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Veröffentlicht am 23.05.2025

Beziehungsrückblick

Munk
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Mitten auf der Rolltreppe eines Kaufhauses bricht der 51jährige Stararchitekt Peter Munk zusammen und erleidet einen Herzinfarkt. Eigentlich ist er viel zu jung für sowas, ernährt sich gesund und treibt ...

Mitten auf der Rolltreppe eines Kaufhauses bricht der 51jährige Stararchitekt Peter Munk zusammen und erleidet einen Herzinfarkt. Eigentlich ist er viel zu jung für sowas, ernährt sich gesund und treibt Sport. Wie kann das sein?
Er überlebt und sucht sich für seine Rehamaßnahme das Mönchhof Resort im Schwarzwald aus, ein Fünfsternehotel mit Beautyfarm und Wellnessoase und einer versteckten medizinischen Abteilung, eine Einrichtung also, die sich nicht so sehr nach Krankenhaus anfühlen sollte und nur wohlhabende Klientel zu seinen Gästen zählt.
Der Klinikpsychologe gibt Munk die Aufgabe über die Beziehungen in seinem Leben nachzudenken. Was hat er gelernt? Wie war der Einfluss dieser Menschen auf sein weiteres Leben? Nach anfänglichem Zögern nimmt Peter Munk diese Aufgabe dann doch sehr ernst , macht eine Liste mit all den gescheiterten Liebesbeziehungen seines Lebens, 13 an der Zahl, und denkt ausführlich über jede dieser Frauen nach. Er denkt darüber nach, wie er zu dem Mann wurde, der er geworden ist und wie er immer versucht hat bloß nicht zu werden wie sein Vater.
Es folgt eine Aneinanderreihung der Verflossenen.
Jede Frau hat ihre Geschichte. Sie alle sind sehr unterschiedlich und so unterhaltsam es zu lesen war, fehlte es mir allein durch die Vielzahl der Geliebten deutlich an Tiefe. Kaum ist man zur nächsten Frau übergegangen, hat man die Geschichte der Vorangegangenen schon fast wieder vergessen.
Auch das Ende der Geschichte hat mich nicht überzeugen können.

Leider nur Durchschnitt oder wie sagt man so schön: Man kann es lesen, muss es aber nicht.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Nichts als die Wahrheit

Scandor
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Moderne Technik und Spannung, aus diesem MIx bastelt Ursula Poznanski auch mit dem Jugendbuch „Scandor“ wieder ein fesselndes Abenteuer.

Tessa und Philipp bekommen die Gelegenheit an einer besonderen ...

Moderne Technik und Spannung, aus diesem MIx bastelt Ursula Poznanski auch mit dem Jugendbuch „Scandor“ wieder ein fesselndes Abenteuer.

Tessa und Philipp bekommen die Gelegenheit an einer besonderen Challenge teilzunehmen, bei der ein neuartiger unfehlbarer Lügendetektor getestet werden soll. 100 Kandidaten treten in einem Spiel mit einem extrem hohen Preisgeld gegeneinander an,. Eine Lüge und sei sie noch so klein wird mit sofortigem Ausscheiden und Einlösung des eigenen Einsatzes geahndet, eine Verpflichtung , die jeder Teilnehmer zu Beginn des Spiels eingehen musste iund die seinen persönlichen Alptraum darstellt.

Die Geschichte liest sich ganz gut und wie erwartet scheiden die ersten Kandidaten schnell aus, während sich Tessa und Philipp recht gut schlagen. Es gibt Zusatzaufgaben und nicht jeder spielt fair und mit offenen Karten. Leider fehlte es mir bei der Lektüre an Spannung und an kreativen Überraschungsmomenten. Nach einem Mittelteil mit großen Längen kam dann zum Ende eine für mich unerwartete Wendung,, die es wieder etwas herausgerissen hat.

Ich habe schon deutlich bessere Bücher von Ursula Poznanski gelesen, insofern war ich wohl ein wenig enttäuscht. Da die Autorin aber wirklich toll schreiben kann und immer sehr aktuelle Themen anpackt, werde ich sicher auch wieder zu ihren nächsten Büchern greifen, geht gar nicht anders.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Nichts Neues

Bevor es geschah
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„Bevor es geschah“ von Celine Spierer ist sowohl ein Drama als auch eine Milieustudie.

Das jährliche Familien-BBQ bildet den Rahmen dieser Geschichte, die an einem einzigen Sommertag im Anwesen der Matriarchin ...

„Bevor es geschah“ von Celine Spierer ist sowohl ein Drama als auch eine Milieustudie.

Das jährliche Familien-BBQ bildet den Rahmen dieser Geschichte, die an einem einzigen Sommertag im Anwesen der Matriarchin Elisabeth Haynes spielt.

Auch nach dem Tod ihres Mannes versammeln sich ihre 4 Kinder, deren Lebenspartner und die Enkelkinder an einem schönen, sonnigen Tag, um zu essen und zu plaudern. Doch die Gespräche bewegen sich an der Oberfläche. Jeder versucht die Fassade der perfekten Familie aufrecht zu erhalten aber durch Perspektivwechsel und Flashbacks werden Geheimnisse und Lebenslügen nach und nach aufgedeckt. Alle sind so mit sich selbst beschäftigt, dass der jüngste Spross des Familienclans unbemerkt in den Pool klettern kann.

Jeder hat seinen Platz in dieser Familie. Die Autorin versteht es die komplexen Eltern - und Geschwisterbeziehungen, sowie die Wahl der jeweiligen Partner und deren Ehen genau zu analysieren.

