jedenfalls nicht gut zu sprechen auf das Opfer, das erschlagen in seinem Zimmer aufgefunden wird.

Die Auflösung war unvorhersehbar und völlig in Ordnung. Wer Agatha Christie mag, wird diesen Roman mit Sicherheit auch gut finden. Auch wenn mich die Geschichte jetzt nicht großartig begeistert hat, möchte ich trotzdem noch DER TOD REIST MIT von Tom Hindle lesen.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Ein schöner Naturroman, der so vor sich hin plätschert. Cozy & Wholesome.

Die Frau und der Fjord
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Ruhig erzählt, cozy, tiefsinnig und naturgewaltig. Ein wirklich schöner Roman, den man vielleicht am besten an verregneten Tagen, im Herbst oder Winter lesen sollte, um die stürmische und eiskalte Atmosphäre, ...

Ruhig erzählt, cozy, tiefsinnig und naturgewaltig. Ein wirklich schöner Roman, den man vielleicht am besten an verregneten Tagen, im Herbst oder Winter lesen sollte, um die stürmische und eiskalte Atmosphäre, die das Buch vermittelt, in sich aufsaugen zu können.

Wir begleiten Gro Kristjánsdóttir, die vor ihrem Umzug auf die norwegischen Lofoten als Geologin auf Ölplattformen gearbeitet hat. Sie war ein regelrechter Star in dieser Branche, denn sie hatte ein goldenes Händchen dafür, jede Ölquelle ausfindig machen zu können.

Doch dann stirbt ihr geliebter Mann Nicklas und Gro ist mit gerade mal Mitte 40 plötzlich Witwe. Sie zieht sich in ihrer tiefen Trauer zurück, wird zur Einsiedlerin und meidet jegliche sozialen Kontakte. Und das geht am besten in der einsamen Wildnis eines Fjords.

Wir sind als Leser Teil ihres Alltags und ihrer Gedankengänge. Wie sie die Natur erkundet, Beeren und Kräuter sammelt und diese verarbeitet, stundenlange Spaziergänge unternimmt, Besorgungen auf dem Festland macht und alte Tagebücher bzw. Funksprüche des Vorbesitzers ihres Hauses liest.

In einer stürmischen Nacht gerät Jens mit seinem Boot in Gros Fjord in Seenot. Sie rettet ihn vorm Ertrinken und es entsteht zunächst eine vorsichtige Freundschaft, die sich irgendwann in Verliebtheit verwandelt. Sie lernt Jens‘ Familie kennen und lässt es zu, ihr Herz wieder zu öffnen.

Doch dann tauchen plötzlich ehemalige Kollegen von Gro auf, die im Fjord eine Ölquelle vermuten, was zur Folge haben würde, dass sie ihr neues Zuhause und die unberührte Natur verlieren könnte. Zusammen mit ihrer neu gewonnenen Familie und den Festlandbewohnern sagt sie der Ölindustrie den Kampf an.

Es geht viel um die Natur bzw. den Naturschutz, Isolation, Kontemplation, Trauer und neue Chancen. Der Erzählstil ist ruhig und kurzweilig. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, ohne langweilig zu sein. War mal ganz nett für zwischendurch. Viel passiert hier allerdings nicht.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Zu viele Längen und alles in allem etwas zu unspektakulär.

Vorsehung
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Der Roman hat mir an sich zwar ganz gut gefallen, aber alles in allem hatte er doch einige Längen und war im Ergebnis bzw. in der Auflösung dann doch etwas zu unspektakulär.

Der ganze Aufbau jedoch, wie ...

Der Roman hat mir an sich zwar ganz gut gefallen, aber alles in allem hatte er doch einige Längen und war im Ergebnis bzw. in der Auflösung dann doch etwas zu unspektakulär.

Der ganze Aufbau jedoch, wie wir viele verschiedene Protagonisten nach ihrer Prophezeiung in ihrem Alltagsleben begleiten und das ganze Konzept bzw. Gedankenexperiment, welche Auswirkungen es hat, wenn man seinen Todestag inkl. Todesart kennt, war schon wirklich gut.

Kann man sein Schicksal verändern? Ist alles vorher bestimmt? Oder zieht ein bestimmtes Verhalten genau das an, wovor man sich am meisten fürchtet? Mit all diesen Fragen wird man in diesem durchaus gut geschriebenem Buch konfrontiert. Ich persönlich hatte halt eine zu hohe Erwartungshaltung und leider keinen WOW-Moment.

Eine Frau, die zunächst nur DIE DAME genannt wird, steht mitten im Flug nach Sydney einfach auf und spaziert Reihe für Reihe ab, um den Passagieren ungefragt mitzuteilen, wie lange diese noch zu leben haben und wie sie sterben werden. Dabei macht sie sogar vor Kindern nicht halt.

