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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2025

Ein spannender Roman

Das Mädchen aus Yorkshire
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Leah, ein zunächst unscheinbares Mädchen aus Yorkshire, nun Model und Brett, Sohn eines reichen Immobilientycoons treffen sich auf einer Party in London. Begonnen hat ihre Geschichte jedoch schon vor langer ...

Leah, ein zunächst unscheinbares Mädchen aus Yorkshire, nun Model und Brett, Sohn eines reichen Immobilientycoons treffen sich auf einer Party in London. Begonnen hat ihre Geschichte jedoch schon vor langer Zeit, im Haus seiner Tante Rose, für die Leahs Mutter arbeitet. Welchen Weg wird ihr (gemeinsames) Leben einschlagen? Was hat es mit der düsteren Prophezeiung auf sich, die Leah als kleines Mädchen erhalten hat? Und warum reden Bretts Vater und seine Tante Rose seit 20 Jahren nicht mehr miteinander? Was ist in ihrer Vergangenheit passiert?

Man merkt, dass diese Geschichte etwas vom gewohnten Stil Lucinda Rileys abweicht, und dennoch ist es ihrer. Die Handlungen sind spannend beschrieben, die Handlungsstränge atemberaubend verwoben und auch Schauplätze kommen einem als wiederholten Leser “bekannt” vor.
Dieses Buch war an einigen Stellen sehr hart und brutal. Das muss so sein, möchte Riley doch auch hier auf wichtige, traurige geschichtliche Themen aufmerksam machen. Dennoch war es mir stellenweise einfach zu viel.
Leah schließt man sofort ins Herz, fiebert und leidet mit ihr mit. Ich mochte sie als Protagonistin sehr gerne, aber auch Brett ist sehr sympathisch. Insgesamt leben die Charaktere wie gewohnt von ihrer großen Vielfalt und Tiefe.
Insgesamt gibt es zwei dramatische Höhepunkte, an denen ein Konflikt gelöst wird - der eine wird so simpel aufgelöst, das erscheint irgendwie zu wenig, nach den dramatischen Schilderungen. Auch wenn die Handlungsstränge wirklich gut verwoben sind, merkt man doch, dass eben nicht alles auf den einen Höhepunkt zustrebt und es ist gelegentlich schwierig zu entscheiden, was jetzt die Hauptgeschichte ist und worum es vor allem geht.

Ein gelungener, gut überarbeiteter Roman, der einen wieder einmal in die Welt von Lucinda Riley entführt. Er ist nichts für schwache Nerven, verspricht aber spannende und auch romantische Lesestunden.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Informativ und spannend

Der Sommer am Ende der Welt
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Hanna fährt mit ihrer 15-jährigen Tochter Katie nach Borkum. Ihr Ziel: Urlaub und Recherche. Hanna ist Journalistin und möchte einen Artikel über Verschickungskinder schreiben, also Kinder, die Mitte des ...

Hanna fährt mit ihrer 15-jährigen Tochter Katie nach Borkum. Ihr Ziel: Urlaub und Recherche. Hanna ist Journalistin und möchte einen Artikel über Verschickungskinder schreiben, also Kinder, die Mitte des 20. Jahrhunderts für eine Kur für einige Wochen alleine weggeschickt wurden. In einem ehemaligen Kurkinderheim, jetzt Hotel, hat sie sich einquartiert. Gleich zu Beginn haben Hanna und Katie spannende Begegnungen mit dem hiesigen Allgemeinarzt, aber auch den Hotelbetreibern.