Es liest sich ein bisschen wie eine Familienaufstellung und bietet leider nichts Neues, auch wenn die Geschichte gut geschrieben ist.

Die Fülle an Personen führte bei mir anfänglich zu Verwirrung, zumindest bis man sich merken konnte, wer zu wem gehört.

Ich habe dieses für mich eher durchschnittliche Buch trotzdem ganz gerne gelesen. Es fehlte aber das gewisse Etwas, dass ein Buch zu etwas Besonderem macht.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Langatmig und anstrengend

Die Fletchers von Long Island
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„Die Fletcher‘s von Long Island“ ist ein opulente Familiengeschichte, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte.

Die Fletcher‘s sind eine jüdisch - amerikanische Familie, in der der Großvater einst ...

„Die Fletcher‘s von Long Island“ ist ein opulente Familiengeschichte, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte.

Die Fletcher‘s sind eine jüdisch - amerikanische Familie, in der der Großvater einst aus Deutschland nach New York fliehen konnte und es mit einer cleveren Geschäftsidee zu einem beachtlichen Vermögen brachte. Sein Sohn Carl trat in die Fußstapfen des Vaters, übernahm dessen Fabrik und lebte ebenfalls mit seiner Frau und den beiden Söhnen in einer großzügigen Villa in Middle Rock auf Long Island.

Das Leben veränderte sich jedoch schlagartig als Carl auf dem Weg zur Arbeit entführt wurde. Er überlebte den Überfall zwar körperlich, war aber nie wieder der, der er vor diesem Ereignis gewesen war.

Das Trauma des Vaters beeinflusst nachhaltig das Leben seiner Kinder, selbst die zum Zeitpunkt der Entführung noch gar nicht geborene Tochter Jenny erbt dieses Trauma.

Die Autorin erzählt sehr langatmig in teils komplexen Schachtelsätzen wie jedes der Kinder im Erwachsenenleben scheitert.

Der Älteste Nathan hat Panikattacken und erwartet ständig die große Katastrophe. Bernhard, genannt Beamer ist Drehbuchautor, kann aber nur Drehbücher schreiben in denen es um Entführungen geht. Er lebt seine perversen sexuellen Fantasien im Drogenrausch aus, und es war wirklich nicht angenehm seitenlangen Praktiken mit seiner Domina und Zusammensetzungen seiner Drogencocktails zu lesen. An dieser Stelle war ich kurz davor das Buch auch abzubrechen.

Jenny weiß überhaupt nicht was sie will, studiert mal dies mal das, hat keine Freunde und vereinsamt immer mehr.

Die Eltern sind ihren erwachsenen Kindern keine Hilfe. Sie kommen kaum selbst zurecht. Die angeheirateten Ehepartner sind mit der Heirat gesellschaftlich und finanziell aufgestiegen und verstehen die Gefühlswelt ihrer Partner nicht wirklich.

Die Geschichte ist insgesamt sehr skurril und gesellschaftskritisch. Ich hätte mir die Erzählweise etwas humorvoller gewünscht.

Gemeinsam ist dieser Mehrgenerationenfamilie ihr Unglück. Jeder ist auf seine Weise unglücklich.

„ Ob du aus eigener Kraft erfolgreich bist oder einen Sprung in der Schüssel hast, wird von den Umständen bestimmt, in die du geboren wirst.“

Armut ist einerseits ein starker Antrieb alles zu geben sein Leben zu verbessern. Hat man es dann geschafft, ist die Verlustangst allgegenwärtig.

Ist man in Reichtum geboren, wird man leicht träge, was kein Wunder ist, da man sich nie aus eigener Kraft ernähren musste.

Die Lektüre dieses Buches verlangt einiges vom Leser, besonders Durchhaltevermögen. Als ich Beamer‘s Geschichte einmal durchgestanden hatte, gab es aber auch durchaus interessante Passagen, die ich gerne gelesen habe.

Insgesamt war mir dieses Buch aber viel zu langatmig. 200 Seiten weniger hätten dem Roman sicher gut getan.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Was man so für Liebe hält

Mein Mann
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Die Protagonistin in dieser Geschichte ist eine Besessene.

Ihr ganzes Leben dreht sich um ihren Mann, dessen Name in dem Roman nicht einmal erwähnt wird. Von morgens bis abends analysiert diese Frau ...

Die Protagonistin in dieser Geschichte ist eine Besessene.

Ihr ganzes Leben dreht sich um ihren Mann, dessen Name in dem Roman nicht einmal erwähnt wird. Von morgens bis abends analysiert diese Frau das Verhalten ihres Mannes, überprüft mit seltsamsten Methoden, ob er sie noch liebt und denkt sich kleine Bestrafungen aus. Alles was ihre Zweisamkeit beeinflusst, ist per se schon mal schlecht, ob es Freunde sind, die sich für einen Spieleabend einfinden möchten, oder schlimmer, die Kinder, die sich eine Gute Nachtgeschichte wünschen. Man möchte diese Frau gerne ab und zu mal schütteln. Sie ist wahrlich keine Sympathieträgerin.

Ihre Besessenheit steigert sich tatsächlich im Laufe des Buches, und es war insgesamt eine interessante psychologische Studie. Es reichte dann aber auch nach über 5 Stunden Hörzeit, dieser gestörten Person zuzuhören. Zum Glück gab es noch einen gänzlich unerwarteten Schluss, der die Geschichte abgerundet hat.

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