Einige lachen darüber, aber die meisten beschleicht zumindest ein ungutes Gefühl und passen ihre Verhaltensweisen dementsprechend an, um das Unvermeidliche doch irgendwie zu verhindern, vor allem als es im Fernsehen und Internet die Runde macht, dass einige Weissagungen der unbekannten Dame tatsächlich eingetroffen sind.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Kreativ, aber nicht wirklich spannend und mit einer leider mir sehr unsympathischen und unnahbaren Protagonistin.

Nachtlügen
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Die Autorin hat einen sehr guten, flüssigen Schreibstil und eine tolle, kreative Idee umgesetzt, die mich zwar ganz gut unterhalten, jedoch nicht so begeistern konnte, wie anfangs von mir erhofft. Dies ...

Die Autorin hat einen sehr guten, flüssigen Schreibstil und eine tolle, kreative Idee umgesetzt, die mich zwar ganz gut unterhalten, jedoch nicht so begeistern konnte, wie anfangs von mir erhofft. Dies lag zum größten Teil wohl an der doch ziemlich schroffen und unnahbaren Hauptprotagonistin Isra, mit der ich einfach nicht warm geworden bin und die mir leider echt unsympathisch war.

Eine Love-Story gibt es in dieser Geschichte übrigens nicht. Wir begleiten den Nachtalb Isra bei ihren Streifzügen bzw. Einbrüchen in fremde Schlafzimmer, wo sie den nichtsahnenden Personen ihre Lichtträume stiehlt und durch Albträume ersetzt.

Sie benötigt die guten und schönen Träume um überleben zu können und muss zeitgleich Albträume bescheren, um die sog. Albgalle, die in ihrem Körper produziert wird, abzubauen.

Es gibt eine Organisation namens „Nachtigall“, die diese Praktiken ändern und auch die sog. Kunstträume abschaffen will, die angeblich zu schweren Nebenwirkungen führen sollen. Damit richten sie sich gezielt gegen die namhafte Forscherin Orphea, die Isra großgezogen hat.

Als Isra herausfindet, dass Orphea gewisse Dinge vor ihr verheimlicht und ihr zudem der Tod eines ihrer Stammträumer angelastet werden soll, beginnt sie alles zu hinterfragen. Zudem gerät ihr selbst erschaffenes Spinnenmonster immer mehr während der Traumsitzungen außer Kontrolle. Und warum ist ihre Mutter eigentlich dem Wahnsinn verfallen, bevor sie starb?

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Puh - so langsam ist die Luft draußen, aber dennoch eine gute Reihe.

DARK crystal CASTLE
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Puh - so langsam merke ich, dass die Luft irgendwie raus ist, da ich kaum noch Interesse habe, der Reihe zu folgen. Es sind meines Erachtens einfach zu viele Bände.

Während ich die 6-teilige GLOW Reihe ...

Puh - so langsam merke ich, dass die Luft irgendwie raus ist, da ich kaum noch Interesse habe, der Reihe zu folgen. Es sind meines Erachtens einfach zu viele Bände.

Während ich die 6-teilige GLOW Reihe regelrecht verschlungen habe, wird es mir in der CASTLE Reihe nach und nach zu anstrengend, dran zu bleiben. Diesen 8. Band hatte ich bereits im März begonnen, aber jetzt erst beendet und das spricht ja für sich, im negativen Sinne.

Nun fehlen weitere 4 Bücher, um die Serie endlich abschließen zu können und ich werde sie nur noch nebenbei als Hörbuch hören, damit ich dieses Projekt 2025 abhaken kann. Leider ist mir der Spaß verloren gegangen, weil sich alles ähnelt und wiederholt.

Nach einem Überfall auf Joaquims Anwesen, flüchtet Madison mit den Lords und den im Koma liegenden Neptuno auf eine Luxusyacht. Auch Diabo ist als Gefangener mit an Bord, mit dem sie zähneknirschend einen Deal eingehen.

Außerdem findet eine Verlobung mit anschließender Orgie statt. Auf dem Festland kommt es zu einer unerwarteten Begegnung mit einer Person aus Madisons und Cassios Vergangenheit. Jedoch will Joaquims Vater ihn zum Schweigen bringen und es kommt zu einem Showdown.

Natürlich ist das Buch wieder gut und kurzweilig geschrieben, es gibt wie immer einen Cliffhanger und tolle Spicy-Szenen, aber wie bereits gesagt, begeistern kann mich die DARK CASTLE Reihe momentan nicht.

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