In diesem Roman steckt viel mehr drin, als ich zu Beginn dachte. Man wird wirklich umfassend über das Thema der Verschickungskinder informiert, ich wusste vorher nur sehr wenig dazu. Eva Völler hatte einen persönlichen Beweggrund, diesen Roman zu schreiben: Zwei ihrer Geschwisterkinder waren Verschickungskinder, geredet wurde darüber zuhause nicht.
Gut gefallen hat mir, dass die Story gut komponiert war: Es ging um das Aufdecken der Geschehnisse aus dem Jahre 1963, dorthin gab es auch gut eingebettete Rückblenden. Aber auch die Story der Gegenwart um Hanna, Katie, den Arzt Ole und die Hotelbesitzer war sehr spannend.
Ich muss jedoch sagen, dass die Dèja-vus, die Hanna gleich zu Beginn hat und im weiteren noch eine Rolle spielen, mir am Ende zu wenig erklärt werden.

Ein spannendes, nicht immer leicht aushaltbares Buch mit einer spannenden Story, das einen über die Schicksale der Verschickungskinder aufklärt und trotz der Schwere des Themas Spaß beim Lesen bereitet

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Berlin, 1961

Die fremde Spionin
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Zum Inhalt: Ria wird im Alter von 10 Jahren von ihrer Familie getrennt und wächst in Ostberlin bei Adoptiveltern auf. Im Jahr 1961 führt sie mit 21 Jahren ein scheinbar gewöhnliches Leben, allerdings bekommt ...

Zum Inhalt: Ria wird im Alter von 10 Jahren von ihrer Familie getrennt und wächst in Ostberlin bei Adoptiveltern auf. Im Jahr 1961 führt sie mit 21 Jahren ein scheinbar gewöhnliches Leben, allerdings bekommt sie eine Arbeitsstelle im Ministerium angeboten und auch der BND tritt an sie heran. Der Groll über die Trennung von ihrer Familie ist noch nicht überwunden und so geht sie auf neuen Wegen.

Titus Müller beschreibt hervorragend die geschichtliche Situation und die herrschenden Spannungen um 1961 in Berlin. Man kann sich gut in die Situation hineinversetzen und erhält unglaublich viele historische Informationen.
An manchen Stellen fiel es mir schwer, den Handlungen oder Beweggründen einzelner Personen nachzuvollziehen. Ob das daran liegt, dass manches eben nur schwer nachvollziehbar ist, mir Hintergrundwissen fehlte oder gelegentlich das historische Wissen im Roman im Vordergrund stand, kann ich schwer sagen.
Titus Müller schafft es zum Einen, klar die Missstände dieser Zeit hervorzuheben, auf der anderen Seite verdeutlicht er: Die agierenden Protagonisten sind allesamt Menschen mit Ängsten, Träumen und Wünschen.

Fazit: Ein empfehlenswerter Roman, der die Zeit des Mauerbaus beschreibt und einem nahebringt. Ein wichtiges Kapitel unserer Geschichte, die mir hier noch einmal sehr nahe gekommen ist. Aber auch erzählerisch warten hier spannende Lesestunden rund um Spionage aber auch die Liebe.
In den zwei Folgebänden wird die darauffolgende Zeit eines geteilten Berlins und des Mauerfalls thematisiert.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Wie kann es nun weitergehen?

Am Anfang eines neuen Tages
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Josephine Weatherly hat den amerikanischen Bürgerkrieg überlebt, während ihr Vater und ältester Bruder genau wie viele andere ihr Leben gelassen haben. Gemeinsam mit ihrer Mutter und den zwei verbliebenen ...

Josephine Weatherly hat den amerikanischen Bürgerkrieg überlebt, während ihr Vater und ältester Bruder genau wie viele andere ihr Leben gelassen haben. Gemeinsam mit ihrer Mutter und den zwei verbliebenen Geschwistern kehrt sie auf die Baumwollfarm zurück. Doch wie soll es weitergehen, jetzt, wo alles anders ist?
Lizzie und ihr Mann Otis waren Sklaven, doch der Krieg hat alles verändert. Wie kann es weitergehen? Fürs erste bleiben sie bei den Weatherlys, doch wie können sich die neuen Verhältnisse gestalten?

Lynn Austin nimmt uns wieder einmal mit in eine andere Zeit. Sie schreibt so anschaulich und lebendig, dass man keine Buchseiten, sondern das herrschaftliche Haus und die Felder vor sich hat.
Es hat gedauert, bis die Geschichte Fahrt aufnahm. Am Anfang stagnierte es sehr, was sicher auch einfach dem Thema geschuldet ist. Dennoch waren manche Ereignisse gegen Ende damit verglichen definitiv zu plötzlich.
Mir gefällt gut, wie man in die damalige Zeit und die Fragen, die sich nach einem solchen Krieg stellten, hineingenommen wird. Es reicht nicht, einfach von oben her die Welt zu ordnen und festzulegen, dass die Sklaven nun frei sind. Hier werden Einzelschicksale beleuchtet, aber auch Familien und Kleinstädte gezeigt, die sich fragen: Wie kann es denn anders gehen? Es wird deutlich, dass es auch viel Mut braucht, um neue Wege zu gehen.
Lynn Austin kann gut auch die schrecklichen und brutale Seiten einer Geschichte beschreiben, dennoch wird es nie so schlimm, dass man das Buch aus der Hand legen möchte. Über allem schwebt immer ein Funken Hoffnung.

Fazit: Das Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen - ich lese Bücher von Lynn Austin unglaublich gerne, auch hier hat sie mich nicht enttäuscht. Toll, wie sie uns in das Amerika am Ende des 19. Jahrhunderts mit hineinnimmt und aufzeigt, welche Sorgen und Ängste aber auch Chancen und Hoffnung auf Veränderungen der Krieg mit sich brachte. Über allem steht auch immer, dass wir Gott brauchen: Nur mit seiner Liebe und seiner Vergebung kann in einer solchen Situation ein Neuanfang geschehen.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Angst ist ein schlechter Ratgeber

Von Angst befreit
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Zum Inhalt: Alan Fadling stellt heraus, dass unser Leben nicht von Angst beherrscht werden muss. Stattdessen zeigt er auf, dass Gott einen Frieden für uns bereithält und macht deutlich, dass dieser Friede ...

Zum Inhalt: Alan Fadling stellt heraus, dass unser Leben nicht von Angst beherrscht werden muss. Stattdessen zeigt er auf, dass Gott einen Frieden für uns bereithält und macht deutlich, dass dieser Friede nicht erst eintreten kann oder für uns da ist, wenn “alles gut ist”. Er macht deutlich, dass man sich nicht an seine Angst und an Gott klammern kann - nur eins von beidem geht!

Alan Fadling verknüpft seine Gedanken immer wieder mit Bibelstellen, Gebeten und Berichten aus dem Alltag und macht so deutlich, dass diese Hand und Fuß haben.
Leider konnte ich im Buch keinen roten Faden erkennen, der sich kapitelübergreifend gezogen hat. Für mich waren es alles gute Gedanken, die aber aneinandergereiht waren. Auch innerhalb einzelner Kapitel sprang es teilweise sehr stark und mir fiel es schwer, das Thema des Kapitels im Blick zu behalten und das Gelesene einzuordnen.
Fadling hat viele gute Anregungen, wie wir im Alltag mit Angst umgehen können. Er berichtet aus seinem eigenen Leben und nennt praktisch umsetzbare Beispiele. Das Buch hilft dabei, aufzudecken, wo man sich selbst von Angst leiten lässt und wie man stattdessen Gottes Frieden entdecken kann.

Fazit: Alan Fadling schildert gut verständliche verschiedene Aspekte zum Thema Angst und hatte gute Anregungen, wie man seinem Umgang damit verändern kann. Der fehlende rote Faden des Buches und auch innerhalb der einzelnen Kapitel hat mich aber schon sehr gestört und das Lesen beeinflusst. Dennoch kann jeder, der dieses Thema angehen möchte, hier gute Aspekte für sich rausziehen.

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